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Autor: Yorukage
Review 1 bis 1 (von 1 insgesamt):
20.06.2010 | 19:56 Uhr
Also, es ist richtig, dass du tief in die Schmalztöpfchen gegriffen und viele Klischees verwendet hast, aber insgesamt ist der Stil so flüssig und teilweise auch witzig, dass ich die Geschichte mit Interesse ganz durchgelesen habe. Halt ein Spaß zum Abträumen. Und irgendwie hast du es immer geschafft, rechtzeitig die Kurve zu kriegen, wenn der Kitsch zu süßlich wurde. Deshalb fände ich es schade, wenn du mit dem SChreiben aufhörst.
Für den Fall, dass du im Gegensatz zu deinem Vorwort doch weitermachen und dich sogar verbessern willst, hier noch ein paar Hinweise.
a) Die Heldin verhält sich zu sehr, wie eine emanzipierte Frau unserer Zeit. Man merkt ihr in keiner Phase ihre Sozialisation auf Darkover an. Das könntest du vermeiden, wenn du etwas deutlicher beschreibst, was sie zur Flucht veranlasst hat, was ihr an dem ihr aufgedrängten Verlobten nicht gefiel (das könnte etwa eine Szene ein, in der ihr aufging, dass er ihr selbst die wenigen Freiheiten noch einschränken würde, die für eine ADlige üblich waren und dass sie nirgends Unterstützung bekommen würde, diese einzufordern, weil ihrem Gatten die Entscheidung darüber zustünde). Sie dürfte nur wenig Laran besitzen (oder ein aus irgendeinem Grund blockiertes und unerkanntes), so dass die Alternative Turm für sie nicht in Frage käme. Außerdem dürfte sie den Versuch des Prinzen nicht übel nehmen, falls er sie zu seiner Barragana (offizielle Nebenfrau) machen wollte, denn das war üblich. Allerdings ist die Überlegung richtig, dass diese Lösung wegen ihres tatsächlichen Standes (den er ja nicht kennt) und der Gefahr dadurch einen Krieg herafzubechwören, nicht in Frage kommt.
b) Das Laran (das wesentliche Merkmal der DArkover-Romane spielt in der ganzen Geschichte leider keine Rolle. Dann sollte es aber auch nicht derartig oberflächlich in der letzten LIebesszene erwähnt werden.
c) Die Drohungen der Ehefrau und des Bruders bewirken praktisch nichts. Sie erhöhen im Moment die Spannung, verlaufen dann aber im Sande. Bei toten Spuren fühlt der Leser sich aber leicht gefoppt.
c) Der Entschluss, den Prinzen zu verlassen, aber vorher doch noch die Liebe einmal auszuleben, müsste stärker motiviert werden, nachdem die Helden vorher trotz der starken Anziehungskraft in allen derartigen Situationen letztlich der Vernunft folgte.

Antwort von Yorukage am 10.07.2010 | 14:56 Uhr
Juchuu! Konstruktive Kritik! Das ist genau das, was ich mir immer erhofft, aber schon nicht mehr zu erträumen gewagt hatte. Dementsprechend möchte ich Dir zuerst einmal dafür danken, dass Du Dir die Mühe gemacht hast a, die Geschichte zu lesen und b auch noch ein umfassendes Review zu hinterlassen.
Ich muss allerdings direkt sagen, dass ich mich mit Sicherheit an keiner weiteren Romanze versuchen werden, nachdem mir auch mein Zahnarzt dringend davon abgeraten hat, zuviel Zucker zu mir zu nehmen - zumal ich mich immer noch von dem erhöhten Kariesbefall nach dieser Geschichte zu rehabilitieren versuche. Überarbeiten werde sich sie aber in jedem Fall noch einmal, alleine, um sie vielleicht noch etwas homogener zu gestalten; Deine Arbeit war also nicht umsonst und es gibt ja auch noch eine Menge zuckerfreierer Geschichten, in die Verbesserungen einfließen werden. Das Schreiben an sich stelle ich also in jedem Fall nicht ein. ;-)
Zu a) Shavonne muss sich ja zwangsläufig von der gesellschaftlichen Standardfrau dieser Zeit unterscheiden, da sie andernfalls ja einfach dem Wunsch ihres Vaters entsprochen, und den für sie erwählten Mann geheiratet hätte. Vielleicht kommt auch in der Kurzgeschichte ihr eigenwilliger Charakter nicht gut genug zur Geltung, was in der Hauptstory etwas ausführlicher abgehandelt wird. Aber wenn man dieses Problem mit einer etwas ausführlicheren Beschreibung ihrer Vorgeschichte beheben kann, werde ich mich da gerne dransetzen.
Zu b) Eigentlich hatte ich das Laran absichtlich etwas außen vorgelassen, da ich mich wirklich rein auf die kitschige Liebesgeschichte konzentrieren wollte, leider ist mir dabei entgangen, dass ich es an Konsequenz habe mangeln lassen, denn schließlich würde ja alleine das Vorhandensein ihres Larans Raghnall schon buchstäblich mit der Nase draufstoßen, wo sie herkommt und das wollte ich eigentlich vermeiden, um die eigentliche Story nicht unlogisch erscheinen zu lassen.
Zu c) Ja, da bin ich auch schon drüber gestolpert. Da Du schon der Zweite bist, der das bemängelt, besteht auf jeden Fall Handlungsbedarf!
Zu d) Ok. Das ließe sich ja mit Punkt c verbinden, da die beiden Aspekte eigentlich aufeinander aufbauen sollten. Ich werde mich bemühen, den Anschluss etwas stimmiger und flüssiger zu gestalten.
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