Reviews 1 bis 9 (von 9 insgesamt):
24.11.2019 | 21:12 Uhr
Hey :)
Ich bin gerade auf deine Geschichte gestoßen und musste einfach reinlesen. Etwas, was ich nicht bereut habe.

Dein Schreibstil ist wirklich gut und flüssig zu lesen. Rechtschreibfehler sind mir nicht ins Auge gesprungen, während man auch ohne die angezeigten Sichtenwechsel bemerken würde, aus welcher Sicht was geschrieben wird. Damitmöchte ich nicht sagen, dass die Kennzeichnungen unnötig sind, immerhin helfen sie dem Leser den Überblick zu bewahren, sondern möchte einfach nur darauf eingehen, wie perfekt du Rorschach dargestellt hast. Seine abgehackten Sätze und damit auch seine Sprechweise sind wirklich nicht leicht umzusetzen, aber du schienst das mit einer Leichtigkeit geschafft zu haben, dass ich nicht anders kann, als beeindruckt zu sein.

Was die Geschichte angeht, so mochte ich besonders den Anfang und das Ende. Was den Mittelteil angeht, so Dan Wallter versorgt hat, so war dieser gut geschrieben und wirkte auch authentisch, doch bin ich einfach kein Fan davon sowas zu lesen, weswegen ich die anderen Stellen besser fand. Das hat aber nur etwas mit meiner persönlichen Meinung zu tun, denn ich weiß selbst, dass viele soetwas gerne lesen beziehungsweise schreiben.

Dementsprechend komme ich auch zu dem Anfang:
Dieser Streit zwischen den Beiden hat sich langsam aufgebaut, bevor sie sich dann doch Beleidigungen an den Kopf geworfen haben und getrennte Wege gegangen sind. Für mich war das wirklich so geschrieben, als hätte es so wirklich im Comic passieren können. Dafür also ein großes Kompliment.

Aber auch das Ende, bei welchem Daniel sein Haus verlässt und Walter sieht, ohne ihn wirklich zu sehen (sprich: zu erkennen), war so ein Moment, welchen ich einfach nur gefeiert habe. Er läuft eben ständig an ihn vorbei, auch wenn er ihn dieses Mal zumindest gegrüßt hat.
Was Rorschach angeht, so ist es schön, dass er immer mal wieder ein Auge auf Dan hat.

Und damit kommen wir zu den letzten beiden Sätzen: "Rorschach ahnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch das Schicksal wird die beiden ein weiteres Mal zusammenführen. Am 12. Oktober 1985: die Nacht in der der Comedian starb."
Bis auf die Tatsache, dass es natürlicher klingen würde, wenn man schreibt "Rorschach ahnte es zu diesem Zeitpunkt noch nicht, doch das Schicksal würde die beiden ein weiteres Mal zusammenführen.", war dies das perfekte Ende für diese Fanfiktion. Du erinnerst den Leser daran, was passieren wird und greifst somit in gewisser Weise in der Handlung voraus. Ich für meinen Teil hätte mir kein besseres Ende denken können.

Eine wirklich wunderbare Geschichte.
Herzliche Grüße
Nymphen
19.12.2013 | 15:21 Uhr
Seit ich vor kurzem die Graphic Novel gelesen habe, war ich im Internet auf der Suche nach guten Fanfictions zu Alan Moores Glanzstück und hier habe ich wohl die beste von allen gefunden.

Im Ernst: Ich finde diesen One-Shot phänomenal. Dein Schreibstil ist unglaublich dicht und packend und du hast sowohl Nite Owl, als auch Rorschach meisterhaft getroffen.
Besonders gut gefallen hat mir deine Darstellung der Freundschaft zwischen den beiden. Bei so einem schwierigen Charakter wie Rorschach, den man meiner Meinung nach auch ganz schön "falsch" interpretieren kann, ist es in meinen Augen nicht leicht, Emotionen zu beschreiben, ohne das auf übertriebene oder unpassende Art zu tun. Du hast das jedoch meisterhaft geschafft und ich bin wirklich froh und dankbar, deine Geschichte angeklickt zu haben.

Was auch gut gelungen ist, sind die Perspektivwechsel zwischen den beiden Protagonisten. So bekomme ich als Leser beide Blickwinkel vorgelegt und es wird leichter, sich in beide hineinzuversetzen.

Was du allerdings noch mal überarbeiten könntest wären die Kommasetzung und der ein oder andere Tippfehler, wo du substantivierte Verben und Adjektive klein anstatt groß geschrieben hast.

Ansonsten gibt es an dieser Geschichte, wie du sicher schon bemerkt hast, rein gar nichts auszusetzen und ich freue mich, mehr von dir zu lesen.


Beste Grüße und eine schöne Weihnachtszeit!

Der Earthling.
ThomasMorus1478 (anonymer Benutzer)
09.03.2013 | 20:21 Uhr
Hallo silent-suffering,

Ich habe leider erst seit einigen Tagen bei Fanfiktion einen Account angemeldet, und lese erst seit ein paar Wochen Geschichten (hauptsächlich, um zu schauen, wer sonst noch Comic-Fiction schreibt). Von dem, was ich bisher gelesen habe, ist dieser Text der mit Abstand beste. Du hast mit viel Gefühl und Kenntnis deiner Vorlage sowohl die Charaktere als auch die gesamte bedrohliche Stimmung zum Leben erweckt, die das Comic auszeichnet. Du hast beide Protagonisten glaubwürdig und nachvollziehbar gestaltet, sodass man mit beiden mitfühlen kann, und nicht einmal genau weiß, wem von beiden man denn recht geben sollte. Du hast einen schlichten und gradlinigen Plot gewählt, diesen aber so eindringlich und detailverliebt erzählt, dass man einen komplexeren Handlungsverlauf mit mehr Wendungen überhaupt nicht vermisst. Auch sich auf die beiden Hauptcharaktere zu beschränken, und außer einigen gesichtslosen Polizisten Niemanden auftauchen zu lassen, war genau die richtige Entscheidung. Es geht nur um Rohrschach und Dan, und ihre Beziehunge zueinander. Die Geschichte fesselt von der ersten bis zur letzten Zeile. Jeder Satz und jedes Wort sitzen am richtigen Platz. Dieser Text ist stilistisch, erzählerisch und kompositorisch brillant und verdient eine Auszeichnung.
Da ich aber leider ein Mensch bin, der immer eine Kleinigkeit zu meckern zu findet, habe ich trotzdem eine Anmerkung. Als Grund dafür, dass Dan sein Kostüm an den Nagel hängt, beschreibst du vor allem persönliche Erschöpfung und Furcht um sein eigenes und vor allem Rohrschachs Leben. Ich habe es aber im Comic so verstanden, als wolle Dan hauptsächlich deswegen zurücktreten, weil er durch die Aufstände und Proteste seinen Glauben an die Menschen, die er beschützt, verloren hat, und deswegen keinen Sinn mehr in seiner Aufgabe sieht. Das schließe ich vor allem aus diesem Dialog:
Watchmen, Chapter II, S. 17-18:
Comedian: "...until then we are society's only protection. We keep it up long as we have to.
Dan: "Protection? Who are we protecting them from?"
Comedian: "From Themselves. Whatsamatter? Don't you feel comfortable unless you're up against some schmuck in a halloween suit?"
...
Dan: "This whole situation is horrible..."
[...]
Dan: "But the country's disintegrating. What's happened to America? What's happened to the American dream?"
Comedian: "It came true. You're looking at it."
Das wirkt jetzt etwas kleinkariert. Mir geht es aber nicht darum, dass der Dan, den du beschreibst hundertprozentig mit dem Comic übereinstimmen muss. Ich habe nur das Gefühl, dass Dan vielleicht noch etwas nachvollziehbarer und menschlicher wirken würde, wenn du ihn auch als einen Mann beschreiben würdest, der seine Ideale verloren hat, und nicht nur als ängstlichen Charakter.

Das ist aber wie gesagt Jammern auf hohem Niveau. Ich bin jedenfalls froh, dass ich mit dieser Geschichte nach viel unlesbarem, grammatikalischem Müll und einigen ungeschliffenen Rohdiamanten, auch ein fertig geschliffenes Schmuckstück gefunden habe. Du kommst definitiv auf die Liste meiner Lieblingsautoren.
20.03.2012 | 20:18 Uhr
Hey,

Ich muss sagen, die Story ist so scheiß fantastisch, das klingt jetzt schräg aber ich hab an der Stelle wo die zwei mal über ihre Gefühle gesprochen haben fast geweint.
Das kam jetzt irgendwie schwul rüber.^^
Egal, mach weiter so, ich würde gern mehr von dir lesen :)

LG
Julie
02.01.2012 | 16:50 Uhr
Sehr schön.
Guter Art zu schreiben.
Erstaunt mich auch das du so gut die Situation beschreibst.
Aber Frage:
Wie schaffst du es Rorschach so cool reden zu lassen?
Kann das nicht. Würde das aber gerne können. Was ist der Trick?

gez. Walter Kovacs
Lizella (anonymer Benutzer)
14.09.2010 | 16:36 Uhr
mein gott, war das gut, nein genial, was fuer ein herzbrechendes juwel einer geschichte, danke dafuer
HoneyBunnyRiver (anonymer Benutzer)
06.04.2010 | 22:00 Uhr
Soo... an dieser Stelle mal ein ganz großes Lob meinerseits!
Die Darstellung der beiden Charaktere ist dir super gelungen & du hast es tatsächlich geschafft, dass ich Dan nicht mehr ganz so abstoßend finde ;)
Auch die düstere Watchmen-Atmosphäre kommt ziemlich gut rüber, zumal die Beschreibungen sehr detailliert sind, sehr beeindruckend, hätte ich so ncht hinbekommen.
Hab aber fast geheult, als sie sich getrennt haben. :( Zum Glück ja nicht für immer....

Hat sehr viel Spaß gemacht zu lesen, weiter so! ^-^
LG Honey Bunny
09.08.2009 | 18:21 Uhr
Hab gestern den Film nochmal geguckt und hatte dann Lust was zu lesen!!
Hmm... war auch etwas skeptisch.
Aber hey... ich find echt gut! Toll geschrieben. Passt zu den Charas!!
Hat mich wirklich überrascht. Großes Lob!!
xxyz (anonymer Benutzer)
16.05.2009 | 20:55 Uhr
Dann gebe ich hier meinen Senf dazu.
Am Anfang war ich einwenig skeptisch, als ich die Wortanzahl gesehen habe. Zum einen sah es nach einem Autor aus, der sich nicht kurz fassen kann, zum anderen ist eine solche Wortflut nicht wirklich typisch für diese Comic-Reihe. Ich wurde aber eines Besseren belehrt. Die Beziehung zwischen den beiden "Helden", ihre Charakterisierungen und die Erschaffung einer erdrückenden Atmosphäre sind dir richtig gut gelungen und sind sehr gut an die Comics angepasst (und das sage ich als FanFictionhasser :) ).

Insgesamt eine gute Arbeit, die Lust auf mehr macht...

mfg Gawazja