Reviews 1 bis 35 (von 63 insgesamt):
18.06.2016 | 22:16 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo :)
Sehr interessant. Ich hatte eine Kollegin, die sich als Mann fühlt, und sieht, und deswegen habe ich angefangen, mehr über den Begriff Transsexualität zu grübeln.
Aber von dem Begriff GirlFag habe ich noch nie gehört. Vollkommen neu ist es mir jedoch nicht.
Ich glaube, ich verstehe, wie du das alles meinst. Obwohl ich mich hundertprozentig als Frau fühle, und auf Männer stehe, aber nicht so, wie es ein GirlFag tun würde.
Ich hoffe, ich habe nichts Falsches gesagt, ich bin noch relativ "neu", heisst, ich muss noch eine Menge lernen in Sachen Toleranz, denn ich habe recht konservative Eltern, die allen Ernstes denken, schwul sein sei eine Krankheit o.O Und ausserdem ein recht altmodisches Umfeld. Aber ich will natürlich niemandem die "Schuld" geben.
Liebe Grüsse :)
28.03.2016 | 20:45 Uhr
zu Kapitel 1
Okay, ich muss dann jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.

Ich finde mich in deinem Text an einer Stelle einfach so wieder:
"Und es gibt jene, die sich nicht als Mann fühlen, aber gerne einer wären, und sei es nur, um die eigene Sexualität wenigstens ausleben zu können. [...] Die Homosexualität eines Mannes steigert das Interesse einer GirlFag und ruft es besonders wach, das heißt jedoch nicht, dass GirlFags nicht auf heterosexuelle Männer stehen können."

Dass ich darauf stehe, wenn zwei Männer, na ja, 'agieren' wie du es so schön ausgedrückt hast, war mir ziemlich früh klar. Und ich dachte mir, ist ja logisch, bin ja hetero. Wenn ich schon auf einen Mann stehe, machen's zwei eben doppelt so toll. Aktuell bin ich am rätseln, ob ich eventuell bi bin, aber dass ich mir da nicht sicher bin, macht mir keine Sorgen. Ich mag flirten und gucken und sehe einfach, wie sich das entwickelt. Trotzdem habe ich bisher immer mehr zu Männern tendiert. Ich kann in einer einzigen Frau einfach nicht den psychischen und physischen Faktor vereinigen.

Aber zurück zum Thema: Wann immer ich Filme/Serien sehe und Geschichten lese mit bisexuellen/homosexuellen Männern, ziehen diese Charaktere mich einfach mehr in den Bann. Da wird einfach ein Schalter in meinem Kopf umgelegt und sie faszinieren mich mehr und ich mag sie einfach mehr, habe sie einfach völlig im Fokus. Und wie oft dachte ich mir 'Wie gerne wäre ich ein Mann und könnte das auch alles haben...' Ja, ich bin neidisch auf schwule Männer, empfinde heterosexuellen Geschlechtsverkehr als langweilig zu sehen/lesen. Ich bin noch Jungfrau (ich bin 17 *hust*) und weiß deshalb nicht, wie ich Sex mit einem Mann dann empfinden würde. Aber trotzdem denke ich mir ständig, dass ich am liebsten in einer schwulen Beziehung wäre. Diese ganze Sache mit den GirlFags erklärt auch so ziemlich, warum ich so viel besessener von der Homosexuellenszene bin als alle anderen Mädchen in meinem Alter, die auch auf Männer stehen. Da liegt eben der kleine, aber feine Unterschied.

Wenn ich mir noch mehr Gedanken darüber mache, wie ich mich denn jetzt bezeichnen möchte, würde ich mich vermutlich verrückt machen, also gebe ich mir gar nicht erst die Mühe. Ich fühle mich wohl in meinem weiblichen Körper, würde ihn aber gegen einen männlichen eintauschen, wenn ich könnte, einfach nur um, na ja "meine Sexualität ausleben zu können", wie du so schön gesagt hast. Ich denke, auch da ich noch so jung bin, wird sich da noch einiges tun. Fakt ist, ich stehe auf Männer, am liebsten zwei zusammen, und ich nehme, was ich kriegen kann - als Frau. Inwiefern andere Frauen da eine Rolle spielen, werden wir ja sehen. Wobei ich denke, dass eine lange Beziehung mich im Endeffekt nur mit einem Mann zufrieden stellen könnte.

Da fällt mir ein... Wenn ich denn jetzt bisexuell wäre, wäre Hetero-Sex für mich noch immer nicht sehr nett anzugucken/zu lesen. Lesbischer Sex zwar auch nicht, aber immerhin -interessanter- als Hetero. Ist das auch ein Zeichen für GirlFags? Dass gleichgeschlechtliche Beziehungen im Grunde einfach für interessanter gehalten werden? Vielleicht so: 'Ich stehe als schwule Frau auf Männer, kann aber durch den Umstand, dass ich weiblich bin, so diese eigene Homosexualität nicht haben, also finde ich sie in zwei Frauen.'

Oh je, mir fängt der Kopf an zu brummen. Ich glaube, ich höre besser auf.

Im Endeffekt ist es ja auch völlig egal. Jeder mag, was er mag, und es ist eben Teil des Menschseins, dass wir uns nicht in Schubladen stecken können, so sehr wir das vielleicht auch wollen. Sexualität ist wie ein Regenbogen: Es gibt die typischen Farben, aber dazwischen sind unendlich viele Übergänge, dass es am Ende doch nur eine große Masse an individuellen Farben ist. Den Spruch mag ich übrigens: Sexualität bzw die sexuelle Orientierung als Individualität.

Danke dafür, dass du auf dieses Thema aufmerksam machst, auch wenn es ein wenig frustrierend ist, zu wissen, dass dieser Neid auf homosexuelle Männer tatsächlich existiert und ich mir nicht nur einbilde, ein schwuler Mann sein zu wollen. *seufz* Man kann ja nicht alles haben. Gut, dass es da das Internet gibt, wo man seine eigenen Fantasien immer ein bisschen besser ausleben kann. ;)

Ganz liebe Grüße,
Valentia
21.02.2014 | 22:14 Uhr
zu Kapitel 1
Ich danke dir.
Danke, dass ich zu euch finden durfte. Danke, dass meine bisherigen Lebensjahre und meine Gefühle und Probleme endlich einen Sinn ergeben.
Seit Jahren bin ich hier unterwegs und habe erst vor drei Tagen endlich kapiert, was Sache ist.

Ich danke dir!
Von Herzen.

LG
Amöbe
no name (anonymer Benutzer)
15.10.2013 | 22:35 Uhr
zu Kapitel 2
Kann man denn dann als Girlfag/Guydyke überhaupt glücklich werden? Oder Sex haben, wie man ihn will?
Wenn man eine schwule Frau ist und im schwulen Sinne mit einem Mann schlafen möchte, ohne sich das Geschlecht ändern zu lassen, dann ist das doch ein Ding der Unmöglichkeit? Kann man sich überhaupt richtig verlieben? Wenn man als schwule Frau einen Mann liebt und dieser einen auch, wie...WIE?!

Und wenn man als Girlfag/Guydyke keine glückliche Beziehung führen kann, wäre es dann nicht besser, wenn man Foren, FFs, Erklärungen und alles sein lassen würde, damit die Menschen denken, sie seien asexuell und nicht etwas nachtrauern, was sie nie haben können, weil es einfach unmöglich ist?
Ich selbst finde mich ganz eindeutig als Girlfag wieder und ich bin nicht gerade erfreut, dass ich erkannt habe, in welche 'Kategorie' ich gehöre, denn ich sehe keine Möglichkeit eine glückliche Beziehung führen zu können und wäre lieber der Ansicht geblieben, asexuell zu sein.

Vielleicht ist es schön, sich in eine Kategorie einordnen zu können und zu sehen, dass es andere Menschen gibt, die genau so sind, aber wenn man erfährt, dass man in eine Kategorie gehört, in der man quasi nicht glücklich werden kann, dann ist das doch iwie ein harter Schlag!
12.03.2013 | 14:57 Uhr
zu Kapitel 2
habe gerade fast ein bissche geheult vor Glück!
Habe mich lange für Asexuell gehalten, aber so ganz passt das nach Definition auch nicht. Ich bin ein Mädchen. Bin ich schwul? Ich weiß es nicht. Vielleicht ein bisschen - zur Hälfte, wenn es das gibt! Habe jetzt schon so viele Jahre überlegt und gezweifelt, was und wie ich bin und bin nie zu einem Ergebnis gekommen. Dann habe ich für mich selbst beschlossen: Ich bin Ich!
Und eigentlich ist es ganz schön so. Es ist nur nicht schön, es anderen erklären zu wollen - auch meinen Freunden. Fairer weise muss ich sagen: sie bemühen sich, es zu verstehen :)
Aber ich bin so unglaublich froh, dass es scheinbar auch noch viel andere Menschen gibt, die nicht "normal definierbar" sind, dass es okay ist, einfach nur zu sein, anstatt sich zu erklären! Ich fühl mich gleich viel leichter! Vielen vielen Dank für diesen Essay!! :)
01.03.2013 | 02:16 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo und vielen, vielen Dank!
Ich fand mich immer komisch, seitdem ich anfing, mich so zu fühlen. Aber jetzt, weiß ich ein Stück mehr, wer ich bin, glaube ich. Ich konnte mich mit dem Beitrag fast komplett identifizieren.
Ich habe aber eine dringende Frage: Ich bin erst 14, ist das normal? Ich habe in einigen Foren, die nichts mit GirlFag zu tun haben meine "Probleme" geschildert, aber alle meinten, dass es mit der Pubertät zusammenhängt und das das Blödsinn sei. Ich bin mir aber total sicher! So eine Sicherheit kann doch nicht von Hormonen beeinflusst werden, oder?
Ich würde mich extrem freuen, wenn du mir Antworten würdest. LG Ema
14.01.2013 | 17:46 Uhr
zu Kapitel 1
Nach all diesen wundervollen und teils auch sehr durchdachten und intelligenten Reviews gebe ich mal verspätet meinen unqualifizierten Senf dazu. ;)
Ich selbst empfand mich bisher immer als Mädchen, das auf Männer steht und in ihrer Pubertät mal irgendwann diese Phase hatte, in der Jungs einfach uninteressant waren. Allerdings hatte ich auch panische Angst vor Mädchen, oder vielleicht davor, dass sie mich als lesbisch "entlarven" könnten und sie dann nicht mehr mit mir befreundet sein wollen. Deswegen habe ich mich auch ziemlich abgekapselt und einfach gehofft, dass ich irgendwann wieder "normal" werde. In der Zeit habe ich auch ungefähr angefangen, Slash-Fanfictions zu lesen. Ob das ein Hinweis auf irgendetwas ist - keine Ahnung :D
Heute jedenfalls weiß ich mit ziemlicher Sicherheit, dass ich pansexuell bin - ein Begriff, den ich auch erstmal googeln musste. Aber inzwischen bin ich stolz darauf. Ich lebe in einer glücklichen Beziehung, in der es keine Rolle spielt, dass mein Partner ein Mann ist, auch wenn viele natürlich meinen "also bist du ja eigentlich doch hetero, hab ich's doch gewusst". Nö. Ich finde weibliche Merkmale ebenso attraktiv wie männliche (nicht nur körperlich übrigens!), und wenn eine Frau männliche Geschlechtsmerkmale hat und innerlich wie äußerlich attraktiv auf mich wirkt, verwirrt mich das kein bisschen mehr.

Dein Essay hat mich auf jeden Fall noch mal sehr zum Nachdenken gebracht. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass viele Geschichten einfach so unglaublich heteronormativ sind, dass man sie schon fast als (hetero-)sexistisch bezeichnen kann. Mary-Sues sind nur eine von mehreren Katastrophen, die da gleichzeitig aufeinander treffen. Das nervt mich so ungeheurlich, dass ich fast nur Slash oder Femslash lese. Ich fantasiere auch selten von eindeutig heterosexuellen Handlungen, viel faszinierender finde ich es, wenn jeder jeden als individuelles Wesen akzeptiert und ihre/seine Merkmale nicht bestimmten vorgezeichneten Schubladen zuordnet. Den Begriff GirlFag finde ich von daher gar nicht so abwegig, und auch deine Beschreibung davon ist ziemlich zutreffend, weil jede/r das einfach ganz anders empfindet, individuell.

Sexualität ist eben nichts, das man so eindeutig bestimmen kann wie zum Beispiel eine Blutgruppe und es macht auch keinerlei Sinn, das zu tun. Denn im Gegensatz zur Blutgruppe kann sich die sexuelle Präferenz ändern, genauso wie die eigene Körperwahrnehmung. Das heißt ja nicht, dass man sich alle paar Jahre einer Geschlechtsumwandlung unterziehen muss, man kann ja auch lernen, damit zu leben - zum Beispiel, wenn man eine Frau ist, aber als Mann lebt oder umgekehrt. Leider macht es einem die Gesellschaft (und oft sogar das eigene Umfeld, auch wenn man es bisher immer als tolerant und weltoffen erfahren hat) nicht gerade leicht. Auch wenn man vielleicht als GirlFag oder Pansexuelle/r nicht so "stark" diskriminiert wird, wird man doch belächelt oder die eigene Identität wird von anderen infrage gestellt. Auch Ignoranz ist Diskriminierung!

Wir befinden uns hier ja alle in einem Umfeld, das homophil oder zumindest sehr tolerant ist. Aber man sollte nicht vergessen, dass die Gesellschaft einfach noch nicht so weit ist. Warum ist unsere Regierung nochmal dagegen, gleichgeschlechtliche Ehen mit Hetero-Ehen gleichzustellen?! Gibt es inzwischen ein Gesetz, das es verbieten würde, bei intersexuellen Säuglingen geschlechtszuweisende Operationen durchzuführen? Sollten nicht zwischen den beiden Kästchen "männlich" und "weiblich" auch "anders" oder "beides" oder "unentschlossen" vetreten sein?
Diese Fragen könnte man ewig so weiterführen.
Obwohl ja immer gesagt wird, dass wir in einer so toleranten Umgebung leben, wie sie in der Geschichte noch nie gewesen ist, spüre ich, dass es noch sehr viel Handlungsbedarf gibt.

Alles fängt vielleicht schon damit an, dass sich ein Gedanke etabliert, der mir persönlich unglaublich wichtig ist: Geschlecht und Sexualität findet man nicht zwischen den Beinen, sondern zwischen den Ohren. Es ist nichts Medizinisches wie etwa eine Blutgruppe. Trotzdem kommt mir immer wieder folgende Idee: wie schön wäre es, wenn Sexualität und Gender die gleiche gesellschaftliche Bedeutung hätten wie Blutgruppen? Oder wurde schon mal jemand schief angeguckt, weil er 0 rh. positiv hat?

In diesem Sinne,
Alles Liebe an euch da draußen, alle GirlFags, Guydykes, Schwulen, Lesben, Pans, Bis, Heteros, Tomboys, Transgenders, Genderqueers und alle Unentschlossenen! Lasst euch nicht unterkriegen und verliert eins nicht aus den Augen: das Mensch-Sein.

Danke auch an dich für deinen wundervollen Essay, der zwar viele Fragen aufwirft, aber auch vieles umso klarer macht. Alles Gute dir! :)

LG

Linn
10.01.2013 | 17:02 Uhr
zu Kapitel 2
Mir ist gerade eingefallen das mir ein Kumpel gesagt hat er versteht garnicht warum Frauen auf Männer stehen, da er Männer nicht als "schön" empfindet. Er verstehe nicht warum es Frauen gibt die auf ihn stehen würden.

Vermutlich ist das zum Teil eine der Sachen warum Frauen auf Männer die untereinander aktiv werden stehen. Unter anderem ist da keine Frau als "Nebenbuhler" für den Leser. Von daher ist das auch eine Variante die passen könnte.

Somit bin ich vermutlich keine Schwule Frau. Aber das ist im Grunde ja egal. Irgendwann werde ich auf dahinter steigen was ich genau bin und wenn es nur für mich ist.
Ich persönlich finde deine beschäftigung mit diesem Thema überaus interessant. Es regt zumindest etwas zum nachdenken an ^_~
10.01.2013 | 16:52 Uhr
zu Kapitel 1
Ich selber weis noch nicht ob ich mich als "Schwules Mädchen" oder als "heterosexuelles Mädchen" fühle. Aber deine kleine geschichte hat da ein wenig mehr licht ins Dunkel gebracht. Nett geschrieben und auch gut geschildert.
BriansKitty (anonymer Benutzer)
09.01.2013 | 21:14 Uhr
zu Kapitel 2
Hey there :)

Mein Gott, die letzte Rev liegt zwar schon ein wenig zurück, aber ich werd trotzdem was hierzu schreiben.
Also, erstmal: Ich finde allein die Idee, über dieses Thema zu schreiben großartig. Ich hab diesen Essay durch Zufall gefunden, bei meinem verzweifelten Versuch, herauszufinden, ob Frauen schwul sein können.
Also, großen Dank an dich, du hast mir ehrlich mit all deinen Definitionen und Erklärungen sehr weitergeholfen...

Allgemeim finde ich dieses ganze Thema "sexuelle Orientierung" äußerst schwierig.
Ich meine, sich auf einen Begriff festzulegen, ist doch so, als müsste man eine Definition seinerselbst darlegen. Wie soll das funktionieren? Sollen wir für jeden Menschen einen eigenen Begriff erfinden?
Was ist denn mit den Frauen, die sagen "Wenn ich ein Mann wäre, dann wäre ich wahrscheinlich ein Transvestit der bi ist."
Verstehst du was ich meine?
Ich selbst kann meine Gefühle nicht einordnen, was sehr deprimierend ist; ich kann mich nicht wirklich damit zufriedenstellen, zu sagen, "Ich bin ein Girlfag.".
Damit ist mir auch nicht weitergeholfen und ich habe nach wie vor keine Lösung für das Problem, wie ich meine Sexualität jetzt am Besten ausleben kann. Und außerdem: Wer in meinem Umfeld würde es schon ernst nehmen, wenn ich sage "Ich bin weiblich und schwul."?

Nun, so weit zu meinen Gedanken *lach*
Ich hatte eigentlich nicht vor, dir so einen Roman zu hinterlassen, aber nun ist es schon passiert *zwinka*
Dir auf jeden Fall ein großes Lob für deine sachliche, dennoch sehr amüsante Aufklärung darüber, ob Frauen schwul sein können.
Meine Ausgangsfrage wurde 1A beantwortet, auch wenn ich einer Lösung trotzdem nicht näher bin XD
*thumbs up*

mit herzallerliebsten Grüßen ♥
Kitty
17.01.2012 | 23:56 Uhr
zu Kapitel 2
o.O
Den Begriff habe ich noch nie gehört, aber dein Artikel trifft irgendwie auf mich zu.
Den Gedanken "Wenn ich ein Mann wäre, wäre ich schwul" hatte ich definitiv schon und dass ich Slash/Yaoi/Shonen-Ai mag, ist auch kein Geheimnis (jedenfalls nicht im Internet).
Ich habe schon versucht, dieses Gefühl mit dem Begriff "homophil" zu definieren, aber zufrieden war ich damit nicht, mal ganz abgesehen davon, dass es einen negativen Beigeschmack hat.
Ja, ich glaube ich kann mich damit anfreunden, als GirlFag bezeichnet zu werden. Muss ich natürlich nicht jedem auf die Nase binden, aber dann habe ich wenigstens einen Begriff für mich.
So, genug von mir, nun zu deinem Text!
Du hast sehr gut recherchiert, gute Erklärungen für etwas geliefert, das sich nur schwer erklären lässt und das ganze wirklich ansprechend gestaltet. Die Quellenangaben machen das ganze wirklich professionell, was ein weiterer Pluspunkt ist.
Und ich habe jetzt einen Ohrwurm von "Schwule Mädchen" ^^

Liebe Grüße
Drarrys Lintu
27.12.2011 | 00:29 Uhr
zu Kapitel 2
moin
ich will nur sagen das ich deinen standpunkt sehr spanend finde ich selbst bin leschisch und mag yaoi und yuri ob ich einer der schwulen jungs in den storys sein will ? nein
dieses bedürfnis hatte ich nie kann es aber gut verstehen
aber ab wann sagt man von sich selbst das man ne schwule frau ist ?
ich hab in "the l-word" einen sehr spannenden begriff gehört nämlich lesbischer mann =)
bis jetzt konnte ich mir nicht definieren was es heißt aber durch die story verstehe ich es jetzt
danke für die aufklärung
also nochmal zur frage: ich bin lesbisch liebe und verliebe mich in mädchen
wie ist das bei girlfags und ab welchen zeitpunkt benenst du dich selbst gilrfag ?
hoffe auf antworten
lg mina
Antwort von NorthernLight am 14.02.2012 | 20:40:24 Uhr
Hi Mina,
ab wann man das von sich sagt, muss "man" selber wissen. Man geht ja nicht zum Standesamt und lässt das in die Geburtsurkunde eintragen, das heißt, es gibt kein Kästchen, dass jemand ankreuzt, um zu sagen, ok, die Person ist weder hetero noch homo, sie ist andersrumhomo.
Eine schwule Frau empfindet sich als Frau mit schwuler Sexualität, bei einem lesbischen Mann isses andersrum. ;)
28.11.2011 | 13:16 Uhr
zu Kapitel 1
Ich nochmal...entschuldige bitte, ich meinte natürlich nicht gleich die Gattung, sondern das Geschlecht!

LG
28.11.2011 | 12:46 Uhr
zu Kapitel 2
Hallo NorthernLight!

Uff, was für ein schwerwiegendes Thema! Ich hatte ja keine Ahnung!

Ich hab mir noch nie wirklich Gedanken über die Sexualität von anderen Menschen gemacht. Das ist mir eigentlich egal, ganz nach dem Sinne: Jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Aber dein Thema beschäftigt sich ja nicht mit dem Thema wer nun schwul oder hetero ist und wie er folglich damit umgeht.

Klar ist es erstmal merkwürdig, wenn man einem Menschen begegnet, der sich in seinem derzeitigen Körper nicht"zu Hause" fühlt und es nach außen zeigt, zB. durch Kleidung und Styling. Aber wie es sich gerade für diesen Menschen anfühlen muss angestarrt zu werden, nur weil man anders als die "Normalität " empfindet, können die meisten der Starrer nicht nachvollziehen. Genau so, wie die Umwelt abweisend oder abwehrend reagiert, wenn aus einem Mann eine Frau und umgekehrt wird. Aber was ist schon normal? Wer kann von sich sagen: Ich bin normal? Unsere Denkweise ist beschränkt, leider. Sei es durch Erziehung oder Religion.

Für mich sind die Probleme eines(r) Betroffenen nur schwer nachvollziehbar. Es ist sicher kompliziert damit zu leben. Noch extremer muss sich die Verunsicherung für Betroffene anfühlen, wenn man sich nicht nur im falschen Körper befindet, sondern auch noch an der "falschen" Gattung interessiert ist.
Ich wusste bis jetzt nicht, dass es soetwas gibt. Also, hab ich was dazugelernt. Ich wünsche jedem Menschen, der mit dieser... wie soll ich es am Besten ausdrücken...,Besonderheit lebt, dass er (und natürlich auch die Familie) sich so akzeptiert wie er ist, dass Beste daraus macht und glücklich werden kann.

LG betty
22.11.2011 | 12:19 Uhr
zu Kapitel 2
Mal eine ganz avantgarde Idee, sowas zu schreiben. Aber für den/die einen/eine oder anderen/andere sicher ganz aufschlussreich.
Irgendwie beruhigend zu lesen, dass alles "nur" ein rein sprachliches Problem ist - und damit doch eigentlich lösbar sein müsste, oder?

Aber es ist ja mit vielen Sachen so, Deutsch ist eben sprachlich ungenau und undifferenziert und (wenn ich mal so frei sein darf und meinen Senf dazugeben^^) das fängt ja bei ganz einfachen Wörtern an. Freund und Freundin z.B.  - da differenziert das Englische so schön zwischen normalen Freunden (Freunden eben) und Freunden im Sinne von Lebensabschnittsgefährten und Sexualpartnern (naja, eben das, was girlfriend und boyfreind bedeutet... ist eben schwierig zu unterscheiden, man merkt es).
Und es macht vor solch komplizierten Worten wie Liebe nicht halt... (Ich klugscheiße jetzt mal ein bisschen...) Wusstest du (ihr, es gibt sicher viele Leute, die fremde Revs lesen^^ Ich ja auch) das es im altgrieschischen Wortschatz 4(!) Wörter für Liebe gab?
Ja, wirklich! agape, eros, philieo (oder auch philia) (daher kommt unser Philie) und storge. Und jedes bezeichnete eine andere Art von Liebe. Bei uns wird das alles in einen Topf geworfen, was da wäre:
- agape, ursprünglich: die Liebe zwischen Männern, die in einer Schlachtreihe nebeneinander kämpften (konnte durchaus auch sexuelle Beziehungen einschließen), heute die aufopferungsvolle Liebe, das Ideal der Liebe und die einzige Form der Liebe, die auch etwas mit dem Willen zu tun hat.
- eros, die erotische Liebe zwischen Mann und Frau
- phileo, die Liebe zwischen Freunden, wörtlich "Zuneigung haben, mögen"
und - storge, die Liebe zwischen Blutsverwandschaft, also innerhalb der Familie (bitte als nichtsexuell zu verstehen! muss man heutzutage ja dazusagen!)...
Der Deutsch sagt "Liebe" und glaubt damit alles gesagt zu haben - beinahe schon arrogant möchte man meinen.

Was das mit deinem Essay zu tun hat? Nun, selbiges sprachliches Problem taucht überall auf, aber man kann es lösen.
Im Endeffekt können die betroffenen Frauen ja selbst einmal überlegen, welches der Wörter ihre "Liebe" zu schwulen Männern am besten beschreibt... vielleicht schafft das ja ein bisschen Klarheit?

Auf alle Fälle mal ein außergewöhnliches Werk, das man mit einmal lesen sicher nicht abtun kann.
Und Danke dafür! Da swird heute ja zu selten gesagt!
Rheeva (anonymer Benutzer)
03.10.2011 | 23:35 Uhr
zu Kapitel 2
ich ähm...naja von dem thema hab ich bisher noch nie etwas gehört/gelesen und trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, hat es mich dazugebracht über mich selbst nachudenken :-/

ich kann nachempfinden was du schreibst, wen ich näher nachgrüble kann ich das eig schon länger Q_Q
ich bin (nach dem lesen jetzt) ziemlich verwirrt ...

aber was ich mit dem review eigentlich ausdrücken möchte: DANKE, von ganzem herzen.
eventuell verstehe ich mich selbst besser oder kann mich zumindest für mich selbst genauer einordnen wohin  ich gehöre oder wer ich nun bin.
(wühl mich bei gelegenheit mal durch das GirlFag forum :D *winke*)
03.05.2011 | 18:38 Uhr
zu Kapitel 2
Hey

Ich finde es wirklich gut, dass jemand über dieses Thema schreibt...leider ist das noch immer viel zu unbekannt.
ich kenne selbst Girlfags und weiß, was für Probleme die teilweise haben.
Deine Erklärung ist gut und vor allem verständlich - finde ich, wie das jetzt jemand sieht der von dem ganzen Thema keine Ahnung hat weiß ich nicht^^
Also...ja, ich finde dieses Essay wirklich gelungen.

Einziger Kritikpunkt: " „Schwuuu-huu-le Mädchen“, grölen die Typen aus der Nähe von Stuttgart." - Fettes Brot stammen aus Hamburg (bzw. eigentlich ja Schleswig-Holstein^^), da ist Stuttgart nicht so wirklich in der Nähe... xD
Aber gut, mit dem Thema an sich hat das nichts zu tun, da habe ich nix zu meckern^^

Liebe Grüße
Narina
11.04.2011 | 19:44 Uhr
zu Kapitel 1
Hi :)
Warum find ich das erst jetzt hier? XD
Find ich super von dir was du machst, es gibt viel zu viele die noch nicht wissen was ein Girlfag darstellen soll und ich find es gut das endlich mal langsam darüber aufgeklärt wird.

Und in einem Punkt muss ich dir besonders recht geben, es ist manchmal wirklich schwer einem zu erklären was der Unterschied zwischen heterosexuellen Frauen, die schwulen Sex erotisch und schwule Beziehungen romantisch finden, und Schwulen Frauen ist *luft hol* xD

Und die Stelle in deinem Text „Schwul zu sein geht tiefer“ halte ich da wirklich für eine gute Erklärung, das hat mich echt berührt ;)

Danke für dieses tolle Werk

Lieb Grüße,
ein Girlfag ;)
08.02.2011 | 10:44 Uhr
zu Kapitel 1
Hey,

ich bin zufällig über dein Essay gestolpert und finde es bemerkenswert.

Stilistisch und sprachlich sehr gut. Sicherlich lässt Du Dich in deinen Gedanken treiben, so dass das Essay vielleicht keinen ganz so stringenten Aufbau hat, ich finde das aber Deinem Stil und auch der Thematik angemessen. Vor allem der Differenziertheit und auch Schwammigkeit dessen geschuldet, was Du versuchst, mit Worten einzufangen:

Ich möchte hier kurz "Wir sind Helden" zitieren, die diese Schwierigkeit ganz schön beschreiben:

"Was nützten mir meine Hände
Wenn das was sie berührten verschwände
So wie die Dinge wenn die Worte sie finden
Verstummen und sich schweigend entwinden"

Also, nun weg vom Sprachlichen, hin zum Inhalt. Ich hatte bisher noch keinen Text gelesen, der sich mit dem Thema "Schwule Frauen" beschäftigt hat. Ich selber habe mich früher viel mit Homosexualität, Bisexualität und Transgender-Themen auseinander gesetzt. Vielleicht in der Hoffnung, eben Definitionen zu finden für das, was ich suche, für das, was ich bin. Ich hatte Beziehungen zu Frauen, zu Männern und habe versucht, innerhalb der Grenzen meines biologischen Geschlechts alle Rollen auszuprobieren, die mir mit meinen Partnern möglich waren.

Dabei eine Frau zu sein, finde ich in Ordnung, wenngleich ich zugeben muss, dass - käme die berühmte gute Fee um die Ecke spaziert - es mein zweiter Wunsch (nach Weltfrieden, natürlich ;)) wäre, mein Geschlecht ändern zu können. Nicht für immer. Nein. Fließend. Von Moment zu Moment. Einem Chamäleon gleich, sich anpassend an meine Stimmung, meine Wünsche, mein jeweiliges Gegenüber. Damit ich alles leben kann, was ich bin. Eine schwule Frau zu sein. Ein heterosexueller Mann. Ein lesbischer Mann, ein schwuler Mann, eine lesbische Frau, eine heterosexuelle Frau. Und alles dazwischen. Zu sein. Zu fühlen. Alles auf ein Mal, und nichts weniger.

Wünsche und Sehnsüchte lassen sich nicht einsperren. Klar, in diesem Fall sind ihnen deutliche Grenzen gesetzt: Durch unser biologisches Geschlecht, durch unser soziales Geschlecht (was macht einen Mann denn zum Mann und eine Frau zur Frau?) und durch die Regeln, die wir selbst in den Köpfen haben.

Ich weiß, dass es mir nie möglich sein wird, all meine Wünsche zu leben. Gute Feen gibt es nur im Märchen. Ich bin froh, dass sich meine "Undefiniertheit" in der Vergangenheit nie zum wirklichen Problem für mich entwickelt hat, mich nicht in tiefe Sinnkrisen gestürzt hat. Ich hoffe sehr, dass es sich weiter so verhalten wird. Das hört sich jetzt vielleicht bekloppt an, aber mit den Jahren habe ich eine gewisse Gleichmut entwickelt: Ich kann nicht alles haben, was ich möchte. Aber es ist in Ordnung, sich danach zu sehnen. Für alles, was ich nicht sein kann, habe ich meine Phantasie. Ich schreibe Geschichten, und in jeder Figur steckt ein Teil von mir. Ihre Erlebnisse sind meine Erlebnisse - und anders herum. - Vielleicht habe ich gerade die Erklärung gefunden, was mich zum Schreiben treibt. Interessant.

Ich danke Dir dafür.

Dewi
Antwort von NorthernLight am 25.03.2011 | 23:40:52 Uhr
Hallo Dewi!
Danke für Dein Feedback, noch nach so gefühlt langer Zeit. Schön, dass Du nie große Zweifelphasen durchleben musstest. Ich kenne mittlerweile einige Menschen, die sich als deutlich zwischen den Geschlechtern, beides oder ganz geschlechtslos definieren, und die allermeisten haben sehr schwierige Zeiten durchgemacht auf der Suche nach ihrer Identität. Danke für das Helden-Zitat, btw, ich hör mir das Lied gleich mal an. ;)

Weißt Du - nein, Du klingst überhaupt nicht bekloppt. :) Wenn es Dir mit dieser Art Gleichmut gut geht, ist doch alles in Ordnung. Ich habe den starken Drang, mich unbedingt zu definieren, so langsam überwunden. Aber auch nur, weil ich meine Definition noch einmal völlig auf den Kopf gestellt habe und doch beschlossen habe, als Mann zu leben; für mich ist das der richtige Weg gewesen, eine Akzeptanz meiner Situation war mir einfach nicht möglich. Glücklicherweise hat das überhaupt nicht dazu geführt, dass ich alternative Modelle zum Zwei-Geschlechter-System jetzt argwöhnisch beäuge, im Gegenteil. Mir geht's gut und ich finde die Vielfalt ungeheuer faszinierend. Und als schwuler Transmann falle ich ja auch ziemlich aus dem Rahmen, und außerhalb des Rahmens habe ich mich bisher ganz gemütlich eingerichtet. ;) Andere fühlen sich eben auch zwischen den Stühlen wohl - die Welt ist spannend! *g*
Vielen Dank für Dein Feedback und Deine Offenheit.
Laureus (anonymer Benutzer)
28.09.2010 | 20:14 Uhr
zu Kapitel 1
Hi,

bin leider gerade erst auf Deinen Essay aufmerksam geworden und ich finde ihn einfach brillant geschrieben. Ich bin selbst ein Girlfag, das lange mit sich und seinen Gefühlen gehadert hat, nicht wusste, was diese seltsamen Gefühle in mir zu bedeuten haben und so richtig offen damit umgehen kann ich auch erst, seit dem ich auch auf die im Quellenverzeichnis angegebene Seite gestoßen bin.

In einem Schwulenforum hat heute erst jemand zu mir gesagt: Leb Dein Leben und geh Deinen Weg und steh zu dem was Du bist und was Du fühlst. Nur so kannst Du Dich morgens noch im Spiegel ansehen. Und ich denke er hat recht. Schubladen hin oder her ... am Ende zählt nur, dass ich es für mich verstehen und einordnen kann und immer mal wieder auf Menschen treffe, die zwar erst mal verwirrt sind, aber mich dann einfach so nehmen wie ich bin.
27.09.2010 | 00:54 Uhr
zu Kapitel 2
Mich hat das, was du geschrieben hast, echt zum Nachdenken angeregt. Ich bin im Moment noch ein bisschen am Rätselraten, mit welcher 'Bezeichnung' (wir wollen ja vom Schubladendenken weg) ich mich am emisten Identifizieren würde...Aber ich denke, Schwule Frau bzw. GirlFag trifft doch ziemlich gut zu. Ich finde es romantisch, ja, auch erotisch, wenn zwei Männer ...Ehm, naja, und cih denke dann wirklich oft: Oh man, die Glücklichen.
Aber ein Mann will ich eigentlich auch nicht sein, ich bin ebenfalls glücklich mit meinem Leben als Frau.
Und ich glaube, dass ziemlich viele Menschen, besonders die Toleranteren unter uns, potenzielle Bisexuelle sind. Tolerantere deswegen, weil man schon im Gewissen Maße eben jenes sein sollte, um einfach nur den Mensch zu lieben den man liebt, und sich nicht vom Geschlecht Steine in den Weg legen lässt. Wobei mir der Begriff  'Geschlecht' nach den Lesen deines Textes auch sehr vage vorkommt (im positiven Sinne). Und da gibt es ja auch wieder Unterschiede zwischen 'gefühltem Geschlecht' und 'tatsächlichem/physischen Geschlecht'. Und weil diese ganze Sache so kompliziert ist und mein Kopf bald anfängt zu rauchen ( und es nebenbei gesagt auch nciht mehr sehr früh ist) lass ich meine Überlegungen jetzt mal so stehen und hoffe, dass denen, die deinen Text gelesen haben, ganuso eine Erleuchtung wie mir gekommen ist.
LG Yana-san
Igor (anonymer Benutzer)
16.06.2010 | 21:41 Uhr
zu Kapitel 2
Sehr lobenswert, bewundernswert, und vieles mehr, dass auch hier ein Text ein Text über Girlfags vertreten ist. Danke.
Im gesagemte ist der Text informativ, zeigt aber auch den wichtigen Aspekt auf, dass wir zwar teilweise in Schubladen passen, aber der eizelne bestimmt, inwiefern.
Sicher ist es ein schweiriges Thema, gerade weil es für außenstehnde schlicht verwirrend ist und ich denke, du hast hier gut erklärt, worum es sich handelt. Zum Stil, klar, ernstzunehmend und doch verständlich.

"Hin und wieder jedoch gibt es Tage (wie diesen), an denen ich wirklich nicht weiß, wohin mit mir. Da surfe ich in einem Schwulenforum und denke: Ich will auch! [...]"
Passt.

Noch einma vielen Dank, Igor
31.03.2010 | 03:04 Uhr
zu Kapitel 2
...Weißt du was wirklich schön wäre? Wenn man sich einfach im Alter von 13, 14 aussuchen könnte was man ist -also ob mann oder frau-. .. das wärs doch. .. man. .. na ja, jedenfalls hab ich jetzt nich mehr ganz so krass das gefühl gegen ne wand zu laufen, mit dem was ich fühle, bzw. sage... es is eben so, dass wenn ma das anderen leuten sagt, ich zb meiner mama, dass man dann belächelt wird. is halt 'nur ne phase' .. das verunsichert total! Weil ich irgendwie selber nich mehr weiß was ich bin, wer ich bin und wo ich jetzt dazu gehöre. .. trotzdem. Wenn man weiß, dass es da andere leute gibt, so wie dich zb, die dann einen artikel drüber verfassen, und foren usw.. dann fühlt sich das doch schonen bisschen einfacher an.

danke dafür, lg.
Zimmer 101 (anonymer Benutzer)
31.07.2009 | 03:10 Uhr
zu Kapitel 1
ich liebe deinen artikel!
ich freue mich, dass du hier mal ein schweigen brichst. in "the l word" gibt es einen mann, der sich als "lesbian identified men" beschreibt. er ist dann wohl als boydyke zu bezeichnen. wie weit geht dein outing?
abgesehen vom thema finde ich auch deine schreibweise wirklich gut. endlich liest man hier mal was qualitativ hochwertiges. danke dafür! :)
15.06.2009 | 16:09 Uhr
zu Kapitel 2
Hi

Natüröich von dem Titel angelockt habe ich mir dein
Essay in Ruhe durchgelesen.

Am Anfang ein scheinbar undurchdringliches WirrWarr,
das sich jedoch bald, auf seine eigene Art und Weise, gelichtet
hat.

Neben einem lupenreinem Stil an sich hast du auch wunderbar die
Waage gehalten zwischen all den Abgründen neben den Schubladen.
Verwirrend aber in sich logisch, so kann man vielleicht
beschreiben, wie ich das Ganze erlebt habe.

Ich bin sehr klar kein GirlFag, finde es aber sehr interessant. Irgendwie..

Aber ich habe einen Fehler gefunden:
„Das Phantom der Oper“ ist ein Andrew-Lloyd-Webber-Musical und wurde vor wenigen Jahren erneut verfilmt.

Das Phantom ist keibn Musical. Nicht nur.
Um genau zu sein basiert Webbers Musical auf einem Buch des Franzosen
"Gaston Leroux" Tut mir leid, aber bei dieser Thematik bin ich /sehr/ gründlich...
Bei Fragen.. Ich kontrolliere meine Mails regelmäßig.. =)

Nun, sonst fand ich das Essay wirklich gut. Du hast mir das Ganze viel näher gebracht,als es eine Wikipedia Definition könnte.

lg, Cookie
11.06.2009 | 00:38 Uhr
zu Kapitel 2
na danke, nu surf ich in dem girlfagforum rum und bin am grübeln :D
Aber nichtsdestotrotz ist das alles was du geschrieben hast, echt toll, und iwo find ich mich da auch selbst wieder...
*weitergrübel* Mine güte, mit 12 sollte man ehct andere sorge haben -.- xD
11.05.2009 | 00:32 Uhr
zu Kapitel 2
ich habe gerade dein essay entdeckt und ich bin sprachlos..
ich finde mich darin total wieder^^

<Da surfe ich in einem Schwulenforum und denke: Ich will auch!>

so geht es mir die ganze zeit... ich lese irgendwas, schaue einen film über schwule männer, bin in nem schwulenforum, etc... und immer die gleiche melancholische stimmung und die immer wiederkehrenden gedanken, dass ich genau das auch will.. ich will ein mann sein und mit einem andern mann eine beziehung haben...
andererseits fühle ich mich aber auch wieder zu weiblich, als dass ich sagen könnte 'ich bin transgender'
es ist verwirrend.. und die gesellschaft mit ihren normen, regeln und klassifikationen macht es einem noch schwerer :(

ich habe schon vor 6 jahren immer gesagt 'ich bin schwul'
aber dann kommt immer ein kommentar á la 'du bist ein mädchen, natürlich bist du schwul.. stehst ja auf männer' oO
oder einmal habe ich mit einem typen (hetero) geredet und meinte dann auch, dass wenn ich ein mann wäre, dann wäre ich definitiv schwul.. daraufhin meinte er nur 'ist ja logisch, wenn ich eine frau wäre, dann wäre ich auch lesbisch'
irgendwie versteht mich niemand...

<Dann frage ich mich: Ich möchte ja so gerne „dazugehören“, gewissermaßen ein Teil der Schwulenszene sein, aber wenn mir der Wunsch nun gewährt würde, würde mir das nicht nur vor Augen halten, was ich nicht haben kann?>

ich war mit einer freundin bei einer schwulenparty 'queerbeet'.. die party war einfach toll *_*
aber einerseits habe ich mich seltsam gefühlt, als mädchen bei so einer party zu sein... natürlich waren noch andere weibliche wesen dort, aber ich habe mich irgendwie fehl am platz gefühlt
viel schlimmer war jedoch das gefühl, wenn ich ein verliebtes pärchen tanzen gesehen habe. genau das was du geschrieben hast.. es wird einem vor augen geführt, was man nicht hat und nicht haben kann..

ich finde es schön, damit nicht allein zu sein ;)
und ich werde mir definitiv mal das forum anschaun^^

btw.. ich finde du hast einen wirklich wunderbaren schreibstil mit viel witz :)
Monsikatzi (anonymer Benutzer)
21.04.2009 | 20:31 Uhr
zu Kapitel 2
ich hatte das zweite kapitel erst nich gesehen, aber ich habs jetzt nachgeholt

>Es gab mehrere, die nicht ganz den Unterschied zwischen heterosexuellen Frauen, die schwulen Sex erotisch und schwule Beziehungen romantisch finden, und Schwulen Frauen verstanden haben.>

in meinem ersten review kam das so rüber als würde ich den unterschied auch nicht kennen...dem ist aber nicht so, mir ist der sehr wohl bewusst das es da einen unterschied gibt...

ich hab mich in deinem essay echt wieder gefunden, danke schön noch einmal^^
Monsikatzi (anonymer Benutzer)
21.04.2009 | 20:24 Uhr
zu Kapitel 1
hey

ich fand das was du geschrieben hast echt interessant, da es mich selber schon eine ganze zeit selber beschäftigt..wie eine von den vorherigen kommieschreibeninnen gesagt hat: >ich finde schwulensex echt toll, und ich hab mir auch oft gewünscht, wenn ich so eine geschichte mit einem schwulen paar gelesen hab, dass ich einer von denen wäre>

hat mir jetzt irgendwie geholfen

glg MONSTER
JRockFreak (anonymer Benutzer)
30.03.2009 | 21:20 Uhr
zu Kapitel 2
PS: ich hab auch eine frage zu dem was ich vorhin geschrieben hab:
bin ich jetzt eine schwule frau oder eine "wenn ich ein mann wäre, wäre ich schwul"?
JRockFreak (anonymer Benutzer)
30.03.2009 | 20:52 Uhr
zu Kapitel 1
zuerst einmal: danke für den artikel!!
er hat mich echt weitergebracht.
ich finde schwulensex echt toll, und ich hab mir auch oft gewünscht, wenn ich so eine geschichte mit einem schwulen paar gelesen hab, dass ich einer von denen wär xD
aber ich mag trotzdem eher alles weibliche, also ich bin gern ein mädchen und ich steh auf weiblichere mädchen und auf jungs gleichermaßen...aber vor allem auf leute die bi sind^^
27.03.2009 | 19:16 Uhr
zu Kapitel 2
i-wie ist das die fügung des schicksals xD ich bin im moment ebenfalls ein wenig verwirrt, was ich eig fühle und wenn ich mir deinen essay nochmal durch den kopf gehen lass, bin ich noch verwirrter xD aber re ist echt super geschrieben und du hast recht: warum brauchen wir für alles schubladen können wir nich auch ohne glücklich sein    sry, mein fragezeichen geht nicht -,-
uns helfen schublade, klar, aber genauso machen sie uns das leben schwer, so wie du es ja auch gesagt hast.

ka, was ich noch sagen kann. hat mir gut gefallen, ein thema, mit dem sich noch nicht so viele leute beschäftigt haben, weil sie nicht wissen, dass es sowas gibt. also: daumen hoch.

silence
27.03.2009 | 13:38 Uhr
zu Kapitel 1
Ha, ich wusste noch nicht mal, dass es so einen "Artikel" hier gibt! *Danke an BlaX XuN, für den Hinweis!*
Ich fand es wirklich interessant, mal so "aufgeklärt" zu werden. - Es war auch gut geschrieben und somit (zumindest für mich) verständlich! ^^

Tatsächlich glaub auch ich, dass viele Frauen so empfinden... also gern "schwul" sein möchten...
Doch glaube ich eher, dass das daran liegt, dass die Thematik "schwul sein" so süß, romantisch usw rübergebracht wird und - in gewissem Sinne - auch etwas Neues ist... Nicht "neu" im eigentlichen Sinne (gab es ja schon anno domini), sondern... nun ja... öffentlicher eben... Man befasst sich mehr damit...
Es wird eine Menge darüber geschrieben (ja, ich gehöre seit fast 2 Jahren auch zu diesen Schreiberlingen... ^^°) und gelesen... Es ist kein absolutes Tabu-Thema mehr und somit auch interessanter geworden, weil man sich darüber unterhalten "kann".
Ähm... okay... ich merk schon, ich schweife schon wieder ab... ^^°
Was ich eigentlich mitteilen wollte, war, dass die Frauen sich dadurch in die Männer "hineinversetzen" können... und dass man, wenn man das ständig liest, auch irgendwann davon träumt, selbst ein Mann zu sein und es mit einem anderen zu treiben, ist doch irgendwie... nun ja... menschlich eben... ^^°
Ist genauso, wenn man Schoki mag und im Fernsehen/Radio/Internet ein neue Sorte angeprisen wird... Man bekommt immer wieder vermittelt, wie lecker die Schoki schmeckt und eines Tages kauft/isst man sie halt - und sei es, nur um zu testen!
Dass man als Frau freilich nicht ausprobieren kann, wie es ist, mit einem Mann, als Mann zusammen zu sein/zu schlafen ist doch verständlich... Man kann es nicht testen und will es dann also nur umso mehr... Ein unerfüllbarer Wunsch, der nie vergehen wird... Höchstens dann, wenn man irgendwann einmal von dem Thema genug hat und sich anderem zuwendet... Aber die Frage ist ja wohl: KANN man das? WILL man das? ;-)

MfG
26.03.2009 | 12:18 Uhr
zu Kapitel 2
hurrah! ich bin auch ein m. und ich bin auch schwul!
es gibt ein wort dafür?!
ich wollte eigentlich nur was kleines zum aufhören und jetzt bin ich über sowas tiefes gestolpert. ausserdem ist es bei mir mitten in der nacht und ich bin hundemüde.
aber in aller kürze: schubladen und menschen und grauzonen- alles gesagt und sehr wahr!
und für mich ist die befreiende bottom line: ich bin nicht alleine so, und nicht irgendwie komisch, wie ich es als teenie immer gedacht hab. ich bin ganz normal, auf die verrückte art, dass in dieser welt alles irgendwie normal ist- oder gar nichts oder wie auch immer.
also fast ein klassisches coming out, und dazu musste ich 25 jahre alt werden!! inzwischen bin ich fast 27 aber das das m auch die rainstorm ist, und was die online so treibt weiss nur mein allerbester freund, mit dem ich seit drei jahren zusammen bin.
aber er kann mit den QaF staffeln in unserem DVD regal leben (und mit all den anderen queer movies, die ich besitze,, und büchern.. und mangas..ich schweife ab.)
ich muss ins bett.
^^
vielleicht irgendwann mehr, wenn ich miene gedanken dazu in verstänliche form pressen kann.
gute nacht,
die rain^^
22.03.2009 | 16:55 Uhr
zu Kapitel 2
hehey,

ich bin gerade über dieses Essay gestolpert und muss sagen: wow.
Ich meine, ich bin erneut überrascht, was es alles gibt.
Ich bin Asexuell, was ja nichts schlechtes sein muss, doch hätte ich einen Sexualtrieb (um es mal so schön zu sagen), dann würde ich mich ganz gut unter der von dir gelieferten 'Definition' einordnen können.

Jedoch muss man nicht jeden Kind einen Namen geben (so sehe ich das).
Es ist zwar schön, dass man immer wieder neues 'entdeckt' und gleich auf der Suche nach einen Namen beginnt ohne sich vielleicht Gedanken zu machen, was das wieder bedeutet.
Denn ehrlich, was will man denn in dämlichen Tests angeben, wo nach der sexuellen Orientierung gefragt ist? (solche gibt es - siehe Pro7 Fernsehreihe. welche auf einen solchen Test basiert)
Langsam fällt es da doch schwer, etwas auszukreuzen...

Ich meine, im Grunde sind wir alle auch nur Menschen. Jeder eben ein bisschen anders als der andere.
Es ist egal, was man ist, auf wen man steht oder was einen anmacht, solang dabei niemand zu Schaden kommt und alles auf freiwilliger Basis geschieht ist Alles okay.

Ich fand deinen Schreibstil sehr schön und angenehm zu lesen. Auch die Informationen waren sehr gut!

Liebe Grüße
Alice