Autor: Jaderegen
Reviews 1 bis 11 (von 11 insgesamt):
25.06.2012 | 10:10 Uhr
zu Kapitel 2
Hey,
ich schon wieder.
Soll ich es langsam als gruselig empfinden, dass mich deine Geschichten immer an etwas aus den Mails erinnern ;) Diesmal war es natürlich das Traumthema... aber im Gegenzug zu diesem hier hätte ich keine Probleme damit, wenn meine wahr werden würden :D

Ich kenne "Die Verwandlung" von Kafka nur von Erzählungen, hab es nie selber gelesen, aber ich finde es spannend, dass er sich in deiner Erzählung trotz des Wissens bzw. der Vermutung eines schlechten Endes für die Verwandlung entschieden hat. Gibt einem zu denken...

Hast du die Hausaufgaben damals abgegeben/vorgelesen? Würd mich interessieren was dabei rauskam :)
A l e x (anonymer Benutzer)
10.06.2011 | 20:47 Uhr
zu Kapitel 2
Huhu. :-)

Ehe es pfingstet (?), wollte ich dies hier unbedingt noch lesen. Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr es mich freut, auf dieser Seite etwas zu Kafkas Verwandlung lesen zu dürfen. Das bringt ja beinahe mein Weltbild durcheinander. ;-)

Ich finde den Gedanken, dass Gregor sich innerhalb eines (teils luziden) Traums selbst für seine Verwandlung entschieden haben könnte, sehr interessant und -leider - durchaus nachvollziehbar. Der Wunsch, eine Gestalt anzunehmen, mit der anders umgesprungen wird als mit der realen ... ja, das kann ich verstehen.

Dieser Satz

"Du genießt die Tatsache, erleben zu dürfen, wie es ist, die Menschen, denen du nur ungern begegnest, weil ihr Verhalten deiner Person nicht gerecht wird, in Panik davon laufen."

hat mich beeindruckt, auch wenn zum Schluss, glaube ich, ein "zu sehen" fehlt.

"Weil ihr Verhalten deiner Person nicht gerecht wird" -allein über diesen Ausdruck könnte ich den restlichen Abend über sinnieren. Und das ist es auch, was mich beim Lesen des Originals nie losgelassen hat: Nicht nur Gregors Verwandlung selbst, sondern auch sein Dasein zuvor ist trostlos; die Verwandlung zeigt verschärft die schon vorher bestehenden Tatsachen: Gregor als Mensch zählt nicht; er ist nur der Ernährer einer Familie, die eigentlich ganz gut selbst für sich sorgen könnte, wie man im späteren Verlauf sieht. Der, der immer verantwortlich ist; der, der eigentlich gar kein eigenes Leben hat. Dass er sich selbst fürs "Aussteigen" entschieden hat ... die Idee gefällt mir, weil ihm damit ein Bruchteil der Opferrolle genommen wird.

Gleichzeitig sind der Traum und Gregors Worte dazwischen schön "verwischt" dargestellt. Man kann darüber nachdenken, ohne irgendetwas aufgedrückt zu bekommen. Mag ich. :-)

Das Gespräch mit dem Vater: Es ist eigentlich merkwürdig - immerhin sprechen wir von einer Erzählung, in der ein Mensch "mal eben" in ein Ungeziefer verwandelt wird, ohne dass jemand das anzweifelt -, aber es irritiert mich sehr, dass Gregor plötzlich in der Lage ist, sich seinem Vater (bzw. überhaupt) mitzuteilen. Aber für die Vorgabe kannst du bzw. könnt ihr ja nichts. ;-)

Mit der Einschränkung, dass der Umstand "Gregor spricht" dem Original widerspricht, finde ich diesen Wortwechsel aber gelungen. Er berührt mich, weil er so sehr unterstreicht, wofür das Ungeziefer noch stehen kann: eine Belastung; eine Person, die nicht mehr nützlich ist, und den unwürdigen Umgang mit ihr.

Ähm. Ich überlege gerade, ob ich mich öffentlich als Spinner outen soll, oder ob ich dir das lieber als Mail-Nachtrag schicke ... hmpf, was soll's, ich mach es hier: Gregor Samsa hat bei mir einen eigenen Soundtrack. *hust* Und zwar den hier: http://www.youtube.com/watch?v=bmatItacEvM

Bitte verspotten Sie mich ... jetzt. ^^

Dankeschön fürs Einstellen! :D

Ganz liebe Grüße und schöne, entspannte Pfingsttage!
Alex
30.09.2009 | 08:50 Uhr
zu Kapitel 2
Wow, gefällt mir stilistisch sehr gut! Der Ausdruck ist durchgehend treffend und die Stimmung schön emotional, ohne überzeichnet zu wirken. In der Schule schon so was zu schreiben - Hut ab!

Der einzige nicht ganz nachvollziehbare Teil ist gleich am Anfang, wo Gregor meint, es ist bedauerlich, dass niemand mit ihm spricht, es wäre nicht zu ändern, aber jetzt muss er mit seinem Vater sprechen. Irgendwie ist das nicht ganz rund.

Dafür kommt dann gleich nachher mein Lieblingssatz: „Beinahe so, als wolle er den Verlust, den er erlitten hatte, kompensieren. Dabei hatte er doch noch nicht wirklich etwas verloren …“

Gegen Ende hin finde ich es ein bisschen schade, dass ich den Eindruck hatte, der Vater würde mehr von außen beleuchtet werden, als wie Gregor eigene Überlegungen anzustellen.
Und ich hab die ganze Zeit auf den Wurf mit dem Apfel gewartet ... ^^

Sehr genial fand ich die Szene mit der zusammengerollten Zeitung. Denn auf diese Weise tötet man öfter Insekten. Das zeichnet ein schönes, trauriges und grausames Bild.

Alles in allem sehr kurzweilig und interessant zu lesen - auch wenn ich das Originalbuch immer noch nicht kenne.

Alles Liebe
raven
Luna (anonymer Benutzer)
10.08.2009 | 01:01 Uhr
zu Kapitel 1
Hey :)

Ähm, nur eine kleine Anregung... wenn du das für die Schule geschrieben hast, wäre es vielleicht keine schlechte Idee, mit ein paar Worten die Aufgabenstellung wiederzugeben.

Ich war nämlich ein ganz kleines bisschen verwirrt z.B unter anderem davon, dass es in der Ich-Form geschrieben ist, weil ich mich zu erinnern glaubte, dass "Verwandlung" in 3. Person ist... dann kam mir die Idee, dass das vielleicht eine Bedingung der Aufgabe war...
usw. usf.

Unabhängig von der Aufgabenstellung fand ich die kursiven Einschübe eine interessante Idee.
04.01.2009 | 18:08 Uhr
zu Kapitel 1
hi Schwesterchen^^

Dein Text finde ich etwas schwer zu verstehen aber denoch ist er gut geschrieben. Viel kann ich dazu nicht sagen da mir diese Art von Texten nicht wirklich liegen. Ist aber auf jeden Fall ner interessanter Text

gruß
Vergil
Eshva (anonymer Benutzer)
11.12.2008 | 20:28 Uhr
zu Kapitel 1
Hi Jadie

Die Verwandlung über Gregor Samsa (ich hoffe der Name ist richtig) ist eine äußerst interessante Geschichte wie mir scheint. Ein Käfer im Traum von einem Mann, der nach dem Traum selbst zum Käfer wird.
Interessanter Gedanke gefällt mir. Hey, ein Vampir spricht mit mir im Traum und behauptet ich sei sie und ich würde zu ihr werden. Ich sei ihre Zukunft. Wache auf : jippie ich bin ein Vampir^^ Ich wollte schon immer ein Vampir sein :)
Früher hatte ich zumindest immer davon geträumt ich sei ein Vampir und könnte fliegen, aber naja Träume sind Schäume!

Mir gefällt das irgendwie. Sehr gut geschrieben. Ich dachte schon fast ich würde neben Gregor Samsa stehen ^^


Bis dann

HDGDL
*Knuddel*

Eshva
30.08.2008 | 14:50 Uhr
zu Kapitel 1
Erst mal vorweg... ich kenne das Buch nicht, also habe ich die Story völlig neutral lesen können. Nachdem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, dass sich ein Mensch in einen Käfer verwandelt (freiwillig), und die Gründe dafür irgendwie nachvollziehen konnte, hat mich die Emotion der Situation voll erwischt. Vor allem ab dem 'bis zum Ende' hat sich ein unangenehmes Gefühl in meinem Magen ausgebreitet.
Mittlerweile habe ich gegooglet, worum es in 'Der Verwandlung' noch geht und konnte feststellen, dass dieses Gefühl völlig berechtigt war. [Verwandelt sich Gregor eigentlich im Tod wieder zu einem Menschen zurück, oder bleibt seine Leiche die eines Insekts?]

Ich muss sagen, du hast die Tragik des Schicksals des Protagonisten sehr gut transportiert. Ebenso gelungen ist der Verfall seiner Hoffnung - man versteht wieso.
Ein bisschen irritierend fand ich die Sache mit dem Konferenzraum und den Unterschied zwischen den kursiv und normal geschriebenen Textstellen. Das eine ist der Traum selbst, das andere eine Selbstrefflektion Gregors, oder? Allerdings passt dann der erste Satz nach dem ersten kursiven Abschnitt nicht ganz ins Schema. Kann aber auch sein, dass ich den Sinn erkennen könnte, hätte ich das Buch gelesen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass diese Geschichte auf jeden Fall Lust macht, sich ‚Die Verwandlung’ zu Gemüte zu führen.
death-courir (anonymer Benutzer)
21.08.2008 | 17:25 Uhr
zu Kapitel 1
Eine sehr interessante Interpretation die Sie da geschrieben haben. Auch die Fragestellungen und der damit verbundene Hintergrund gefallen mir sehr gut.

Geht es einem danach besser als jetzt? Warum mache ich es trotzdem? Wird es anders sein?
Was mache ich dann? Wie reagieren andere auf mich? Kann ich das überhaupt durchhalten?

Auch die Art und Weise des schreibens finde ich interessant, sogar aufregend. Ich muss zugeben, das ich das Buch von Franz Kafka nicht gelesen habe, aber den Inhalt in groben Zügen kenne und beim googlen über Ihre Kurzgeschichte gestolpert bin. Aber aus reiner Neugierde bin ich hängen geblieben und hab sie gelesen, war sogar enttäuscht das es nur eine Seite war. Aber wie ich Ihrem Profil entnehme haben Sie noch andere Geschichten geschrieben. Aus der Begeisterung die ich aus dem Text herauszulesen glaube, haben sie an Germanistik und Literatur große Freude.
Es war eine nette Geschichte, deren philosophischen Inhalt einen zum nachdenken anregt sich selbst zu hinterfragen.
Vielen Dank
21.07.2008 | 11:06 Uhr
zu Kapitel 1
*auf review klick*
hm.....
hmmmm......
Ich glaub ich habe damals schon alles erwähnenswerte gesagt...
Aber ich sags gern nochmal!
Ich find den Traum toll! Der hätte wunderbar in die eigentliche Geschichte gepasst!
MfG. Shamumu
GothicCat (anonymer Benutzer)
09.01.2008 | 22:03 Uhr
zu Kapitel 1
Ahh! Endlich mal jemand, der sich mit fabelhaften Werken wie "Die Verwadnlung" auseinandersetzt (wenn auch nur wegen dem Unterricht ;) ).
Nun, ich muss sagen, ich habe die Verwandlung auch durch den Deutschunterricht kennengelernt, mich aber auch in meiner Freizeit damit stark auseinandergesetzt.
Was mir besonders an deiner....ich sage mal Geschicht gefällt, ist, dass du im Wesentlichen den Kern der Verwandlung verstanden und aufgegriffen hast. Es war sehr interessant das Gespräch zwischen dem Ungeziefer und Gregor zu verfolgen.
Natürlich hätte man wahrscheinlich noch ganz andere Varianten hervorbringen können; ich z.B. hätte eine ganz andere Vorgeschichte geschrieben.
Wie dem auch sei, ich würde mich freuen mehr in dieser Art von dir zu lesen zu bekommen.
Fazit: *****
KitKat88 (anonymer Benutzer)
28.12.2007 | 02:43 Uhr
zu Kapitel 1
Hey Jadie,
ich muss natürlich gleich mal wieder als erste reviewen ^^
Ich kenn die HA ja schon aus dem Unterricht, muss dir aber an dieser Stelle unbedingt noch mal sagen wie cool ich sie finde. Mir gefällt vor allem, wie der Leser direkt angesprochen wird und viele Unklarheiten aus der "Verwandlung" selbst einen Sinn bekommen. Durchaus gelungene Interpretationsideen finde ich. Also mach weiter so!
LG Kat