"Ich bin genervt von dieser ewigen Nachdenklichkeit, von der Bitterkeit, mit der manche Leute Dinge betrachten, von dieser elenden Ernsthaftigkeit, die sich in jeder Geschichte, in jedem Gedicht, in jedem vermaledeiten Wort befindet. Nicht, dass ich anders wäre, das sieht man ja gerade an dieser Aussage, aber wo sind die Menschen, die nicht an jeder Lächerlichkeit eine Beleidigung finden, die nicht jeden Scherz fürchterlich ernst nehmen, die es nicht nur zeitenweise gut haben, denen es wirklich - denn all die leeren Behauptungen nehmen einem irgendwann die Luft - egal ist, ob Personen zeitenweise im Gefängnis saßen, welche Schule diese Personen besucht haben, ob sie Deutsch - Deutscher oder Deutsch - Türke sind und nein, ich fordere keine Verbesserung der Welt, des Charakters, ich frage mich nur immer wieder, wo diese Menschen sind, und warum ich sie nicht kenne.
Und sowas gehört nicht hierhin, da ich meine Gedanken lieber für mich behalte und ich oben genannte Punkte nur zu oft an mir selbst entdecke, und doch steht es da, weil ich mir einbilde, etwas Besseres zu sein, weil ich vielleicht auch besser bin, weil mir demnächst ein Heiligenschein wachsen wird und ich eine Bescheinigung in den Händen halte, sowas schreiben zu dürfen."
Mir ist kalt, aber ich glühe. Wie ich diesen Zustand hasse, es kommt mir dann immer so vor, als wäre ich krank oder hätte Fieber, weiß aber, dass sich das wieder legt und fühle mich grässlich, weil ich dann meine, ich könnte nicht einmal richtig krank oder gesund sein.
Ich schreibe nicht so viel und nicht so schnell, als dass es nötig wäre, hier irgendwelche Geschichten von mir aufzulisten, zumal ich bisher eh keine längeren online gestellt habe.
Irgendwann ergänze ich einen Steckbrief, dann erfahrt ich auch einmal etwas über mich. Wenn ihr das mögt.
Und ich muss noch eine Mail beantworten.