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Profil von Alex
Vorname
Alex
Land
Deutschland
Geschlecht
männlich
Bio
Ich interessiere mich für Tolkiens Werke, seit ich Anfang der achtziger Jahre erstmals den "Herrn der Ringe" gelesen habe - in der Übersetzung von Margaret Carroux und in der verstümmelten Ausgabe im grünen Schuber, in dem alle Anhänge bis auf einen (The Tale of Aragorn and Arwen) fehlen. Im ersten Band heißt es:
"Die vorliegende kartonierte Sonderausgabe des Herrn der Ringe enthält den vollständigen Text der revidierten englischen Ausgabe von 1966. Das Register und die zahlreichen Anhänge wurden, bis auf einen, weggelassen. Obwohl diese Anhänge viel Wissenswertes bieten, das für viele Leser, wie sich herausstellte, recht interessant ist, ist doch nur ein kleiner Teil zum Verständnis der Geschichte selbst nötig. Vollständig sind die Anhänge in der Leinenausgabe des Werkes zu finden, wo sie die letzten 130 Seiten des Bandes Die Rückkehr des Königs ausmachen."
Sehen wir mal ab von der dreisten Lüge im ersten Satz ("vollständigen Text"), die durch den zweiten Satz sofort offenbart wird (DENKEN diese Leute überhaupt oder definieren die einfach für sich, daß Anhänge und Register keinen "Text" enthalten?). Der Rest ist ein ganz klarer und gezielter Kaufanreiz: "zahlreiche" Anhänge, die "130 Seiten" umfassen, die "viel Wissenswertes bieten", das für "viele" Leser "recht interessant ist". Das ist ein ziemlich plumper Wink mit dem Laternenpfahl, gepaart mit einem Schlag ins Gesicht der Käufer der kartonierten Ausgabe: "Für Freaks wie euch drucken wir doch nicht den kompletten Text. Kauft gefälligst die Leinenausgabe, wenn ihr mehr wissen wollt!"
Bei mir hat dieser eklatante Fall von Verstümmelung nur den Effekt gehabt, daß ich mir die englische Fassung besorgt habe. Seitdem habe ich nichts mehr bei Klett-Cotta gekauft und bezeichne den Verlag ganz offen als Buchzuhälter.
Als im Jahr 2000 die hastig zusammengeschusterte neue "moderne" Übersetzung von Wolfgang Krege auf den deutschen Buchmarkt geworfen wurde, um dem Werk im Zuge des durch die bevorstehende Verfilmung zu erwartenden Hype neue Absatzmärkte zu erschließen ("...all die hirnlosen Rapper und Hip-Hopper da draußen..."), da brandete eine Welle der Kritik über diese Neu-Übersetzung, eine Kritik, die der Verlag dadurch konterte, daß er die Carroux-Übersetzung erneut auf den Markt brachte, allerdings dreimal so teuer wie die Krege-Übersetzung.
Beide Aspekte, die Verachtung der opportunistischen Geschäftspraktiken von Klett-Cotta und die Kritik an der Krege-Übersetzung, finden sich in meinen Texten wieder.
Darüber hinaus erlaube ich mir gelegentlich auch, die übleren Auswüchse des Fan-Fiction-Treibens satirisch überspitzt auf die Schippe zu nehmen.
"Die vorliegende kartonierte Sonderausgabe des Herrn der Ringe enthält den vollständigen Text der revidierten englischen Ausgabe von 1966. Das Register und die zahlreichen Anhänge wurden, bis auf einen, weggelassen. Obwohl diese Anhänge viel Wissenswertes bieten, das für viele Leser, wie sich herausstellte, recht interessant ist, ist doch nur ein kleiner Teil zum Verständnis der Geschichte selbst nötig. Vollständig sind die Anhänge in der Leinenausgabe des Werkes zu finden, wo sie die letzten 130 Seiten des Bandes Die Rückkehr des Königs ausmachen."
Sehen wir mal ab von der dreisten Lüge im ersten Satz ("vollständigen Text"), die durch den zweiten Satz sofort offenbart wird (DENKEN diese Leute überhaupt oder definieren die einfach für sich, daß Anhänge und Register keinen "Text" enthalten?). Der Rest ist ein ganz klarer und gezielter Kaufanreiz: "zahlreiche" Anhänge, die "130 Seiten" umfassen, die "viel Wissenswertes bieten", das für "viele" Leser "recht interessant ist". Das ist ein ziemlich plumper Wink mit dem Laternenpfahl, gepaart mit einem Schlag ins Gesicht der Käufer der kartonierten Ausgabe: "Für Freaks wie euch drucken wir doch nicht den kompletten Text. Kauft gefälligst die Leinenausgabe, wenn ihr mehr wissen wollt!"
Bei mir hat dieser eklatante Fall von Verstümmelung nur den Effekt gehabt, daß ich mir die englische Fassung besorgt habe. Seitdem habe ich nichts mehr bei Klett-Cotta gekauft und bezeichne den Verlag ganz offen als Buchzuhälter.
Als im Jahr 2000 die hastig zusammengeschusterte neue "moderne" Übersetzung von Wolfgang Krege auf den deutschen Buchmarkt geworfen wurde, um dem Werk im Zuge des durch die bevorstehende Verfilmung zu erwartenden Hype neue Absatzmärkte zu erschließen ("...all die hirnlosen Rapper und Hip-Hopper da draußen..."), da brandete eine Welle der Kritik über diese Neu-Übersetzung, eine Kritik, die der Verlag dadurch konterte, daß er die Carroux-Übersetzung erneut auf den Markt brachte, allerdings dreimal so teuer wie die Krege-Übersetzung.
Beide Aspekte, die Verachtung der opportunistischen Geschäftspraktiken von Klett-Cotta und die Kritik an der Krege-Übersetzung, finden sich in meinen Texten wieder.
Darüber hinaus erlaube ich mir gelegentlich auch, die übleren Auswüchse des Fan-Fiction-Treibens satirisch überspitzt auf die Schippe zu nehmen.
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