Crystallize

von Agnetha
GeschichteRomanze, Freundschaft / P12
09.02.2013
09.02.2013
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[KatxDante]
Spoilergefahr!

Ich finde Kat und Dante sind ein zuckersüßes Pärrchen. Ich konnte mir daher das nicht verkneifen.
Ein süßer kleiner One-Shot für Zwischendurch :)
Mit dem Ziel ... einfach nur süß zu sein ...
Der Titel ... eh ja. Ich Mag Lindsay Stirling.

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Es war wieder einer dieser Tage. Nur wenig Zeit war nach ihrem Sieg über Mundus vergangen. Engagiert halfen Dante und sie dabei die zerstörten Häuser irgendwie zu retten. Das war teilweiße echt ein Kunststück. Aber sie managten es bisher ganz gut. Sie verteilten Essen und kümmerten sich um die Kinder, welche ihre Eltern verloren hatten. Es war Nervenaufreibend und anstrengend, aber jede dieser Aktionen brachte sie einer neuen Welt näher. Eine Welt in Freiheit.

Dante reichte gerade mehreren Leuten etwas zu trinken. Er trug nur ein Shirt und eine Jeans. Seine Füße waren nackt und Kat konnte schwören: Sie hatte noch nie so schöne Füße gesehen. Sie fand den Gedanken lustig. Sie hatte im allgemeinen noch nie jemand so schönes wie Dante gesehen. Jede Faser seines Körpers lag richtig. Sein Lächeln war ... es brachte ihr Herz zum rasen. Was das alles aber toppte war seine süße, aber auch leicht anstrengende Persönlichkeit.

Nach dem Kampf gegen Vergil war für ihn eine Welt zusammengebrochen. Der Verrat seines Bruders hatte ihn sehr verletzt. Vor allem nachdem dieser ihm so ein wichtiger Teil seines Lebens geworden war. Dante war zwar äußerlich stark gewesen, doch diese Situation zeigte, das er im inneren ein gebrochener Junge war.

„Hey Kat!“
Eine junge Frau winkte ihr zu. Sie stand nur wenige Meter von ihr weg. Sie hatte sich bestimmt irgendwann vorgestellt, aber nach all den Ereignissen in der letzten Zeit, war ihre Aufmerksamkeit und ihr Gedächtnis etwas überfordert gewesen. Sie nickte ihr peinlich berührt und wandte sich Dante erneut zu.

Kurz nach dem Kampf bot sie ihm ein Heim an. Anfangs protestierte er. Er weigerte sich und sprach davon, das er so etwas nicht nötig hatte. Er würde schon klar kommen, sie solle ihre Energie nicht an ihm verschwenden. Er käme klar und wenn er Hilfe brauchen würde, dann würde er sich melden. Nur widerwillig akzeptierte Kat dies anfangs. Auch wenn sie wusste, das er das definitiv nicht machen würde. Dante mochte es eigentlich nicht, wenn man sich in seine Probleme einmischte. Daher würde er auch nicht kommen, wenn er Hilfe brauchen würde.

An einem Abend, als sie durch die sternenklare Nacht schlenderte, fand sie Dante schließlich auf einem der Trümmer liegen.
Lange stand sie versteckt, in einem der vielen Schatten um das Nachbargebäude und beobachtete ihn. Dabei bewegte er sich kaum. Nur um gelegentlich eine Flasche Wodka an seine Lippen zu führen ... dann schlief er ein.

Der Nächste Tag glich deswegen fast einem Kampf. Jedoch verdankte sie ihrer Überredungskunst, das Dante schließlich doch in ihre Wohnung zog. Anfangs war es sehr ungewohnt. Er war sehr umgänglich und versuchte ihr so wenig wie möglich zur Last zu fallen. Er war Nachts kaum da und wenn er spät am Morgen wiederkam, roch er nach Alkohol oder Blut. Sein Verhalten ihr gegenüber änderte sich jedoch irgendwann. Er flirtete immer mehr mit ihr. Ein Zeichen das er sich wohlfühlte. Sie wünschte sich dabei, das er genauso empfinden würde, wie sie. Doch wusste sie ganz genau, das dies einfach nur Teil seiner Persönlichkeit war. Etwas, das nichts zu bedeuten hatten. Er flirtete ja mit fast jeder Frau. Dies war dabei ein sehr ernüchternder Gedanke. Sie kam sich dabei vor wie eine seiner Nummern. Das sie nichts besonderes war.

Der Gedanke brachte sie zum seufzen. Langsam hob sie einen kleinen Ast hoch und zeichnete einen kleinen Stern in die Erde.
„Hey Kat!“
Sie ignorierte die Stimme die nach ihr rief und schwelgte weiter in ihren Gedanken. Damals, als sie mit Vergil unterwegs war, hatte sie nie solche Gefühlsachterbahnen durchstehen müssen. Er war stets distanziert und freundlich. Aber so ein Interesse ... ja Liebe für Vergil hatte sie nicht. Er war ihr Held gewesen. Mehr nicht. Dante ... Dante war etwas anderes. Für ihn wollte sie immer da sein. Auch wenn sie wusste, das sie ihm vielleicht nie gehören würde.

„HEY KAT!“
Das Gesicht von Dante, das plötzlich in ihrem Blickfeld erschien, riss sie aus ihren Tagträumen. Erschrocken blinzelte sie mehrmals und lächelte anschließend beschämt. Oh Gott, dachte sie. Wie lang stand er schon da?
„Wieder am Tagträumen?“
„Ja, Entschuldigung. Was gibt's denn?“
Dante lachte etwas kindisch und strich ihr durch die Haare.
„Ich weiß ja nicht was du heute noch so vor hast, aber ich möchte mir den Rest des Tages freinehmen. Wanna join me?“
„Ich weiß nicht ...“

Ihr Blick glitt von seinen schönen Augen herunter zu seinen schönen Lippen und zeichnete die Konturen seines bildschönen Gesichtes nach, hinauf bis zu seiner weißen Mähne. Gott, wie sehr sie diesen Mann liebte. Schüchtern blickte sie nach unten. Doch nicht lange, dann fühlte sie ... sie fühlte Lippen auf ihrer Stirn.

Mit Augen so groß wie Teller, blickte sie Dante an. Dieser lächelte ... anders als sonst: Freundlich und sanft. Nicht frech und dreckig ... so wie sie es sonst von ihm zusehen bekam. „Bitte! Verbring Zeit mit mir ...“
Ihre Gesichter waren sich dabei so nah, das sich die Spitzen ihrer Nasen berührten. Dante schloss dabei seine Augen, als sein Gesicht sich an ihrem rieb und er ihren Atmen auf der Haut fühlte. Ein leises Knurren durchdrang dabei seine Lippen. Kat wurde rot.
„Bitte Kat ...“
„Dante ...“

Ihre Finger strichen am Boden entlang. Die Erde fühlte sie dabei kaum. Nichts konnte sie von den Schmetterlingen in ihrem Bauch ablenken. Eine Explosion aus Regenbögen und Feuerwerken. Und doch fühlte sie das Grummeln in ihrem Magen.
"Es sei denn du möchtest nicht ..."
"DOCH! Doch ..."
Plötzlich sprang Dante auf und zog Kat mit sich. Sie quietschte dabei und begann zu kichern, als der Nephilim sie in seine Arme zog. Dabei fühlte sie sich so glücklich, auch wenn es fast schon surreal wirkte. So surreal. Fast wie in einem ihrer Träume. Doch diesmal ... diesmal war es echt. Sie lächelte breit, als sie gemeinsam Richtung Stadtmitte schlenderten...

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ENDÖ