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… oder was passiert wäre wenn Jake und Sherry nicht gestört worden wären~
(Ich bin ein großer JakexSherry Fan. Wer eine große Abneigung gegen Liebesszenen hat sollte das vielleicht nicht lesen. Achtung zwecks Spoiler.
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Ihr Leben glich seid ihrer Geburt stets einem schlechten Horrorfilm. Sie war noch sehr jung als sie zusammen mit ihren Eltern in den Raccoon City Unfall hereinschlitterte. Sie musste sehr schnell lernen was es bedeutete für sich selbst zu sorgen und zu überleben. Tod und Gewalt gehörte zu ihrem Alltag. Die Erinnerungen verfolgten sie. Doch hielt sie stand und nun war sie hier: Im kältesten Teil Europas, in einer abgelegenen Hütte in Edonia.

Der Blizzard der um die Holzhütte fegte, war mittlerweile so stark gewesen, das sie kaum noch etwas erkennen konnte. Alles war weiß in weiß. So gab sie es auf, zog sich vom Fenster zurück und setzte sich auf den eiskalten Holzboden. Die einzige Quelle der Wärme war das Kaminfeuer das Jake zuvor angezündet hatte. Er war auch der Grund warum sie hier war. Er war die Rettung der Welt. Der Grund für diesen Krieg. Mit seinem Blut ließ sich das gefährliche C-Virus besiegen.

Jake war ein Söldner. Er war nicht nur stark. Er war ein Spezialist wenn es darum ging zu überleben. Sein ganzes Leben lang kämpfte er für sich und seine Mutter. Das beenden eines Lebens war für ihn nichts weiter als ein Mittel um an Geld zu kommen. Er war der beste, dementsprechend kostenintensiv waren seine Dienste. Das war auch das erste was er Sherry ans Herz legte: Sie durfte so viel Blut von ihm haben wie sie wollte, solang er seine fünfhundert Millionen bekam. Schließlich schlug er sich auch ordentlich mit BOW’s herum und genau DAS hatte auch seinen Preis.

„Jake. Vielleicht sollte ich losgehen und nach Hilfe suchen. Es ist nicht mehr weit vom Treffpunkt weg. Ich beeil mich!“ Schnell rannte sie zur Tür. Sie hatte immer mehr das Gefühl mehr Belastung zu sein als Hilfe. Eigentlich sollte sie ja ihn retten und nicht er sie. Sie war peinlich berührt und wollte sich unbedingt nützlich machen. An der Tür angekommen riss sie diese auf. Der kalte Schnee drang in die Hütte ein. Die Kälte ging ihr regelrecht durch die Knochen. Sie musste spontan daran denken, dass die Durchschnittstemperatur die hier herrschte weit unter dem Gefrierpunkt lag. Vielleicht war das doch keine so gute Idee gewesen.

Der Wind war so stark, das sie anschließend die Tür nicht mehr zu bekam. Dumme Idee, Dumme Idee, Dumme Idee, dachte Sherry. Erschrak aber plötzlich, als sie den Arm Jakes fühlte. Wie er sich um sie schlang und sie an sich drückte. Danach schloss er die Tür. Als sich ihre Blicke dann trafen bekam sie Gänsehaut.
„Na Kleines?! Das ist doch etwas zu gefährlich!“
Er hatte eiskalte Augen. Genau wie sein Vater. Sie hatte Wesker damals nur zwei Mal zu Gesicht bekommen. Jedoch wusste sie sofort, das Jake mit ihm verwandt sein musste. Die Ähnlichkeit war erschreckend.

Sie wollte es sich nicht eingestehen aber sie war Jake nicht abgeneigt. Sie hatte schon immer Probleme gehabt jemanden für sich zu finden. Sie war anders gewesen. Ihre Vergangenheit prägte sie nicht nur in ihrem denken und handeln. (Davon abgesehen das es Männer anscheinend abschreckte, wenn Frau auf sich selbst aufpassen konnten.) Männer wie Leon und Chris prägten ihren Männergeschmack ungemein. Nur finde so was mal an einer Universität! Ihre nicht gerade niedrigen Standards standen ihr stets im weg. Dann traf sie ihn.
Jake war das Bild eines Mannes. Er war abgebrüht, unfreundlich, sarkastisch und böse. Gleichzeitig war er sanft zu ihr und nahm Rücksicht auf sie. Er hatte so eine tiefe Persönlichkeit. Er war ein Rätsel und weckte ihr Interesse. Sie würde sonst was dafür tun einmal seine stahlharten Muskeln erforschen zu dürfen. Sie wollte so viel mehr von ihm, dass sie sich schämte. Alles was er tat weckte Fantasien in ihr die sie wahrscheinlich bis ins hohe Alter verfolgen würden.

Peinlich berührt drückte sie sich von dem Söldner weg und setzte sich ans Feuer. Sie traute sich nicht in seine Augen zu blicken. Lieber etwas Abstand gewinnen. Sie lachte innerlich über sich selbst. In solchen Situationen merkte sie immer wieder das fehlen vieler essentieller Erfahrungen. Das konnte man ihr ja damals in ihrer Ausbildung nicht beibringen. Wie denn auch? Männer wie Jake gab es dort ja keine.

„So …“
Er setzte sich zu ihr und lächelte verhalten.
„Seid wann bist du … so? Mit deinen Super-Heilfähigkeiten?“
„Mein Vater war Wissenschaftler. Er arbeitete an verschiedenen BOW’s. Ich wurde infiziert, bekam aber noch rechtzeitig das Gegenmittel. Der Virus verschwand aber nicht komplett aus meinem System. Er mutierte anders als vorgesehen. Seid dem lebe ich mit den Konsequenzen.“
„Was ist mit deinem Vater passiert?“
„Seine Arbeit hatte ihn damals getötet. Zu dem Zeitpunkt in welchem er starb, war sein Körper schon so weit mutiert, das man ihn kaum noch erkannte …“
„Das tut mir leid … ich wollte …“
Sherry musste lächeln. War Jake hier gerade dabei weich zu werden? Der Gesichtsausdruck genau wie der Blick seiner Augen ließ sie weiche Knie bekommen. Gott sei dank saß sie am Boden. Schnell atmete sie tief ein und aus und rutschte näher an ihn heran.
„Das ist nicht so schlimm. Ich habe gelernt damit umzugehen. Außerdem hatte das ganze ja so seine Vorteile …“
„Ja. Nun hast du Superkräfte. Wie Wonder Woman.“
Die blonde Jugendliche musste lachen. Na du hast Vorstellungen, dachte sie. Aber es tat ihr gut darüber zu reden. Sie hatte niemanden der ihr diese Geschichten glaubte. Ihre Freunde an der Universität durften davon nie erfahren. Das musste sie der Regierung damals versprechen. Das Schweigen war nicht immer leicht gewesen. Sie wirkte auf andere immer anders. Es kursierten die wildesten Gerüchte und sie konnte nie etwas dagegen tun. Wie denn auch? Niemand hätte ihr geglaubt, hätte sie ihr Schweigen gebrochen.
„Das meinte ich nicht. Leon und Claire. Sie retteten mir damals das Leben. Seid diesem Zeitpunkt waren sie meine engsten Vertrauten, meine besten Freunde. Ohne diesen Vorfall hätte ich sie niemals kennen gelernt.“

Sie war so dankbar gewesen. Für jeden Moment den sie mit Claire und Leon verbracht hatte. Claire war wie eine Schwester für sie gewesen. Leon war ihr größter Held. Ohne die beiden wäre sie sicher gestorben. Sie verdankte beiden ihr Leben.
„Claire … das war die Schwester von diesem BSAA Bauerntrampel oder?“
Sie nickte, zwickte ihn aber für den „Bauerntrampel“ in die Seite bevor sie fortfuhr. Chris war ja wirklich etwas stumpf gewesen, aber noch lange kein Bauerntrampel.
„Sie haben mein Leben damals verändert. Seid dem habe ich mir zum Ziel gemacht niemals aufzugeben. Egal wie schwierig die Situationen auch sein mochten. Ich habe niemals und werde niemals aufgeben.“

Ihr wurde mulmig als er sie erneut intensiv anstarrte. Seine Augen bohrten sich regelrecht in ihre. Sie waren so blau wie das Meer. Das mochte sie. Es zog sie an und ließ sie die Umgebung total vergessen.
Sie lief knallrot an als sie eine seiner Hände fühlte, die über ihre rechte Wange strich. Er war wieder so sanft zu ihr, das sie das Gefühl hatte auf der Stelle die Waffen zu strecken und sich ihm zu ergeben.
Allein die bloße Vorstellung ihm jetzt die Kleider vom Leib zu reißen brachte sie um den Verstand. Dass es ihm wohl genauso ging, konnte sie nur ahnen. Wie gesagt, hatte sie da sehr wenige Erfahrungen.

„Zwanzig Dollar für deine Gedanken. Für Hundert Dollar bekommst du meine…“
Jake musste frech Grinsen, als er sah wie sie schlucken musste. Dachte dieser Mann nur ans Geld? Genervt plusterte sie ihre Wangen auf und piekste ihm in die Seite. „Das ist aber ein Verlustgeschäft für mich!“ Nun musste sie selbst grinsen. Vielleicht einfach mal mitspielen, dachte sie und rutschte noch näher an ihn. Ihre Körper waren mittlerweile so nah aneinander, dass sie seine Körperwärme fühlen konnte. Der Wunsch ihn anzufassen war mittlerweile unerträglich. Sie hoffte inständig dass sie nicht die Beherrschung verlieren würde.
Er riss sie jedoch aus Gedanken, als er ihren Wangenknochen mit seinen Fingern entlangfuhr und sie immer noch frech anlächelte.
„Also?“
„Glaub mir. Das ist kein Verlustgeschäft …“

Als sich ihre Lippen trafen, vergaß Sherry fast zu atmen. Das war das letzte mit dem sie gerechnet hatte und warf sie völlig aus der Bahn. Genau wie seine Hände die anfingen Kontakt mit ihr aufzunehmen und ihre Kurven entlang fuhren. Der Kuss war kurz, aber das schönste Erlebnis ihres Lebens. Ihr war heiß und sie hatte das Gefühl zu verbrennen. Unglaublich aufgewühlt und ein kleines bisschen enttäuscht, dass er sich schon von ihr löste, blickte sie in seine kalten Augen. Der rothaarige lachte sie verschwitzt an und legte seinen Kopf schief. „… und?“
„Deal … also hundert für deine. Zwanzig für meine.“
„Genau. Soll ich anfangen?“
Schüchtern nickte Sherry, bevor sie sich völlig in seinen Augen verloren hatte. DANKE LIEBER GOTT, dachte sie und musste sich fast schon beherrschen, sich Jake nicht auf der Stelle vorzuknöpfen.
„Sherry Birkin. Ich will dich … Hier! Auf der Stelle.“
„Jake ..." flüsterte sie bevor er sie erneut küsste und sie zu sich zog. Vergessen war der starke Blizzard und die Wesen die außen nach ihnen suchten. Es gab in diesem Moment nur sie beide, das Feuer und ihre Leidenschaft für einander.
 
 
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