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„Hat sich an seinem Status schon etwas verändert?“ Morrison blickte auf den flackernden Bildschirm vor ihm. Er hatte so etwas noch nie erlebt. Morrison war schon seit Jahren im Geschäft. 20 Jahre Dienst hatten ihre Spuren an ihm hinterlassen. Einen so erfahrenen Polizisten konnte man sonst nur sehr schwer finden. Doch das was hier in dieser Stadt geschah war nicht normal. Ganz und gar nicht normal. Er war schwer besorgt. Er konnte nachts kaum schlafen, kaum einen normalen Alltag verbringen. Immer mehr Menschen verschwanden von der Bildfläche, ganze Orte verschwanden von der Landkarte. Und dann diese Wesen … Er hatte noch nie an übernatürliche Wesen geglaubt. Auch für Religion hatte er nie etwas übrig. Er konnte nur den harten ernsten Fakten glauben schenken. Nun war auch das in Frage gestellt. Was zur Hölle passierte hier nur? Wird er irre? Aber die anderen sahen auch das, was er sah. War das nur eine Massenerscheinung von Halluzinationen? Oder passierte das hier wirklich alles?

Auf dem Bildschirm konnte er einen schwarzhaarigen Jungen sehen. Er war nicht älter als 18 Jahre. Vielleicht war er 20, aber nicht älter. Sein Sohn James war im selben Alter. Ein netter Kerl. Sie hatten oft Stress miteinander, aber er machte ihn stolz. Er studierte Medizin und hatte eine reizende Freundin.
Dieser Junge hier war anders. Er strahlte nichts Jugendliches aus. Keine Wünsche und keine Träume.
Er trug ein weißes Shirt und eine schwarze Lederhose. Alles in allem machte seine Kleidung jedoch einen Mitleidserregenden Eindruck. Das Shirt war blutgetränkt und die Lederhose hatte wohl auch schon bessere Zeiten gesehen – war sie doch von Rissen übersäht. Sein Gesicht und seine Arme waren von Kämpfen gezeichnet. Er trug eine Narbe auf der Unterlippe und Morrison konnte sich vorstellen, das dies nicht der einzige Orte war, welche von Narben gepflastert war.

„Nein. Immer noch keine Bewegungen und keine Antworten auf unsere Fragen.“ Sprach der jüngere Polizist per Funk. „Ich frag mich wer er ist.“
„Das ist doch egal. Wichtiger ist, herauszufinden für wen er arbeitet … und was er ist.“
Er war kein normaler Junge. Normale Jungen können kein Polizeiauto durch die Gegend werfen.
Deswegen lag er in Ketten. Die Gefahr war zu groß, dass er die restlichen, in Limbo Stationierten Polizisten, in einem Anflug von Rache, hinrichtete. Morrison hatte Angst – Angst mit der Gefangennahme des Jungen einen Fehler begangen zu haben. Er hatte viele seiner Kollegen sterben sehen. Er wollte nicht noch mehr davon verantworten müssen.
„Versuche bitte noch einmal mit ihm zu reden Kennedy.“ (Resident Evil lässt grüßen)
„Mach ich!“

Kennedy war ein junger Polizist. Er war frisch im Dienst und hielt sich immer strikt ans Lehrbuch. Fehler musste man bei ihm mit der Lupe suchen. Doch auch ihm machte die neue Situation zu schaffen. Er war einfach nicht für diese Art Arbeit gemacht. Doch wollte er sich das nie eingestehen, jetzt jedoch verfluchte er den Tag, als er seinen Dienst in Limbo City begann. Seit der Junge hier in Ketten lag, erwischte er sich des Öfteren dabei wie er nervös an seinen Fingernägeln biss. Sein Daumen an der rechten Hand hatte sogar schon mehrfach geblutet. Aber es gab nun mal kein zurück mehr. Die scheiße war bereits am Dampfen.
„JUNGE! WACH AUF!“
„Geh rein“

Kennedy erschrak. „Das kannst du gerade nicht ernst meinen oder? Der Typ da kann ganze Autos durch die Gegend werfen. Er zerreisst mich wenn ich in seine Nähe komme …“
Morrison lächelte und erneut durchdrang seine rostige Stimme die Stille. „Mach dir keinen Kopf. Er liegt in Ketten. Er kann dir nichts tun.“

Der Jüngere schluckte kurz, zupfte seine dreckige Polizeiuniform zurecht und fuhr sich durch seine schwarzen Haare. „Wenn er mich tötet, wird meine Seele dich so lange verfolgen, bis du über den Jordan gegangen bist Morrison...“
Langsam trat Kennedy aus dem Raum heraus, welcher wie ein Kontrollraum aussah. Er blickte noch mal zu seinen zwei Kollegen die ihm ängstlich hinterher blickten und schloss die Tür hinter sich. Die Zelle, die er nun betrat war nicht wirklich groß. Außer ihm und dem Jungen war nur eine Überwachungskamera im hinteren, rechten Eck des Drecklochs und das große Fenster durch das sie die ganze Zeit in die Zelle blickten. Er vergewisserte sich nochmal das er seine Waffe dabei hatte und ging auf den Jungen zu.

Er konnte den Geruch von altem Blut wahrnehmen und erschauderte bei dem Gedanken, was dieser Junge seinen Opfern alles angetan haben musste. War er doch Zeuge davon gewesen, wie er einer jungen Frau seine Große Axt durch den Leib zog und sie so zweiteilte.
Allein der Gedanke daran brachte ihn fast zum erbrechen. Er schüttelte sich kurz vor ekel und ging seinen restlichen Weg zu ihrem Gefangenen. Natürlich mit Sicherheitsabstand versteht sich. Er wollte ja schließlich nichts riskieren. Nicht mehr als jetzt schon.

„Oh Gott. Was mach ich hier nur? Ich hätte Studieren sollen. Wie meine Mutter es von mir wollte. Jetzt steh ich hier vor diesem Monster und werde wahrscheinlich gleich umgebracht u…“
Kennedy verstummte. Selbst wenn er gewollte hätte, hätte er nicht weiter über sein Leben sinnieren können. Denn diesmal hatte es ihm die Sprache verschlagen. Dem Polizisten den sie alle nur „die Quasselstrippe“ nannten verging plötzlich das schnattern. Denn ihm blickten kalte Augen entgegen.
„Hey … na? Gu… Gut Ggggeschlafen?“ – Oh Gott Kennedy das war die mit abstand beste Scheiße die du in diesem Moment faseln konntest oder? Schäm dich und fahr zur Hölle …-

Der Junge achtete kaum auf den Polizisten vor ihm und zog seine Arme zu sich. Jedenfalls versuchte er es. Denn die Ketten taten ihren Job. Sie waren so streng und fest angebracht dass er fast bewegungsunfähig war.
„Wir haben dich festgemacht. Aus Sicherheitsgründen. Diese Ketten sind aus festem Stahl. Sie halten bombenfest!“ Der Blick des Jungen richtete sich anschließend auf Kennedy. Dieser brach in Angstschweiß aus.
-Oh Gott er wird mich töten-
„Das ist aber nicht die feine Englische … Behandelt man so seinen Lebensretter?“ der junge Polizist zuckte auf. Das war der Gefangene. Seine dunkle Stimme hatte einen starken Dialekt. Wahrscheinlich kam er aus dem Westen des Staates.
„Was ist, du dämlicher Frackträger?“
„Pass auf, ich werde mich sicherlich nicht auf dieses primitive Spiel einlassen. Provozier mich ruhig. Versuchs ruhig weiter. Hier stößt du auf Granit.“

Morrison hielt sich die Hand an die Stirn. „Kennedy du Idiot. Bleib doch bitte sachlich.“

„Wie auch immer…“ der Schwarzhaarige verdrehte die Augen und zog erneut an den Ketten. Ein stechender Schmerz rasste durch seinen Körper. –Stimmt ja. Ich hatte gegen einen riesigen Gobul gekämpft als mich diese Idioten betäubt hatten- Seine Wunden waren noch nicht geheilt und auch seine momentane Situation half seiner Regenerativen Fähigkeit nicht viel. Er musste die Ketten loswerden, auch wenn es ihm Schmerzen bereitete.
„Wie ist dein Name? Los sag schon! Wenn du ihn mir verrätst lockere ich die Ketten vielleicht …“

Erneut zog er an. Sein kompletter Körper spannte sich an. Die Schmerzen schossen wie ein Feuerwerk durch seinen kompletten Körper und hinterließen einen Nebel aus einem unerträglichem Brennen an seinen Gelenken. –Vergiss die Schmerzen.- Er versuchte seine Inneren Dämonen zu kontrollieren. Hieß es nicht es sollte ihm leicht fallen dies zu tun?
„Das Kannst du so lange probieren wie du willst das si …“ Kennedy begann zu zittern. Ihm blieb erneut die Spucke weg. Die Kraft dieses Jungen war schier unvorstellbar. Denn er zerriss vor seinen Augen die Ketten, welche Ihn eigentlich festhalten sollten. Kennedy brauchte fast eine Stunde um ihn mit den Ketten festzumachen und er zerriss sie als wären sie aus Watte.
Die Überbleibsel der Stahlketten glitten langsam aus des Jungen Händen und ihr Geräusch durchbrach die Stille. „Das fühlt sich doch gleich schon viel besser an.“

Kennedy zog seine Waffe und richtete sie auf das nahende Übel vor sich. Er hatte Angst. Er hatte noch nie so viel Angst in seinem Leben gehabt. Oh wie er Morrison verfluchen wird, wenn er hier nun draufgehen sollte. Er würde ihn nicht so leicht davon kommen lassen. Er würde auch seinen Sohn James verfluchen.
„Bleib stehen! Ich schwöre, ich knall dich sonst ab!“
„Ach wirklich? Spar die Kugeln lieber. Glaub mir. Ist besser.“
Der Junge Polizist schaute verwundert auf. Der jugendliche Schwarzhaarige hatte überhaupt kein Interesse daran auf ihn loszustürmen. Er betrachtete lieber seinen Körper und kontrollierte seine Wunden und Kleidung.
„EY NEHM MICH GEFÄLLIGST ERNST! Ich bin Polizist!“
„Mir egal.“
„Sollte es aber nicht. Ich hab hier eine scheiß Waffe und ich weiß wie sie funktioniert! ALSO WAS IST LOS DU PENNER!? HÄNDE HOCH!“
„Dante“
„WAS … was?“
Der Junge vor ihm begann zu lachen, während er den Polizisten vor sich beobachtete. „Mein Name. Ich heiße Dante und nicht Penner.“
 
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