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Hallo und herzlich willkommen meine Lieben, zu meiner etwas anderen Fan Fiktion :)!
Ich habe mir gedacht, dass ich alles mal ein bisschen abändere, aber lasst euch am besten überraschen ;).
Bin mir auch noch nicht sicher, ob ich Vampire mit einbauen sollte, fände es daher toll, wenn ihr mir diesbezüglich ein paar Kommentare da lassen würdet (die sind natürlich auch so gern gesehen ;D^^)
So und nun viel Spaß mit dem Prolog ;).
Liebe Grüße, eure Unique M :).


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Ungeduldig ließ Elena ihren Kugelschreiber zwischen Zeige und Mittelfinger hin- und her wippen, während sie immer wieder auf die Uhr ihres Laptops starrte. Noch fünf Minuten, dann wäre diese elende Warterei vorbei und sie könnte endlich zu Hause anrufen. Halt! Zu Hause? Mystic Falls war schon lange nicht mehr ihr ‚Zu Hause‘, genauer gesagt schon seit fast sieben Jahren nicht mehr. „Könntest du das bitte unterlassen, Elena? Du machst mich damit noch ganz nervös!“, ertönte da die Stimme ihrer Arbeitskollegin. „Tut mir Leid, natürlich!“, stammelte Elena verlegen und legte den Stift schnell bei Seite, ehe sie erneut anfangen würde damit rumzuspielen. Noch drei Minuten, wie sie mit einem weiteren Blick auf die Uhr feststellte. Eigentlich hasste sie es, wenn der Redaktionsschluss bevorstand, doch heute war alles anders. Sie wollte nur noch so schnell es ging hier raus. Sie spürte wie ihr linkes Bein ungeduldig anfing zu wippen und presste sich schnell eine Hand darauf um diese nervige Angewohnheit zu unterdrücken. Sie hatte schon als Kind nicht still sitzen können, wenn sie angespannt oder aufgeregt gewesen war. Wie in Zeitlupe bewegte sich der Sekundenzeiger auf die volle Stunde zu, dachte sie, während sie sich bereits ihre Tasche schnappte und griffbereit auf den Schoß stellte. Zehn, neun, acht.. Sie stand auf, schnappte sich ihre Jeansjacke und schlüpfte hinein. Drei, zwei, eins. Ein schriller Gong ertönte und signalisierte, dass ab nun der Druck begann und nichts mehr geändert werden könne. Elena war das heute jedoch vollkommen egal. „Schönes Wochenende!“, wünschte sie Stacy, die ihr gegenüber saß und sie bereits schräg von der Seite anschaute. Normalerweise war Elena immer die Letzte, die das Gebäude verließ. Dass sie heute gar nicht schnell genug hier rauskommen konnte, wunderte sie demnach. Eilig hastete Elena aus dem Büro den langen Flur entlang. Einige ihrer Arbeitskollegen kamen ebenfalls aus ihren Büros. Ungeduldig drängte sie sich an ihnen vorbei, immer wieder leise Entschuldigungen murmelnd.

Kurz darauf stand sie endlich auf dem Bürgersteig vor dem großen Redaktionsgebäude und winkte eines der vielen Taxen zu sich rüber. In New York war es nicht nötig, dass man ein Auto besaß und so hatte sie sich dem allgemeinen Trend angepasst und war auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen, wenn man die quietschgelben Autos so nennen wollte. Sie verdiente mit ihrem Job recht gut und konnte sich die Ausgaben demnach leisten, auch wenn sie dies nur zähneknirschend tat. Es tat ihr weh, ihr hart verdientes Geld dafür auszugeben, doch es ging einfach nicht anders. Schwungvoll riss sie die Tür des erstbesten Taxis auf, das vor ihr hielt und glitt hinein. Sie nannte dem Fahrer ihre Adresse und lehnte sich dann in den gemütlichen Polstern des Fahrzeugs zurück. Ihr Blick schweifte nach draußen über die grau in grau gehaltenen Gebäude und die vielen Menschen, die davor umherliefen. In den Nachrichten hatte man heute Morgen von starken Sturmböen und heftigem Graupelschauer gesprochen. Zweifelnd zog sie die Stirn kraus und blickte in den strahlend blauen Himmel auf. Es war Ende Juli und die Sonne schien so grell wie schon lange nicht mehr. Sie bezweifelte, dass die Leute von CNN heute Recht behalten würden. Mit den Händen umfasste sie die Streben der Kopfstütze vor ihr und blickte zwischen dem Fahrer- und dem Beifahrersitz hindurch. Sie steckten im Stau. Wunderbar. Gerade heute, wo sie es so eilig hatte in ihre Wohnung zu kommen und zu telefonieren. Natürlich hätte sie auch von ihrem Handy aus in Louisiana anrufen können, doch einerseits war ihr das mit Handy einfach zu teuer und andererseits musste der Taxifahrer nicht unbedingt dabei sein, wenn sie dieses Telefonat führte. Es ging nur stockend voran, sodass Elenas Bein schon bald erneut anfing zu wippen und sie sich vor lauter Ungeduld auf die Unterlippe biss. Ein Ruck ging durch den Wagen, als der Fahrer plötzlich anfuhr und auf Normalgeschwindigkeit beschleunigte.

Daraufhin dauerte es nicht mehr lang, bis sie schließlich vor ihrer kleinen Wohnung anhielten, sie ihm das Geld für die Fahrt gab und ausstieg. Schnell schulterte sie ihre große Tasche und machte sich, die Hausschlüssel griffbereit in der Hand, auf den Weg zur Tür. Ihre Wohnung befand sich in einem etwas heruntergekommenen Backsteinhaus am Ende einer noch heruntergekommeneren Straße, doch Elena gefiel es hier, auch wenn sie sich etwas Besseres hätte leisen können. Ihre Nachbarschaft war vielleicht nicht die Beste – sie konnte es nicht beurteilen, da sie nur selten zu Hause war – aber sie mochte die Gegend trotzdem. Ihr eilte ein schrecklicher Ruf voraus, obwohl sie nicht annähernd so schlimm war wie man allgemein annahm. Es wohnten demzufolge weder Drogendealer noch Prostituierte oder Waffenhändler hier, doch der Ruf genügte, um andere böse Gesellen daran zu hindern hier her zu ziehen. Sie schloss die Haustür auf und schaltete das Licht daneben an. Es flackerte zunächst ein paar Mal, ehe es gänzlich ansprang. Immer zwei Stufen auf einmal nehmen, rannte Elena die Treppe nach oben in den dritten Stock wo sich ihre Wohnung befand. Die Risse in den Wänden oder der Putz, der davon abbröckelte, hatte sie bereits vor einiger Zeit entdeckt, zur Kenntnis genommen und danach nicht weiter beachtet. Hektisch steckte sie ihren Wohnungsschlüssel ins Schloss, drehte ihn ein paar Mal herum und stieß die Tür auf. Achtlos kickte sie ihre Pumps von den Füßen, während sie die Tür hinter sich schloss, ihre Tasche in die Ecke warf und sich die Jeansjacke abstreifte. Danach eilte sie weiter durch den engen Flur, an welchen rechts das Bad und die Küche und links ihr Schlafzimmer grenzten. Das Wohnzimmer befand sich direkt geradeaus und genau darauf steuerte Elena nun zu. „Hallo mein Schatz!“, begrüßte sie ihren kleinen Schäferhund Welpen und ging vor ihm in die Hocke. Schläfrig öffnete der Kleine seine Augen und sah sie an. Er war nicht gerade der Hellste, das musste sie zugeben, aber er war eine treue Seele und das war ihr bei seinem Kauf am Wichtigsten gewesen. Langsam schien ihm zu dämmern, wer ihm gerade die Ohren kraulte. Freudig begann er mit dem Schwanz zu wedeln und stieß ein leises Bellen aus. Lächelnd streichelte sie ihm noch einmal über den Kopf und machte sich dann auf den Weg zu ihrem Telefon. Sie nahm es in die Hand und sah auf das Display. Drei Anrufe in Abwesenheit. Sie ging die Nummern durch und erkannte, dass es jedes Mal derselbe Anrufer gewesen war. Ihr Finger schwebte eine Sekunde lang über der Wahlwiderholungstaste, in der sie sich innerlich für die Stimme aus der Vergangenheit stählte.

Noch ehe sie der Mut verlassen konnte, drückte sie drauf und hielt sich das Telefon ans Ohr. Der Freizeichenton erklang und sie vernahm ihr eigenes Seufzen am anderen Ende der Leitung. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Was auch immer Isobel von ihr gewollt hatte, es musste wichtig sein. Freiwillig hätte sie sicherlich nicht angerufen! „Familie Gilbert, Francis am Apparat. Was kann ich für Sie tun?“. Vor Erleichterung wäre Elena beinahe in Ohnmacht gefallen, als sie die Stimme der Haushälterin vernahm und nicht die ihrer Stiefmutter. „Francis? Ich bin es. Elena!“, lächelte sie und ließ sich in einem ihrer gemütlichen Sessel nieder. „Elena? Mein Gott, Kind! Wo steckst du bloß? Du musst sofort nach Hause kommen!“, brach es aus Francis heraus und ließ Elena stutzen. Es musste wirklich, wirklich schlimm sein, wenn die sonst so ruhige Haushälterin so aufbrausend reagierte! „Was ist denn überhaupt los? Ich weiß überhaupt..“. Sie verstummte, als sie die Stimme ihrer Stiefmutter im Hintergrund vernahm. „Ist sie das, Francis? Nun gib schon her!“, herrschte Isobel sie an und ließ Elena selbst am anderen Ende der Leitung zusammenzucken. „Wir haben schon den ganzen Tag versucht dich zu erreichen!“, ertönte es plötzlich nah an ihrem Ohr. Isobels eisige Stimme beschwor Bilder aus längst vergessenen Zeiten in Elena hervor. Ein kalter Schauer rann über ihren Rücken, ehe sie sich zusammenriss und mit einigermaßen fester Stimme erwiderte, „Was gibt es denn?“ Elena war absichtlich nicht auf ihren Vorwurf eingegangen, denn das hätte sie nur wieder ausgenutzt, hätte immer weiter nachgebohrt. „Dein Vater wird sterben. Komm her und verabschiede dich von ihm!“, antwortete Isobel kalt. Ihre Worte knallten wie Peitschenhiebe auf sie nieder. Nein, das konnte unmöglich wahr sein. Kopfschüttelnd wollte sie die Worte ihrer Stiefmutter von sich schieben. Nicht ihr Vater! „Was.. aber was hat er denn?“, flüsterte sie erschüttert. Sie merkte gar nicht, wie sich ihre linke Hand in die mit Stoff bezogene Armlehne ihres Sessels krallte und ihr Körper ganz kalt vor Schreck wurde. „Krebs. Komm her und sieh es dir selbst an! Du solltest dich aber beeilen, der Arzt sagt, er hat nicht mehr lange!“ Damit war das Gespräch für Isobel beendet und sie hatte aufgelegt. Wie betäubt ließ Elena die Hand mit dem Telefon sinken. Ihre Augen blickten ins Leere, nahmen nichts mehr wahr. Das Telefon entglitt ihren kraftlosen Fingern und verursachte ein dumpfes Geräusch, als es auf den dicken Teppich fiel. Sie sollte zurück. Zurück nach Louisiana, nach Mystic Falls. Zurück an diesen schrecklichen Ort, wo sie die schlimmste Zeit ihres Lebens verbracht hatte? Es geht um Daddy! Tief durchatmend erhob sie sich, hob geistesgegenwärtig das Telefon auf und stellte es zurück in die Station. Sie hatte keine Wahl. Sie musste zurück und sich von ihm verabschieden. Er war der Einzige gewesen, der während dieser furchtbaren Zeit zu ihr gestanden hatte und er war der Einzige, der sie so geliebt hatte wie sie war. Auch nach dem schrecklichen Vorfall..


P.s.: Fällt euch ein Name für den Hund ein? :D
 
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