Could it be?!

erstellt: 19.02.2012 aktualisiert: 25.12.2013
Kapitel: 23 Wörter: 32063 56 Reviews
Geschichte, Romanze (in Arbeit) / P18
Vitany versuchte Staubfingers Blick auszuweichen, sie wusste was jetzt kam…

Sie wusste zwar, dass er sie schon einmal quasi nackt gesehen hatte aber da war sie bewusstlos gewesen. Jetzt dabei wach zu sein war etwas komplett anderes. Sie war froh, dass Mo ihr zumindest die Hose wieder angezogen hatte so fühlte sie sich noch nicht ganz so nackt. Staubfinger beugte sich leicht über sie „Schäme dich nicht ich hab dich schon einmal fast nackt gesehen  auch wenn es für dich bestimmt ein unangenehmeres Gefühl ist wenn du dabei wach bist.“ Flüsterte er ihr zu.

Es klang nicht amüsiert oder sexistisch er wollte ihr einfach nur das Schamgefühl nehmen. Sie sah ihn immer noch nicht an und bei seinen Worten überzog eine leichte Röte ihre Wangen.  „Darf ich?“ fragte er und deutete dabei auf ihr Shirt. „ Du fragst?!“ antwortete sie erstaunt. „Natürlich schließlich bist du jetzt dabei wach und ich will es dir so angenehm wie möglich machen.“ Antwortete er gelassen. Vitany war wirklich überrascht sie hatte nicht erwartet das er so geduldig und einfühlsam mit ihr umgehen würde. „Ok.“ Sagte sie und er schob vorsichtig ihr Shirt hoch bis er es ihr über den Kopf ziehen konnte. Jetzt lag sie nur noch in dem schwarz roten BH vor ihm.

Staubfinger sah sie an, und sie nickte leicht. Er öffnete sacht den Verschluss ihres BHs und hielt inne. „Ich überlasse dir den Rest, ich möchte dich nicht bedrängen.“ Sagte er und wartet auf ihre Antwort. Vitany brauchte lange bis sie sich dazu durchgerungen hatte das es einfach für ihn war ihre Verletzungen zu reinigen wenn sie nichts mehr trug das dabei störte. Staubfinger wartete geduldig und ließ ihr die Zeit die sie brauchte.

Er wusste es war eine unangenehme Situation für sie. Sie kannte ihn kaum und musste sich jetzt mehr oder weniger gezwungen vor ihm ausziehen. Ihre Entscheidung überraschte ihn dennoch. Sie schob sich die Träger ihres BHs von den Schultern, hielt noch eine Sekunde inne und legte ihn dann beiseite. „Es ist einfacher für dich, mir zu helfen wenn dich dabei nichts stört.“ Sagte sie leise. Er hörte ihr Schamgefühl beinahe. „Vitany, du brauchst dich nicht zu schämen.“ Sagte er und begann die Verbände zu lösen. Nachdem dies geschehen war ließ er sie die Verletzungen wieder betrachten. Er beobachtete wie zuvor wieder genau ihre Reaktion.

„Es werden Narben bleiben hab ich recht?!“ flüsterte sie geschockt. „Ja, leider wird es das.“ antwortete er in fast traurigem Ton. Er versuchte ihr ins Gesicht zu sehen, doch sie drehte ihren Kopf zur Seite. Sachte legte er seine Hand an ihr Kinn und drehte ihren Kopf in seine Richtung. Diese Geste erinnerte Vitany an Basta’s aber Staubfinger war so viel sanfter und bei ihm wusste sie er würde sie weder in irgendeiner Weise anrühren noch würde er sie verletzen. Tränen sammelten sich in ihren Augen und sie versuchte erneut ihren Kopf zur Seite zu drehen. Sie wollte nicht, dass er sie weinen sah. Die Erkenntnis, dass diese Wunden Narben hinterlassen würden war schrecklich für sie. OK es wäre für niemanden einfach so etwas zu erfahren.

Wieder drehte er ihren Kopf in seine Richtung und Vitany konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Auch der Schnitt im Gesicht wird Narben hinterlassen stimmts?!“ fragte sie mit gebrochener Stimme. „Ja, wäre ich doch nur ein paar Minuten eher da gewesen vielleicht hätte ich es dann verhindern können.“  „Es ist nicht deine Schuld.“ Sagte sie bevor ihre Stimmt versagte und sie nicht anders konnte als zu weinen. Staubfinger zog die Decke über ihre Brust damit sie sich nicht ganz so nackt fühlte.

Das Reinigen der Wunden würde er auf später verschieben. Er strich ihr die Tränen aus dem Gesicht und sprach beruhigend auf sie ein. Vitany war es mittlerweile egal das er sie weinen sah sie war nur unendlich glücklich darüber dass er bei ihr war und nichts anderes tat als ihr Halt zu geben. Nach einer guten halben Stunde hatte sie sich wieder halbwegs im Griff und sah ihm in die Augen. Sie wusste sie musste einen schrecklichen Anblick bieten aber auch das war ihr egal. „Danke.“ Flüsterte sie „Wofür?!“ fragte Staubfinger erstaunt.

„Dafür das du mich vor Basta gerettet hast, dafür das du mich nicht allein lässt, einfach für alles.“ Antwortete sie. „Gern geschehen.“ Er lächelte ihr zu. „Ich werde da sein wenn du mich brauchst.“  „Ich weiß.“ Sagte Vitany und wischte sich die restlichen Tränen weg. „Sollen wir das reinigen auf morgen verschieben?“ fragte er vorsichtig doch sie schüttelte energisch den Kopf „Nein, lass uns das jetzt machen dann hab ich es erst mal hinter mir.“ Er begann also damit wie Mo zuvor an ihrem Bein zu reinigen, mit Alkohol zu desinfizieren und ihr neue Verbände anzulegen.

„Wie hast du es geschafft?“ fragte Vitany plötzlich. „Was geschafft?“ fragte er sie während er gerade wieder einige Tücher mit Alkohol tränkte. „Wie hast du es geschafft mit den Wunden klarzukommen die Basta dir verpasst hat?“ „Ich weiß es nicht, ich hatte niemanden der mit beistand ich war auf mich selbst gestellt. Deswegen will ich es dir einfacher machen. Ich weiß wie es sich anfühlt so etwas durchzumachen.“ Antwortete er ihr wahrheitsgemäß.  „Danke“ war alles was sie sagte und es erfüllte ihn wie bereits einige Male zuvor mit einem Gefühl der Wärme. Er war jetzt bei dem Schnitt der quer über ihre Brust ging angelangt. „Darf ich?“ fragte er abermals und Vitany sah ihn fragend an, bis sie verstand was er meinte und nickte. ‚Sie vertraut dir‘ schoss es ihm durch den Kopf, und er konnte nicht anders als zu lächeln.

Er berührte sie vorsichtig, als wäre sie aus Glas. ‚Oder aus Papier‘ dachte er. Ein kalter Windzug der durch das Zelt wehte ließ ihre Brustwarzen direkt reagieren und die Schamesröte stieg ihr wieder ins Gesicht. Staubfinger blieb natürlich beides nicht verborgen, verbot sich jedoch jeglichen Kommentar. ‚Wäre es doch nur meinetwegen gewesen und nicht wegen der Kälte‘ dachte er und seine eigene Gedanken überraschten ihn. ‚Seit wann denkst du so? ‘ fragte er sich selbst doch er konnte sich keine Antwort geben.

‚Sei doch ehrlich zu dir selbst, du fändest es durchaus  schön wenn du so eine Reaktion bei ihr auslösen würdest.‘ flüsterte die kleine Stimme in seinem Kopf ihm zu. Er versuchte sie zu ignorieren doch leider hatte diese Stimme wie so oft Recht, er würde wirklich gerne der Grund für so eine Reaktion ihrerseits sein. Er beendete seine Arbeit wenige Minuten später und half ihr sich wieder anzuziehen. Er verabschiedete sich von ihr, nahm das Wasser und den Rest der Sachen wieder mit und verschwand aus dem Zelt. Er saß diesen Abend nicht mit den anderen zusammen am Feuer. Er hatte am Tag zuvor eine kleine Lichtung im Wald gefunden die er nun aufsuchte um seine Gedanken zu ordnen. Wenn er doch nur wüsste wie er das am besten anstellen sollte so viel ging ihm im Kopf herum…

Wow Kapitel 9 ist auch beendet. Vielen Dank an alle die mir bisher Reviews geschrieben haben. Ich hoffe es gefällt euch auch weiterhin :)
Liebste Grüße und einen schönen Tag / Abend/ Nacht wünsche ich euch noch. Je nachdem wann ihr das hier lest 

FirePrincess ♥

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