Es sind 25 Kapitel, wobei nur das erste und das letzte lang sind. Die restlichen 22 Kapitel sind teilweise sehr kurz, was aber seinen Grund hat, wie ihr festellen werdet.
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Autor: The white Countess
Rating/Pairing: ab 12 Jahren / Kate & Rick
Kategorie: Romanze
Inhalt: Rick bekommt ein ganz besonderes Geschenk von Kate. Wird er verstehen, was sie ihm damit sagen möchte?
Kursiv geschriebenes sind Rückblenden
Spoiler: 4x01 – für den Anfang der Story habe ich Szenen / Dialoge der Episode aufgegriffen, sie aber ein wenig verändert. Der Rest der vierten Staffel spielt keine Rolle!
Kapitel: 25 Seiten: 19 (Arial 10) – Veröffentlichung: ab 05.01.12
Disclaimer: Wie üblich gehört mir außer der Idee zur Story nichts. Alle Castle Charaktere sind Eigentum von ABC Studios. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spaß geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu Lebenden und Toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. Alle weiteren Charaktere sind Eigentum des Autors.
Kate atmete tief durch bevor sie hinter der Wand hervortrat und zu ihrem Schreibtisch ging. Verlegen bedankte sie sich bei allen, die ihr sagten wie schön es sei, sie gesund und munter wiederzusehen.
„Beckett, was machen Sie denn schon hier? Wollten Sie nicht erst Ende nächster Woche wiederkommen?“, fragte Ryan erstaunt.
„Nun ja, ich war zwei Monate im Landhaus meines Vaters und habe mir die Grillen angehört…das hat mich langsam wahnsinnig gemacht.“
„Schon gut, Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Wir wissen, dass Sie uns vermisst haben und deswegen zurückgekommen sind“, grinste Esposito.
Kate schüttelte schmunzelnd den Kopf. „Seien Sie still“, meinte sie nur. Aber so falsch lag ihr Kollege mit seiner Vermutung nicht, sie hatte die beiden wirklich vermisst…und noch jemanden.
Esposito hatte den kurzen Blick, den Kate in die Runde warf, bemerkt. „Er ist nicht hier.“
„Wer?“, tat Kate unwissend.
„Castle. Nach wem sollten Sie sonst Ausschau gehalten haben.“
„Anfangs kam er jeden Tag und half uns bei der Jagd nach dem Schützen, dann allerdings hat Iron Gates ihn rausgeworfen“, erklärte Ryan seiner Chefin.
„Iron Gates?“
„Ja, unser neuer Captain…Victoria Gates, genannt Iron Gates.“
„Aha und wieso hat sie Castle rausgeworfen?“
„Weil es, ich zitiere, hier keinen Platz gibt für einen stümperhaften Schriftsteller, der gerne Polizist spielt“, erwiderte Ryan.
„Stümperhaften Schriftsteller?“ Kate spürte, wie Zorn in ihr hochkroch. Wie konnte es diese Person wagen, Rick so zu beleidigen? Sie war nahe dran, in das Büro ihrer neuen Vorgesetzten zu stürmen und sie zur Rede zu stellen, was allerdings nicht unbedingt sehr vorteilhaft für die weitere Zusammenarbeite wäre. Eines gab es allerdings, was Kate bei der ganzen Sache nicht verstand. „Und das hat Rick…Castle…einfach mit sich machen lassen? Nicht den Bürgermeister angerufen oder mit dem Polizeipräsidenten gedroht?“ Die beiden Männer schüttelten den Kopf. „Warum nicht?“
„Keine Ahnung“, antwortete Esposito und war erstaunt, dass seine Kollegin offenbar gar nichts über den Rauswurf wusste. . „Hat er ihnen nichts erzählt?“
„Nein.“
„Seltsam“, meinte Ryan.
„Wir, ähm, haben nicht miteinander gesprochen.“
„Seit wann?“
„Das letzte Mal, nachdem ich aus der Narkose aufgewacht war“, gab Kate zu und spürte die fragenden Blicke auf sich, ohne ihre Kollegen anschauen zu müssen. „Ich habe Zeit gebraucht“, versuchte sie das lange Schweigen zu erklären.
„Drei Monate“, erwiderte Esposito. „Eine lange Zeit.“ Irgendwie klang seine Stimme vorwurfsvoll, Kate würde sich gerne einreden dies sei bloß Einbildung, aber sie wusste selbst, dass es viel zu lang war um noch glaubhaft zu sein.
„Vielleicht braucht er die auch und hat deswegen die Stadt verlassen“, überlegte Ryan, ohne die Worte seines Kollegen zu kommentieren.
Kate wurde hellhörig, ihr Herz schien außer Takt zu geraten, Espositos Worte und sein Tonfall waren also wirklich ein Vorwurf gewesen. „Er hat die Stadt verlassen? Wann? Wo ist er? Wann kommt er zurück?“ Ihre Stimme überschlug sich fast, doch es war ihr egal, was die Kollegen jetzt von ihr denken mochten.
„Vor gut einem Monat“, sagte Esposito, nun wieder völlig normal. Offenbar bemerkte er, wie betroffen Kate über das Fortgehen von Rick war. „Er ist in Los Angeles, keine Ahnung wann er wiederkommt. Aber ich vermute, dass er nicht für immer wegbleiben will, da er sich keine Wohnung genommen hat, sondern in irgendeinem Hotel wohnt.“
Nicht in irgendeinem, das war Kate klar. Und auf einmal machte es Klick in ihrem Kopf, so als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Es gab etwas, dass sie dringend klären musste und das beileibe nichts mit dem Job zu tun hatte, sondern rein privater Natur und längst überfällig war. Endlich hatte sie es kapiert, hoffentlich nicht zu spät. Sie schnappte sich ihre Sachen, die sie gerade erst auf den Schreibtisch gelegt hatte, und sah ihre Kollegen kurz an. „Tut mir leid Jungs, aber ich habe noch etwas zu erledigen. Tut so, als hättet ihr mich nicht gesehen, ich komme wie ursprünglich geplant wieder zum Dienst, nicht einen Tag eher.“ Sie hoffte sehr, diese Tage für etwas anderes, weitaus schöneres, wertvolleres und wichtigeres nutzen zu können. Doch zunächst einmal musste sie nach Hause, ein paar Sachen packen und zusehen, dass sie für heute noch einen Flug nach Los Angeles bekam. Egal wie, sie musste morgen früh auf jeden Fall dort sein.
„In Ordnung“, war das einzige, was Esposito erwidern konnte, da war Kate auch schon weg. Sie wartete nicht erst auf den Fahrstuhl. Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, lief sie die Treppe hinunter, während ihre Kollegen noch über diesen seltsamen Auftritt nachdachten. Aber auch nur solange, bis die scharfe Stimme von Iron Gates zu hören war, die ihnen auftrug keine Löcher in die Luft zu starren, sondern zu arbeiten.
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Leise pfeifend kam Rick am nächsten Morgen in die in Eingangshalle um zum Frühstücksraum zu gehen, als er seinen Namen hörte.
„Mr. Castle, einen Moment bitte.“
Er wandte sich der Stimme zu, die vom Empfang kam und ging zu der jungen Frau. „Was gibt es denn, Stella?“
Sie holte etwas unter dem Tresen hervor und schob es ihm hin. „Dies hier wurde für Sie abgegeben.“
„Oh, von wem?“
„Das kann ich Ihnen nicht sagen, mein Dienst hat erst vor einer halben Stunde begonnen, da lag es bereits hier.“
„Mhm, okay.“ Er nahm das Päckchen, es war ziemlich leicht. „Danke.“
„Gern geschehen, Mr. Castle.“
Rick verspürte plötzlich keinen Hunger mehr, er eilte zum Fahrstuhl und hatte kaum seine Suite betreten, als er sich auch schon auf die Couch fallen ließ. Ungeduldig versuchte er das Päckchen zu öffnen, weil das nicht gelang griff er zur Schere, die auf dem Tisch lag, und schnitt kurzerhand das Geschenkband durch. Schließlich war es geschafft und das erste was er sah, war eine Karte. Obwohl ihn die Neugierde förmlich zu überrollen schien zögerte er, sie rauszuholen. Irgendwo tief in sich spürte er eine gewisse Ahnung, vielleicht war es auch nur der innige Wunsch, von wem dieses Geschenk sein könnte. Es war eigentlich unmöglich und deswegen mochte er die Karte nicht lesen. Er hatte Angst seine, eh schon minimale, Hoffnung würde komplett zerstört werden. Rick stand auf, ging an die Bar und schenkte sich erst einmal einen Whiskey ein. Auf nüchternem Magen sicherlich nicht die beste Idee, aber etwas sagte ihm, dass er den Drink vermutlich gebrauchen könnte. Mit dem Glas in der Hand ging er zur Couch zurück, Sekundenlang starrte er auf das Päckchen.
„Nun mach schon“, meinte er zu sich selbst. „Du wirst nicht wissen, von wem es ist, wenn du nicht nachschaust.“ Entschlossen setzte er sich, stellte das Glas auf den Tisch und holte die Karte raus. Tief atmete er durch bevor er sie aufklappte und im selben Moment das atmen für einen Augenblick vergaß, es war eindeutig IHRE Handschrift. Der Schriftsteller spürte, wie seine Hände zitterten als er begann, sich die wenigen Zeilen selbst vorzulesen.
„Lieber Rick, heute vor Zweieinhalbjahren haben wir uns kennengelernt. Auch wenn das anfangs für mich nicht unbedingt ein Grund zur Freude war, das du mir ständig gefolgt bist, kann ich mir heute nichts anderes mehr vorstellen. Vermutlich habe ich dir nie gezeigt, wie wichtig du für mich geworden bist. Wir sehr du mein Leben bereichert und verändert hast.
Schon sehr lange habe ich überlegt, was man jemanden schenken könnte, der sich alles selbst kaufen kann. Heute fiel es mir endlich ein. Ich weiß, dass du voller Fragen bist was mich…uns…betrifft. Dieses Geschenk kommt von Herzen, Rick, es soll dir Antworten geben die du suchst und sagen, was ich nicht aussprechen kann. Deine Kate.“
Sie hatte Recht, er war voller Fragen. aber wie sollte ihr Geschenk ihm die Antworten darauf geben? Dass sie überhaupt an diesen Tag gedacht hatte erstaunte ihn, allerdings nicht so sehr wie ihre Zeilen. Seine Hände zitterten noch immer als er vorsichtig in den Karton griff und ein ziemlich dickes Buch in A6 Größe rausholte. Darauf klebte ein Zettel mit einer Notiz, es war wieder Kates Handschrift.
„Du kannst es gerne komplett lesen, die wirklich wichtigen Seiten habe ich aber markiert“, las er. Wichtige Seiten? Er schlug die erste, durch einen kleinen Klebezettel markierte, Seite auf. Und da wurde ihm bewusst, was er in den Händen hielt…es war Kates Tagebuch. Rick war nicht nur überrascht, er war schier fassungslos. Warum schenkte sie ihm ihr Tagebuch? Etwas so persönliches, eigentlich schon intimes.
Rick lehnte sich zurück, klappte das Büchlein wieder zu. Unschlüssig hielt er dieses kostbare Geschenk in den Händen. Soll er es wirklich lesen? Auch wenn es offenbar ihr Wunsch war, fühlt er sich nicht wohl bei dem Gedanken in ihre Privatsphäre einzudringen.
„Das ist nun wirklich lächerlich“, sagte er zu sich selbst. „Seid ihr euch kennt, tust du eigentlich nichts anderes. Der Unterschied jetzt ist nur, dass Kate dir die Erlaubnis dazu gegeben hat.“
Der Schriftsteller seufzte, öffnete wieder die erste markierte Seite und begann zu lesen. Er musste schlucken als er das Datum sah. Es kam ihm nur allzu vertraut vor.
Samstag, 09.01.99
Warum? Warum? Warum? Ich verstehe es nicht, von eben auf jetzt ist nichts mehr wie vorher. Heute war ein kalter, aber schöner Januartag und nichts deutete auf das hin was kommen würde. Aber selbst wenn es anders gewesen wäre, hätte es wohl nichts geändert. Dad und ich warteten im Restaurant auf Mum, es war nichts Neues das sie länger arbeitete aber sie sagte immer Bescheid, wenn sie sich verspätete. Diesmal nicht. Warum haben wir nicht gespürt, dass etwas nicht stimmt? Warum haben wir nicht im Büro angerufen? Warum haben wir sie nicht gesucht?
Als Dad und ich nach zwei Stunden zuhause ankamen, wartete dort Detective Raglan und da wusste ich es, Mum war tot. Warum habe ich ihn gefragt, doch der Detective konnte mir keine Antwort geben, die ich hätte akzeptieren können.
Oh Mum, ich vermisse dich so sehr…ich habe dich lieb
Nicht viele Worte, doch aus jedem einzelnen war zu spüren, mit welcher Wucht dieser Schicksalsschlag über Kate hereingebrochen war. Rick schlug die nächste markierte Seite auf….
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So, nun könnt ihr euch vorstellen, weswegen die nächsten Kapitel kürzer sind - genau, weil es die einzelnen Tagebucheinträge sind. Es gibt mal längere, mal kürzere.
Sehr viele Zeitangaben sind ja nicht bekannt, außer z. B. der Todestag von Kates Mum. Ich habe also selbst entsprechende Zeitdaten eingebracht, ohne geht es in einem Tagebuch ja nicht, wirklich relevant sind sie für die Story aber nicht
