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Es war gar nicht so einfach, aber jetzt ist die Story fertig und ich kann sie überarbeiten. Hab auch schon angefangen und arbeite mich jetzt langsam vorwärts. Das ist wirklich ne Menge Arbeit, also wirds auch ne Weile dauern, aber es muss einfach sein. Hab viele Fehler gefunden und so hab ich gesehen, wie ich am Anfang meiner Schreiberei war. ^^

Stand: 17.07.2012 - 22:00


Die Rechte an den Charakteren gehören der Autrorin Lisa J. Smith und spielen nur eine Rolle in meiner Geschichte. Ich verdiene hiermit kein Geld. Die Rechte für die von mir erfundenen Charaktere behalte ich mir selbstverständlich vor.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe, ihr lasst mir ein paar Reviews hier. Ich würd mich darüber sehr freuen. (:

nella



                                                                                                                                                                                                                                                                                                         



*** Kapitel 1 - Erwachen***




Die Fenster standen offen, der warme Sommerwind wehte in das Schlafzimmer hinein und man spürte bereits die sengende Hitze, die sich im Laufe des Tages noch steigern würde. Als Damon wach wurde, drehte er sich erst einmal nach rechts, denn dort lag seines Wissens eine, im wahrsten Sinne des Wortes, süße blonde Frau. Eigentlich wollte Damon ihr sein Blut geben, da er genau das, was jetzt zu sehen war, hatte vermeiden wollen. Das Kopfkissen der schönen Unbekannten war über und über mit roten Flecken bedeckt und er spürte, wie sich seine Fangzähne langsam aus seinem Kiefer schieben wollten. Er hielt sie jedoch trotz allem zurück, wobei er selbst nicht wusste, warum er das tat. Es entsprach nicht seiner Natur.

Nachdem er sie gestern ohne viel Gerede und Schmeicheleien aus dem Grill 'entführt' hatte und mit zu ihr nach Hause gegangen war, war er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: Blutiger und leidenschaftlicher Vampirsex. Er benutzte eigentlich immer das gleiche Schema bei Frauen, da bis jetzt wirklich jede darauf angesprungen war. Er gab vor, ein netter und einfühlsamer Mann zu sein, der sich für die Probleme und den Kummer der Frauen interessierte, schleppte sie dann ab, und überraschte sie mit seiner etwas 'eigenen' Zärtlichkeit. Meistens begannen er oder die Frauen schon damit, an der Kleidung des jeweils Anderen rumzuziehen, bevor die Tür zum Schlafzimmer überhaupt richtig geöffnet war, und so wie bei dieser Dame hier neben ihm konnte er sich dann manchmal einfach nicht lange beherrschen und ging ihnen bereits nach kurzer Zeit an den Hals. Er wusste, dass es der Blondine, bei der er glaubte, sich an Mindy als ihren Namen zu erinnern, gefallen hatte, doch irgendwie hatte ihn das nicht befriedigt. Warum das so war, konnte nur mit der Auserwählten selbst zu tun haben. Sie hatte nämlich keine Angst vor ihm gehabt und war auch nicht annähernd wild gewesen. Sie war auf sanften Schmusesex aus gewesen, doch das war eindeutig nicht das, worauf Damon stand! Deshalb fing er so an, wie sie es anfangs vorgeschlagen hatte, nämlich langsam und liebevoll, doch dann war er immer fordernder und ungezügelter geworden, bis er sich nicht mehr hatte kontrollieren können und seine Zähne in ihren Hals geschoben hatte.

Im Moment wollte er jedenfalls einfach nur weg hier. Die junge Frau wachte kurz auf und sah Damon erschrocken an, während sie sich an ihren Hals fasste. Scheinbar kamen ihre Erinnerungen an die gemeinsame Nacht und die Geschehnisse zurück. Er manipulierte sie aber gleich darauf so, dass sie vergaß, wer er war, dass er hier gewesen war, was sie getan hatten und er trug ihr auch noch auf, dass sie die Bisse verstecken musste. Zudem befahl er ihr, sofort weiterzuschlafen und erst heute Abend wieder aufzuwachen. Nun konnte er sich getrost aus dem Staub machen. Sie bekam sein Blut auch jetzt nicht.

Auf dem Weg nach Hause fiel sein Blick auf die Uhr in seinem Cabrio und Damon merkte, dass er noch ziemlich früh dran war, denn es war erst zehn Uhr morgens. Der Vampir wusste, dass Stefan bei Elena übernachtet hatte und somit nicht zuhause war, und er überlegte nun, was er denn unternehmen könnte. Ihm war nach Alkohol, denn er liebte es, nach einer Nacht der Verausgabung Bourbon zu trinken. Sein Entschluss stand fest. Zuerst würde er nach Hause fahren, duschen und sich umziehen, um dann, nachdem er sich den geplanten Digestif genehmigt hatte, in die Stadt zu fahren und zu sehen, was es dort zu tun gäbe.

Die Dusche befreite ihn von der Hitze und dem Gefühl der Klebrigkeit der letzten Nacht und als er sich aus seinem Schrank ein schwarzes Hemd und seine Lieblingsjeans, natürlich alles von John Varvatos, geholt hatte, ging er nun angezogen in das große Wohnzimmer im Erdgeschoss. Dort wartete er auf eine Idee, was er den restlichen Tag über machen könnte. Katherine war weg, Ric war heute nicht in der Stadt, Caroline wollte er sich nicht aufbinden, da er sie, seit sie zum Vampir geworden war, noch weniger aushielt als zuvor, sein Bruder war immer noch bei Elena, und sonst war hier in der Stadt auch nichts Interessantes los. Mittlerweile war es zwei Uhr Nachmittags und Damon beschloss, ein bisschen durch die Stadt zu fahren. Vielleicht konnte er ja so ein wenig die Zeit totschlagen und später würde er in den Grill gehen und dort weitertrinken.

Damon zog seine Runden durch den Ort, doch ihm war schon nach kurzer Zeit langweilig und seine Hoffnung, ein neues Opfer für heute Nacht zu finden, war schon so gut wie erloschen. Dann war nun also der Grill an der Reihe.

Beim Betreten des Lokals ging er schnurstracks an die Bar und bestellte sich ein Glas Bourbon. Sein Stammgetränk. Der Barkeeper, der seit etwa drei Monaten hier arbeitete, wusste auch schon um Damons Vorlieben, was den Alkohol anging, Bescheid und ließ die Flasche deshalb gleich am Tresen stehen. Nach seinem zweiten Glas wandte sich der Vampir dann um und sah sich die heutige 'Speisekarte' an. Schwarzhaarig, blond, brünett, groß, klein, gebräunt und auch hellhäutig. Abwechslungsreich war es schon, aber unter den ganzen jungen Mädchen, auf die er sein Augenmerk gerichtet hatte, wobei eine verlockender als die andere war, befand sich keine, die ihn genug reizte, um sie heute abzuschleppen. Ihm würde anscheinend nichts Anderes übrigbleiben, als sich am Abend, wenn das Lokal voll war, noch einmal umzusehen. Mit einem einzigen weiteren Schluck leerte er sein Glas nun zum dritten Mal, stand auf und ging zur Tür, blieb jedoch abrupt stehen, als diese plötzlich aufging und eine Frau mit dunkelbraunen, fast schwarzen, langen Haaren und wunderschönen grünen Augen eintrat. Ihre Kleidung war nicht sehr ausgefallen, doch sehr reizvoll. Sie trug helle, verwaschen aussehende Hotpants und ein weißes Top mit einer schwarzen Lederjacke darüber, die ihr bis zur Taille reichte und kürzere Ärmel hatte, als man sie normalerweise trug. Sie gingen ihr nur bis zu den Ellenbogen. Außerdem hatte sie beige Riemchen-High Heels an und um ihren Hals hing eine goldene Kette mit einem 'A' als Anhänger. In dieses 'A' war sogar ein kleiner Edelstein eingearbeitet. Die Frau gefiel ihm und er zwinkerte ihr zu, als er an ihr vorbei nach draußen ging, doch sie verdrehte einfach nur genervt die Augen und wandte ihren Blick von ihm ab. Er würde sie nicht sofort ansprechen und für sich einnehmen, denn er konnte abwarten. Er würde es erst dann machen, wenn er sie das nächste Mal sehen würde.

Noch keine zwei Minuten waren vergangen, seit er den Grill verlassen hatte, als ihm Stefan und Elena mit Caroline im Schlepptau entgegenkamen. Das wollte er sich jetzt echt nicht antun! Seinem Bruder und Elena nickte er zur Begrüßung aufmerksam entgegen, doch Caroline sah er erst gar nicht an. Sie schien es aber auch nicht zu stören, denn sie reagierte in keinster Weise auf seine Geste und führte ihre mehr als langweilige Rede über die neuesten Cheerleader-Outfits der Schule weiter. Damon war das nur Recht, denn er bereute es noch immer zutiefst, dass er ihr damals nach dem Autounfall sein Blut gegeben hatte. Denn auch, wenn er ihr somit das Leben gerettet und Elena einen Gefallen getan hatte, war sie einfach nicht auszuhalten!

Gerade als er wieder in seinen Wagen gestiegen war, läutete auch schon sein Telefon. Es war Liz, Forbes, der Sheriff dieser wunderschönen Kleinstadt. Verwundert, da er keinen Anruf von ihr erwartet hatte, nahm der Vampir ab.
"Hallo, hier Damon Salvatore. Was kann ich für Sie tun?"
"Guten Tag, Damon. Ich habe eine Information für Sie. Kommen Sie bitte schnell zur Villa der Lockwoods. Wir berufen eine Ratsversammlung ein, es gibt etwas wirklich Wichtiges zu besprechen."
Damon war verwirrt. Hatte er etwas versäumt? Was gab es denn heute zu besprechen? Es war Sonntag, verdammt nochmal! Er stimmte nur widerwillig zu und beendete dann das Gespräch, damit er direkt vom Grill aus zur Villa der Bürgermeister-Familie fahren konnte.

Er war noch nicht mal richtig dort angekommen und gerade noch dabei, aus seinem Wagen zu steigen, da wurde er auch schon von Liz ins Haus gewunken. Im Wohnzimmer der Lockwoods saßen alle Ratsmitglieder versammelt. Nur die Bürgermeisterin, Carol Lockwood, stand und sprach.
"Da Damon nun auch endlich eingetroffen ist, erkläre ich den Sachverhalt. Seit gut drei Wochen ist eine junge Dame neu hier in der Stadt. Sie heißt Andrea Jameson, kommt aus Orlando und sie wohnt in einer Pension hier in Mystic Falls. Näheres haben wir leider noch nicht erfahren."
Sie reichte ein Foto der Frau herum, welches aussah, als wäre es von einem Detektiv geschossen worden. Jeder der Versammelten sah sich das Bild genau. Es war schon erstaunlich, wie schnell Neuankömmlinge ins Visier des Rates gerieten und durchleuchtet wurden, wenn sie nach Mystic Falls kamen, und wie leicht man Dinge über sie herausfinden konnte.

Als das Foto bei Damon ankam, konnte er sich ein Grinsen einfach nicht verkneifen. Die Frau auf dem Bild war nämlich genau jene Frau, die ihm vorhin im Grill begegnet war und seine Avancen nicht erwidert hatte.
"Normalerweise wäre John Gilbert für diese Sache zuständig, aber da er nicht mehr in der Stadt ist, suche ich nun einen Freiwilligen, der sie ein wenig im Auge behält. Nur um sicherzugehen, dass sich diese Stadt nicht schon wieder einen Vampir angelacht hat. Ach ja! Beinahe hätte ich es vergessen. Damon, wir bräuchten wieder Eisenkraut. Sie wissen Bescheid?"
Er nickte der Bürgermeisterin zu und lächelte freundlich. 'Wenn die wüssten, dass John nicht aus der Stadt, sondern tot und dazu noch anonym in seinem Familiengrab beerdigt worden ist, würden die alle an die Decke springen. Eins muss man der Stadt aber lassen. Verschleiern und die Wahrheit zurechtbiegen kann hier jeder Zweite wie ein Profi.', ging dem Vampir durch den Kopf und er schmunzelte. Carol Lockwood nahm nun das Wort wieder auf und fragte noch einmal nach einem Freiwilligen. Noch bevor sich jemand hätte bewegen können, hatte Damon sich schon dafür entschieden und die Hand gehoben.
"Kein Problem, Carol, ich übernehme diese Angelegenheit. Immerhin hab ich ja schon mal einen Vampir getötet. Da dürfte das doch auch kein Problem werden, sollte sie einer sein."
Er tat es gerne, denn er hatte schon seine Pläne mit dieser Frau, seit er sie vorhin getroffen hatte. Seine Bereitschaft hierzu war den Ratsmitgliedern durchaus willkommen, da sich niemand mit einem möglichen Vampir anlegen wollte, und es wurde beschlossen, dass Damon sich sobald wie möglich an die Fersen der fremden Frau heften sollte. Es wusste aber niemand von ihnen, dass der ältere Salvatore-Bruder insgeheim auch persönliche Gründe für diese Entscheidung gehabt hatte. Mal sehen, wie lange er brauchen würde, um zu erreichen, was er wollte…

Damon war schon seit einiger Zeit wieder bei sich zuhause und lag in seinem Bett. Er dachte über die nächsten Tage nach und legte sich dabei eine Strategie zurecht, wie er es am besten anstellen sollte, die Neue in der Stadt kennenzulernen. 'Soll ich sie einfach ansprechen? Oder soll ich ihr vielleicht zuerst unauffällig folgen und sie beschatten? Wie soll ich sie beobachten? Wenn sie nämlich wirklich ein Vampir ist, würde sie mich sofort bemerken.' All diese Dinge gingen ihm durch den Kopf und er suchte noch vergeblich nach Antworten. Was dem Vampir jedoch komisch vorkam, war, dass er das Gefühl hatte, diese Andrea schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Nur leider konnte er sich nicht mehr daran erinnern, wo und wann das gewesen sein könnte. Das zermürbte ihn, denn er hatte doch sonst auch so ein gutes Gedächtnis. Damon sprang auf und lief in seinem Zimmer auf und ab, wobei er fieberhaft überlegte. Er dachte an seine kleinen Trips durch das Land in den letzten 145 Jahren, bei denen er ja hin und wieder in Mystic Falls gewesen war, doch damit es möglich sein konnte, sie da einmal getroffen zu haben, musste sie tatsächlich ein Vampir sein und dann hätte er ein Problem an der Backe, das er jetzt wirklich nicht gebrauchen konnte. So sehr er sich auch anstrengte, ihm fiel nicht ein, woher er ihr Gesicht kannte, doch es wunderte ihn auch nicht. Er hatte in seinem langen Leben schon so einige Frauen 'kennengelernt'.



                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

Um euch zu informieren, falls diesen Begriff jemand nicht kennt, erkläre ich euch, was ein Digestif ist. Also Digestif ist Französisch und ist ein Getränk. Es ist das Gegenteil von einem Aperitif. Man trinkt es also nach dem Essen.
 
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