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von Stinkstiefel    erstellt: 04.06.2011    letztes Update: 17.02.2012    Geschichte, Allgemein / P16    (pausiert)
03.Juni 1957
Fluss Iller bei Hirschdorf (Gemeinde St. Lorenz, Landkreis Kempten) in Bayern


„Untrieser, halten sie gefälligst die Gruppe zusammen! Wir sind hier nicht auf einem Kindergartenausflug!“, stauchte Stabsoberjäger Julitz den als Gruppenführer eingeteilten Untrieser zusammen. Dieser hob bestätigend die Hand und rief nach seinem Stellvertreter, um die trödelnde Nachhut aufschließen zu lassen.
`Na ja´, dachte Julitz. `Die 2. Gruppe des IV. Zugs der 2. Kompanie wird vielleicht doch noch ein Haufen ordentlicher Soldaten´. Dabei stahl sich ein Grinsen auf das Gesicht des Stabsoberjägers. Die ach so tolle 1. Gruppe von Staboberjäger Schäffler hatte bei der heutigen Infanteriegefechtsausbildung kein so gutes Bild abgegeben.
Wie sagte der Kompaniechef, Oberleutnant Sommer, immer so schön. “Ein gesundes Konkurrenzdenken ist nichts schlechtes, es kann die eigenen Leute motivieren.“
Julitz sah auf seine Armbanduhr, 09:50 Uhr und traf eine Entscheidung.
„Untrieser!“
Schnell drehte sich der angesprochene, 3 Meter vor Julitz laufe Gruppenführer um.
„Ja, Stabsoberjäger?“
„Wir machen in 10 Minuten eine Pause von 10 Minuten! Sorgen Sie für alles nötige!“
Ein hörbares Aufatmen ging durch die Gruppe.
„Jawohl, Rast in 10 Minuten für 10 Minuten.“

Julitz sah auf die Uhr. 10:31 Uhr, die Gruppe sieht wirklich erholter aus. Was 10 Minuten Freundlichkeit doch erreichten, dachte Julitz und das Lächeln auf seinem Gesicht erreichte eine bisher ungekannte Breite.
Bei diesem Anblick schoss allen Rekruten die es sehen konnten, der Gedanke durch den Kopf, dass Gruppenführer Julitz wohl ganz zufrieden mit ihren Leistungen der letzten Tage war. Obwohl er sie immer zusammenstauchte als hätten sie persönlich Schuld daran, den letzten Krieg verloren zu haben.
Auf einmal waren mehrere Knalle zu hören, die einen Großteil der Rekruten zusammenzucken ließ. Julitz sah sich suchen um, als noch weitere Knalle ertönten, und sie sich eindeutig nach Pistolenschüssen anhörten.
„Untrieser, lassen Sie stoppen, und schicken sie die beiden Späher ein Stück weiter den Weg lang.“
Untrieser ließ stoppen, und hetzte dann zu den beiden als Späher eingesetzten Rekruten, Leidner und Reibert. Er erklärte ihnen die Lage, und was als Nächstes erwartet wurde. Sie bestätigten und liefen langsam und geduckt an beiden Seiten des Wegesrandes entlang. Nach 50 Meter verschwanden sie um eine Biegung, nur um eine Minute später wieder um die Biegung gelaufen zu kommen, und von Blitzen verfolgt zu werden. Mehrere trafen Leidner in den Rücken, und er brach sofort auf dem Weg zusammen. Reibert rette sich in ein Gebüsch, und nach einem Blick zum toten Leidner glitt er in Richtung der restlichen Gruppe.
Julitz und Untrieser verlegten langsam in Richtung des auf sie zu kriechenden Reibert. Nach Erreichen von diesem sprach Julitz den völlig verängstigten Reibert an.
„Scheiße Reibert. Was ist da vorne los, und Leidner ist doch nicht wirklich tot, oder?“
Während dessen beobachtete Untrieser den Weg, und hörte mit einem Ohr zu. Nach kurzem Sammeln begann Leidner.
„Ich habe keine Ahnung! Als wir um die Biegung gekommen sind, haben wir nur noch zwei Leichen gesehen, und dann wurden wir auch schon beschossen.“ Reibert begann zu schluchzen, und in einem verzweifelten Tonfall.
„Den einen habe ich als Stegmayer erkannt, und der andere hatte kein Gesicht mehr!“
Reibert begann zu weinen, darauf legte im Julitz eine Hand auf die Schulter.
„Reiß dich zusammen, Junge! Willst du, dass die Anderen umsonst gefallen sind?“
Bei diesen Worten wurde Julitz die Ironie dieser Aussage bewusst. Immerhin waren alle Rekruten nur 4 Jahre jünger als er. Daraufhin drehte Untrieser sich zu den beiden anderen um.
„Es wird also wohl keine Übung sein, Stabsoberjäger?“
Nun sah Julitz, Untrieser in die Augen, konnte und wollte aber nicht standhalten.
„Nein! Lassen sie uns zur restlichen Gruppe zurückkehren! Sie werden schon nervös genug sein.“
Darauf nickte Untrieser, und beide zerrten den völlig perplexen Reibert mit sich.
Als sie bei der Gruppe angelangt waren, nahm Julitz mit Befriedigung war, dass auch Niemüller als stellvertretender Gruppenführer seine Arbeit bisher gut erledigt hatte. Die Leute waren in guten Deckungen, und beobachteten das Gelände.
Sie setzten sich hinter einen umgekippten Baum am Wegesrand und signalisierten Niemüller zu ihnen zu kommen. Nachdem sich auch Niemüller in die Deckung geworfen hatte, begann Julitz.
„Meine Herren, wir haben es wohl mit einem richtigen Feuergefecht zu tun.“
Niemüller sah mit entsetzen geweiteten Augen erst Julitz und dann Untrieser an. Als dieser mit einem Nicken das gesagte bestätigte, kam ein Stöhnen von Niemüller.
„Ah, was für Scheiße ist dass hier?“
„Beruhigen sie sich, Niemüller!“, kam darauf die Erwiderung von Julitz.
„Und wie viel Munition haben wir noch von gestern übrig?“
Darauf begann Niemüller aus einer seiner Taschen einen Notizblock zu ziehen, und einen bestimmten Eintrag vom Vortag zu suchen.
„Wir haben noch 100 Schuss 7,62 mm, ca. 200 Schuss 9 mm bei Fünf P1. Ohne Ihre P1 und Munition dazu zurechnen. Des Weiteren noch 500 Schuss 7,92 mm für die MGs, aber die führt ja die andere Gruppe mit sich.“
Nach dieser Aufzählung, klappte Niemüller das Notizbuch wieder zu, und verstaute es wieder in seiner Brusttasche.
„Was wollen Sie machen, Staboberjäger?“, meldete sich Untrieser zu Wort, und schaute Julitz fragend an. Dieser räusperte sich.
„Rumsitzen auf jeden Fall nicht! Wie müssen etwas machen, da wir schon einen Gefallenen haben, und bei der 1. Gruppe sind es sicherlich mehr als diese zwei.“
Wie um es ihnen zu verdeutlichen das die Zeit drängte, erklang wieder ein Schuss durch den Wald. Untrieser, Niemüller und auch der verängstigte Reibert sahen voller Erwartung Julitz an. Dieser kaute auf seiner Unterlippe herum und meinte dann: „Gut. Wir machen es so, dass Kalkow als unser bester Schütze mit 2 Magazinen, also 40 Schuss, sich auf der rechten Seite auf diese Erhebung begibt. Dort wird er sich in eine günstige Schussposition begeben, und die gegnerischen Kräfte unter Feuer nehmen. Röder und Reibert werden ihn begleiten und die MG-Munition mitnehmen. Vielleicht können sie zur anderen Gruppe durchbrechen, die die Munition sicherlich gebrauchen kann.
Untrieser, sie nehmen sich vier Leute, und werden an der Waldkante entlang vorstoßen. Am besten, Sie nehmen 2 G1 mit je einem Magazin und 3 P1 mit 2 bis 3 Magazinen mit.
Da die rechte Seite wegen der Iller ausfällt, werden Niemüller, ich und die restlichen 4 Mann auch über die linke Flanke müssen. Aber wir werden versuchen uns von hinten anzuschleichen. Wir nehmen auch die restlichen Waffen mit, das wären auch ein G1 und drei P1. Die letzten beiden müssen sich eben mit Spaten zufrieden geben. Die restliche Ausrüstung lassen wir natürlich hier. Sie würde uns ansonsten auch nur behindern, da es auf Schnelligkeit ankommt.
Irgendwelche Einwände, oder andere Vorschläge?“
Untrieser sah Niemüller an, dieser schüttelte den Kopf um anzuzeigen das er keine Einwände hatte. Worauf Untrieser sagte: „Keine Einwände.“
Julitz ließ erleichtert seinen Atem entweichen, den er nach dieser Frage angehalten hatte.
„Gut. Untrieser, suchen Sie Ihre Leute zusammen, und munitionieren Sie sie auf! Das Gleiche machen Sie bei unseren, Niemüller! Ach, und erklären sie den Plan! Verstanden?“
Nachdem beide nickten, gab Julitz ein Zeichen, dass sie beginnen sollten.

Nach drei Minuten waren sie soweit fertig, dass Kalkow zusammen mit Röder, Reibert und der MG-Munition vorrückten. Eine brenzlige Situation entstand nur kurz vor der Anhöhe, als ungezieltes Feuer auf die drei niederging. Aber Kalkow ermöglichte es mit 3-4 gezielten Schüssen in Richtung des Gegners, dass Röder und Reibert die Anhöhe sicher erreichten.
Julitz beobachtete einen Teil dieser Aktion aus dem Wald heraus, bis ihm die Sicht genommen wurde. Nach fünfzig Metern trennte sich Untriesers Trupp von Julitzs Trupp, um weiter am Waldrand vorzustoßen.
Julitz marschierte mit seinen Leuten weitere zweihundert Meter in den Wald hinein. Um dann einen Haken von 100 Metern zu schlagen, und wie Julitz glaubte im Rücken der feindlichen Stellung zu sein.
Sie hatten dieses Manöver noch nicht vollendet, als Gewehrfeuer zu vernehmen war.
Julitz trieb mit Niemüller zusammen die anderen Vier an schneller zu laufen, um Untriesers Trupp zu Hilfe kommen zu können.
Nach hundert Metern ließ sich Julitz zu Boden fallen, und deutete den anderen an, das Gleiche zu tun. Vor ihnen war eine Gruppe von Männern, die kontinuierlich die Stellen beschossen, bei denen es sich um die Positionen von Untriesers Trupp handeln musste.
Julitz lehnte sich hinter einem Baum hervor und beobachtet die feindliche Stellung. Insgesamt 5 Mann plus 2 Tote lagen vor ihnen. Also war Kalkow relativ erfolgreich gewesen. Immer wieder kamen einzelne Schüsse aus Richtung der gegenüberliegenden Anhöhe, wenn einer der feindlichen Soldaten seine Position wechseln wollte.
Diese Soldaten waren sowieso komisch, da sie Rüstungsähnliche Kleidung trugen, und mit Stäben als Waffen schossen. Wobei Blitze aus diesen kamen und sie anscheinend auch keine Probleme mit dem Nachladen zu haben schienen.
Julitz gab Niemüller ein Zeichen die Position zu halten, und in zwei Minuten das Feuer zu eröffnen. Julitz wechselte mit dem neben ihm liegenden Zarn noch einmal die Position, um ihre linke Flanke zu sichern, da von dort ähnliches Waffenfeuer erklang, wie es die Stabwaffen der feindlichen Soldaten verursachten.
Sie hatten Ihre Position noch nicht erreicht, als Zarn von einem dieser Blitze getroffen wurde und zu Boden ging.
Julitz warf sich auf dem Boden und versuchte den Ursprung des Beschusses zu ermitteln. Da er nicht von der Gruppe von 5 Gegnern in der anderen Stellung kommen konnte, robbte er sich in eine Deckung, und spähte in Richtung des Waffenfeuers, dass er gehört hatte.
Und da kamen sie. Drei Mann, wenige Meter auseinander, ihre Stabwaffen suchend durch die Gegend schwingend. Julitz konnte ein Grinsen nicht unterdrücken. Da diese Idioten nicht die Deckung des Geländes ausnutzen, war es ein leichtes sie zu bekämpfen. Er zog das G1 zu sich heran, und nahm den linken der drei gegnerischen Soldaten aufs Korn. Nach Lösen des Schusses brach dieser zusammen. Seine beiden Kameraden blieben unbeeindruckt und sanken kurz auf die Knie, um dann wieder aufzustehen und weiter zu gehen.
Julitz konnte nur mit den Kopf schütteln. Wo dachten diese Leute waren sie, auf dem Schießstand, wo niemand zurückschoss? Aber was sollte es sein Problem sein, sie waren der Feind, und der Feind wird bekämpft.
Nachdem Julitz wieder angelegt hatte, nahm er den ehemals Mittleren der letzten beiden aufs Korn, und schaltete ihn aus. Nun zeigte sich doch eine Reaktion bei dem letzten feindlichen Soldaten, da er sich, zwar immer noch langsam, zurückzog. Dies nütze ihm aber auch nichts, da ihn zwei Sekunden später zwei Treffer in der Brust nach hinten kippen ließen.
Nach Ausschaltung der drei Gegner zog sich Julitz zur Position zurück, wo Zarn getroffen worden war. Ihm konnte aber nicht mehr geholfen werden, da ihm der Stabwaffentreffer den halben Hinterkopf weggeschossen hatte, und teilweise der Stahlhelm geschmolzen war. Julitz nahm die P1 an sich, und drückte Zarn noch die Augen zu.
Währenddessen ließen ihn vermehrtes Gewehrfeuer und Schreie aufhorchen.
`Es sind gute Jungs, sie werden schon durchkommen´ dachte Julitz, und begab sich zur vermuteten letzten Stellung des Gegners.

Nach kurzer Zeit hatte Julitz sie erreicht, konnte aber wegen eines schlechten Schussfeldes nicht gegen die letzten drei Gegner in dieser Stellung wirken.
Was man aber erkennen konnte war das Vorfeld der feindlichen Stellung. Den Weg, den die 1. Gruppe genommen hatte, und den auch Julitz Gruppe genommen hätte.
Der Weg, eingeklemmt zwischen einer Waldböschung und der Uferböschung der Iller, war ein Bild des Grauens, mindestens sechs Leichen lagen darauf, und die Reste der 1. Gruppe versuchten sich hinter der flachen Uferböschung in Deckung zu halten. Sporadisches Feuer des Gegners hielt die Männer unten, und hatte auch schon Opfer gefordert, wie ein regungslos im Wasser liegender Körper zeigte.
Julitz wandte sich vom Weg ab, und beobachtete wieder die Stellung. Er brauchte eine Position wo er sie sicher unter Feuer nehmen konnte, und die ein wenig Deckung versprach.
Da, dreißig Meter im Rücken des Feindes, eine kleine Mulde. Wenn er schnell war könnte man alle drei auf einen Schlag ausschalten, aber es wären mindestens 4-5 Meter ohne Deckung zur Mulde. `Einen Versuch ist es wert´, dachte Julitz, und robbte in Richtung der Mulde.
Er hatte es fast geschafft, als ihn ein Ausruf herumfahren ließ. Einer der drei Gegner hatte sich umgedreht und starrte in seine Richtung. Ein Zweiter war schon dabei sich umzudrehen, als der Erste schon das Feuer eröffnete. Julitz zog sich das letzte Stück in die Mulde, während um ihn herum Stabwaffenfeuer einschlug.
`Puh, geschafft´, dachte er, und spähte über den Rand der Mulde.
„Verdammt!“, kam es von Julitz, als er sah das sich zwei der Soldaten bei ständigem Feuern in seine Richtung bewegten. Er stellte das G1 auf Feuerstoß und hielt es über den Rand der Mulde in Richtung des Gegners, und drückte ab.
Als er wieder über die Kante sah, waren beide Gegner auf dem Boden gefallen, und auch der letzte verbliebene Gegner in der Stellung war zusammengesackt.
Julitz blieb in der Mulde liegen, und als Kommandos erklangen, die sich nach Stabsoberjäger Schäffler anhörten, war er vor Erschöpfung eingeschlafen.




Wenige Stunden später.

„Was sind das für Waffen, Steiner, was meinen Sie?“
Hauptmann Schönemann, eben noch am Boden kniend, richtete sich auf und blickte über das Schlachtfeld. Der neben ihm stehende Oberfeldwebel blickte auf.
„Keine Ahnung, Herr Hauptmann, dieses Art habe ich noch nie gesehen. Und es ist ja nicht das einzig Ungewöhnliche hier.“
Schönemann drehte sich mit einem bitteren Gesichtsausdruck um, und blickte Steiner in die Augen. „Ich dachte, ich brauche diesen Anblick nie wieder zu sehen.“ Steiner hielt dem Blick stand, und auch bei ihm kamen die bitteren Erinnerungen des letzten Krieges wieder hoch.
Während dessen waren zwei Männer an sie herangetreten und besahen sich den Toten, der vor ihnen lag. Danach wandte sich der Ältere der Zwei an Schönemann.
„Was halten Sie davon, Hauptmann Schönemann?“
„Herr Oberst. Ich würde sagen das war ein klassischer Hinterhalt.“ Der neben dem Oberst stehende Oberleutnant wurde rot vor Wut. „Sagen Sie uns etwas, was wir noch nicht selber herausgefunden haben. Wir haben hier immerhin 15 Mann verloren.“ Alle blickten den Oberleutnant wegen dieses Wutausbruchs verdutzt an.
„Beruhigen Sie sich mal, Oberleutnant. Oberfeld Steiner und ich sind auch erst seit 10 Minuten hier. Auch der ASBw  kann keine Wunder vollbringen.“
Der Oberst, der diesem Schauspiel schweigend zugesehen hatte, hob schlichtend die Arme. „Meine Herren, das ist gerade sehr unprofessionell. Wir wollen Ihnen ja bei Ihrer Untersuchung nicht rein reden, aber die Leute gehörten zu Oberleutnant Sommers Kompanie, und wir würden gerne wissen, was dies hier alles zu bedeuten hat.“ Der Oberst machte während dessen eine ausholende Bewegung mit den Armen, und deutete dann auf den Toten vor ihren Füßen.
Dies war einer von 13 Unbekannten, die die Gruppe von Rekruten angegriffen, und im verlaufe eines Gefechtes 15 von Ihnen getötet hatten. Ein Teil der Leichen war schon eingesammelt und in die Pathologie verfrachtet worden. Hauptsächlich die Bundeswehrrekruten, die Unbekannten lagen noch größtenteils da wo sie gefallen waren.
Nach 10 Minuten trennten sich Schönemann und Steiner von Oberst Solkowski und Oberleutnant Sommer und erkundeten weiter die Gegend.




Memorandum zum so genannten „Übungsunglück an der Iller“
Von Hauptmann Walter Schönemann


Das von mir und Oberfeldwebel Steiner untersuchte Ereignis ist mysteriös, da nicht geklärt werden konnte, woher die Angreifer kommen.
Laut Autopsie wurde bei jedem der 13 Unbekannten in der Bauchhöhle eine Tasche festgestellt, in der sich ein Wurm befand. Nach dieser Feststellung wurde von mir bei jeder der Leichen eine weitere Untersuchung untersagt.
Ich empfehle einen sofortigen Transport in eine Untersuchungseinrichtung des ASBw.
Des Weiteren sind wir auf ein Objekt gestoßen, welches sich in der Nähe des Gefechtsfeldes befindet, ungewöhnlicherweise ist es Unsichtbar. Es konnte noch nicht festgestellt werden, wie dies möglich ist.
Ich fordere Unterstützung zur Bergung und Abtransport in eine gesicherte Anlage.

gez. Schönemann, Hauptmann
05.Juni 1957
 
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