Geschichte: Freie Arbeiten / Poesie / Arbeit / Der Ort
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Schon beim Aufstehen
Spüre ich das Grauen in mir aufsteigen
Das mich jeden Tag
Aufs Neue überfällt.

Mir ist schlecht, ich habe Angst
Mein Fluchtinstinkt meldet sich
Ohne dass ich nach ihm gefragt hätte.
Trotzdem begleitet er mich.

Der Kaffee schmeckt nicht,
Das Brot ist nur noch ein Berg dunkles Glas
Den man am liebsten ausspucken möchte
Sogar der Zucker ist zu Salz geworden.

Ich weiß, dass ich losgehen sollte,
Doch ich will nicht.
Ich will mich wieder ins Bett legen und vergessen,
Was mir der Tag bringen wird.

Menschen, die mich hassen,
Die mich mit Freuden quälen.
Ein Berg Verantwortung, der mich
Zu erdrücken droht,
Weil ihn mir niemand abnehmen möchte.
Stunden voller Hektik, Unruhe,
Gefolgt von schleichender Langweile,
Die mich immer wieder an dem zweifeln lässt,
Für was ich tagein, tagaus
Meine Seele verkaufe.

Ich ringe mich durch,
Das sichere Haus zu verlassen,
Mich in die nächste U-Bahn zu setzen
Und mich forttragen zu lassen.

An den schlimmsten Ort,
Den ich mir vorstellen kann.

Meinen Arbeitsplatz.
 
 
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