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„Ida Greetje Verkaik, jetzt ist aber Schluss mit dem Geplapper. Noch ein Wort und ich setzte euch aus einander.“ Die Stimme meiner Biologielehrerin war zum schneiden scharf.
Ja, Biologie. Es gibt Fächer, die braucht man später im Leben. Biologie gehört für mich eindeutig nicht dazu.
Sehnsüchtig sah ich aus dem Fenster. Draußen schien die Sonne, die Vögel zwitscherten und der Himmel strahlte so blau, als hätte ihn jemand frisch angestrichen. Und in genau viereinhalb Minuten würde ich frei sein.
Ich seufzte theatralisch und Frau Pfannenstiel, meine Lehrerin warf mir einen warnenden Blick zu.
In diesem Moment ging die Tür auf und Neele, meine große Schwester stand im Raum.
„Oh, ist es noch nicht eins?“
Frau Pfannenstiel schüttelte entnervt den Kopf. Sie konnte es nicht ausstehen, wenn jemand hereinplatzte.
Die Tatsache, dass Neele hier einfach so reinplatzte machte mich nun doch recht stutzig. Eigentlich dachte ich, sie hätte heute eine wichtige Probe.
Nebenbei sollte ich vielleicht erwähnen, dass sie, genau wie meine älteste Schwester Willemijn, Musicaldarstellerin ist.
Schnell zog sie die Tür wieder hinter sich zu.
Ich lauschte mehr oder weniger interessiert was meine Lehrerin zum Thema Metamorphose (ein Unwort, versuch das mal zu buchstabieren) zu sagen hatte.
Währenddessen überlegte ich, was es für mich heute wohl zum Mittag geben würde. Denn immer wenn Neele mich abholt, gehen wir essen.
Als endlich das erlösende Klingelzeichen ertönte, packte ich hastig meine Sachen zusammen.
Ich war gerade dabei, meine Stifte ins Federmäppchen zu packen, als Neele mit entschuldigendem Gesichtsausdruck durch die bereits offene Tür trat.
Sie war einfach eine Chaosqueen, auch wenn ihr das niemand übelnehmen konnte.
„Hey Schwesterchen“
„Du glaubst es nicht, dieser… wie sagt man auf Deutsch doch gleich? Po?“
Ich musste lachen.
„Du meinst Arsch?“
„Ja genau. Wie kann man nur so arrogant und hinterlistig sein.“
„Wenn du mir erklärst worum es geht, kann ich dir auch helfen.“
Amüsiert wechselte ich den Blick zwischen meinen Klassenkameraden, die mittlerweile irritiert zu mir sahen, und meiner ziemlich verpeilten Schwester.
„Also…“
 
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