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Geschichte: Fanfiktion
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von little-green-fairy
erstellt: 02.09.2010
letztes Update: 14.01.2012
Geschichte, Thriller / P18 Slash
(in Arbeit)
nach langem Überlegen traue ich mich jetzt doch auch endlich eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten hier zu posten.
Was ich allerdings gleich am Anfang klar stellen möchte ist, dass ich NICHT der Autor dieser Geschichte bin. Ich habe sie lediglich ins Deutsche übersetzt, nachdem ich mir natürlich die Erlaubnis der Autorin geholt habe.
Die englische Originalversion stammt von BrokenMirror und kann auf der folgenden Seite gelesen werden:
http://www.fiction.tokiohotelfiction.com/viewstory.php?sid=4911&ageconsent=ok&warning=5
Das Cover der Geschichte könnt ihr hier sehen:
http://www.abload.de/image.php?img=815n6gc.png
Hier auch noch ein Trailer:
http://www.myvideo.de/watch/8161229/815
Ich hoffe, dass euch die Geschichte genauso gefallen wird wie mir und mir ein paar Leute ein Review schreiben.
Falls es Interesse an der Geschichte gibt werde ich mich bemühen immer regelmäßig 1-2 Mal die Woche ein Kapitel zu posten. Je nachdem wie schnell ich mit dem Übersetzen voran komme =)
Ich wünsche euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel!!
Die Neuen
Es regnete in Strömen als das Auto auf dem Parkplatz hielt, der zu ihrer zukünftigen Arbeitsstelle gehören sollte. Die fünf jungen Männer die aus dem Auto stiegen, zogen Ihre Mäntel automatisch enger um ihren Körper, während der Regen unaufhörlich auf die Straße niederprasselte und dabei ihre Schuhe und Hosenbeine durchnässte. In gebeugter Haltung beeilten sie sich deshalb die 5 Stufen bis zur Eingangstür hinaufzusteigen, um diese dann schwungvoll zu öffnen. Eine kleine Glocke erklang dabei über ihren Köpfen.
Im Inneren des Gebäudes sahen sie sich einem männlichen und einem weiblichen Polizeibeamten gegenüber. Während der Mann mit seinem grauen Haar und Bart sofort einen sympathischen Eindruck auf sie machte, wirkte die Frau um einiges strenger. Sie war noch jung und die Art mit der sie die neuen Arbeiter prüfend musterte hatte etwas Beängstigendes an sich.
Die fünf Neuankömmlinge erzitterten in dem Moment nicht mehr nur vor Kälte sondern auch von der schlechten Vorahnung, die sich bei dem Anblick der Frau in ihnen breitmachte. Sie sahen sich neugierig in dem kleinen Empfangsraum um und schüttelten sich gleichzeitig das Wasser aus den Haaren und der Kleidung. Ein aufgeregtes Gemurmel entstand als jemand auf einen Stapel Uniformen deutete, die auf einem Tisch in der Ecke lagen.
Das Gemurmel hörte allerdings wieder auf, als die Frau dreimal laut in die Hände klatschte. Sofort war es totenstill im Raum und 5 neugierige Augenpaare fixierten die Polizistin.
„Herzlich Willkommen.“
Wieder fing ein leises Gemurmel an, was aber durch ein lautes Räuspern erneut unterbunden wurde. Ein junger Mann der ganz rechts außen stand, konnte sich nur schwer ein Grinsen verkneifen und stieß unauffällig den Mann neben sich an. „Das kann ja heiter werden“, flüstert er leise und nickt mit dem Kopf in Richtung der Frau vor ihnen.
Der andere hatte kaum Zeit zu nicken, als die Polizistin auch schon die Quelle des Flüsterns ausfindig gemacht hatte und mit großen Schritten auf den Störenfried zukam. Die anderen vier atmeten hörbar ein und schreckten instinktiv ein Stück zurück.
Die Beamtin blieb direkt vor dem Mann stehen und hob sein Kinn mit ihrem schwarzen Polizeiknüppel an. „Wie heißen Sie, Officer?“
Man konnte den Jungen deutlich schlucken sehen bevor er leise antwortete. „Kaulitz, Ma’am. Uhm…Tom“
Der Mann, den er angetippt hatte, biss sich auf die Lippe um ein Lachen zu unterdrücken. Er würde gerade wirklich nicht in der Haut des Anderen stecken wollen.
„Officer Kaulitz“, wiederholte die Frau und ließ den Knüppel sinken. „Sie werden heute die ehrenvolle Aufgabe haben alle Zellen im dritten Stock zu reinigen.“
Die andren vier kicherten leise, während der ältere Polizeibeamte im Raum nur schmunzelnd den Kopf schüttelt. Anscheinend war er dieses Verhalten bereits von seiner Kollegin gewohnt.
Tom knirschte mit den Zähnen, nickte aber gleichzeitig, weil er das Gefühl hatte, dass er sich mit dieser Frau lieber nicht noch weiter anlegen sollte.
„Also“, sagte sie und wandte sich ab, um wieder neben dem grauhaarigen Mann zum Stehen zu kommen. „Wenn es dann keine weiteren Störungen gibt, werden wir es vielleicht auch schaffen, heute noch etwas Produktives zu Stande zu bringen.“
Tom lief bei ihren Worten rot an und schaute auf den Boden.
„Mein Name ist Officer Bäcker, und das hier ist Officer Braun. Unsere Vornamen tuen nichts zur Sache, da es hier üblich ist ausschließlich die Nachnamen zu verwenden. Ihre Pflicht wird es in Zukunft sein unsere Anweisungen zu befolgen und die Gefangenen zufrieden zu stellen.“
„Warum sollten wir denen denn bitte auch noch was Gutes tun?“ raunte Tom seinem Nachbarn zu.
Sofort traf ihn wieder der scharfe Blick von Officer Bäcker. „Wenn ich so darüber nachdenke, müssten die Zellen im vierten Stock auch dringen mal wieder gereinigt werden.“
Tom stöhnte und verfluchte in dem Moment mal wieder sein loses Mundwerk.
„Und zu Ihrer Information, Officer Kaulitz“, fuhr sie fort. „Wir müssen die Gefangenen deswegen bei Laune halten, weil wir keine aufgebrachten Gefangenen haben wollen. Und warum wollen wir das nicht? Wenn die Gefangenen wütend oder über etwas aufgebracht sind, ist der Umgang mit ihnen sehr schwer. Wir hatten bereits zahlreiche blaue Augen, sowohl auf Seite der Häftlinge als auch der Polizisten. Manche von ihnen sind extrem gewalttätig und werden nicht zögern auch Ihnen ein blaues Auge zu verpassen, sollte sich ihnen einen Grund dafür bieten. Ich hoffe das ist soweit klar? Keiner von Ihnen hat das Recht einen der Gefangenen zu verärgern! Sie sah einen nach dem anderen durchdringlich an und die Neulinge erschauderten unter dem intensiven Blick der sie traf.
„Okay, dort drüben sind Ihre Uniformen. Umkleiden können Sie sich dort.“ Die Polizeibeamtin deutete auf eine Tür auf der linken Seite des Raumes. „Ziehen Sie sich an und seien Sie in fünf Minuten wieder hier im Zimmer.“
Die Neuen drehten sich auf dem Absatz um und warfen sich gegenseitig vielsagende Blicke zu.
„Ich habe meine Rede soeben beendet, also bewegen Sie sich!“ Ihre Worte wurden durch eine scheuchende Handbewegung noch verdeutlicht.
Sofort wurden die Schritte der angehenden Polizisten schneller. Sie suchten sich hektisch eine Uniform in ihrer Größe aus dem Stapel heraus und verschwanden damit dann unter viel gegenseitigem Rempeln alle gleichzeitig in die Umkleide.
Kaum fiel die Tür ins Schloss ging auch sofort das Gerede los.
„Heilige Scheiße“, kicherte der junge Mann neben Tom los. „Vor der Frau kann man ja echt Angst bekommen.“
„Oh ja, und wie“, stimmte ein Braunhaariger sofort zu. „Habt ihr die
Zornfalten auf ihrer Stirn gesehen? Ich bezweifle, dass wir von der Frau irgendwann mal ein Lächeln zu sehen kriegen.“ Er stieg schnell aus seiner Hose und zog sich die schwarze Uniform über. Während er noch den Gürtel schloss drehte er sich zu Tom. „Du tust mir echt Leid, Alter“, sagte er und tätschelte mitfühlend seine Schulter. „Wenn ich du wär hätte ich mir glaub ich in die Hose geschissen vor Angst.“
Tom lachte nur. „Du Weichei. Die braucht einfach nur ein bisschen Liebe, das ist alles.“
Alle vier drehten sich zu ihm um und verzogen ungläubig das Gesicht. Tom lachte daraufhin nur wieder los. „Das war n‘ Witz man, die Frau is ne alte Hexe.“
„Ja, verbrennen wir sie“, setzte der Braunhaarige noch eins drauf und stimmte in das Lachen mit ein. „Achso, uebrigens.“ Er streckte Tom seine Hand entgegen. „Georg Listing.“
Tom schuettelte sie. „Tom Kaulitz.“
„Ich beneide dich echt nicht um deine Aufgabe heute, Tom“, sagte er und schüttelte den Kopf.
„Ja…aber ich denk es werden schon nicht soo viele Zellen auf einem Stockwerk sein, ich werds also überleben.“
Natürlich lag er damit mal wieder komplett falsch. Es gab ganze zehn Zellen pro Stockwerk und alle waren so dreckig, als wären sie schon seit Jahren nicht mehr geputzt worden. Als Tom endlich mit der Reinigung fertig war, war es schon weit nach Mittag und sein Magen gab ein lautes Knurren von sich. Während er geputzt hatte, hat er Georg und einen Blonden schon zweimal mit Essen an ihm vorbeilaufen sehen. Erst mit dem Frühstück und später auch noch mit dem Mittagessen für die Gefangenen.
Er fragte sich warum sie, die Polizei überhaupt dafür verantwortlich waren die Zellen zu reinigen und die Häftlinge mit Essen zu versorgen. Gab es dafür keine andren Leute? Klar kamen sie gerade frisch aus der Schule, aber wie sollten sie denn bitte lernen Polizeibeamte zu werden, wenn sie nichts Richtiges zu tun bekamen? Sie hatten ja noch nicht Mal eine Waffe in ihrem Holster stecken.
Tom wischte sich über die verschwitze Stirn und strich sich ein paar seiner Dreadlocks aus dem Gesicht. Er räumte den Mopp, zusammen mit dem Eimer und dem Putzmittel in einen Schrank und war gerade dabei den Korridor endlich zu verlassen, als ganz am Ende des Ganges eine Tür aufging und eine ganze Gruppe von Leuten heraustrat. Tom erkannte erst um wen es sich dabei handelt, als die Gruppe schon ein ganzes Stück näher gekommen war. Es waren die Gefangenen, denen die leeren Zellen hier in dem Stockwerk gehörten. Ein grauhaariger Mann und eine rothaarige Frau führten sie hinein. Die Frau erkannte Tom als eine von den Neulingen wieder, die heute Morgen mit ihm zusammen angekommen waren. Er bedachte sie mit einem finstern Blick und ärgerte sich. Was hatte sie denn bitte getan, dass sie es verdient hat im Gegensatz zu ihm so eine spannende Aufgabe zugeteilt zu bekommen.
Die Gefangenen kamen näher und stoppten hin und wieder um einen der Häftlinge in die jeweilige Zelle zu dirigieren. Sie trugen alle hässliche orangene Anzüge mit einer gedruckten Nummer auf der Brusttasche und dazu ein Armband das so aussah als wäre es unmöglich zu öffnen. Manche von den Häftlingen sahen aus wie man es aus Filmen kannte; groß mit tätowierten, muskulösen Armen und rasierten Köpfen. Die Meisten jedoch sahen ganz normal aus. Beunruhigend normal, wie Tom fand. Er hätte davon keinen als Kriminellen erkannt, wäre er ihnen auf der Straße begegnet. Eine Frau mit dunkelblonden Haaren und einem fehlenden Zahn fing an ihm zu winken, als sie erkannte dass er in ihre Richtung sah. Schnell wandte Tom den Blick ab und konnte nicht verhindern, dass ihm ein kleiner Schauer über den Rücken lief.
Er sah den Gefangenen zu wie sie immer näher kamen, dabei fiel ihm auf, dass einer von ihnen ihn regelrecht anstarrte. Es war keiner von den Muskelprotzen und auch nicht die Frau von eben, sondern ein eher schmächtiger Junge mit langen schwarzen Haaren. Seine Augen waren fast genauso schwarz wie sein Haar. Seinen Kopf hatte er nach vorne gebeugt so, dass das meiste von seinem Gesicht von den dicken schwarzen Haarsträhnen verdeckt wurde. Trotzdem konnte Tom ein schwaches Grinsen auf seinen Lippen erkennen.
Als die Gruppe schließlich neben ihm ankam, ging er einen Schritt zur Seite um die Gefangenen vorbei zu lassen. Der schwarzhaarige Junge nahm seine Augen dabei keine Sekunde von Tom und dieser war wie gefangen von dem starren dunklen Blick der ihm entgegen kam.
Er blinzelte und wich den Augen seines Gegenübers aus um stattdessen einen Blick auf die Nummer zu werfen, die auf seinen orangenen Anzug gedruckt war.
815.
Als sie an ihm vorbeizogen, drehte der unheimliche Typ auch noch seinen Kopf und schaute Tom weiterhin so durchdringlich an, auf seinen Lippen lag jetzt ein gehässiges Grinsen, das bei Tom eine Gänsehaut verursachte. Der Junge beschleunigte erst seine Schritte als die dunkelblonde Frau ihn zwischen den Schulterblättern anstieß um ihn zum Weiterlaufen zu bringen.
Zwei Türen von Tom entfernt stoppten die Truppe dann wieder und der Gefangene 815 wurde in seine Zelle geführt, die Tür wurde hinter ihm geschlossen und zugesperrt. Tom fiel dabei auf, dass seine Tür ein zusätzliches Schloss enthielt, nicht zu vergessen den großen Türriegel der daran befestigt war.
Die übrigen Gefangenen wurden anschließend aus dem Korridor hinaus und die Treppen hinauf geführt.
Toms Blick lag allerdings immer noch auf der Tür von 815 und seine Augen fixierten die zwei Schlösser daran. Warum bitte sollte solch eine zierliche Person ein Schloss mehr benötigen als die Anderen?
Den Gedanken schnell wieder abschüttelnd, entfernte Tom sich nach kurzer Zeit in die entgegengesetzte Richtung und sprang die Treppe nach unten, um Officer Bäcker zu suchen, von der er sich eine neue Aufgabe zuweisen lassen wollte. Innerlich ermahnte er sich dazu, die Polizistin dabei dieses Mal nicht wieder mit irgendetwas zu verärgern.
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