■
Geschichte: Fanfiktion
/ Prominente
/ Musik
/ Tokio Hotel
/ Du bist alles was ich bin
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von Nemesys
erstellt: 30.08.2010
letztes Update: 20.10.2010
Geschichte, Allgemein / P18 Slash
(abgebrochen)
Autor: Ich (Nemesys)
Serie: Tokio Hotel, aber nur Bill und Tom
Genre: Allgemein
Rating: P18/Slash
Warnings: Slash, Inzest (Twinzest), Lemon, Drogenmissbrauch, Gewalt, harte Sprache
Pairing: Natürlich das Beste vom Besten :)
Zusammenfassung : Berlin. Tom: ein frevelhafter Schläger, gefangen im Kreis des Drogemarkts. Bill: gebildeter Universitätsstudent. Die zwei Zwillinge finden sich nach einer jahrelangen Trennung wieder.
„Ich kotz gleich. Das ist nicht mein Bruder!“
Doch nicht alles ist wie es scheint.
Disclaimer: Obwohl die Hauptpersonen real sind, entspringt diese Geschichte meiner Phantasie. All die in ihr beschriebenen Ereignisse sind frei erfunden. Tom und Bill gehören mir nicht und ich möchte ihnen keinesfalls eine Beziehung wie die in der Story andeuten oder unterstellen. Es ist reine Fiktion.
Ähnlichkeiten mit anderen FF's sind nicht beabsichtigt.
Ach ja, und ich verdiene auch,–leider-, kein Geld damit.
An dieser Stelle möchte ich noch kurz Was klarstellen: Deutsch ist nicht meine Muttersprache, deshalb entschuldige ich mich im Vorhinein für die eventuell unterlaufenen Fehler.
KAPITEL 1
TOM
Ein rasches Schniefen und der dünne, weiße Streif aus Pulver ist verschwunden. Wie ich dieses Geräusch liebe, es ist beinahe Melodie für meine Ohren.
<<Und?>> frag ich ihn mit gespielter Erwartung. Innerlich bin ich so siegessicher wie noch nie.
Der dicke Kerl hebt den Kopf, schließt die Augen und wischt sich mit der linken Hand den Schweißfilm von der Stirn. Noch immer mit geschlossenen Augenliedern lächelt er genüsslich.
<<Perfekt. So etwas hab ich selten erlebt.>>
Ich lächle nickend und reibe mir unter dem Tisch die Hände. Alles läuft nach Plan. Wie soll es auch sonst sein?
Martin nickt mir von der Seite her anerkennend zu. Er hatte Zweifel an unserem, nein, an meinem persönlichen Plan gehabt, doch jetzt kann ich förmlich spüren wie er vor Erleichterung und Vorfreude am liebsten durch die Gegend springen würde.
Der Dicke öffnet endlich seine kleinen Knopfaugen und sie glänzen richtig.
<<Ich will mehr, Jungs, um jeden Preis.>>
Martin räuspert sich.
<<Wir haben für diesen Stoff nicht wenig Probleme am Hals bekommen. Es ist nicht leicht zu finden, geschweige denn in so einer großen Menge wie sie hier anfragen. Deshalb muss gesagt werden, dass der Preis leider um einiges steigt…>>
Ich beiß mir in die Unterlippe und verschlitze die Augen. Das ist wieder mal typisch Martin, so was in so einem erwartungsvollen und gierigen Ton daherzuschmeißen. Das hätte ich ganz anders formuliert, aber leider ist er mein Partner und irgendetwas muss ich schließlich ihm überlassen.
Also guck ich mit zusammengepressten Lippen den dicken Kerl an und bete innerlich dass seine Habgier nach Koks größer ist als sein Geiz.
<<Ich denke mal der Preis wird kein großes Problem für mich darstellen. So etwas findet man schließlich nicht überall, oder?>> sagt er endlich und lacht laut los.
Bingo.
Ich und Martin lachen mit, mehr aus Erleichterung als wegen sonst etwas. Wir haben es geschafft. Endlich. Monatelang haben wir für diesen Moment gearbeitet, haben alles vorbereitet. Dieser dicke Mann ist vielleicht unser größter Kunde überhaupt, und auch der reichste. Kein Dieler kann sich was Besseres verhoffen als ihn.
Ich werde als erster wieder vollkommen ernst, gefolgt von Martin. Der Dicke lacht für einige Momente lang alleine weiter, biss er sich offensichtlich selbst verschluckt und sein Gelächter sich schlagartig zu einem grellen Husten verwandelt.
Ich lehne mich zurück und betrachte das äußerst armselige Bild. Der Kerl tut mir fast schon leid, wie er da so versucht, das Husten zu stoppen und gleichzeitig immer verschwitzter wird.
Nach einer Weile schafft er es endlich wieder zu sich zu kommen und sieht mich mit einem verschmitzten Grinsen an.
<<Also, wir können uns in einer Woche am gleichen Platz treffen. Ich bring die Kohle und ihr den Stoff, ja?>>
Ich nicke und grinse zurück.
<<Abgemacht.>>
Draußen ist es schon dunkel und das seit Tagen anhaltendes schlechtes Wetter hat sich auch kaum geändert. Der Himmel ist total dunkel und bewölkt, einzelne, nervige Regentropfen fallen herab und die Straßen der Stadt sind feucht und dreckig.
Martin und ich schlendern die Hafner-Straße entlang und sind trotz allem mehr als nur gut aufgelegt. Es herrscht zufriedenes Schweigen zwischen uns.
Mein Kumpel trägt weite Baggys und ein XXL T-Shirt, genau wie ich. Wir haben beide die Kapuzen unserer dunklen Pullis über den Kopf gezogen und unsere Hände stecken in die enormen Taschen der Jeans.
<<Ich dachte das schaffen wir nie, ey.>> sagt Martin dann auf einmal.
<<Du bist eben ständig so scheiß zynisch.>> entgegne ich und stoße gleichzeitig eine lehre Dose Cola vor meinen Füßen weg. Das Blech fliegt einige Meter von uns entfernt und beim Aufprall mit dem Asphalt produziert es ein übertrieben lautes Geräusch. Irgendwo vor uns, in der Dunkelheit, faucht eine Katze und huscht davon.
<<Jetzt werden uns diese verdammten Wichser so was von beneiden.>> murmelt er mehr zu sich selbst als zu mir. Dann bleibt er kurz stehen und ein verträumtes Lächeln umspielt seine Lippen.
Ich stoppe auch und schau ihn kopfschüttelnd an. Manchmal frag ich mich wirklich mit wem ich es hier zu tun habe.
<<Die sollen das nicht wissen, du Idiot.>> antworte ich ihm in einem bissigen Ton den ich eigentlich nicht so arg herausbringen wollte.
<<Wieso?>>
<<Weil die uns alles versauen könnten, und außerdem zeigen richtige Businessmänner nie an was sie gerade arbeiten. Man soll nicht angeben.>>
Ich gehe weiter und Martin folgt mir nach wenigen Schritten.
<<Stimmt.>> nuschelt er leise.
Ich kann die Enttäuschung in seinem Ton deutlich vernehmen und einerseits tut er mir auch leid. Ihn hat es immer viel schlimmer erwischt als mich. Auch früher in der Schule wurde er ständig verarscht, gehänselt und sogar geprügelt. Wieso weiß ich ehrlich gesagt auch nicht genau. Vielleicht weil er so klein und zierlich für sein Alter erscheint, oder auch weil er sich nicht wehren konnte. Wer weiß. Ich hatte solche Probleme auch nie. Im Gegenteil, meistens war ich der Schläger. Von klein auf habe ich gelernt Respekt von den Leuten um mir zu verlangen. Keinen Schwachpunkt zu zeigen ist meine Lebensphilosophie, denn wenn du mal eine Schwäche zeigst, nutzt jeder die aus um dich unterzukriegen. Das Leben ist halt kein rosa Spielchen in denen alle lieb und gut sind. Das Leben ist kein Märchen. Es ist hart, kalt und unerbärmlich.
Jedenfalls, seit Martin mit mir seine Runden zieht, ist es für ihn viel leichter geworden. Fast Keiner traut sich mehr ihm etwas zu sagen. Ich gebe jetzt nicht an, das sind Fakten. Martin und ich sind seit zwei Jahren mehr als nur Kumpels geworden, sozusagen Partner wenn’s um Geldangelegenheiten geht und eigentlich ist er einer der Einzigen, dem ich mehr als meinen Vornamen anvertraut habe. Er und ich haben in letzter Zeit Unmengen Geld verdient und ich denk mal wir werden nicht sehr schnell damit aufhören. Solche Chancen im Leben muss man halt nutzen, das versteht sich ja von selbst. Die Moral ist unwichtig, wenn du das richtige Leben kennst. Das Gewissen bläst dir höchstens Einen, genau wie die erstbeste Nutte. Das begreifen nicht alle, kann auch gar nicht so sein. Nur die Menschen, denen keine Gelegenheit anders zu leben gegeben wurde, können so was einsehen.
Eine Hälfte der Leute die uns kennen bewundern und fürchten uns. Die andere Hälfte hasst uns zu Tode. In unserem Kumpelkreis, wir sind circa zwanzig, werden wir beide beinahe als Helden angesehen. Aber auch denen trau ich wenig, es handelt sich um labile Freundschaften. Man muss ständig auf der Hut bleiben, denn immer ist Jemand bereit, dir den Rücken zuzukehren und dich von hinten zu ficken. Dich zu berügen, wie man das so schön heißt.
Wie gesagt, Martin ist der Einzige, dem ich 99% vertraute. Ich sag 99, weil ich 100% nicht mal mir selber vertraue. Ist nun mal so.
Die spärlich beleuchtete Straße biegt auf einmal rechts in einen noch weniger mit Licht versorgten Weg ein. Einige Autos sind rechts und links an auf den Bordsteinern geparkt und man kann die unendlichen Reihen von Kleinwohnungen erkennen, die eine nach der anderen um die Wette zerfallen. Ja, „zerfallen“ ist das richtige Wort für mein Zuhause.
Martin stoppt kurz vor der Biegung und grinst mich an.
<<Wir sehen uns am Montag?>>
<<Klaro.>> lautet meine Antwort, und schon verschwindet er im Schatten.
Ich begebe mich Richtung Dunkelheit, überhole Mengenweiße Wohnungen die alle nur gleich aussehen, mal hier mal da eine Spraydosenzeichnung auf den eh schon grauen Wänden, und komm schließlich an mein Ziel an.
Meine Haustür war einmal dunkelrot gefärbt, doch nun ist vom Rot kaum mehr was zu erkennen. Man könnte die aktuelle Farbe eher mit einer Mischung zwischen Rosa und Grau beschreiben. Das Holz ist vollkommen abgekratzt und das Schlüsselloch ein wenig verrostet. Die Glocke wo mein Nachname steht, müsste eigentlich beleuchtet sein, doch ist sie seit ich denken kann nicht.
Gerade als ich den Hausschlüssel aus meiner linken Hosentasche herausfischen will, piepst das Handy in der rechten.
Ich seufze genervt auf und hohl es heraus. Während ich blind die Tür öffne, guck ich auf’s Display. Eine neue Nachricht: Evelyn. „Hallo Schatz. Vorgestern Abend hast du mich nicht mehr zurückgerufen, ist etwas passiert? Hab mich mit dir so wohl gefühlt… Es war eine super Nacht. Wann sehen wir uns wieder? Bitte melde dich bei mir, ruf mich an. Kuss, Evy.“
Die Haustür ist offen und ich steck mir den Schlüssel wieder in die Hosetasche, trete ein und schließe die Tür mit einem Stoß des rechten Fußes. Das Handy landet auch wieder an sein Platz in meinen Jeans und ich muss innerlich kopfschütteln. Was hat die sich eigentlich eingebildet? Wobei ich dieses Mal gehoffte habe, keinen Klammeraffen gefunden zu haben. Aber denkste, wie immer.
Ist für die Weiber gelegentlicher Sex wirklich so schlimm? Muss man sich denn unbedingt so an einem anheften? Dabei verspreche ich keiner den Himmel, ganz im Gegenteil, meistens werden sie sogar vorgewarnt. Doch dann, irgendwie, kommen immer wieder diese Spitznamen: Schatz, Mausi, Liebling. Kann ja gar nicht angehen.
Ich werde Weiber nie verstehen, und eigentlich kratzt es mich auch reichlich wenig. Schade für die Braut, denn sie war nicht mal so schlecht, aber wer nicht hören will, muss fühlen.
<<Tom? Bist du es?>>
Die Stimme Mamas reißt mich aus meinen Gedanken und ich realisiere dass ich mitten im Flur stehen geblieben bin.
<<Jo.>> antworte ich und erreiche sie in der Küche.
Mama sitzt wie immer am hohen Küchenhocker, die dunkelbraunen Haare zu einem Pferdeschwanz zurückgebunden, und scheint gerade beim durchlesen eines dicken Kochbuches zu sein.
Als ich hereinkomme hebt sie den Kopf und sieht mich mit ihren hellblauen, wässerigen Augen an. Nicht meine, denn ich hab sie haselnussbraun. Sicher von meinem Vater, auch wenn ich es nicht mit Sicherheit sagen könnte. Hab den eben nie persönlich kennengelernt.
<<Wo warst du?>>
Ich muss immer wieder lächeln wenn ich Mamas ernstes Gesicht bei dieser Frage sehe. Wo ich gewesen sei ist eine Routinefrage und gilt irgendwie als ein „Hallo, schön dich wiederzusehen.“
<<Mit Martin herum.>> ist deshalb auch meine Routineantwort, und heißt so viel wie „Ist auch schön, dich wieder zu sehen.“
Mama nickt wie immer, als würde ihr diese Erklärung völlig ausreichen, dann schließt das Kochbuch das vor ihr liegt mit einer raschen Handbewegung. Von meinen „Geschäften“, meinen „Runden“ und meinen „Taten“ weiß Mama natürlich nichts, und ich denk mal wenn sie es je herausfinden würde, würde sie daran sterben. Sie ist nämlich total sensibel, ja fast schon wie ein kleines Mädchen. Sie versucht die Erwachsene zu spielen, die 39 Jahre alte, reife Frau, doch im Herzen ist sie ein Kind. Nicht im Sinne von fröhlich oder verspielt wie ein Kind, sonder zerbrechlich und empfindlich eben.
Ich habe neulich gerade darüber nachgedacht, und bin zum Schluss gekommen, dass es ihr sicher geschadet hat, mit 20 alleinerziehende Mutter zu werden.
<<Ich geh mal hoch.>> sagt ich nach einigen Momenten in denen Schweigen herrschte und bin gerade im Begriff, mein Zimmer zu erreichen, als ich Mama vom Hocker hochschießen sehe.
<<Moment Tom, ich muss mit dir reden.>> sagt sie und ihr Ton missfällt mir schon in diesem gleichen Moment.
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
