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von Kathyana
erstellt: 18.07.2010
letztes Update: 27.08.2010
Geschichte, Thriller, Angst / P16
(fertiggestellt)
Vielen herzlichen Dank all jenen, die diese Story lesen. *freu*
Miguel, der später an den Ort zurückkehrte, an dem er seinen Freund verlassen hatte, fand dort nur jede Menge Polizei vor. Von Grady fehlte jede Spur. Dann sah er Adam Beaudreaux, der ebenfalls anwesend war. Er ging zu ihm hin und fragte ihn, ob er wisse wo Grady sei, doch der Cop verneinte, wollte aber den Grund für diese Frage erfahren. Miguel erzählte ihm nach einigem Hin und Her was geschehen war, ohne die Yakuza zu erwähnen, dann fiel sein Blick auf die Pfütze geronnenen Blutes auf dem Platz.
„Was ist da passiert?“ fragte er und ahnte schon das Schlimmste. Beaudreaux wusste es nicht genau, nur, dass ein Mann zusammengeschossen worden sei.
„Das war Grady...“ murmelte Miguel und Beaudreaux verstand ihn kaum.
„Was sagst du da?“ hakte er nach. Der Südamerikaner wiederholte seine Worte. Leise aber überzeugt. Beaudreaux erstarrte. Konnte das sein? Er ließ Miguel stehen und eilte zu seinen Kollegen. Vielleicht wussten die mehr. Ein Zeuge konnte das Opfer schließlich so genau beschreiben, dass kein Zweifel blieb. Es handelte sich um Grady.
So schnell als möglich verließ Beaudreaux den Tatort. Er musste zu Grady in die Klinik. Miguel begleitete ihn. Dort erfuhren sie, dass ihr Freund noch immer operiert wurde. Es sah nicht gut aus für ihn. Die Verletzungen waren schwer, er hatte innere Blutungen erlitten und viel Blut verloren. Dass er überhaupt noch lebte grenzte an ein Wunder. Völlig verzweifelt sanken die beiden Männer auf die Wartebank. Tiefe Sorge hatte sie ergriffen.
Mehrere Stunden verstrichen, ehe die OP-Türen sich öffneten. Hoffnungsvoll standen Beaudreaux und Miguel auf. Ein Mediziner kam ihnen entgegen: „Sie sind Freunde von Mr. Jamieson?“ Beaudreaux nickte und stellte sich und Miguel vor, dann erkundigte er sich nach Grady, worauf ihm der Arzt sagte, dass dessen Chancen nicht gut waren. Während der Operation hatten sie ihn einmal fast verloren, außerdem hatte er 30 Blutkonserven erhalten. Allerdings war er stark, aber er schwebte noch immer in Lebensgefahr. Wenn er die Nacht je überstand, dann gab es noch Hoffnung für ihn, aber noch war es erst Nachmittag.
An diesem Tag konnten Gradys Freunde nicht mehr zu ihm. Er brauchte Ruhe. Beaudreaux und Miguel fuhren nach Hause, aber in dieser Nacht taten sie kein Auge zu. Sie hatten Angst um ihren Freund. Am nächsten Morgen fuhr der Cop wieder in die Klinik. Grady lag auf der Intensivstation. Dutzende von Geräten hielten ihn am Leben und überwachten seine Körperfunktionen. Nur für wenige Minuten durfte er zu ihm, dann musste er wieder hinter die Glaswand zurück. Dort stand er noch lange und sah zu seinem Freund hinein. Er durfte nicht sterben – sonst war er doch auch so eigensinnig und stur.
In den nächsten Stunden war Beaudreaux wie in Trance. Das, was seinem Freund geschehen war, belastete ihn. Sein Chef befreite ihn deshalb vom Dienst und wies ihn an sich zu erholen. Doch wie sollte er sich entspannen, wenn sein Freund mit dem Tod rang. Also setzte er sich in Malloys Bar und ertränkte den Schmerz. Aber die Wirtin kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass ihn nichts so schnell aus der Bahn werfen konnte. Hatte seine Reaktion vielleicht etwas damit zu tun, dass Grady letzte Nacht nicht nach Hause gekommen war? Hatten sich die Beiden verkracht? Sie konnte sich nicht erklären, wo Grady war. Vielleicht war er ja irgendwo versumpft.
Also sprach sie Beaudreaux darauf an. Nach und nach brach es aus ihm heraus. Malloy war nicht weniger geschockt als der Cop. Wenig später schloss die Wirtin die Bar, nachdem sie alle Gäste hinausgeschmissen hatte, und fuhr mit Adam zu Grady in die Klinik.
Inzwischen durften sie schon zu diesem, denn akute Lebensgefahr bestand nicht mehr, wenngleich sein Zustand immer noch kritisch war. Schweigend saßen die beiden an Gradys Bett, Malloy hielt seine Hand und Beaudreaux starrte nur das bleiche Gesicht seines jüngeren Freundes an, als könne er ihn dadurch aufwecken. Aber nichts geschah – vorerst – dann zog sich plötzlich eine Nulllinie über den Herzmonitor. Malloy und Beaudreaux sprangen auf und riefen um Hilfe. Sekunden später stürzten mehrere Mediziner herein und eine Schwester schob die beiden aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter ihnen. Der Schock saß ihnen noch in den Gliedern, als sie auf die Sitzgelegenheiten im Flur sanken.
Die Minuten zogen sich wie Kaugummi, ehe die Zimmertür sich wieder öffnete. Der Arzt, der als erster heraustrat, kam auf sie zu. Er lächelte beruhigend, nickte ihnen zu und meinte dann: „Mr. Jamieson ist wieder bei uns. Sie können jetzt zu ihm.“ Erleichtert atmeten die beiden auf, drängten sich an dem Mediziner vorbei und zu ihrem Freund ins Zimmer. Dort räumte eben eine Schwester den Defibrillator weg und eine andere verkabelte Grady wieder, ehe sie ihn zudeckte und dann den Raum mit ihrer Kollegin verließ.
Jetzt hockten Malloy und Beaudreaux sich wieder neben Grady. Seine Herzfrequenz war wieder normal. Doch der Cop hatte Angst um seinen Freund. Konnte nicht noch einmal das Selbe geschehen? Konnte Grady vielleicht doch noch sterben? Beaudreaux legte seinem Freund die Hand auf den Arm, als wolle er ihm Mut machen. Außerdem wollte er ihm noch so vieles sagen, aber er brachte nicht eine einzige Silbe über die Lippen. Stattdessen starrte er den Karateka an, der eben dem Tod von der Schippe gesprungen war.
Miguel, der später an den Ort zurückkehrte, an dem er seinen Freund verlassen hatte, fand dort nur jede Menge Polizei vor. Von Grady fehlte jede Spur. Dann sah er Adam Beaudreaux, der ebenfalls anwesend war. Er ging zu ihm hin und fragte ihn, ob er wisse wo Grady sei, doch der Cop verneinte, wollte aber den Grund für diese Frage erfahren. Miguel erzählte ihm nach einigem Hin und Her was geschehen war, ohne die Yakuza zu erwähnen, dann fiel sein Blick auf die Pfütze geronnenen Blutes auf dem Platz.
„Was ist da passiert?“ fragte er und ahnte schon das Schlimmste. Beaudreaux wusste es nicht genau, nur, dass ein Mann zusammengeschossen worden sei.
„Das war Grady...“ murmelte Miguel und Beaudreaux verstand ihn kaum.
„Was sagst du da?“ hakte er nach. Der Südamerikaner wiederholte seine Worte. Leise aber überzeugt. Beaudreaux erstarrte. Konnte das sein? Er ließ Miguel stehen und eilte zu seinen Kollegen. Vielleicht wussten die mehr. Ein Zeuge konnte das Opfer schließlich so genau beschreiben, dass kein Zweifel blieb. Es handelte sich um Grady.
So schnell als möglich verließ Beaudreaux den Tatort. Er musste zu Grady in die Klinik. Miguel begleitete ihn. Dort erfuhren sie, dass ihr Freund noch immer operiert wurde. Es sah nicht gut aus für ihn. Die Verletzungen waren schwer, er hatte innere Blutungen erlitten und viel Blut verloren. Dass er überhaupt noch lebte grenzte an ein Wunder. Völlig verzweifelt sanken die beiden Männer auf die Wartebank. Tiefe Sorge hatte sie ergriffen.
Mehrere Stunden verstrichen, ehe die OP-Türen sich öffneten. Hoffnungsvoll standen Beaudreaux und Miguel auf. Ein Mediziner kam ihnen entgegen: „Sie sind Freunde von Mr. Jamieson?“ Beaudreaux nickte und stellte sich und Miguel vor, dann erkundigte er sich nach Grady, worauf ihm der Arzt sagte, dass dessen Chancen nicht gut waren. Während der Operation hatten sie ihn einmal fast verloren, außerdem hatte er 30 Blutkonserven erhalten. Allerdings war er stark, aber er schwebte noch immer in Lebensgefahr. Wenn er die Nacht je überstand, dann gab es noch Hoffnung für ihn, aber noch war es erst Nachmittag.
An diesem Tag konnten Gradys Freunde nicht mehr zu ihm. Er brauchte Ruhe. Beaudreaux und Miguel fuhren nach Hause, aber in dieser Nacht taten sie kein Auge zu. Sie hatten Angst um ihren Freund. Am nächsten Morgen fuhr der Cop wieder in die Klinik. Grady lag auf der Intensivstation. Dutzende von Geräten hielten ihn am Leben und überwachten seine Körperfunktionen. Nur für wenige Minuten durfte er zu ihm, dann musste er wieder hinter die Glaswand zurück. Dort stand er noch lange und sah zu seinem Freund hinein. Er durfte nicht sterben – sonst war er doch auch so eigensinnig und stur.
In den nächsten Stunden war Beaudreaux wie in Trance. Das, was seinem Freund geschehen war, belastete ihn. Sein Chef befreite ihn deshalb vom Dienst und wies ihn an sich zu erholen. Doch wie sollte er sich entspannen, wenn sein Freund mit dem Tod rang. Also setzte er sich in Malloys Bar und ertränkte den Schmerz. Aber die Wirtin kannte ihn gut genug, um zu wissen, dass ihn nichts so schnell aus der Bahn werfen konnte. Hatte seine Reaktion vielleicht etwas damit zu tun, dass Grady letzte Nacht nicht nach Hause gekommen war? Hatten sich die Beiden verkracht? Sie konnte sich nicht erklären, wo Grady war. Vielleicht war er ja irgendwo versumpft.
Also sprach sie Beaudreaux darauf an. Nach und nach brach es aus ihm heraus. Malloy war nicht weniger geschockt als der Cop. Wenig später schloss die Wirtin die Bar, nachdem sie alle Gäste hinausgeschmissen hatte, und fuhr mit Adam zu Grady in die Klinik.
Inzwischen durften sie schon zu diesem, denn akute Lebensgefahr bestand nicht mehr, wenngleich sein Zustand immer noch kritisch war. Schweigend saßen die beiden an Gradys Bett, Malloy hielt seine Hand und Beaudreaux starrte nur das bleiche Gesicht seines jüngeren Freundes an, als könne er ihn dadurch aufwecken. Aber nichts geschah – vorerst – dann zog sich plötzlich eine Nulllinie über den Herzmonitor. Malloy und Beaudreaux sprangen auf und riefen um Hilfe. Sekunden später stürzten mehrere Mediziner herein und eine Schwester schob die beiden aus dem Zimmer und schloss die Tür hinter ihnen. Der Schock saß ihnen noch in den Gliedern, als sie auf die Sitzgelegenheiten im Flur sanken.
Die Minuten zogen sich wie Kaugummi, ehe die Zimmertür sich wieder öffnete. Der Arzt, der als erster heraustrat, kam auf sie zu. Er lächelte beruhigend, nickte ihnen zu und meinte dann: „Mr. Jamieson ist wieder bei uns. Sie können jetzt zu ihm.“ Erleichtert atmeten die beiden auf, drängten sich an dem Mediziner vorbei und zu ihrem Freund ins Zimmer. Dort räumte eben eine Schwester den Defibrillator weg und eine andere verkabelte Grady wieder, ehe sie ihn zudeckte und dann den Raum mit ihrer Kollegin verließ.
Jetzt hockten Malloy und Beaudreaux sich wieder neben Grady. Seine Herzfrequenz war wieder normal. Doch der Cop hatte Angst um seinen Freund. Konnte nicht noch einmal das Selbe geschehen? Konnte Grady vielleicht doch noch sterben? Beaudreaux legte seinem Freund die Hand auf den Arm, als wolle er ihm Mut machen. Außerdem wollte er ihm noch so vieles sagen, aber er brachte nicht eine einzige Silbe über die Lippen. Stattdessen starrte er den Karateka an, der eben dem Tod von der Schippe gesprungen war.
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