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von Kathyana    erstellt: 18.07.2010    letztes Update: 27.08.2010    Geschichte, Thriller, Angst / P16    (fertiggestellt)
Fandom: Das Gesetz der Strasse (OT: Street Justice)
Autorin: Kathyana
Disclaimer: Ich habe keine Rechte an der Serie und verdiene kein Geld damit.
Wichtige Charaktere: Grady Jamieson, Adam Beaudreaux, Miguel Mendez, Malloy
Annotation: Adam Beaudreaux sieht seinen Beruf als Polizist als eine Art Berufung. Sein jüngerer Freund Grady war noch ein Kind, als sie sich nach dem Tod von Gradys Eltern in Vietnam kennenlernten. In den Kriegswirren verloren sie sich aus den Augen. Grady hielt sich mit Diebstählen über Wasser und erlernte bei seinen diversen Gefängnis-Aufenthalten asiatische Kampfsportarten. Als Beaudreaux seinen Freund nach 20 Jahren aufspürt, bilden sie ein Team zur Verbrechensbekämpfung. Mit Hilfe der Polizei führen sie offiziell Ermittlungen durch. Wenn Beaudreaux in Konflikt mit dem Dienstweg steht, übernimmt Grady, dem man weder seine seine östlich geprägte Weisheit noch seine Kraft ansieht, die Arbeit.
In dieser Story wird Grady bei einer Auseinandersetzung mit der japanischen Mafia lebensgefährlich verletzt. Wird er überleben?

Anmerkung der Autorin: Diese FF ist bereits vor rund 12 Jahren entstanden und mein Schreibstil hat sich seitdem weiterentwickelt. Ich hoffe, dass sie euch trotzdem gefällt.




Gesetz der Straße
„Im Fadenkreuz“



Grady schreckte hoch. Wo war er? Was war geschehen? Dann erinnerte er sich an den letzten Tag, die Party, die laute Musik, die paar Bier zuviel. Sein Schädel brummte, als Malloy erneut laut und bestimmt seinen Namen rief. Er stieg aus dem Bett und streifte seinen Kimono über, ehe er an die Tür ging, diese einen Spalt öffnete und hinaus spähte.
„Was is ’n!? murmelte er verschlafen und strich sich das verstrubbelte, dunkle Haar glatt.
„Telefon für dich!“
„Komme ja schon,“ brummte Grady und stiefelte, wie er war, in die Bar hinaus zum Telefon. Dass die Gäste ihn amüsiert und verwundert zugleich betrachteten fiel ihm überhaupt nicht auf. Er nahm den Hörer auf und meldete sich mit einem knappen „Ja?“
Daraufhin gab sich Miguel zu erkennen. Seine Stimme klang seltsam, so als habe er Angst. Grady wurde hellhörig und etwas wacher. Direkt und ohne Umschweife fragte er seinen Kumpel nach dessen Problem, worauf dieser schließlich herausließ, dass ein paar Gangster auf der Jagd nach ihm seien, weil er da einmal etwas getan habe, was er nicht sollte. Doch worum es genau ging, wollte er Grady nur persönlich sagen und so verabredeten sie sich für 20 Minuten später im Park.
Grady war pünktlich – doch nicht nur er. Er setzte sich auf eine Parkbank und wartete. Miguel musste jedem Moment auftauchen. Tatsächlich erschien der nur wenig später. Hastig kam er auf seinen Freund zu geeilt. Seine Blicke schweiften ruhe- und rastlos umher. Er packte Grady am Arm und zog ihn auf die Füße: „Schnell, die müssen auch schon hier sein...“
„Wer?“
Doch der Südamerikaner beantwortete diese Frage nicht. Immer weiter schleifte er Grady mit sich fort. Dann sträubte der sich plötzlich gegen Miguels Griff, blieb stehen und verlangte eine Antwort. Miguel war mit der Weile der Angstschweiß ausgebrochen. In Panik ließ er die Blicke schweifen und hielt an.
„Komm schon, Grady, die holen auf!“
„Sag mir endlich worum es geht, sonst gehe ich nirgendwo mit hin!“
„... Yakuza...“ war alles, was Miguel hervorstieß. Jetzt wurde auch Grady ernst: „Du hast dich mit den Yakuza angelegt?“
„Ja, aber so weit sollte es doch gar nicht kommen...“ beteuerte Miguel.
„Was soll das heißen? Du legst dich mit der Mafia an und weißt es nicht?“
„Doch, schon...“
„Und du bist sicher, dass die Yakuza hinter dir her sind?“
Miguel nickte ohne seinen Freund anzusehen. Er blickte starr in eine völlig andere Richtung, wurde bleich und nickte wieder. Grady wirbelte herum, nur, um in die Läufe mehrerer Waffen zu sehen, die auf ihn und Miguel gerichtet waren. Es waren Yakuza, das erkannte der Karateka sofort, denn er hatte schon mit denen zu tun gehabt.
„Miguel, hau ab, schnell!“ rief er seinem Kumpanen zu. Nach einem kurzen Blick zu Grady tat der Südamerikaner dies. So schnell ihn seine Beine trugen rannte er los. Schüsse krachten, verfehlten ihn aber, dann verschwand er in einer Menschenmenge und Grady stand den Angreifern allein gegenüber.
„Hey, Jungs, können wir nicht darüber reden?“ begann Grady und hoffte sich aus dem Schlamassel heraus zu reden, wie er es schon oft genug getan hatte. Aber die Mafiosi wollten nicht mit sich reden lassen. Grady wurde schnell klar, das die Yakuza ein großes Problem darstellten. Dennoch versuchte er sie zu bequatschen, worauf sie aber weder eingingen noch reagierten.
Dann entsicherten alle Yakuza gleichzeitig ihre Waffen. Grady verstummte. Jetzt wurde es ernst.
Plötzlich lösten sich zwei Schüsse und zerrissen die eingetretene Stille. Grady schrie auf, schwankte und legte seine Hand auf die Wunde an seinem Hals. Ein Geschoss hatte ihn gestreift. Blut rann ihm über die Finger. Die zweite Kugel hatte seine linke Schulter durchschlagen. Auch diese Verletzung blutete und schmerzte ihn.
Erneut legte ein Mafioso auf Grady an und feuerte. Wieder schrie der Getroffene auf, brach aber immer noch nicht zusammen. Das Geschoss durchschlug sein Fleisch oberhalb der linken Hüfte, aber es zwang ihn nicht in die Knie. Erst die vierte Kugel, die eins seiner Beine traf, ließ ihn zu Boden gehen. Dann sank sein Kopf auf den Asphalt, er schloss die Augen und wurde ohnmächtig. Und während die Mafiosi sich unauffällig aus dem Staub machten, tränkte Gradys Blut die Erde. Jetzt wurden auch Passanten auf den am Boden liegenden aufmerksam. Schnell bildete sich ein Ring von Schaulustigen und Helfern um den Schwerverletzten. Kaum zwei Minuten später erreichten auch die verständigten Sanitäter die Stelle und bemühten sich um Grady.
 
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