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von Chaneira    erstellt: 08.07.2010    letztes Update: 08.07.2010    Geschichte, Drama / P16    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Ich war so müde, wie nie zuvor und blinzilte immer wieder ungläubig mit den Augen. Ich war definitiv nicht zu Hause, in Frankfurt, in meinem Bett. Ich lag auf einer Parkbank in irgendeinem Wald oder Park oder so etwas ähnlichem. Verwirrt schaute ich mich um und dann an mir herunter. Herr Gott, ich trug immer noch meine Schlafsachen. Einen viel zu großen Pullover und eine schwarze Leggins. Nicht mal Schuhe hatte ich an. Mir war sofort nach Heulen zu mute. Wie kam ich hier hin? Was war passiert? Warum trug ich meine Schlafsachen? Ich konnte doch schlecht so durch, wo auch immer ich war, laufen.
Verzweifelt saß ich also auf dieser verdammten Bank, wusste nicht wo ich war und hätte am liebsten einfach los geheult, was ich mir aber verkniff, da sich der Park, in dem ich offensichtlich war, immer mehr mit Schülern in Uniformen füllte. Dann traf es mich wie einen Schlag, da war Chace Crawford! Aber in diesem Outfit konnte ich ihn schlecht ansprechen. Warum kamen mir diese Uniformen so bekannt vor? Und warum trug Chace auch eine? Ich war mehr als verwirrt und dann, dann warf ein andere Junge einen Ball und rief "Nate". Chace drehte sich nach dem Ball um, fing ihn, lachte, warf ihn zurück und rief: "Später, wir gehn noch mal einen durch ziehen." Ich war vollkommen geschockt. Das musste ein Traum sein. Ein völlig verrückter Traum.
Total geschockt saß ich immer noch auf dieser Bank und starte auf Chace beziehungsweise Nate. Unsere Blicke trafen sich kurz und dann schaute ich wieder weg. "Hey.", grüßte ein blondes hübsches Mädchen mich, welche Jenny Humphrey war. "Hallo." krächzte ich heraus und mir traten sofort die Tränen in die Augen. Ich war hier in irgendeiner Freakshow, hatte kein Geld und keinen Platz wo ich bleiben konnte. Ich würde verhungern oder so ! "Was ist denn los?" Verwirrt schaute ich Jenny an, welche mich auch verwirrt anschaute. Ich fing einfach an zu weinen. Ich konnte es nicht mehr unterdrücken und ich sprudelte einfach eine erfundene Story raus. "Ich bin von zu Hause abgehauen und weiß jetzt nicht wo ich hin soll. Ich hab weder Geld noch einen Platz, wo ich bleiben kann." Verzweifelt schaute ich Jenny an. Ich wusste ganz genau, dass sie jetzt weich werden würde und mir anbieten würde, mit zu ihr zu kommen. "Ich kenn dich zwar nicht, aber du kannst bestimmt erst mal mit zu mir kommen." Sie lächelte mich zuversichtlich an. "Wirklich?" Mir fiel ein Stein vom Herzen. Was wäre gewesen, wenn sie doch nein gesagt hätte? Daran wollte ich gar nicht denken. Jenny nickte. "Ich bin Jenny." Als ob ich das nicht gewusst hätte. "Lola.", lächelte ich und hielt ihr meine Hand hin. "Na los, komm. Du solltest etwas anderes anziehen, wenn du nicht so auffallen möchtest.", lachte Jenny und zog mich hinter sich her. Wir müssten durch den ganzen Park laufen und ich spürte immer wieder neugierige Blicke von den ganzen Schülern, die ihren restlichen Tag im Park verbrachten. Dann sah ich Nate, wie er mit Chuck auf einer Bank saß und wir gingen genau in seine Richtung. "Oh, ich möchte dir noch jemanden vorstellen.", zog mich Jenny weiter in die Richtung. Oh nein, ich sah fürchterlich aus. Und schon standen wir vor den beiden und hätte am liebsten wieder angefangen zu weinen. "Hey Nate, das ist Lola. Eine Freundin von mir. Sie wird eine Weile bei uns wohnen, weil... ehm... ihre Eltern verreist sind, für längere Zeit." Sie wusste einfach genau, was sie zu tun hatte. "Hey Lola.", lächelte er mich an. "Hey.", lächelte ich zurück und kam mir so scheiße vor. Ich wollte gar nicht wissen, wie ich gerade aussah. Okay, so schlimm sah ich vielleicht doch nicht aus. Ich hatte von Natur aus sehr volle und geschwungene Wimpern und meine Haut war ziemlich rein. Ich brauchte eigentlich nie Puder. Das einzigste, was ich an Make Up benutzte war Lidschatten, Kajal, Eyeliner und Wimperntusche, gegebenenfalls Lippenstift. Ich stuppste Jenny an. Ich wollte hier einfach weg, duschen und mir etwas anziehen. "Tut mir Leid, Nate. Wir müssen los.", lächelte Jenny ihn an und ich schaute verzweifelt an mir herunter. Ich hatte doch nicht mal Schuhe an. Trotzdem stand ich auf und ging mit Jenny Richtung Ausgang des Parks. "Jenny, warte mal!", rief Nate und wir drehten uns beide um. "Was gibts?", fragte sie ihn und schaute mich entschuldigend an. "Habt ihr vielleicht Lust heute Abend was zu unternehmen? Es ist nicht mehr lange bis zum Abschluss und wir wollen alle noch feiern gehen, bevor es zu spät ist." Erst schaute sie mich fragend an, als sie sah das ich sie anlächelte, lächelte sie ebenfalls. "Ich ruf dich an, wann ihr uns holen sollt." "Alles klar." Und dann gingen wir endlich.
Es war nicht weit bis zum Penthouse, aber es kam mir ewig lange vor. Jenny brachte mich in ihr Zimmer. Ich wusste ganz genau, wie alles aussah, was wo war und wie man wo hinkam. "Danke, Jenny.", murmelte ich und ließ mich ins Bett fallen. Sie seufzte. "Mir kommts vor als würde ich dich schon ewig kennen. Als hättest du die ganze Zeit gefehlt." Ich schaute sie lächelnd an. "Das hört sich total Soapmäßig an." Dann fingen wir beide an zu lachen. "Okay, wir müssen jetzt erst mal Chuck anrufen.", murmelte sie und tippte auf ihrem Handy rum. "Wer ist Chuck?", ich musste meine Identität ja geheim halten. Niemand würde mir das hier jemals glauben. Sie grinste. "Mein Stiefbruder." Ich nickte, stand auf und schaute mich im Schrank um. Genau mein Geschmack, genau das was ich auch anzog, das was ich mochte. "Oh man Jenny. Du hast genau den gleichen Klamottenstil wie ich.", lachte ich leise, weil sie ja gerade am Telefonieren war und ich hörte auch, wie sie leise kicherte. "Also, Chuck kommt gleich vorbei und dann klären wir alles ab, wegen deinen Papieren. Es sieht nicht so aus, als würdest du welche haben." Ich lachte. "Nein, nicht wirklich. Aber Jenny. Ich glaube deine BHs passen mir nicht." Ich hielt einen ihrer BHs an und Jenny schaute erstaunt auf meine Brüste. "Was zu Hölle hast du für riesen Möpse?" Ich warf sie mit dem nächst besten Gegenstand ab. "Wir müssen shoppen!", grinste sie und zeigte mir ihren Geldbeutel. "Darf ich vorher duschen? Ich fühl mich schrecklich.", fragte ich und sie schüttelte mit dem Kopf. "Niemals!" und schob mich direkt ins Bad. "ich such dir was schönes zum Anziehen raus. Werf mir dann am besten deinen BH raus, den du anhast. Dann musst du halt den noch mal anziehen.", grinste sie und verschwand auch schon aus dem Badezimmer. Das Duschen war total abgefahren. Überall stand super teures MakeUp, Parfum, Bodylotion. Sogar der Seifenspender sah total teuer aus. Ich ließ mir ein bisschen Zeit. Ich kam mir irgendwie total dreckig vor. Nur im handtuch bekleidet ging ich zurück zu Jenny ins Zimmer und da saß Chuck. "Oh.", lachte ich. "Jenny, kommst du kurz mit?" Ich musste ihr irgendwie davon erzählen. Wer ich wirklich war, wo ich herkam. "Was gibts?", fragte sie und ich schloss die Tür ab. "Hör zu. Warscheinlich hälst du mich für verrückt, aber ich vertrau dir jetzt was an. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass du mir glauben wirst und das du es auch für dich behälst. Ich komme nicht aus Amerika, sondern aus Deutschland, Frankfurt. Ich bin nicht von zu Hause abgehauen, sondern einfach auf dieser Parkbank aufgewacht. Ich weiß nicht was passiert ist oder wie ich hier hin komme. Gossip Girl ist bei uns keine Internetseite, sondern eine Serie und du bist eine der Hauptfiguren. Ich weiß das Nate und du was miteinander hattet und das Vanessa dir den Brief die ganze Zeit nicht gegeben hat. Ich weiß auch das Blair was mit Jack, Chucks Onkel, hatte und das stand nicht auf Gossip Girl, bis jetzt noch nicht. Oh Gott, Jenny. Das klingt so verrückt alles. Aber ich weiß nicht was ich machen soll." Mittlerweile saß ich auf dem Boden und war den Tränen so nahe, das ich schon total verschwommen sah. Jenny saß auf der Toilette und starrte mich stirnrunzelnd an. "Du bist ja krass.", sagte sie bloß. "Ich weiß nicht warum, aber irgendwie glaub ich dir. Wer denkt sich denn so eine krasse Scheiße aus?", lachte sie und setzte sich zu mir auf den Boden. "Ich würde sagen, du ziehst dir jetzt erst mal etwas an. Dann gehen wir zu Chuck und klären das alles. Willst du das wir es ihm erzählen?" Ich überlegte kurz. Konnte man Chuck trauen? "Ich weiß nicht. Mir wäre es lieber wenn nur du es weißt." Sie nickte. "Okay, dann müssen wir jetzt abgleichen, was wir ihm erzählen. Also. Du bist heute morgen auf der Parkbank aufgewacht und kannst dich an nichts mehr erinnern, außer daran, dass du weggelaufen bist und deine Eltern tot sind, ja? So ist es am einfachsten." Ich nickte und sie holte mir meine Kleidung. Sie hatte mir ein so tolles Outfit zusammen gestellt. Ich liebte dieses Mädchen jetzt schon. Schnell zog ich alles an und ging dann mit ihr zu Chuck. Wir erzählten ihm unserere erfundene Story und irgendwie glaubte er uns sogar. Zumindest stellte er keine Fragen sondern nicke nur und schrieb sich alles auf. "Ich werde sofort mit Lily reden und alles abklären. Um deine Papiere kümmere ich mich danach. Heute Abend wird alles da sein, also baut bis dahin bitte keinen Mist, sonst wird es wahrscheinlich ärger mit der Polizei geben." Ohne ein weiteres Wort ging er wieder raus. "Danke!", riefen Jenny und ich im Chor und fingen dann an zu lachen. "Können wir los?", fragte mich dann Jenny und ich schüttelte mit dem Kopf. "Ich hab meine Haare doch noch gar nicht gemacht und mich nicht geschminkt. Sie seufzte. "Beeil dich. Nate und die anderen kommen in 2 Stunden." Ich nickte und machte mich schnell fertig. Und dann gingen wir shoppen. Es war ein unglaubliches Gefühl nicht darauf achten zu müssen, wie viel man ausgab. Wenn mir etwas gefiehl nahm es Jenny einfach und bezahlte es. Es war toll. Wirklich toll. Eineinhalb Stunden später und wohl mehrere Millionen Euro weniger, eilten wir zurück zu Jenny und räumten alles ein. "Los zieh das an.", forderte mich Jenny auf. "Und das auch noch. Oh Gott, Nate wird dir aus der Hand fressen." Verwirrt schaute ich sie an. "Was willst du damit sagen?" "Das er total auf dich abfährt." Sie grinste. "Aber Jenny.. Du magst ihn doch." "Ach, Lola. Mach dir nicht solche Gedanken. Das mit Nate und mir hat nicht geklappt. Ich werd schon jemand finden." Ich nickte bloß und zog das an, was Jenny mir gab und ja. Es sah richtig toll aus. "Danke." Ich drückte sie an mich und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Was wäre ich bloß ohne dich."
 
 
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