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Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von William Shakespeare
erstellt: 03.07.2010
letztes Update: 13.08.2011
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Hauro zog die Tür zu und wandte sich zu Calcifer, der ziemlich sauer war: Er schrie so laut, dass Hauro sicher den Nachdruck in seiner Stimme bemerkte, aber zu leise, um Sophie zu wecken: "Sag mal, hast du noch alle Tassen im Schrank, so spät hier auf der Matte zu stehen? Sophie hat die ganze Zeit auf dich gewartet. Du bist die Liebe, die dieses Mädchen dir entgegenbringt, nicht verdient, denke ich mir manchmal, oder du hast sie nie ge-", der Rest des Satzes blieb ihm im Halse stecken, als er Hauros Gesicht sah; Die Augen zu schmalen Schlitzen verengt, sein blaues Haar wie bei einem starken Wind in alle Richtungen stehend. Kein Zweifel, Hauro war wütend. Noch wütender als Calcifer jedenfalls, der sich gleich hinter dem nächstbesten Holzscheit verkroch und plötzlich ein ganz kleines Flämmchen war, mit traurigen Äuglein und mitleidsheischendem Blick. Er ging mit langsamen Schritten auf ihn zu, beugte sich zu ihm hinunter und sagte ganz langsam: "Calcifer. Wenn du das noch einmal in den Mund nimmst, bekommst du einen Eimer Wasser ins Gesicht und zwar eiskalt. Wie kommst du auf die Idee, ich würde Sophie nicht lieben?" Calcifer zuckte zusammen, kaum war die Drohung ausgesprochen. Besonders das Wort eiskalt nahm er sich zu Herzen: "Lass doch deine schlechte Laune nicht an mir aus.“, quängelte der plötzlich so kleine Dämon. Mein Gott war Hauro schlechter Laune. Was da wohl passiert sein mag. Doch Hauro bemerkte ihn gar nicht mehr, denn Sophie war von der Lautstärke, in der Hauro gesprochen hatte, aufgewacht. Schläfrig blinzelte sie mit den Augen: „Mach doch bitte nicht so seinen Lärm, Calcifer.“ Sie drehte sich um, bemerkte erst jetzt, dass Hauro im Zimmer stand. „Hauro!“, rief sie freudig. Sofort ging er zu ihr, nur Augen für das silberhaarige Mädchen: „Entschuldige bitte, dass ich dich geweckt habe, Liebling. Schlaf ruhig weiter.“Sophie wurde immer aufgeregter und wacher: „Nein! Hauro, wo warst du bloß? Ich habe mir Sorgen gemacht, ich-“, Hauro drückte ihr einen Finger auf den Mund: „Pscht. Nicht aufregen. Ich bring dich jetzt ins Bett. Schlaf ruhig.“, wiederholte er mit einer beruhigenden Singsangstimme. Erst wollte Sophie widersprechen, war dann aber doch zu müde und schien es sich anders zu überlegen. Hauro bestärkte sie in ihrem Entschluss, hob sie hoch und küsste sie mitten auf den Mund. Sophie gab sich ganz diesem Kuss hin und entspannte sich vollkommen. Während des Kusses trug Hauro sie weg von dem Schaukelstuhl in seine Arme, die Treppe hoch in ihr Zimmer, welches in einem Giebel des Schlosses lag und sehr verwinkelt war. Er stoß die Tür auf:
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