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von Toffifee
erstellt: 20.06.2010
letztes Update: 20.06.2010
Geschichte, Romanze / P12
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Blair POV
"Hören sie mir mal zu. Sie haben jetzt genau noch zwei Stunden, um aus diesem Raum die perfekte Location für meine Hochzeit zu machen, und ich will nicht, dass Charles Bass mich vor dem Altar sitzen lässt, nur weil sie zu unfähig sind, die Blumendeko ordentlich hinzubekommen!", Blair stand in der Mitte des kleineren der gemieteten Säle im Met, wo die Trauung stattfinden würde. Der Größere war für die Party danach gedacht. Und wie es dort aussah, wollte sie sich gar nicht vorstellen.
Die Leute vom Partyservice sahen sie so an, als hätten sie keine Zweifel daran, dass Chuck Blair sitzen ließ, aber nicht, weil ihm die Blumendeko nicht zusagte.
"B! Da bist du ja!", Serena hatte den Saal betreten und strahlte mit ihren 1.75 m und dem bezaubernden Lächeln mit ihrem pastellrosa Kleid um die Wette. Blair hatte das Kleid für ihre einzige Brautjungfer selbst ausgesucht. Es sollte Serena hübsch machen, aber nicht schöner als sie selbst, denn heute war ihr großer Tag. Gesetz dem Fall, diese unfähigen Volltrottel vom Partyservice bekamen das mit der Deko noch auf die Reihe.
"Blair, bist du dir eigentlich im Klaren darüber, dass es bloß noch knapp zwei Stunden bis zur Trauung sind und du weder in deinem Kleid steckst noch überhaupt annähernd gestylt bist?"
Blair sah an sich herunter. Ja, Serena hatte Recht, aber wie sollte sie sich bitten sorglos zurechtmachen lassen, während hier draußen das Chaos herrschte?
Es war, als ob Serena ihre Gedanken gelesen hätte. "Überlass das hier draußen ruhig mir. Sonst denkt Chuck noch, du nimmst die Hochzeit nicht ernst, wenn du noch nicht mal ein Kleid trägst."
Wie konnte Serena nur so etwas sagen?
"Wenn ich in meinem ganzen Leben jemals etwas ernst genommen habe", antwortete Blair leicht gereizt. "Dann ist es diese Hochzeit. Selbst Yale ist nichts im Vergleich hierzu."
"Na also", Serena lächelte noch mehr. "Und jetzt mach, dass du auf den Schminkstuhl kommst. Sonst stehst du noch hier und dirigierst die Leute, wenn die Musik einsetzt."
Überredet, aber keinesfalls überzeugt machte Blair sich auf den Weg in das kleine Seitenzimmer, in dem sie geschminkt, frisiert und angezogen wurde, wie sie es sich immer für ihre Hochzeit gewünscht hatte und wie es in ihrem Kopfkino schon unzählige Male geschehen war. Alles würde perfekt werden.
Sie bemerkte kaum, wie die Zeit verging und ständig wurde die Tür auf und zu gemacht. Mal kam ihre Mutter herein, mal Serena und Jenny Humphrey, die kleine Jenny Humphrey, war die ganze Zeit über bei ihr weil sie das Kleid entworfen hatte, und versuchte es (und folglich Blair) optimal in Szene zu setzen. Das letzte Mal, dass die Tür aufging, war, als ihr Vater hereinkam. Blair freute sich so sehr, dass er es geschafft hatte, sie heute zum Altar zu führen (und sie somit nicht Cyrus nehmen musste, den sie immer noch nicht wirklich leiden konnte), dass sie ihm überstürzt in die Arme fiel und damit beinahe ihre Frisur zerstört hätte.
Jetzt konnte ihr großer Tag endlich starten. Und selbst wenn die Blumen nicht aussahen, wie sie sollten, was machte das schon? Ihr Vater würde sie zum Altar führen, um den Mann zu heiraten, den sie liebte.
Sie hatte unzählige Male von Frauen gehört, die sich vor Angst und Aufregung vor ihrer Trauung übergaben und hyperventilierten. Sie selbst konnte das nicht verstehen. Wieso sollte sie vor so einem wundervollen Moment Angst haben?
Das war kindisch und schwachsinnig. Und sogar ganz im Gegenteil, Blair freute sich so sehr darauf, endlich Blair Bass zu werden, dass sie Mühe hatte, nicht loszurennen. Das einzige, was sie zurückhielt, war die Tatsache, dass dies auch der letzte Moment war, den sie unverheiratet war. Und dass es einer der wenigen Momente war, in denen sie ihren Vater ganz für sich allein hatte.
"Mein Blair-Bär.", flüsterte er als sie den Gang entlang nach vorn gingen und sie die vielen Gäste erhoben, um sie anzusehen. Seine Stimme wirkte tränenerstickt. "Es freut mich diesen Augenblick mit dir teilen zu dürfen."
"Niemand wäre mir lieber gewesen, Dad.", ein Seitenblick verriet ihr, dass die Partydekorateure nicht ganz so unfähig waren, wie es ausgesehen hatte.
Und dann schaute sie nach vorn. Sie wusste, dass sie heute wunderschön aussah, mit dem weißen etuiartigen Kleid und der eleganten Hochsteckfrisur, das beides stark an Audrey Hepburn erinnerte. Und sie wusste auch, dass Serena heute nicht annähernd so schön war, in dem hübschen blassrosa Tüllkleid und wie sie da vorn stand und Blair freudestrahlend ansah. Und sie wusste auch, dass Nate ganz rechts unglaublich gut aussah und seine grünen Augen leuchteten als er Blair sah.
Aber das war jetzt vorbei. Nate war jetzt Geschichte. Für Blair zählte nur die Person, die zwischen Nate und dem Pfarrer stand, die Person, die für Blair heute am allerschönsten war: Chuck Bass.
Wie viele Gesichtsausdrücke hatte sie schon auf seinem Gesicht gesehen?
Wut. Schmerz. Begierde. Lüsternheit. Bösartigkeit. Das Gesicht, das er immer hatte, wenn er betrunken war. Freude. Glück. Und sogar wahre Liebe.
Aber nichts davon, keine von diesem Emotionen konnte das beschreiben, was sich gerade auf Chucks Gesicht widerspiegelte. Und Blair konnte es auch nicht beschreiben. Aber es gab ihr das Gefühl, dass sie es richtig machte, was sie tat, und zwar für immer. In seinen Augen würde es immer richtig und gut sein, weil er sie mehr liebte als alles andere auf dieser Erde. So sehr, dass nicht nur er es sich lange Zeit nicht eingestehen wollte.
Aber das war jetzt vorbei. Angst war jetzt Geschichte. Jetzt gab es nur noch sie, sie beide.
Chuck und Blair. Blair und Chuck.
"Chuck Bass.", wisperte Blair leise als sie vor Chuck zum Stehen kam. "Drei Wörter. 12 Buchstaben. Sag es, und ich bin dein."
"Ich liebe dich."
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Hoffe, es hat euch gefallen :)
Toffifee
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