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von Mariachi    erstellt: 15.06.2010    letztes Update: 15.06.2010    Geschichte, Humor / P12    (abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Mein Rudel hat mich gegoost:
Ich hoffe man darf zweimal die Woche jemanden goosen. Augenzwinkern GOOOSE! Da ich gerade "Dirty Dancing" gucke und diesen Film schon seit Jahren liebe, möchte ich einen OS von dir. Und zwar ein Crossover von HP und "Dirty Dancing". Wie, was und wann bleibt dir überlassen, aber ich will was zu Lachen haben. großes Grinsen EDIT: Zeit hast du übrigens bis zum 2.7. Augenzwinkern

Ungebetat - von daher dankbar für Hinweise auf Stil- und Orthographische Fehler

Disclaimer: Die Geschichte ist Fanfiction und beinhaltet als solche Figuren der Autorin J.K. Rowling und in diesem Fall aus dem Film "Dirty Dancing" - war nie meins, ist nicht meins, wirds auch nie sein.

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Severus Snape zerrte unbehaglich die ungewohnt engen Muggelkleider zurecht, ehe er vor die Tür trat. Flirrende Hitze und die gleißende Helligkeit eines strahlenden Hochsommertages schlugen ihm wie eine Wand entgegen. Er kniff die Augen zusammen und wünschte sich umgehend zurück in sein kühles Kerkerlabor in Hogwarts. Oder wenigstens in einen luftigeren Aufzug. Warum nur taten sich die Muggel bei diesem Wetter derart beengende, starre Kleidung an? An ihm jedenfalls klebten Jeans und T-Shirt nach wenigen Schritten auf dem schattenlosen Kiesweg wie eine Meute feierlustiger Vampirflöhe an einem Säufer.
»Nur ein kleiner Ausflug Severus« hatte Dumbledore gesagt. »Wir sammeln Mundungus ein, ehe er Schaden anrichten kann, und verschwinden.« Snape schnaubte verächtlich. Als Arthur Weasley ihnen berichtete, Fletcher habe vor in einem Ferienresort der Muggel verzauberte Andenken zu verkaufen, und darum bat ihn aufzuhalten, ehe das magische Umkehrkommando anrückte, war klar, die Angelegenheit konnte nur in einem Desaster enden.
Tagediebisches Pack wie Mundungus Fletcher lebte davon in Schwierigkeiten zu geraten - und andere mit hineinzuziehen.
Zwischenzeitlich war Snape bei einer Gruppe von Gebäuden angelangt und betrat dasjenige, welches ihm von Dumbledore als Treffpunkt genannt worden war. Der schmale Flur, in dem er sich wiederfand, roch nach altem Schweiß und Bohnerwachs.  Entlang der grob verputzten Mauer reihte sich eine Anzahl verschlossener Spinde, davor stand eine lange hölzerne Bank. Er runzelte die Stirn und blickte sich verwirrt um. Neben der Tür am Ende des Ganges befand sich ein großes Fenster, durch das er in einen lichtdurchfluteten Raum blicken konnte. Dort drehte Dumbledore gerade einige gekonnte Pirouetten vor einer verspiegelten Wand, an der eine Art Geländer angebracht war.
Snape trat ein. »Ah, Severus - schlechte Neuigkeiten« rief der Direktor ihm vergnügt zwinkernd zu. »es wird ein wenig dauern, bis man die beiden Muggel aus dem St. Mungos entlässt. Dungs Ansichtskarten hatten es in sich.« »Großartig« knurrte Snape »Und nun?« »Und nun übst du besser für deinen großen Auftritt heute Abend, während ich dir eine Tanzpartnerin  besorge.« sagte Dumbledore lächelnd. Mit einem lockeren Schwung seines Zauberstabes erklang laute, südamerikanische Tanzmusik und Snape stand in glänzenden Leggings und rosa Gymnastikschläppchen mitten im Zimmer. Mit einem leisen Knall erschien eine Kopie des Muggelmannes, dem im St. Mungos vermutlich soeben die zitronengelben Federn ausgerupft wurden, deren Wachstum Fletchers Ansichtskarten verursachte.
Bevor der verdutzte Tränkemeister etwas erwidern konnte, packte ihn das Duplikat forsch an der Hüfte und begann einen flotten Flamenco zu tanzen. Er wandte sich wütend und hilfesuchend zugleich um, aber Dumbledore war kichernd verschwunden.

»Sir, ich soll bitte was?« Hermione Granger verschluckte sich beinahe an ihrem Eisbecher. Sie war mehr als überrascht gewesen, als Albus Dumbledore aus heiterem Himmel vor ihr stand und sie zu einem Eis einlud. In dem Ferienresort voller Muggel, das ihre Eltern für die Sommerferien ausgewählt hatten, wirkte der Zauberer in seinem fliederfarbenen Samtanzug (die Farbe biss sich fürchterlich mit dem Grün seines Satinhemdes) so deplatziert wie ein stepptanzender Hauself in einem Kloster.
Bei der Geschichte, die er ihr vortrug, blieb ihr allerdings schlicht der Mund offen vor Staunen. »Nun, Mrs Granger, unglücklicherweise kamen Professor Snape und ich einen Moment zu spät. Mundungus hatte bereits eine seiner Ansichtskarten an ein Muggelpäärchen verkauft, die sich beim Betrachten in überdimensionale Kanarienvögel verwandelten. Wie sich herausstellte, handelt es sich dabei um die beiden Chefanimateure dieses herrlichen Fleckchens. Der Tanzlehrer Johny Castle und seine Partnerin Penny Johnsson. Ihr Fehlen würde auffallen, zumal das Paar heute Abend einen Auftritt hat. Eine unglückliche Verkettung tragischer Umstände.« Das vergnügte Zwinkern seiner Augen straften seine Worte Lügen. Dumbledore fand die Umstände ganz offensichtlich keineswegs tragisch. Er schien sich vielmehr köstlich zu amüsieren. »Glücklicherweise war Professor Snape bereit, mit Hilfe eines Verwirr-Zaubers in die Rolle des Mannes zu schlüpfen. Wenn Sie noch seine Partnerin ersetzen, ist die Situation gerettet. Leider bin ich selbst ein miserabler Tänzer.«
Hermione konnte ihm den belustigten Gesichtsausdruck nicht verübeln. Sie hatte bereits einige Shows des Paares gesehen, mit ihren beinahe erotischen Tanzeinlagen waren sie das Highlight der täglichen Gala. Sich Snape als tanzenden Don Juan vorzustellen und nicht laut loslachen zu dürfen grenzte an Körperverletzung. Der Gedanke daran, das sie es war die da mit Snape eine kesse Sohle aufs Parkett legen sollte erstickte diesen Reflex allerdings im Keim.

Snapes Stimmung war mittlerweile von zornbebend auf mordlustig umgeschlagen. Wo zum Teufel blieb Dumbledore? Diese lausige Kopie eines Tanzlehrers trieb ihn bereits seit über 2 Stunden gnadenlos an. Er keuchte und schwitzte, seine Muskeln schmerzten und zu allem Überfluss war dieser blasierte Schönling dazu übergegangen, seinen Korrekturen an Snapes Haltung mit einer zusammengerollten Zeitung Nachdruck zu verleihen. »Brust raus, Bauch rein, Rücken gerade, Füße strecken beim Sprung« rief er in strengem Befehlston und versetzte dem jeweils genannten Körperteil einen Klaps mit der Zeitung.
Aber egal was Snape auch versuchte die Kopie ließ sich nicht wegzaubern.
Endlich öffnete sich die Tür zum Gymnastikraum, der Trainer verpuffte und der Tränkemeister sank atemlos zu Boden.
»Schlimmer kann es nicht mehr kommen« dachte er sich, dankbar, dass ihn hier niemand kannte.
»Wundervoll Severus, ich wusste gar nicht, dass du ein so begnadeter Tänzer bist« hörte er Dumbledores glucksende Stimme. Er fuhr hoch, im Geiste bereits die Hände um Albus‘ Hals gelegt und erstarrte. Entsetzt blickte er in das Gesicht Hermione Grangers, die sich mühsam das Grinsen verkniff, während Dumbledore pfeifend aus dem Raum hüpfte.


Der Abend war bereits weit fortgeschritten als Hermione Granger und Severus Snape schließlich formvollendet und feurig auf der Bühne ihren Flamenco präsentierten. Das Publikum klatschte begeistert im Takt der Musik. Dumbledore sass mit baumelnden Beinen auf einer halbhohen Mauer etwas abseits und blies bunte, leuchtende Rauchringe aus einer gewaltigen Meerschaumpfeife in den Nachthimmel. Die kleine graue Katze neben ihm verwandelte sich in die Gestalt einer Frau. »Miss Granger verdient einen Orden für ihre Engelsgeduld, ich habe die beiden bei den Vorbereitungen beobachtet.« sagte Minerva McGonnagal leicht pikiert. »Und das Verwundetenabzeichen - er tritt ihr ja dauernd auf die Füße« Mad Eye Moody gesellte sich zu den beiden, sein gesundes Auge fest auf das Tanzpaar geheftet, während sein magisches Auge das Muggelpublikum forschend beobachtete - niemandem schien aufzufallen, dass die eigentlichen Tänzer ersetzt worden waren. »Sehr schön ausgeführter Confundus-Zauber« nickte er anerkennend. »Danke Alastor« schmunzelte Dumbledore. »Und was meinst du Minerva?« Die Angesprochene kramte mit verzogenem Gesicht etwas Winziges, Rundes aus den Falten ihres Umhangs. »Wer konnte schon ahnen, daß du dir Arthur Weasley und Mundungus Fletcher zu Hilfe holst und sogar noch 2 Muggel ausser Gefecht setzst.« sagte sie verdrießlich. Sie legte den Gegenstand in die erwartungsvoll ausgestreckte rechte Hand des Schulleiters. »Gratuliere Albus, du hast gewonnen.« Albus Dumbledore steckte sich das Zitronenbrausebonbon in den Mund und lächelte zufrieden.
 
 
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