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Geschichte: Fanfiktion
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von Mariachi
erstellt: 15.06.2010
letztes Update: 15.06.2010
Geschichte, Romanze / P12
(abgebrochen, keine anonymen Reviews)
Goose! So, nun bist du dran! Dein Stil ist ja eher das romantische! Einen OS hätte ich bitte gerne (mind. 1000 Wörter) und es soll romantisch, nicht kitschig sein! Natürlich soll der liebe Severus und Hermine darin vorkommen. Die beiden sollen darüber diskutieren, wie ihre zukünftigen Kinder heißen sollen... Bin gespannt Augenzwinkern Zeitvorgabe gibts keine. Wenns mir zu lange dauert, dann erinnere ich dich freundlich großes Grinsen Edit: Mist schon wieder zu langsam! Wollte aereth goosen!!! Tja, liebe Mariachi, siehst du dich in der Lage die Aufgabe zu erfüllen? Jetzt trifft es dich!
Von daher - ein allererster und hoffentlich einmaliger Ausflug in den Bereich der Romanze - absolut nicht mein Ding ;)
Disclaimer: Die Geschichte ist Fanfiction und enthält als solche Figuren der Autorin J.K. Rowling - sind ihre und bleibens auch.
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Seit Tagen schon fiel Regen in schweren Tropfen, trostloses Wetter, das jeden, der nicht unbedingt aus dem Haus musste in die Trockenheit der eigenen vier Wände flüchten ließ.
Die dichtgeschlossene Wolkendecke ließ das Tageslicht dämmrig und grau wirken und tat damit ihr Übriges um die sonst so belebten Straßen des Vororts in dumpfe, verlassene Häuserschluchten zu verwandeln.
Es war keine angenehme Gegend, endlos und dicht aneinander gedrängt reihten sich hier alte, schäbige Fassaden mit bröckelndem Putz und kaputten Regenrinnen, die niemand reparierte.
Eine junge Frau trat so plötzlich aus dem Schatten einer Litfaßsäule als wäre sie dort eben aus dem Nichts erschienen, blickte sich kurz und mit sichtlichem Unbehagen um, bevor sie den Kragen ihres Mantels hochschlug, den Kopf vor dem Regen senkte und
mit raschen Schritten auf das letzte Haus in der Gasse zulief. Aus dessen Fenstern allein fiel Licht auf das nassglänzende Kopfsteinpflaster, beinahe wie ein Versprechen von Wärme und menschlicher Gesellschaft.
Severus Snape zog leise die Vorhänge zu und wandte sich um. »Du kannst auftragen Dobby, sie ist da.« Der Hauself verbeugte sich tief, wobei die grobgestrickte Mütze, die er trug von seinem Kopf rutschte.
»Ja Sir, Dobby wird alles in wenigen Minuten zu Sirs Zufriedenheit vorbereitet haben.« krächzte er.
Hastig zog er die Mütze wieder über seine übergroßen Ohren und trippelte geschäftig aus dem Raum.
»Nun, dann verabschiede ich mich besser« Lucius Malfoy erhob sich schwerfällig aus seinem Sessel. Snape nickte stumm. »Ich rate dir, über meine Worte nachzudenken Severus, du machst dich vor der gesamten Zaubererschaft zum Narren.« Malfoy sah Snape eindringlich an. »Glaube nicht, ich könne nicht verstehen, was dich zu ihr hinzieht, auch ich bin ein Mann und keinesfalls blind.
Trotzdem - ein Zauberer deines Formats und diese aufdringliche, besserwisserische .... Person!« endete er mit Blick auf Snapes warnenden Gesichtsausdruck. Die Türglocke schellte und kurz darauf hörte man die quiekende Stimme einer weiteren Elfe, die den Besuch freudig begrüßte.
»Du hast deinen Standpunkt verdeutlicht Lucius. Vielen Dank.« erwiderte Snape grimmig. Lucius Malfoy wandte sich kopfschüttelnd zum Gehen. In diesem Moment schwang die Tür auf und wurde von einer ältlichen, kleinen Hauselfe in sorgfältig gepflegtem Blümchenkleid, gestärkter Schürze und - wie bereits bei Dobby - einer gestrickte Mütze in schrillen Farben quer über den Fledermausohren für den Neuankömmling offen gehalten. »Miss Hermione, Meister« meldete Winky und berührte beinahe den Boden mit ihrer Nase. Die Mütze schwebte sachte einige Milimeter über ihrem kugelrunden Kopf und setzte sich beinahe keck leicht schräg auf die Ohren zurück, als die Elfe sich wieder erhob und den Raum verließ. Snapes missmutiges Gesicht erhellte sich als Hermione strahlend eintrat, um ihn zur Begrüßung zu umarmen.
Malfoys schmale Lippen verzogen sich zu einem spöttischen Lächeln. »Miss Granger. Welch Vergnügen sie wieder einmal zu sehen. Wie ich sehe, ist Ihnen die Reise blendend bekommen. Ihnen und ihrem ... ah ...« sein Blick glitt leicht anzüglich ihrer Figur entlang nach unten
zu ihrer Mitte, wo sich unter der eng anliegenden Muggelkleidung deutlich eine Schwangerschaft abzeichnete. »... Nachwuchs. Wann ist das ‚freudige‘ Ereignis denn zu erwarten?«
Hermiones Augen verengten sich leicht. »Mr. Malfoy« begrüßte sie ihn mit einem knappen Nicken, während sie sich von Snape löste. »Danke der freundlichen Nachfrage. In etwas weniger als 4 Monaten.«
Malfoy setzte zu einer Antwort an, doch Snape unterbrach ihn »Mr. Malfoy wollte uns soeben verlassen. Ich werde ihn kurz hinausbegleiten. Lucius?« wandte er sich auffordernd an den ehemaligen Todesser. Dieser lachte kurz und spöttisch auf. »Nicht nötig Severus,
ich finde den Weg alleine. Junges Glück soll man ohnehin nicht stören.« Er wandte sich erneut zum Gehen, hielt jedoch in der geöffneten Tür noch einmal inne »Achja lassen Sie mich wissen, wenn es Neuigkeiten gibt, Miss Granger - meine Dienstboten schließen bereits Wetten
ab bezüglich Geschlecht, Namen und äh Haarfarbe des Kindes.« Snape wirkte nun nicht mehr mürrisch, sondern nachgerade zornig, seine Hand glitt unwillkürlich in Richtung seines Zauberstabes, doch Hermione legte die ihre beschwichtigend auf seinen Arm.
»Zu Geschlecht und Haarfarbe kann ich nichts sagen - aber Sie können ihren Dienstboten berichten, das das Kind, sollte es ein Mädchen werden, den Namen Rose tragen wird. Sollte es ein Junge sein, wird er Hugo heißen.« sagte sie kühl. »Entzückend« griente Malfoy und ging.
»Hugo?!?« fragte Snape halb belustigt, als sie endlich alleine waren. Hermione kicherte leise und zog neckend an den Umschlägen seines Umhangs. »Immer noch besser als dein Marduk und Andromache« und folgte dem kleinen silbernen Glöckchen, das in das Zimmer
geschwebt war, um zum Essen zu rufen. »Was ist an den Namen auszusetzen?« rief Snape ihr hinterher, ehe er seinerseits in das Speisezimmer trat.
Dobby hatte sich wirklich selbst übertroffen, das sonst so nüchterne und schmucklose Zimmer war kaum wiederzuerkennen. Der Tränkemeister nahm sich vor, ihm und auch Winky eine kleine Belohnung zukommen zu lassen. Über einer weiß gedeckten Tafel mit feinstem Porzellan und Kristall schwebten winzige Sonnenfeen und tauchten den Raum in ein warmes, facettenreiches Licht, Rosen verströmten ihren betörenden Duft und im Kamin prasselte anheimelnd ein Feuer. Winky stand mit dem Wein bereit, und als sie sich setzten, blühte auf ihren Tellern die Vorspeise zu einem lebendigen Frühlingsgarten auf. Das fand Snape dann doch ein wenig übertrieben, aber Hermione leuchtete buchstäblich vor Begeisterung und lobte die Hauselfen wortreich und überschwenglich. Dobbys Ohren begannen vor Freude über das Lob zu glühen was Winky dazu veranlasste die zu kokeln beginnende Wollmütze mit Wasser zu löschen. Während des Essens sprachen sie nicht viel, sie sahen sich an lächelten einander zu und genossen die vorzüglichen Speisen.
Genau das schätzte er an ihrer Gesellschaft so sehr - miteinander sprechen oder auch einfach nur schweigen zu können ohne Zwang, Form oder schlechtes Gefühl.
So vertraut hatte er sich seit seinem Bruch mit Lilly nie wieder gefühlt und auch jeden noch so zarten Anflug von Hoffnung auf ein neues Glück eisern hinter einen Wall aus Zynismus und Hass auf Potter gezwungen.
Aber dann ... als er sterbend mit zerissener Kehle in der jaulenden Hütte lag und das Gift Naginis heiß und schmerzhaft durch seine Adern floß mußte er sich öffnen, sonst wäre alles, alles umsonst gewesen.
Ausgerechnet Potters Sohn ... alter Hass flammte kurz auf. »Nein«, rief er sich innerlich zur Ordnung »Lillys Sohn.«
Er war fassungslos, als er wieder zu sich kam und ihm klar wurde, dass er überlebt hatte. Und verzweifelt, sein Gesicht hatte er verloren, wie sollte er je wieder irgendjemandem in die Augen blicken können, nachdem Potter alles wusste. ALLES.
Hatte er nicht genug bezahlt für seinen Verrat an Lilly? Hermione war es gewesen, die es, wusste Merlin oder Albus wie - ihm war es nach wie vor ein Mirakel - schaffte durch seine Mauern zu dringen. Auch der Rest des Phönixordens bewies ihm Respekt und Loyalität, aber Hermione
war der Dreh- und Angelpunkt. Dafür liebte er sie.
»Aber Severus, du hörst mir ja gar nicht zu - wo bist du bloß mit deinen Gedanken? Wollen wir in das andere Zimmer gehen für den Tee? Ich habe dir eine kleine Überaschung mitgebracht.« Sie lächelte. Seit sie schwanger war, lächelte sie fast immer fiel ihm auf. Snape entschuldigte sich und begleitete sie in den Wohnraum, wo sie sich in den bequemen Sesseln vor dem Kamin niederließen. Dobby brachte ein Tablett mit Tee und Gebäck, eine Spur kleiner Pfützen hinter sich herziehend, die von Winky eiligst trockengezaubert wurden
nicht ohne dabei leise zu zischeln, wo sie Dobby gerne noch einheizen würde ausser an den Ohren.
Hermione ließ mit einem kurzen Schwung ihres Zauberstabs ein Muggelgerät auf dem Tisch erscheinen, aus dem langsame Musik erklang. »Glenn Miller - ich dachte, das würde dir gefallen« sie strahlte ihn an und streckte ihm eine Hand entgegen an der ein schmaler Ring steckte.
»Komm, laß uns tanzen« sagte sie und zog ihn zu sich. Snape nahm sie sanft in die Arme und sie wiegten sich sanft im Takt der Musik. Ihren Körper so nah an seinem zu spüren, ihr zartes Parfum zu riechen, sie in den Armen zu halten raubte ihm fast den Atem.
Seine Erregung wuchs mit jedem Tanzschritt, er begehrte sie mehr als alles andere, er wollte sie fühlen, sie riechen und berühren. Hier und jetzt. Da fiel sein Blick wieder auf den schmalen Ring an ihrer rechten Hand und sein Herz fühlte sich plötzlich eisig an
»So glücklich wie du bist nehme ich an, du konntest deine Angelegenheiten klären?« fragte er mit einem Hauch Traurigkeit in der Stimme.
»Ja wir konnten uns aussprechen. Ich bin sehr glücklich darüber. Aber nun erzähle doch Severus, wie ist es dir ergangen in den letzten 4 Wochen? War es schlimm? Das Getratsche und die Gerüchte?« Ja wäre die ehrliche Antwort gewesen. Seit Hermione vor einem halben Jahr weinend und verzweifelt vor seiner Türe stand war sein Leben nicht einfacher geworden.
Ron Weasley, rasend vor Eifersucht, war nicht davon abzubringen Kimmkorns bösartigen Schmierereien über eine angebliche Affaire zwischen ihm - Snape - und ihr glauben zu schenken. Zum endgültigen Eklat kam es, als Hermione einige Wochen später feststellte, dass sie Weasleys Kind erwartete. Kimmkorn brachte das in ihrer Animagusgestalt in Erfahrung und schrieb einen Artikel, der an Bosheit
und diversesten Mutmaßungen nicht zu überbieten war. Keine Stunde hatten sie beide von da an in Ruhe verbringen können. Die einen warfen ihm vor ein lüsterner Greis zu sein, der um eines 2. Frühlings willen sich mit einer blutjungen Frau zum Narren machte, die anderen
warfen Hermione vor, Snape aus Machtgier das Kind eines anderen unterschieben zu wollen und wieder andere - inklusive Ron Weasley, der natürlich seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet sah - warfen ihnen beiden vor Weasley Hörner aufgesetzt zu haben.
Nun - sie hatte sich also mit Weasley ausgesprochen. Bitterkeit flutete durch Snapes Brust, es schien, als hätte er wieder einmal verloren. Wieder zog die Frau, die er liebte mit einem anderen Mann davon.
Er atmete tief durch, sah das Glück in ihren Augen und lächelte. »Aber diesmal« dachte er, während er ihr eine widerspenstige Locke aus dem Gesicht strich und sie sanft auf die Stirn küsste »aber dieses Mal verliere ich sie wenigstens nicht.«
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