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von Satansbratn
erstellt: 09.06.2010
letztes Update: 23.03.2011
Geschichte, Allgemein / P18
(abgebrochen)
Titel: Still Standing
Autor: Satansbratn
Rating: PG-12
Setting: X-Men 3: The Last Stand
Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an X-Men gehören Marvel. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spass geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen.
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Autor: Satansbratn
Rating: PG-12
Setting: X-Men 3: The Last Stand
Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an X-Men gehören Marvel. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spass geschrieben und nicht, um damit Geld zu verdienen.
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Still Standing
And the battle‘s just begun
There‘s many lost, but tell me who has won
The trench is dug within our hearts
And mothers, children, brothers, sisters torn apart
[U2 – Sunday Bloody Sunday]
Der Krieg war vorbei. Die Schlacht war entschieden. Sie hatten gesiegt. Doch zu welchem Preis? Die Welt, die Menschheit schien gerettet. Doch unter diesen beiden Rassen würde nie wirklich Friede herrschen. Zu verschieden waren die Gegner auf beiden Seiten. Zu ungleich waren ihre Waffen. Zu gegensätzlich ihre Ansichten.
Sie hatte in ihre Gesichter geblickt, hatte Angst und Hass darin gesehen. Auf beiden Seiten. Wie Tiere waren sie aufeinander losgegangen, kannten Bruder und Schwester plötzlich nicht mehr. Nur weil sie auf einmal anders waren. Anders als der Standart und die Gesellschaft es von ihnen erforderten. Weil man sie nicht mehr unter einem einzigem Wort zusammenfassen konnte. Was machte es für einen Unterschied? War dieses eine Wort, das die Medien immer nur mit groß aufgemachten Berichten brachten und selbst erfahrene Reporter nur mit zittriger Stimme aussprachen, so etwas gefährliches? Mutant. Was war dabei? Wie konnten ein paar harmlose Buchstaben zu solch einer Zerstörung, solch einem sinnlosem Töten führen?
Einen Moment starrte sie auf die trockene, rissige Erde zu ihren Füßen. Dies war nie ein Ort des Friedens gewesen, hatte es nie sein sollen. Seit jeher hatten die Menschen alles dafür getan, dass die Erde, auf der sie standen, sich nicht entfalten konnte. Dieser Ort war von Gewalt geprägt. Er hatte Blut in sich aufgesogen und war von Schreien der Gewalt, der Angst erfüllt gewesen.
Sie würde nicht zulassen, dass dieser Ort nur noch von Blut und Gewalt beherrscht sein würde. Durch diesen Kampf war vielleicht Frieden gesät worden. Und sie würde für diesen Frieden der Rassen, so kurz er auch sein mochte, kämpfen.
Ruckartig wandte sie den Blick ab, als könnte sie den Anblick der geschundenen Erde nicht länger ertragen. Ihre dunklen Augen suchten den Himmel, beobachteten seine unermessliche Weite. Freiheit. Wann würde sie der Habgier der Menschen zum Opfer fallen? Wenn sie den Vögeln nicht ihre Flügel nehmen können, werden sie sie einsperren.
Aber sie würden kämpfen. Mit einem Schrei würden sie sich gegen die Ungerechtigkeit, die Intoleranz der Menschen auflehnen und kämpfen. Sie waren keine Rasse, die unbemerkt untergehen würde. Sie waren Krieger. Sie waren stark. Und sie würden alles dafür tun, dass man sie akzeptierte.
Das leise Knirschen von Steinen unter schweren Stiefeln riss sie aus ihren Gedanken. In einiger Entfernung, die gerade noch respektvoll war, stoppten die Schritte. Wer auch immer es war, hatte genug Anstand, sie nicht zu stören.
Langsam drehte sie sich ein Stück nach hinten, um den Ankömmling anzusehen. Logan stand neben der bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Karosserie eines Autos und beobachtete sie. Seine schwarze Uniform hing in Fetzen von seinem Körper herab, sie konnte die bloße Haut darunter erkennen. Das Werk einer Wahnsinnigen. Das Werk einer geliebten Schwester.
„Wir sollten gehen.“
Logans Stimme war leise, fast schon ein Flüstern. Er trat langsam einen Schritt näher, als hätte er Angst sie zu verschrecken wie ein scheues Tier. Mit einer ruhigen Bewegung legte er ihr eine Hand auf die Schulter, zog sie leicht zurück, an sich heran. „Du kannst hier nichts mehr tun.“
„Aber...“
Sie wollte protestieren, ihm sagen, dass es durchaus noch etwas zu tun gab, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken. Ihre dunklen Augen weiteten sich kaum merklich und sie wandte ihren Blick zur Seite, dorthin wo die dunkle Verkleidung der Blackbird in einem der wenigen Sonnenstrahlen funkelte.
„Ist sie..?“ Ihre Stimme war nur ein tonloses Flüstern, erfüllt von Angst und Schmerz.
Logan folgte ihrem Blick und nickte traurig. Es war ein harter und langer Kampf gewesen, doch Katherine Pryde war ihren gravierenden Verletzungen vor wenigen Minuten schließlich erlegen. Der Kampf mit Phoenix, mit Magneto und dem Militär hatte viel gefordert. Zu viel.
Sie starrte wieder auf den Boden, entdeckte etwas, dass sich erst bei genauerem Hinsehen als Blut entpuppte. Es konnte nur von einem Wesen in diesem Kampf stammen. Es gab nur zwei Leben, die an diesem Tag durch Blut verloschen waren. Alle anderen Leben, die gefordert worden waren, waren im Wind zu Staub zerfallen. Wie Charles.
Der Gedanke an ihren Mentor trieb ihr Tränen in die Augen. Sie fragte sich, warum er hatte sterben müssen. Charles Xavier war ein Kämpfer für den Frieden gewesen. Warum also hatte dieser Frieden sein Leben gekostet? Warum hatte das Wesen, das sich Phoenix nannte, einen Feind in ihm gesehen?
Sie wusste es nicht und sie würde nie Antworten auf diese Fragen erhalten. Ihr blieb nur, in unausfüllbare Fußstapfen zu treten und seinen Traum weiterzuführen.
„Gehen wir.“
Ihr plötzlicher Wille zum Aufbruch schien Logan überrascht zu haben, denn er starrte sie einen Sekundenbruchteil erstaunt an. Doch im selben Moment hatte er sich wieder gefangen und nickte. „Auf nach Hause.“
Sie gingen schweigend nebeneinander her, in Richtung des Teams. Mit jedem Schritt, den sie sich der Blackbird näherten, wurden Ororos Schritte zögernder, bis sie schließlich ganz stehen blieb, keine drei Meter von der Rampe des Jets entfernt. Sie konnte das nicht. Sie wollte da nicht hineingehen, nur um sich dem Anblick eines weiteren toten Teammitglieds aussetzen. Aber sie musste. Sie war jetzt die Anführerin und hatte ihrem Team gegenüber Verantwortung zu tragen. Und das schloss auch Kitty mit ein.
Ihre Hand zitterte, als sie die dunkle Decke langsam zurückschlug. Sie hatte sich nie vorgestellt, wie ihre Teammitglieder wohl aussehen würden, wenn sie dem Kampf zum Opfer gefallen waren. Sie wollte es sich nie vorstellen.
Sie sah noch fast genauso aus, wie sie sie in Erinnerung hatte, auf dem Schlachtfeld, nur wenige Minuten vor Phoenix‘ endgültiger Vernichtung. Die Haare glänzten noch immer in sattem Braun, einzelne Strähnen hatten sich aus dem festen Zopf gelöst und hingen ihr ins Gesicht. Ihre Augen waren geschlossen und auf ihren Zügen lag ein leicht schmerzverzerrter Ausdruck. Sie hatte gelitten. Und doch war sie den Tod einer Heldin gestorben.
Langsam hob Ororo die Hand und strich über Kittys Stirn. Die Haut war noch warm und fühlte sich weich und vertraut an.
Sie sah aus, als würde sie nur schlafen. Vielleicht hatten die Anderen sich getäuscht... Vielleicht waren ihre Verletzungen nicht so schwer und sie würde gleich aufwachen, sie mit diesem leichten Lächeln begrüßen...
Aber Ororo wusste, das dieser Gedanke nur verzweifeltes Wunschdenken war. Kitty war gegangen. Und sie würde nicht wiederkommen.
Entschlossen richtete Ororo sich auf. Es hatte bereits zu viele Opfer gegeben – auf beiden Seiten. Sie würde für ihr Recht zu existieren kämpfen und gemeinsam würden sie versuchen, die Rassen wieder zu vereinen. Sie waren Krieger. Sie waren die Letzten, die aufrecht standen.
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