Geschichte: Fanfiktion / Kinofilme / Alexander / Fading
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
«
»
von SSA Raija    erstellt: 07.06.2010    letztes Update: 26.03.2011    Geschichte, Drama / P18 Slash    (abgebrochen)
ҳ̸Ҳ̸ҳ Anmerkungen ҳ̸Ҳ̸ҳ

Der Titel des Kapitels klingt auf den ersten Blick einfallslos, ist er auch XD
Aber ich liebe das Lied 'Attack' von '30 Seconds to Mars' (Jared♥)

Dann ganz, ganz lieben Dank an meine fleißigen Reviewer *_*
Kaminari, Amina, A-Beautiful-Lie, PollyBlackbird, Cecila Nightmare, Sang i Schir
achja, danke für den Kuchen, war echt lecker :D

Ich freu mich total, das sie Story so gut ankommt :3
Noch mal kurze Anmerkung: Wenn man Favorisiert, wäre ein Review echt nett ;D

So, Beta war wieder Kaminari *knuff* , sie hat wieder meine tollen Wortwiederholungen ect. beseitigt :P

Also weiter gehts ^__^
______________________________

Attack


Wie ein Panther im Käfig lief Alexander ruhelos in seinen Gemächern umher.
Seit Stunden schon fand er keinen Schlaf, auch wenn es tiefste Nacht war.
Wieder und wieder übermannten ihn Wellen der Verzweiflung.
Halb krank vor Sorge hielt er schlussendlich an der Balkontür inne.
Die Nacht lag still über Pella, als er ins Freie trat begann er erneut zu frösteln.
Es war ihm nie so stark aufgefallen wie in dieser, wie kühl die Nächte in Makedonien waren, hatte der Gedanke an Hephaestion ihn immer mit Wärme erfüllt.
Nun stürzten sie ihn in Angst. Angst vor der Zukunft.
Alexander hasste seinen Vater für seine bloße Existenz, wie konnte er ihm bloß derartiges antun? Wie konnte er Amyntor noch in die Augen sehen? Unverzeihlich war das Schicken, von Hephaestion nach Amfipolis, in seinen Augen.
Wofür war sein Vater jemals gut gewesen? Vater!
Der Prinz schnaufte verächtlich aus, dieser stets betrunkene Barbar war nicht sein Vater, er war Sohn des Zeus! Ein Nachfahre Achilles'!
Als hätte man ihm in sein Herz gestochen, zog es sich zusammen. Hephaestion erschien vor seinem Inneren Auge, sein Freund hielt ihn auf dem Boden.
Was würde bloß aus ihm werden, wenn Hephaestion nicht zurückkehren würde?
In seinem Herzen wusste er es.
Er würde zu einem selbstsüchtigen, eitlen, arroganten König mutieren.
Als ein stummes Flehen, betete er, dass sein geliebter Hephaestion zu ihm zurückkehren würde.

Je näher sie ihrem Ziel kamen, desto stiller wurde es in der Truppe.
Alles erdrückende Stille hing wie eine Gewitterwolke über ihnen.
Lediglich die Pferdehufe, die ihre Spuren im Sand hinterließen, tönten stetig und monoton.
In der vergangen Nacht hatte Hephaestion kein Auge zugetan.
Die Konsequenz war, dass er nun Mühe hatte sich aufrecht im Sattel zu halten, mitgenommen von dem Ansturm der Männer, die ihn gedrängt hatten umzukehren. Umzukehren um Philipp mitzuteilen, dass er die Schlacht nicht schlagen würde.
Es hatte ihm einiges abverlangt, um ihnen klar zu machen, dass dies für ihn nicht in Frage käme.
Nach ihrer Mittagspause saßen sie rasch wieder auf, um ihren Ritt fortzusetzen.
Hephaestion wollte bei Nachtanbruch Amfipolis' Mauern überwinden.
Der Schrei eines Adlers hallte über ihren Köpfen hinweg, der prächtige Vogel rauschte hoch am Himmelszelt über sie hinweg.
Die ersten Sterne warfen bereits matt ihr Licht auf die Erde hinab.
Aber heute konnte sich Hephaestion nicht wie sonst an ihnen erfreuen, denn soeben waren hohe Dächer am Horizont erschienen.
Sein Magen krampfte sich zusammen, am liebsten wäre er nun tatsächlich umgekehrt, doch wenn er den Rückzug antreten sollte, würde er als Feigling in Pella geächtet werden.

In einiger Entfernung gab er den Reitern den Befehl abzusteigen, um sich zu sammeln.
Fünf Männer wurden geschickt, um mögliche Schwachpunkte der Stadt auszukundschaften.
Unter den anderen hatte sich ein Hochgefühl ausgebreitet, das Haupttor, welches vor weniger Zeit Amfipolis geschützt hatte, war größtenteils verschwunden.
Statt dem undurchdringlichen Tor, standen ihnen nur noch einfache Holztore im Weg zum Sieg.
Doch Hephaestion traute der Sache nicht, ihn hatte das ungute Gefühl erschlichen, dies sei eine Falle.
Sie sollten in Leichtmut verfallen, die Stadt ohne Planung angreifen, was dazu führen würde, dass sie direkt in die Arme der Perser liefen.
Sobald die Kundschafter wieder zu ihnen gestoßen waren, bestärkte sich Hephaestions Verdacht auf einen Hinterhalt.
Die Stadt, oder besser die Festung, denn einer solchen glich sie, war gut bewacht, die Wachen auf den Türmen müssten zuerst ausgeschaltet werden.
Als er den Vorschlag unterbreitete die Stadt zu umstellen, um dann von allen Seiten gleichzeitig einen Angriff zu starten, stieß er auf verständnisloses Kopfschütteln.
Die Seiten Amfipolis' waren noch immer bestens gesichert.
Seine Männer konnten Hephaestions Vorsicht nicht nachvollziehen, warum sollten sie nicht einfach die Stadt stürmen, die Kraft der Makedonen würde die der Perser niederschlagen, dessen waren sie sich sicher.
Zunehmend lauter wurde das Gemurmel, schließlich brüllte Hephaestion in die Menge, sodass alle über die plötzliche Bestimmt- und Heftigkeit des Jungen Anführers überrascht waren.
„Ich führe die Eroberung an, also habt ich mir gefälligst zu gehorchen! Seit ihr so blind und stolz, dass ihr glaubt, die Perser wüssten sich nicht zu wehren? Ein Viertel der Männer kommt mit mir zu dem Osttor, der Rest kann meinetwegen in sein Verderben rennen! Wagt es nicht mir im Sterben vorzuwerfen, ich hätte es nicht zu verhindern versucht!“.
Mit knappen Handbewegungen teilte er sein Viertel von dem Rest der Männer ab und befahl ihnen mit grimmiger Mine sich möglichst lautlos auf den Weg zu machen.
„Auf in die Schlacht, macht Makedonien seinem Namen Ehre!“, mit diesen Worten wandte er sich ab und folgte zum Osttor.

Kaum hörbar waren die raschen Schritte auf dem staubigen Boden, je näher sie der Mauer kamen, desto heftiger fühlte Hephaestion sein Herz in seiner Brust hämmern.
Inzwischen kauerten sie gut zwanzig Meter von den Mauern entfernt im hohen Gras, gespannt darauf wartend, dass die Wache ihren Wachgang fortführte.
Sobald sie sich in Bewegung setzte, huschte Hephaestion geräuschlos los, presste sich dicht an die kalte Steinwand.
Das Licht auf der Mauer hielt prompt inne, machte einige Schritte rückwärts.
Den Kopf in den Nacken gelegt, starrte der Braunhaarige nach oben, sich sicher, dass sein pochendes Herz ihn jede Sekunde verraten würde, wagte er es kaum zu atmen.
Erst als sich das Licht wieder entfernte ließ er ein leises erleichtertes Ausatmen zu.
Sobald ein paar der anderen Männer ebenfalls an der Mauer waren, ließ sich Hephaestion als Erster hinauf helfen.
Er zog seinen Gladius um sich lautlos von hinten an die Wache heranzuschleichen und ihr die Kehle durchzutrennen.
Ein lautes Scheppern hinter ihm, sofort folgte eine gellende Trompete.
Wütend wirbelte Amyntors Sohn herum, schon kamen Perser auf sie zu, die alles andere als freundlich aussahen.
Sie wurden aus dem Weg geräumt, jedoch nicht ohne auch Opfer auf der eigenen Seite gelassen zu haben.
Innerlich maßregelte er die Männer, sie sollen gefälligst nicht so einen Lärm machen.

Der Haupttortrupp stellte sich, wenn dies noch möglich war noch ungeschickter an.
Nachdem Hephaestions Gruppe entdeckt worden war, stürmten sie mit lautem Gebrüll auf die Tore ein, rannten diese kurzerhand ein.
Sobald sie in der Festung standen, ging ein plötzlicher Pfeilhagel auf sie nieder.
Die Nachkommenden stolperten teilweise über die am Boden durch Pfeile  festgenagelten Leichen.
Überlebende machten sich mit zerstörerischem Brüllen daran, die heranstürmenden Perser zu bekämpfen.

Fluchend wies Hephaestion seine Männer an, die Mauern von den Bogenschützen zu befreien, doch immer wenn sie die Wächter getötet hatten, kamen sofort die nächsten, um ihnen erneut den Weg zu versperren.
Er hatte es gewusst! Er hatte es verflucht nochmal gewusst, dass es eine Falle war! Aber nein, auf ihn hörte ja niemand, er war ja bloß der einfältige kleine Junge, der paradoxerweise ihren Anführer darstellen sollte.
Mit verbissenem Zorn stellte er sich den Angreifern entgegen.
Sein Denken schaltete sich aus, das Blut seiner Feinde spritze ihm ins Gesicht, nur verschwommen nahm er überhaupt noch wahr, was sonst noch um ihn herum geschah.
Mit einem Mal flog ihm das Schwert aus der Hand, noch bevor er sich umdrehen konnte, schlug er bereits hart mit dem Kopf auf Stein.
Ein Perser stand mit gebleckten gelben Zähnen über ihm, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, zog Hephaestion ihm mit seinen Eigenen ein Bein weg, der Perser schlug ebenfalls der Länge nach hin, was dem Makedonen die Zeit verschaffte sich wieder aufzurappeln.
Er riss dem Gefallenen seine Waffe aus der Hand, um ihn damit zu enthaupten.
Sein Atem ging nun noch schneller, der Schock jagte ihm das Adrenalin durch den Körper, spornte ihn so aber gleichzeitig auch zu neuen Hochleistungen an.
Dumpfes Aufeinanderprallen von Schilden und das Klirren der Schwerter dröhnte in seinen Ohren.
Dann ein verzweifelter Schrei seines Namens. Hephaestion duckte sich unter einem Schwerthieb hinweg, sucht mit zu Schlitzen geformten Augen den Rufenden.
„Wir schaffen es nicht, es sind zu viele, Hephaestion wir..“, weiter kam der Makedonische Kämpfer nicht, denn er stürzte tot nach vorne.
Die dämmernde Erkenntnis, dass er Recht hatte, dass es zu viele Perser seien, war dem jungen Mann zwar nicht neu, er hatte es von Anfang an gewusst, dennoch fiel es ihm schwer es zu akzeptieren.
Doch ein prüfender Blick führte ihm vor Augen, dass soeben der letzte, außer ihm noch Kämpfende, mit bestialischer Gewalt niedergestreckt worden war.

Wie Hyänen kamen die Perser ihm näher, zogen dichte Kreise mit ihm als ihren Mittelpunkt.
Hephaestion drehte sich nach einem Ausweg suchend um die eigene Achse.
Nichts, keine noch so kleine Lücke, die ihm eine Flucht ermöglichte.
„Schmschir  bknâr!“ [1], knurrte ein Perser ihn an.
Amyntors Sohn sah ihn verständnislos an, er hatte nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, was diese Worte zu bedeuten hatten.
Als er sich nicht rührte stieß man ihm prompt die stumpfe, aber nicht unbedingt weniger schmerzliche Seite einer Lanze in den Rücken, was zur Folge hatte, das er auf die Knie sank.
Wütend funkelte er den Perser an, der ihn angesprochen hatte.
Ein weiterer Mann trat hinzu, sagte etwas auf Persisch zu den anderen, bevor er sich an den Makedonen wandte.
„Schwert niederlegen“, befahl er in kühlem Ton, der keinen Widerspruch zuließ.
Hephaestion tat wie ihm geheißen und ließ den Gladius fallen.
„Verhalte dich weiterhin so gehorsam und dir wird nichts zustoßen.“, riet der Perser ihm, woraufhin Hephaestion nur ungläubig schnaubte.
„Gehen wir in der Annahme richtig, dass du den kleinen Aufstand hier angeführt hast?“
Hephaestion reckte den Kopf, gab ein kurzes Nicken von sich, als Bestätigung.
Ihm wurden die Hände mit Lederriemen gefesselt, dann schleiften sie ihn mit sich, zu dem wohl prächtigsten Gebäude Amfipolis'.
Durch die breiten Gänge, eine Treppe hinauf, einen weiteren Korridor entlang, noch eine Treppe, die großen Flügeltüren wurden aufgestoßen, Hephaestion vor dem Thron, auf dem ein schlanker Mann mittlerem Alters saß, auf die Knie gedrückt.
Sie hatten ihm erst einen Schlag in die Kniekehlen versetzen müssen, bevor er sich dem Willen der Perser gebeugt hatte.
„Ich komme gleich auf den Punkt, du siehst etwas erschöpft aus, da will ich dich nicht zu lange belasten. Makedone, wir wollen, dass du Alexander, den Sohn von dem makedonischen König Philipp umbringst.“, sprach der Mann auf dem Thron Hephaestion mit leichtem Akzent, aber ansonsten einwandfreiem Griechisch an.
Für eine Sekunde war Hephaestion dankbar gewesen, dafür, dass er Griechisch gelernt hatte, statt nur Makedonisch zu sprechen.
Seine Freude war leider nur von kurzer Dauer gewesen, als er den Rest des Satzes vernahm.
Sofort wollte er zu vehementem Protest ansetzen, als der Perser fortfuhr: „Wenn du unser Angebot ausschlagen solltest, wirst du solange im Kerker bleiben, bis du dich unter Folter anders entsinnst.“, Hephaestion wollte gerade etwas sagen, als ihn ein eiskalter Blick zum Schweigen brachte.
„Die Gründe weshalb wir Alexander tot sehen wollen, gehen dich nichts an, Makedone. Nun, wie entscheidest du dich?“.
Hephaestion richtete sich, soweit dies möglich war, gerade auf, sodass er, auch wenn er kniete, nicht unterwürfig aussah.
Mit entschlossenem Blick starrte er dem Perser grimmig entgegen, antwortete dann mit fester Stimme: „Ich ziehe die Folter und den Kerker vor!“.
Der Persische Anführer ließ ein fast genervtes Seufzen hören, „Das hatte ich mir schon gedacht. Wachen! Schafft ihn in den Kerker, foltert ihn täglich, er wird nachgeben. Er ist bloß ein schwacher Jüngling aus Makedonien.“.
Der Befehl wurde übersetzt, da auf Griechisch weiter gesprochen worden war, damit Hephaestion auch ja nichts entging.
Tausend Gedanken und Fragen surrten durch seinen Kopf, Schmerz erfüllte sein Inneres, doch er bereute nichts.
Er hatte sich für das Richtige entschieden, eher würde er unter Folter sterben, als seinen Alexander auch nur ernsthaft zu verletzen.
Ein heftiger Schlag auf den Kopf ließ ihn bewusstlos in sich zusammensinken.

Noch in dieser Nacht wurde eine Nachricht an König Philipp nach Pella gesandt.
Ebenso an Dareios, um ihn über die Geschehnisse in Kenntnis zu setzen.

Am nächsten Morgen, als die Sonne ihr strahlendes Licht warf, als wäre nichts geschehen, wurde das Ausmaß der Schlacht deutlich.
Der Boden war noch immer übersät von Leichen.
Makedonen, von Pfeilen an den Boden genagelt, erschlagen von Schwertern, zwischen ihnen Perser, die von Sarissen aufgespießt oder von Schwertern erstochen worden waren.

Auf solch unbedeutende Kleinigkeiten nahmen die Götter keine Rücksicht, ließen die Sonne scheinbar zum Spott hell funkeln und einen wunderschönen Tag verkünden.
_____________________

[1]  „Schmschir  bknâr“ kann hoffentlich als 'Schwert beiseite' übersetzt werden XD der Übersetzer hatte so seine Meinungsverschiedenheiten mit mir (doofes Internet v.v)
______________________

So das wars erstmal ^__^

Reviews wären wieder toll ♥
*Eis verteil* (ich hasse es, wenn es so warm ist >__<)
«
»
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.9-7097