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Geschichte: Freie Arbeiten
/ Prosa
/ Liebesromanzen
/ Beziehungswaise
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von Leda
erstellt: 13.05.2010
letztes Update: 16.05.2010
Geschichte, Drama / P18 Slash
(fertiggestellt)
Ich hoffe ihr habt Spaß am lesen und es ist nicht zu fragwürdig.
Ach ja, der Titel ist so gewollt. Das ist KEIN Rechtschreibfehler
Teil Eins
„Er war wirklich der Traum von einem Mann! Groß, muskulös, dunkle Haare und dieses absolut hinreißende Grübchen im Kinn. Das hat mich allein beim Gucken schon ganz wuschig gemacht!“
Wie wild schnippelte Fynn an den Haaren seines besten Freundes herum, wobei sein Mund in etwa genau so schnell arbeitete wie die Schere in seiner Hand, die ratschend durch die dunkelbraunen Haarsträhnen fuhr. Geräuschlos rieselten diese auf Daniels, von einem Tuch bedeckten, Schultern hinab und erinnerten ihn dabei an Fynns Worte, die auf eine ähnliche Weise auf ihn herab plätscherten.
„Eine Granate im Bett ist er übrigens auch und er hat diesen super Job in irgend so einer Werbeagentur. Und offen schwul ist er auch. Nicht so wie Torben, mit seiner ewigen Geheimnistuerei. Dieser Blödmann!“ Wie wild fuchtelte Fynn mit seiner Schere herum. Seine Wangen waren gerötet und er schnappte vor Aufregung nach Luft. Daniel wusste genau, was jetzt kommen würde. Also lehnte er sich mit einem Seufzen zurück und wartete auf Fynns Schimpftirade.
„Aber...“, setzte Fynn an und Daniel hatte Mühe sich ein triumphierendes : 'Ich wusste es!' zu verkneifen.
„...ob du es glaubst oder nicht, er trägt diese absolut schrecklichen, abtörnenden Opa-Unterhosen! Ich dachte, ich werd blind als ich das sehe. Echt mal, das geht ja wohl gar nicht! Also hab ich ihm gesagt, dass ich ihn nicht mehr sehen will!“
„Natürlich nachdem du mit ihm geschlafen hast“, schlussfolgerte Daniel und leichthin zuckte sein bester Freund mit den Schultern.
„Klar, ich meine, ich muss ihm ja was geben, an das er sich erinnern kann! Ansonsten ist der Ärmste ja ganz und gar am Boden zerstört!“
Resignierend seufzte Daniel auf. Für ihn war das übergroße Selbstbewusstsein seines besten Freundes nichts Neues mehr. Genauso wenig wie dessen Unfähigkeit eine Beziehung zu führen.
In den fünfundzwanzig Jahren seines Lebens war Fynn schon so vielen Mr. Rights begegnet, dass er sie wahrscheinlich selbst nicht mehr zählen konnte. Und dennoch, mit keinem war er jemals über die Kennenlern-Phase hinaus gekommen. An jedem hatte er etwas auszusetzen. Meistens waren es solche Trivialitäten, dass jeder der davon hörte nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen konnte.
Fynn behauptete halt immer, dass er wählerisch sei.
Daniel wusste, dass er massive Beziehungsängste hatte. Das hatte er gleich vom ersten Augenblick an gespürt. Deshalb war er auch, anders als all die anderen, bei Fynn geblieben, nachdem dieser ihn abserviert hatte und war sein Freund geworden.
Daniel machte sich nichts vor. Er wusste, dass die Gefühle, die er auch heute noch für Fynn hatte, weit über alles freundschaftliche hinaus gingen. Trotzdem wäre er niemals auf die recht eindeutig, zweideutigen Angebote eingegangen, die Fynn ihm immer dann machte, wenn er frustriert oder deprimiert war, weil Mr. Right sich mal wieder als Mr. Schreckliche-Unterhose entpuppt hatte. Erstens war es für Daniels Gefühlswelt wichtig eine klare Linie bei der Beziehung zu Fynn zu ziehen und zweitens wusste er eins: Selbst wenn er sich auf Fynn einlassen würde, könnte daraus niemals mehr werden, da sein bester Freund einfach nicht mit Beziehungen umgehen konnte.
„Gibt es denn gar keine anständigen Männer mehr?“, fragte Fynn theatralisch, während er seinem besten Freund die Haare von den Schultern bürstete und skeptisch hob Daniel eine Augenbraue.
„Hier in Hamburg? Keinen den du noch nicht ausprobiert hättest.“ Fynn erwiderte nichts, sondern streckte ihm nur im Spiegel die Zunge heraus und begann dann mit ein bisschen Haarwachs die frisch geschnittenen Haare zurecht zu zupfen
„Mal ehrlich, der wievielte Mr. Right war das diesen Monat? Der Siebte?“ Daniel wusste selbst wie bitter er in diesem Moment klang und er hoffte nur, dass Fynn das Ganze überhören würde.
„Genau genommen der Elfte!“, erwiderte sein bester Freund unberührt. Dann beugte er sich zu ihm runter und schlang von hinten seine Arme um Daniels Hals.
„Darf ich dir deine Augenbrauen zupfen?“, raunte er ihm ins Ohr und Daniel lief ein Schauer über den Rücken. Ohne zu antworten schüttelte er Fynns Arme ab und stand dann hastig auf.
Was zu weit ging, ging zu weit!
„Ist ja schon gut“, murmelte Fynn beschwichtigend.
„Deine Augenbrauen bleiben so wild,wie sie sind. Aber dafür triffst du dich heute Abend mit mir.“
Für einen Moment zögerte Daniel, während er abzuschätzen versuchte, was von beidem das kleinere Übel war. So wie er Fynn kannte, würde der ihn die ganze Nacht von einem Club in den nächsten schleifen und dabei versuchen ihn mit irgendwelchen merkwürdigen Typen zu verkuppeln. Auf der anderen Seite hatte er allerdings auch eine starke Abneigung gegen alles, was ihn auch nur im mindesten tuntig wirken ließ. Sei es nun Make-up, schrille Klamotten, manikürte Fingernägel oder eben gezupfte Augenbrauen.
„Können wir nicht einen DVD-Abend machen?“, schlug er als Kompromiss vor und für einen Moment runzelte Fynn die Stirn, ehe seine Miene sich schließlich aufhellte.
„Klar, warum nicht. Heute Abend um acht bei dir“, entschied er, was Daniel nicht wirklich wunderte. Schließlich nahm Fynn nie jemanden mit zu sich nach Hause. Noch nicht einmal seinen besten Freund.
„Du besorgst den Wein und ich bringe die Pizza mit.“ Damit war es entschieden und irgendwie war Daniel wirklich froh, so gut weggekommen zu sein.
Nachdem sie sich voneinander verabschiedet hatten, verließ Daniel den Friseursalon in dem Fynn arbeitete und machte sich auf den Weg zur Uni, wo er sich, wie jeden Morgen, mit Kirsten und Sahin traf.
„Neue Frisur?“, wurde er von seiner Freundin begrüßt, die sich sofort auf ihn stürzte und und aufgeregt an seinen Haaren herum zu zupfen begann.
„Sieht gut aus“, entschied sie schließlich und grinste dann breit.
„Hast du ein Date oder was ist der Anlass?“, fragte Sahin, während sie sich auf den Weg zu ihrer ersten Vorlesung machten, die Einzige, die sie alle zusammen hatten.
„Nicht wirklich“, brummte Daniel .
„Ich konnte Fynns Drängen nur nicht ewig stand halten.“
„Fynn“, sagte Kirsten, wobei sie sich nicht im Geringsten die Mühe gab die Abneigung in ihrer Stimme zu verbergen.
„Weißt du was passiert, wenn du dich ständig mit dem abgibst? Die Leute werden denken, dass du genau so eine Schlampe bist wie er.“ Wütend ballte Daniel die Fäuste und biss die Zähne so fest zusammen, dass sie knirschten
„Fynn ist keine Schlampe“, grollte er, doch Kirsten zeigte sich nicht im mindesten beeindruckt von seinem Ausbruch.
„Ach nein? Dann nenne mir einen Schwulen in dieser Stadt, mit dem er es noch nicht getrieben hat.“
So etwas ähnliches hatte Daniel vor nicht allzu langer Zeit auch zu Fynn gesagt, doch im Gegensatz zu Kirsten, hatte er es nicht wirklich ernst gemeint.
„Du übertreibst“, sagte er also und verächtlich schnaubte Kirsten auf. Daniel hatte es längst aufgegeben sie dazu zu bringen Fynn zumindest ein bisschen zu akzeptieren. Vielleicht hätte sie ihn ein bisschen besser verstanden, wenn sie Fynn gekannt hätte, doch dazu würde es wohl nie kommen.
Für den Rest des Tages herrschte eine unangenehme Stimmung. Sahin redete ohnehin nicht viel und Kirsten verbrachte die ganze Zeit damit gegen Fynn zu hetzen. Offenbar hatte sie mal wieder einen dieser Tage, an denen sie krampfhaft versuchte, Daniel davon zu überzeugen, jeglichen Kontakt zu Fynn abzubrechen.
Alles in allem war Daniel wirklich froh, als er seine letzte Vorlesung endlich hinter sich hatte und wieder nach Hause konnte. Nachdem er geduscht und sich umgezogen hatte, räumte er noch ein bisschen auf, was bei seiner winzigen Wohnung alles andere als viel Arbeit war, beendete eine Präsentation die er für die Uni brauchte und ging schließlich Einkaufen. Neben den Sachen die er für sich selbst brauchte, kaufte er noch zwei Flaschen von Fynns Lieblingswein und eine Packung von den Kräckern die er so gerne aß.
Er war gerade erst zehn Minuten wieder zu Hause, als es schon an seiner Tür klingelte und einen Augenblick später kam auch schon Fynn in das Zimmer gewirbelt. Wie immer schien seine Anwesenheit den Raum zu erhellen und mit einem strahlenden Lächeln stellte er den großen Pizzakarton auf dem Wohnzimmertisch ab.
„Hallo mein Schatz, hast du mich vermisst?“, trällerte er fröhlich und ehe Daniel es sich versah, schlang Fynn die Arme auf seinen Hals und drückte seine Lippen auf seine. Für einen Moment war Daniel viel zu erstarrt um irgendwie zu reagieren, doch als er Fynns Zunge spürte, die über seine Unterlippe strich war es für ihn vorbei.
Entschieden schon er seinen besten Freund von sich fort und drehte dann seinen Kopf weg, um ihn nicht anblicken zu müssen. Er wollte ihn jetzt nicht ansehen! Ansonsten würde er vielleicht doch noch schwach werden.
„Suchst du schon mal einen Film raus, dann hole ich Teller für die Pizza!“
„Spielverderber“, murmelte Fynn, schlenderte dann aber nichtsdestotrotz zu dem Regal mit den DVDs rüber .
Daniel zwang sich dazu ein paar Mal tief durchzuatmen und verschwand dann in die Küche, wo er die nächsten zehn Minuten damit zu brachte zwei Teller zu holen
Als er schließlich ins Wohnzimmer zurück kam, hatte Fynn bereits einen Film heraus gesucht. Der Musik nach zu urteilen irgendetwas romantisches.
Nur zögernd gesellte Daniel sich zu seinem besten Freund, der mit angezogenen Beinen auf dem Sofa saß und auf den Bildschirm starrte, wobei er nicht so wirkte, als ob er wirklich etwas sehen würde.
Er schreckte erst auf, als Daniel die beiden Teller und die Weingläser auf dem Tisch abstellte und groß blickte er ihn an.
„Oh, du bist schon zurück!“, murmelte er und im Stillen fragte Daniel sich, ob Fynn überhaupt bemerkt hatte, wie lange er gebraucht hatte.
Mit einem Kopfschütteln entkorkte er eine der Weinflaschen, die bereits auf dem Tisch standen und goss ihre beiden Gläser voll.
In der Hoffnung, dass es ihn vielleicht beruhigen würde, trank Daniel ein paar große Schlucke und versuchte sich dann auf den Film zu konzentrieren.
Wirklich wollte es ihm jedoch nicht gelingen und so dauerte es eine Weile, ehe er auch nur verstand, dass es offenbar um zwei Freunde ging, die sich ineinander verliebten, sich jedoch nicht aufeinander einließen, weil sie Angst hatten ihre Freundschaft zu gefährden.
Lustlos kaute Daniel auf einem Stück Käsepizza herum und wartete darauf, dass die beiden Hauptdarsteller, sich endlich ihre Liebe gestanden, um dann im Bett zu landen, was in Filmen ja immer einem Happyend gleichgesetzt wurde.
Für einen Augenblick betrachtete er sehnsüchtig Fynns Profil und er sehnte sich danach, seine vollen Lippen zu küssen. Dann jedoch schalt er sich selbst einen Narren und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Fernseher zu, wo die beiden Hauptdarsteller sich gerade küssten. Ihr Pech aber auch.
Kopfschüttelnd biss Daniel in seine Pizza und fragte sich, warum er eigentlich so einen bescheuerten Film hatte. Könnte daher kommen, dass er in einer Videotheke arbeitete und sein Chef ihm ständig irgendwelche fragwürdigen Filme aufnötigte, die kein Mensch gucken wollte. Das war dann wohl auch der Grund, warum sein Chef sie immer los werden wollte.
Wieder biss Daniel in seine Pizza. Kauen, schlucken, ein bisschen Wein hinterher und dann wieder einen kurzen Blick zu Fynn. Es war ungewöhnlich, dass er so still war. Normalerweise plapperte er soviel, dass Daniel fast gar nichts von dem Film mitbekam. Irgendetwas stimmte heute offensichtlich nicht mit ihm.
„Alles in Ordnung?“, fragte er sanft. Ohne ihn auch nur anzublicken hob Fynn die Schultern.
„Klar“, murmelte er, in einem Tonfall, der mehr als nur deutlich machte, dass rein gar nichts in Ordnung war.
„Alles bestens.“
„Na dann“, murmelte Daniel, doch er war noch nicht bereit, einfach so aufzugeben.
„Willst du mir nicht erzählen, was alles bestens ist?“
Fynn warf ihm einen kurzen, ungewöhnlich scharfen Blick zu, der Daniel zusammen zucken ließ und drehte sich dann wieder nach vorne.
„Mir geht es gut“, sagte er laut und zusammenhanglos. Daniel wusste, dass er eh nichts tun konnte, wenn Fynn in so einer Stimmung war. Also goss er ihm einfach sein Weinglas wieder voll und reichte es ihm.
„Auf uns“, sagte er scherzhaft und bereute es sofort, als er sah wie Fynn zusammen zuckte.
„Es gibt kein uns“, stieß er hervor und stellte sein Glas so heftig auf den Tisch ab, dass der Wein über den Rand schwappte.
„Es gab nie ein uns und es wird auch nie eins geben.“ Nur mühsam gelang es Daniel eine unberührte Miene aufrecht zu erhalten. Jedes Wort das Fynn ihm entgegen schleuderte, war wie ein Hieb und riss ihm jedes Mal ein kleines Stück seines Herzens heraus.
„Fynn...“, setzte er an, doch sein bester Freund ließ ihn gar nicht ausreden.
„In Verbindung mit mir kann es nie ein Uns geben. Ich bin...kann...niemand kann mich lieben Danny, niemand, ich werde immer alleine sein und immer einsam und...ich werde...es gibt kein uns...ich will das nicht...“ Tränen quollen zwischen seinen Fingern hervor, während er sinnloses Zeug vor sich hinmurmelte.
Völlig hilflos saß Daniel neben ihn und wusste nicht was er machen sollte. Am Liebsten hätte er ihn einfach in die Arme genommen, doch er brachte es einfach nicht über sich. Sein Herz gab den Befehl, doch sein Kopf spielte nicht mit. Denn irgendwie wollte er Fynn leiden sehen, für all die Jahre, in denen er wegen ihm gelitten hatte.
„Es tut mir so Leid“, stieß Fynn plötzlich hervor und hob das tränennasse Gesicht aus seinen Händen, um Daniel direkt anblicken zu können.
„Es tut mir so Leid, was ich dir angetan habe. Ich...“ Weiter kam er nicht, denn im selben Augenblick warf Daniel regelrecht seine Arme um ihn und zog ihn fest an sich.
„Shh“, murmelte Daniel in das weiche Haar, seines besten Freundes und strich ihm über den schmalen, zuckenden Rücken.
„Es ist gut, alles ist gut“, raunte er in Fynns Ohr, obwohl er wusste, dass es nicht stimmte. Nichts war gut. Rein gar nichts.
Schutzsuchend schmiegte Fynn sich in seine Arme und allein der Geruch, den er verströmte, vernebelte Daniel fast den Verstand. Der Mann den er so lange geliebt hatte, war ihm plötzlich so nah. Wer an seiner Stelle hätte da noch klar denken können?
„Ich möchte nicht mehr alleine sein“, murmelte Fynn gegen seinen Hals und warm strich sein Atem über Daniels empfindliche Haut.
„Ich hab es so satt, immer nur nach dem Schlechten in den Menschen zu warten und nicht auf das Gute hoffen zu können. Ich möchte wieder von jemandem gehalten werden, der mehr in mir sieht, als nur einen Körper um Druck abzubauen und der mit mir schlafen will, um mir seine Gefühle zu zeigen. Ich möchte danach in den Armen gehalten werden und dass jemand mir über den Kopf streichelt und mir sagt, wie sehr er mich liebt. Nicht weil ich es hören will, oder weil er es mir sagen will, sondern einfach, weil es so ist. Ich möchte einfach nur von dir geliebt werden.“
Fest kniff er die Augen zusammen und klammerte sich dann regelrecht an Daniel. Dieser hatte spontan vergessen wie man atmete. Stocksteif saß er neben seinem besten Freund und konnte nicht glauben was hier gerade passierte. Fynn wollte ihn. Ihn allein. Im Grunde wusste Daniel, dass er es sich früher oder später anders überlegen würde, doch in diesem Augenblick wollte er so gerne daran glauben, dass Fynn es ernst meinte, dass er alles andere vergaß.
Sanft, aber bestimmt legte er seine Finger unter das Kinn seines besten Freundes und hob seinen Kopf an. Mit den Augen tastete er sein Gesicht ab, sah die vollen Lippen, die hellen Wimpern, die kaum sichtbaren Sommersprossen, auf seinen blassen Wangen. Jedes Detail nahm er in sich auf, fest entschlossen keine Einzelheit jemals zu vergessen.
Mit seinen Fingern streichelte Daniel durch sein feines, blondes Haar und ein letztes Mal ließ er seine Augen über das Gesicht gleiten, welches ihm vertrauter war, als sein eigenes, ehe er sich schließlich vorbeugte und Fynns Lippen ganz sanft mit seinen streifte. Sein bester Freund erschauderte unter der Berührung und ein Hauch von Rosa überzog seine Wangen.
„Oh“, hauchte er, mit flatternden Augenlidern und dieser eine Laut war so voller Hingabe, dass Daniel gar nichts anderes tun konnte, als sich wieder runter zu beugen und Fynns Lippen diesmal in einem richtigen Kuss gefangen zu nehmen. Seine Hände strichen über seine Wangen, durch seine Haare und drückten seinen Kopf weiter zu sich nach oben. Unmerklich schob Daniel sich über ihn und protestlos sank Fynn auf die Polster des Sofas zurück. Irgendeine Stimme in Daniels Kopf schrie, dass er das Ganze sofort abbrechen sollte, doch er steckte schon viel zu tief drin, um jetzt noch die Notbremse ziehen zu können. Er hatte sich so lange zurück gehalten und jetzt wo die Dämme erst einmal gebrochen waren, konnte er nicht anders, als immer weiter zu gehen.
Hingerissen seufzte Fynn auf, als Daniel mit seinen Lippen seinen Hals hinab wanderte und seine Finger machten sich an den Knöpfen von dem Hemd zu schaffen, welches sein bester Freund trug. Einen nach dem anderen öffnete er sie, wobei er jedes Stückchen freigelegter Haut küsste, welches er erreichen konnte.
„Daniel“, seufzte Fynn, als er eine von seinen Brustwarzen in seinen Mund saugte und dann leicht hinein biss. Seine Haare vergruben sich in dem Haar, welches er am selben Tag erst geschnitten hatte, um Daniel dann tiefer zu drücken. Der ließ sich jedoch nicht im Mindesten aus der Ruhe bringen. Zärtlich küsste er sich über Fynns Bauch eine Spur nach unten. Mit der Spitze seiner Zunge, umkreiste er seinen Bauchnabel, während seine Hände sich an dem Gürtel seines besten Freundes zu schaffen machten.
Das alles fühlte sich so schrecklich falsch an und gleichzeitig auch einfach nur richtig. Bereitwillig hob Fynn die Hüfte, als er ihm die Hose abstreifte und dann lag er plötzlich nackt vor ihm. Mit einem Mal wurde Daniel schrecklich heiß. Offenbar hatte sein bester Freund sich immer noch nicht angewöhnt Unterwäsche zu tragen. Nicht, dass es ihn störte, aber allein der Gedanke machte ihn so an, dass er ein massives Platzproblem in seiner Hose bekam.
„Starr nicht so“, hauchte Fynn und mit vor Verlegenheit geröteten Wangen versuchte er seine Blöße zu bedecken. Jedoch fing Daniel seine Handgelenke ein und hielt ihn so davon ab.
„Nicht! Du bist wunderschön“, flüsterte er und liebkoste Fynns Ohr ganz zart mit seine Lippen.
Dann wich er ein Stück zurück, um den Anblick, des herrlichen Körpers unter ihm, in sich aufnehmen zu können. Fynn war wirklich wunderschön und aus irgendeinem Grund schossen Daniel plötzlich die Tränen in die Augen. Vermutlich ahnte er einfach schon wie das Ganze hier ausgehen würde.
„Lass uns ins Schlafzimmer gehen“, sagte er wider besseren Wissens und ohne eine Antwort abzuwarten, hob er Fynn hoch und trug ihn aus dem Wohnzimmer. Die Wohnung war so klein, dass sie es nicht ausgesprochen weit hatten und umsichtig legte er Fynn auf das Bett. Dann entledigte er sich seiner eigenen Sachen und war einen Augenblick später über ihm.
Wieder begann er Fynn zu küssen, doch der hatte offenbar genug davon die passive Rolle zu übernehmen, denn mit einem Ruck vertauschte er ihre Positionen, so dass Daniel plötzlich unten lag. Der war im ersten Moment zwar ein bisschen überrascht, ließ sich das Ganze jedoch gerne gefallen. Fynn schien genau zu wissen wo er ihn anfassen musste und schon bald vergaß Daniel alles um sich herum.
Wenn das so weiter gehen würde, würde Fynn ihn ganz bestimmt noch in den Wahnsinn treiben. Da er das nicht wollte, ohne vorher diese eine Erinnerung gemacht zu haben, setzte er sich auf, so dass Fynn weiterhin auf ihm saß und umfasste dann seine Pobacken und teilte sie. Dann drückte er seine Beine nach außen, um Fynns ein bisschen weiter zu spreizen und rieb mit der Spitze von seinem Geschlecht seine Spalte entlang.
„Oh“, stöhnte Fynn und klammerte sich an Daniels Schultern fest.
„Kondome-jetzt!“ Anstatt zu antworten beugte Daniel sich zu seinem Nachttisch rüber. Er musste ein paar Verrenkungen machen, doch schließlich hatte er ein Kondom und eine Tube Gleitgel in der Hand. Letzteres ließ er unachtsam auf das Bett fallen, während er das kleine Plastiktütchen auf riss und das Kondom schließlich über seinen Penis rollte, der mittlerweile schon schmerzhaft hart war.
Dann pflückte er das Gleitgel vom Bett und verteilte es auf dem dünnen Latex.
Ohne auch nur die Kappe wieder zu schließen, schmiss Daniel die Tube vom Bett und widmete sich dann wieder ganz Fynns wundervoll rundem Hintern. Mit einer Hand spreizte er die beiden Pobacken auseinander, während er mit der anderen sei Geschlecht umfasste und die Spitze an Fynns erwartungsvoll zuckendem Anus ansetzte.Dann ließ er ihn ganz langsam auf sich hinab sinken und Daniel wurde für einen Augenblick schwarz vor den Augen, als Fynn sich heiß und fest um ihn schloss. Die Arme fest um seine Taille geschlungen, hob Daniel seinen Freund ein Stück an und ließ ihn dann auf sich hinab sinken. Immer wieder und wieder wiederholte er das Ganze, bis Fynn schließlich den Rhythmus übernahm.
Immer schneller bewegte er sich auf und ab, wo bei er seine Finger in Daniels Schultern krallte. Stöhnend warf er seinen Kopf zurück und Daniel nutzte die Gelegenheit, um ihn in den Hals zu beißen, nicht ahnend was er damit bei Fynn anrichtete. Ungehalten bäumte sein Körper sich auf und schubweise ergoss er sich zwischen ihre Bäuche. Allein der Anblick war so absolut erotisch, dass Daniel sich auch nicht länger halten konnte. Fynns Muskelkontraktionen taten ihr übriges und in ekstatischen Wellen brandete der Orgasmus über ihn hinein.
Keuchend und zitternd saßen die beiden auf dem Bett und hielten sich fest umschlungen. Nur äußerst ungern fand Daniel auf den Boden der Tatsachen zurück. Viel lieber wäre er in dieser Welt geblieben, in der es nur ihn und Fynn gab und sonst niemand.
„Fynn“, raunte er mit heiserer Stimme und liebkoste mit seinen Lippen die Kehle von seinem Freund. Dann jedoch zog er sich zurück und blickte Fynn tief in die Augen.
„Ich liebe dich“, sagte er nachdrücklich und ein Ausdruck, den er nicht ganz definieren konnte, trat auf das Gesicht von seinem besten Freund. Er erwiderte nichts, sondern beugte sich einfach nur vor und küsste ihn. Tief und verlangend.
Sie liebten sich ein zweites Mal, diesmal langsam und bedächtig, wobei sie jeden einzelnen Augenblick voll auskosteten. Danach hielt Daniel Fynn in seinen Armen und er fühlte sich ganz trunken vor lauter Glück.
„Bist du morgen noch da wenn ich aufwache?“, fragte er schläfrig, während er über Fynns Rücken streichelte und mit einem leisen Schnurren kuschelte sein Freund sich fester in seine Arme.
„Ich bin da“, nuschelte er gegen seinen Hals.
„Versprochen.“ Mit einem Seufzen schloss Daniel die Augen und drückte Fynn dann noch ein kleines bisschen fester an sich.
Er hätte ihm so gerne geglaubt, doch tief im Grunde seines Herzens wusste er, dass Fynn log.
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