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von Eldalie
erstellt: 11.04.2010
letztes Update: 07.09.2010
Geschichte, Mystery / P16
(abgebrochen)
Ich wachte auf und begann, zu husten. Ich hatte mit dem Gesicht nach unten im Sand gelegen und spuckte jetzt jede Menge aus. Mein ganzes Gesicht war voll und ich klopfte das Zeug so gut es ging ab. Das türkise Meer glitzerte und der Strand war weißgold, ging in einen riesigen Dschungel über, in der Ferne sah man Berge.
Die Idylle wurde von brennenden Flugzeugtrümmern, dem beinahe ganzen Heck und panischen Menschen gestört.
Meine Tasche mit meinen Blöcken lag direkt neben mir und ich presste sie an mich wie Serafina es immer mit ihrem Teddy tat. Mit dem Teddy, den sie von Papa bekommen hatte, als sie zwei Jahre alt war.
Ein scharfer Schmerz durchzuckte meinen Kopf, als ich ihn hochriss, mit einem lauten Knall war irgendetwas explodiert. Ich fühlte Blut an meinem Kopf und setzte meine Kapuze wieder auf.
Mir war schlecht und ich brachte so schnell wie möglich Abstand zwischen mich und den Strand. Benommen wankte ich durch den Dschungel, der mit jedem Schritt ein wenig dichter wurde und erbrach mich schließich mitten auf den Boden.
Meine Beine gaben nach und ich lehnte mich schwach gegen einen Baum. Mit einer Hand klammerte ich mich noch immer an meine Tasche, mit der anderen betastete ich vorsichtig meinen Kopf. Und dann kamen die Tränen.
Ich kam mir so verletzlich vor wie noch nie und mit aller Kraft brannte auch die Wunde an meinem Kopf. Warum nur? Warum ausgerechnet ich?
ooO0Ooo
"Wo ist Mommy?" fragte Serafina und ich zog sie auf meinen Schoß.
"Willst du nicht fernsehen? Und danach können wir in die Stadt gehen wenn du willst."
"Aber Daddy hat gesagt, ich darf während der Schule nicht fernsehen." Fragend sah sie mich aus ihren großen blauen Augen an.
"Heute machen wir eine Ausnahme. Mom und Dad sind weg, sie..." Meine Stimme brach und ich biss mir auf die Lippen.
Während meine kleine Schwester vor dem Fernseher auf dem Teppich lag und sich durch die Kanäle arbeitete, nahm ich das Portemonnee meiner Mutter und zählte den Barbetrag. Dann schlossen sich meine Finger um ihre Kreditkarte und ich versuchte, mich daran zu erinnern, wo Mama immer ihre Passwörter notiert hatte.
"Lil! Können wir in die Stadt?"
"Läuft nichts Gutes?"
"Nein."
"Musst du noch Hausaufgaben machen?" fragte ich abwesend.
Sie stöhnte und setzte sich jedoch an den Küchentisch und begann konzentriert, ihre Aufgaben zu bearbeiten. Ich griff nach dem Telefon und tippte die Nummer ihrer besten Freundin ein.
"Hallo?"
"Hallo, hier ist Lilith, die Schwester von Serafina. Ist deine Mutter da?"
"Ja, Sekunde. Maaaam!" Der Hörer wurde weitergereicht und ich ging unruhig auf und ab.
"Grace Warren, wer ist da?"
"Lilith Carrington."
"Sind sie die große Schwester von Serafina? Es tut mir so schrecklich leid, ich..."
"Vielen Dank, Mrs Warren, ich wollte fragen, ob meine Schwester heute vielleicht bei ihnen übernachten könnte."
"Ja, natürlich."
"Kann ich sie sofort vorbeibringen?"
"Ja, das geht."
"Vielen Dank, Mrs Warren. Ich komme um fünf, ja?"
"Gut. Auf Wiedersehen."
"Bis dann."
Erleichtert legte ich den Hörer auf und ging zu Serafina. "Hey, Kleine. Wir packen jetzt deine Sachen, gehen ein bisschen in die Stadt und dann übernachtest du bei Jane. Komm, Hausaufgaben könnt ihr zusammen machen."
"Cool!" Schwungvoll riss sie ihre Klamotten aus dem Schrank, ich packte alles in eine Tasche und nahm den Schlüssel wie auch das Geld an mich.
Ein wenig später standen wir vor der Tür von Janes Haus, Serafina mit Tüte in der Hand und ich mit ihrer Tasche über der Schulter. Es war warm und ich trug ein Kleid, das farblich zu meinen Augen passte und meine Figur betonte. Ich liebte es abgöttisch.
Mrs Warren öffnete die Tür und schien erst ein wenig schockiert über mein Aussehen, dann bat sie uns jedoch herein und Serafina stürmte Janes Zimmer. Sofort ertönten Gekicher und aufgeregtes Gerede aus dem Stockwerk über uns.
"Mein herzliches Beileid, Lilith." Ich lächelte traurig und nahm die EInladung auf ein Getränk an. Es klingelte und auf der Treppe ertönte Getrampel, dann zwei Stimmen, die von Jane und ihrem großen Bruder Oliver, und schließlich wurde die Tür geöffnet. Schnell trank ich aus und ging in den Flur.
"Bis morgen, ich habe dich lieb." sagte ich schnell zu Serafina und nickte kurz den vier jungen Männern zu, die in der Tür standen.
"Ich fahr mit den Jungs zu Boone zum Tennis!" rief Oliver ins Haus und den Rest verstan ich nicht mehr. Sehr wohl verstand ich jedoch das Getuschel, welches der Wind zu mir herüberwehte.
"Wow, die ist ja heiß..."
"Aber was ist mit den Haaren?"
"Krebs, oder?"
Ich blieb mitten in der Einfahrt stehen und drehte mich um. Erschrocken sahen sie mich an und ich setzte ein halbes Lächeln auf.
"Kein Krebs. Einfach nur Langeweile." Jeder von ihnen lief knallrot an, bis ihre Köpfe überreifen Tomaten glichen.
"Wie heißt du?" Wenigstens einer mit ein bisschen Mumm.
"Lilith Carrington." erwiderte ich auf seine Frage.
"Carrington...Carrington... Ach du Scheiße. In der Zeitung war ne Liste mit den Toten von vorgestern. Bist du die Tchter von Sam Carrington?"
"Ja. Ja, die bin ich." Betreten sah er mich an und schien nicht so recht zu wissen, wohin mit seinen Händen. "Muss weg. Tschüss! Und viel Spaß beim Tennis!"
ooO0Ooo
Die Idylle wurde von brennenden Flugzeugtrümmern, dem beinahe ganzen Heck und panischen Menschen gestört.
Meine Tasche mit meinen Blöcken lag direkt neben mir und ich presste sie an mich wie Serafina es immer mit ihrem Teddy tat. Mit dem Teddy, den sie von Papa bekommen hatte, als sie zwei Jahre alt war.
Ein scharfer Schmerz durchzuckte meinen Kopf, als ich ihn hochriss, mit einem lauten Knall war irgendetwas explodiert. Ich fühlte Blut an meinem Kopf und setzte meine Kapuze wieder auf.
Mir war schlecht und ich brachte so schnell wie möglich Abstand zwischen mich und den Strand. Benommen wankte ich durch den Dschungel, der mit jedem Schritt ein wenig dichter wurde und erbrach mich schließich mitten auf den Boden.
Meine Beine gaben nach und ich lehnte mich schwach gegen einen Baum. Mit einer Hand klammerte ich mich noch immer an meine Tasche, mit der anderen betastete ich vorsichtig meinen Kopf. Und dann kamen die Tränen.
Ich kam mir so verletzlich vor wie noch nie und mit aller Kraft brannte auch die Wunde an meinem Kopf. Warum nur? Warum ausgerechnet ich?
ooO0Ooo
"Wo ist Mommy?" fragte Serafina und ich zog sie auf meinen Schoß.
"Willst du nicht fernsehen? Und danach können wir in die Stadt gehen wenn du willst."
"Aber Daddy hat gesagt, ich darf während der Schule nicht fernsehen." Fragend sah sie mich aus ihren großen blauen Augen an.
"Heute machen wir eine Ausnahme. Mom und Dad sind weg, sie..." Meine Stimme brach und ich biss mir auf die Lippen.
Während meine kleine Schwester vor dem Fernseher auf dem Teppich lag und sich durch die Kanäle arbeitete, nahm ich das Portemonnee meiner Mutter und zählte den Barbetrag. Dann schlossen sich meine Finger um ihre Kreditkarte und ich versuchte, mich daran zu erinnern, wo Mama immer ihre Passwörter notiert hatte.
"Lil! Können wir in die Stadt?"
"Läuft nichts Gutes?"
"Nein."
"Musst du noch Hausaufgaben machen?" fragte ich abwesend.
Sie stöhnte und setzte sich jedoch an den Küchentisch und begann konzentriert, ihre Aufgaben zu bearbeiten. Ich griff nach dem Telefon und tippte die Nummer ihrer besten Freundin ein.
"Hallo?"
"Hallo, hier ist Lilith, die Schwester von Serafina. Ist deine Mutter da?"
"Ja, Sekunde. Maaaam!" Der Hörer wurde weitergereicht und ich ging unruhig auf und ab.
"Grace Warren, wer ist da?"
"Lilith Carrington."
"Sind sie die große Schwester von Serafina? Es tut mir so schrecklich leid, ich..."
"Vielen Dank, Mrs Warren, ich wollte fragen, ob meine Schwester heute vielleicht bei ihnen übernachten könnte."
"Ja, natürlich."
"Kann ich sie sofort vorbeibringen?"
"Ja, das geht."
"Vielen Dank, Mrs Warren. Ich komme um fünf, ja?"
"Gut. Auf Wiedersehen."
"Bis dann."
Erleichtert legte ich den Hörer auf und ging zu Serafina. "Hey, Kleine. Wir packen jetzt deine Sachen, gehen ein bisschen in die Stadt und dann übernachtest du bei Jane. Komm, Hausaufgaben könnt ihr zusammen machen."
"Cool!" Schwungvoll riss sie ihre Klamotten aus dem Schrank, ich packte alles in eine Tasche und nahm den Schlüssel wie auch das Geld an mich.
Ein wenig später standen wir vor der Tür von Janes Haus, Serafina mit Tüte in der Hand und ich mit ihrer Tasche über der Schulter. Es war warm und ich trug ein Kleid, das farblich zu meinen Augen passte und meine Figur betonte. Ich liebte es abgöttisch.
Mrs Warren öffnete die Tür und schien erst ein wenig schockiert über mein Aussehen, dann bat sie uns jedoch herein und Serafina stürmte Janes Zimmer. Sofort ertönten Gekicher und aufgeregtes Gerede aus dem Stockwerk über uns.
"Mein herzliches Beileid, Lilith." Ich lächelte traurig und nahm die EInladung auf ein Getränk an. Es klingelte und auf der Treppe ertönte Getrampel, dann zwei Stimmen, die von Jane und ihrem großen Bruder Oliver, und schließlich wurde die Tür geöffnet. Schnell trank ich aus und ging in den Flur.
"Bis morgen, ich habe dich lieb." sagte ich schnell zu Serafina und nickte kurz den vier jungen Männern zu, die in der Tür standen.
"Ich fahr mit den Jungs zu Boone zum Tennis!" rief Oliver ins Haus und den Rest verstan ich nicht mehr. Sehr wohl verstand ich jedoch das Getuschel, welches der Wind zu mir herüberwehte.
"Wow, die ist ja heiß..."
"Aber was ist mit den Haaren?"
"Krebs, oder?"
Ich blieb mitten in der Einfahrt stehen und drehte mich um. Erschrocken sahen sie mich an und ich setzte ein halbes Lächeln auf.
"Kein Krebs. Einfach nur Langeweile." Jeder von ihnen lief knallrot an, bis ihre Köpfe überreifen Tomaten glichen.
"Wie heißt du?" Wenigstens einer mit ein bisschen Mumm.
"Lilith Carrington." erwiderte ich auf seine Frage.
"Carrington...Carrington... Ach du Scheiße. In der Zeitung war ne Liste mit den Toten von vorgestern. Bist du die Tchter von Sam Carrington?"
"Ja. Ja, die bin ich." Betreten sah er mich an und schien nicht so recht zu wissen, wohin mit seinen Händen. "Muss weg. Tschüss! Und viel Spaß beim Tennis!"
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