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Smaragdgrün- Liebe geht durch alle Zeiten

Prolog   (Hörbuch: http://www.youtube.com/watch?v=vnA8peurhN4 )

London, 1. Juli 1912

Er landete auf Lady Tilneys teurem Teppich, die Hände noch immer nach Gideons Arm ausgestreckt. Langsam ließ er sie sinken und sah auf.
„Paul! Paul, du bist verletzt!“ Lucys Stimme wirkte auf ihn eigentlich immer beruhigend, doch genau jetzt, in diesem Moment der Angst war sie Salbei für seine Seele. Von fern hörte er leise Stimmen und Schritte, vermutlich war das Lady Tilney, die ihren Bediensteten Anweisungen erteilte, aber Paul bekam davon so gut wie gar nichts mit.
„Es ist nichts. Nur ein kleiner Kratzer.“ Sagte er tonlos und stand langsam auf. Die Wunde in seinem Arm blutete noch immer, doch es gab jetzt wirklich wichtigere Dinge zu klären.
„Was zur Hölle ist passiert? Wo sind die Briefe? Hast du sie etwa nicht bekommen?“ Lucy sah ihn so schockiert an, dass es ihm einen kleinen Stich versetzte. Hoffentlich würde sie nicht ihn für dieses Chaos verantwortlichen machen, obwohl er nur allzu gut wusste, dass er es hätte verhindern können. Warum hatte er nicht einfach auf Lucy gehört und das Zeitfenster kleiner eingestellt?
„Es war eine Falle. Lord Alastair hat die Stammbäume. Er hat Männer zur Verstärkung dabei gehabt und vermutlich wäre ich nun tot, wenn Gideon nicht zufällig dagewesen wäre.“ Verärgert knirschte er mit den Zähnen. Gideon war zwar ganz offensichtlich in Gwendolyn verliebt, aber das machte es für Paul auch nicht leichter, seine Hilfe zu akzeptieren. Er war so viel schlechter darin, jemandem Vertrauen zu schenken als Lucy. Sie hatte diese besondere Intuition. Wie das mit dem Zeitfenster und natürlich hatte sie auch von Gideons Gefühlen gewusst, bevor sogar dieser selbst sich dessen bewusst war.
„Gideon hat dich gerettet? Und was ist mit den Briefen geschehen?“ Lucys Augen wurden schmal. Vermutlich ahnte sie jetzt schon, was er getan hatte.
„Ich habe sie ihm gegeben.“ Sagte er. Zögernd blickte er zu ihr hinab, ganz darauf bedacht zu erraten, was sie dachte, doch ihr Gesicht war völlig ausdruckslos. Dann seufzte sie und ließ sich auf das kleine, rote Sofa fallen.
„Er ist in sie verliebt, nicht wahr?“ flüsterte sie und Paul nickte, obwohl sie die Antwort natürlich schon kannte.
„Dann gibt es nichts, was wir noch tun können.“ Lucy lehnte sich auf dem Sofa zurück und schloss die Augen. Es sah aus, als würde sie schlafen, doch Paul kannte sie gut genug, um zu wissen, dass sie mit den Tränen kämpfte. Wut stieg in ihm hoch. Warum war das alles so verdammt schwierig? Warum musste der Graf ihnen dies antun?
„Aber wir müssen doch etwas tun!“ Seine Stimme war so laut, dass er fast schrie. „Sie ist unsere Tochter, verdammt noch mal!“ Lucy öffnete wieder die Augen, stand auf und umarmte ihn sanft.
„Ja, das ist sie und das wird sie auch immer bleiben. Aber jetzt liegt es nicht mehr in unserer Hand, sondern allein in Gideons.“ Seufzend fügte sie noch hinzu: „Es kommt ganz darauf an, wie sehr er sie liebt und in wie weit er bereit ist für sie zu kämpfen.“ Sie klang jetzt furchtbar müde und das schmerzte Paul nur noch mehr. Sie beide konnten nur abwarten und darauf hoffen, dass Gideon die richtige Entscheidung fällen würde.
„Aber es ist auch nicht so, als könnten wir gar nichts tun.“ Sie löste sich aus der Umarmung und ihre Augen sprühten über vor Abenteuerlust.
„Und an was genau hattest du da gedacht?“ fragte Paul mit einem verschmitzten Lächeln.
„Wir werden dafür sorgen, dass Gwendolyn und Gideon zusammenhalten, egal was kommt.“
 
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