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Geschichte: Fanfiktion
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von MsBlindo
erstellt: 04.04.2010
letztes Update: 12.07.2010
Geschichte, Drama / P18
(fertiggestellt)
Disclaimer:
Die Figuren gehören Stephenie Meyer. Diese wundervolle Geschichte gehört Goo82.
Ihr findet das Original unter: http://www.fanfiction.net/s/4372344/1/Realize
Zusammenfassung:
Bella und Edward kennen sich seit ihrer Geburt und sind die besten Freunde. Edwards Leben hat sich stark verändert. Inzwischen ist er ein gefragtes Model und angehender Schauspieler. Auch jetzt ist Bella seine treue beste Freundin und gleichzeitig seine persönliche Assistentin. Sie ist immer an seiner Seite. Doch haben sich ihre Gefühle für ihn verändert, aber Edward nimmt das alles nicht wahr. Wird Bella mit der Hilfe Ihrer Freunde den Mut aufbringen Edward die Wahrheit zu sagen…
Ich danke Dir liebe Goo82, dass ich Dein Baby ins Deutsche übersetzen darf.
Ich hoffe es gefällt euch.
Lg. MsBlindo
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Chapter 01
BPOV
Beep Beep Beep
Ich streckte meine Hand unter der Bettdecke hervor und versuchte Blindlinks das laute Ungetüm von Wecker zu erschlagen. Die Uhrzeit verriet mir, es war morgens 5:oo Uhr. Ich stöhnte laut. Draußen war es noch immer Dunkel. Ich lehnte mich zurück in meine Kissen und starrte an die Decke. Warum, oh, warum nur machte ich immer noch diesen Job? Wieder verfiel ich in meine Grübelei, als sich die Müdigkeit wieder über meinen Körper legte. Doch dann erinnerte ich mich.
Ach ja, richtig. Wegen meinem besten Freund. Edward.
Das sind wir schon, seit unserer Geburt. Dank unserer Mütter, die ebenfalls die besten Freundinnen waren und noch heute sind.
Edwards Mutter, Esme und meine Mutter, Renee waren Zimmergenossinnen während Ihrer Collegezeit. Sie lernten sich im ersten Jahr kennen und waren seitdem unzertrennlich.
Sie trafen ihre Ehemänner auf der gleichen Party, verlobten sich zeitgleich und heirateten kurz nacheinander. Beide waren fast gleichzeitig Schwanger und es endete damit, dass sie in die gleiche Nachbarschaft zogen. Edward wurde im Juni geboren und Renee bekam mich nur vier Monate später. Schon von Beginn an haben wir am Leben des anderen teilgenommen. Esme war wie eine zweite Mutter für mich, genau wie Renee für Edward.
Immer wenn ich rüber zu Edwards Haus ging, musste ich lachen. Wenn man nicht wusste, dass Carlisle und Esme nur ein Kind hatten, würde man meinen, sie haben zwei. Überall wo Kinderbilder von Edward hingen, waren auch Bilder von mir zu sehen. Alles wurde festgehalten. Wo wir das erste Mal zusammensaßen. Unser erster gemeinsamer Besuch im Zoo. Als wir unsere ersten Milchzähne verloren hatten. Egal was es war.
Genauso war es in unserem Haus. Überall waren Bilder von Edward. Wir übernachteten oft bei dem anderen und das sogar noch heute. Ich war mir sicher, Charlie, mein Vater würde ausflippen, wenn ein anderer Mann bei mir im Bett schlafen würde. Doch wenn Edward bei mir übernachtete, war das okay, da er für Charlie wie ein Sohn war. Er wusste es würde nichts passieren. Wir waren ja nur Freunde, verstanden?
Als wir zur Schule kamen, war ich immer diejenige, die Edward an die Hausaufgaben oder an die Test´s für die wir lernen mussten, erinnerte. Seine Eltern und auch er waren mir sehr dankbar für meine Nörgelei an ihm. Denn ohne meiner Nörgelei, hätte er sich nie um die Schule gekümmert.
Als es an die Collegebewerbungen ging, machte es für uns nur Sinn, sich bei dem gleichen einzuschreiben, wo auch der andere hinkam. Keiner von uns konnte sich vorstellen von dem anderen getrennt zu sein. Wir besprachen mit unseren Eltern, dass wir uns gemeinsam ein Apartment teilen wollten, um einerseits Geld zu sparen und um zu vermeiden, mit jemand völlig fremden zusammen leben zu müssen. Gesagt, getan und wir zogen in ein kleines Apartment direkt neben dem Campus.
Eines Tages wurde Edward von einem Mann auf dem Campus angesprochen, der ihm sagte, er hätte das Zeug zum Modeln und überreichte ihm seine Visitenkarte. Wir lachten darüber, als Edward erzählte, dass dieser ihn nur Nackt sehen wollte. Doch einige Wochen später, entschied sich Edward dazu zu schauen, ob Angebote von dem Mann kamen. Man! Er hatte es geschafft. Es sah alles so aus, als ob Edward für diverse Fotoshoots und lokale Kampagnen gebucht war. Schon kurz danach warfen einige einflussreiche Persönlichkeiten der Fernsehsender ein Auge auf ihn und er bekam kleinere Werbeauftritte. Geschockt, wie schnell seine Karriere begann, versandte er seine Set-Karte zu verschiedenen Agenturen in L.A. und war genauso erstaunt, dass jede einzelne ihn unter Vertrag haben wollte. Seine Entscheidung fiel auf die, die ihm das meiste Geld bot und begann sofort mit seiner Arbeit.
Er nahm grad an einer Fashion Show, während der Fashion Week in New York, teil, als er von einem Produzenten entdeckt wurde, der ihn als perfekte Besetzung für seinen neuen Film sah. Es ging um einen jungen Künstler, der gegen seine Heroinsucht kämpft. Für diesen Film wurde Edward sogar für den Golden Globe nominiert und er wurde über Nacht zu einem Superstar. Seitdem war er gefragter denn je.
Als das alles begann, meinte er, dass er es sich das alles nie ohne mich vorstellen könnte. Und so kam es, dass ich meine Rolle, als die Person im Hintergrund einnahm. Ich kümmerte mich darum, dass er immer über alles informiert war und half ihm seinen Terminkalender zu verwalten. So wurde seine beste Freundin schließlich zu seiner besten persönlichen Assistentin.
Er behauptete immer, dass er sich niemanden anderes als seine persönliche Assistentin vorstellen könnte, als mich. Ich wusste alles über ihn, was es über ihn zu wissen gab. Und wer würde diesen Job ablehnen, bei dem man dafür bezahlt wird, die beste Freundin zu sein und ihm zu helfen, wie man es immer tat? Er erwähnte es bei jeder Gelegenheit, dass er nicht wüsste, wie er das alles überleben soll, wenn ich nicht da wäre. Ich war diejenige, die auf ihn aufpasste und verantwortungsvoll handelte.
Edward war eine wundervolle Person, doch hatte er keine Disziplin. Er war super talentiert in allem was er anpackte und jeder wusste es. Er spielte Klavierkonzerte, seit er in der Grundschule war. Sein Lehrer sagte immer, dass er noch nie ein Kind gesehen hatte, dass so gut Klavier spielen konnte. Er war ein Naturtalent. Er schrieb wunderschöne Musikstücke, die ihm in seinem Kopf herumschwirrten. Alles was er tat, tat er mit großer Leidenschaft. Er war immer mit seinem ganzen Herzen dabei. Er machte nie etwas nur halb und wenn er ein Versprechen gab, dann hielt er es auch. Edward hatte noch nie gelogen, er war einfach nicht der Typ dafür.
Doch seit er ein Star war, sahen ihn die Leute nur noch nach seinem äußeren Anschein.
Ich wusste es besser. Die Leute, die sich in Edward Cullen „dem Filmstar“ verliebten, kannten den wahren Edward nicht. Sie wussten vielleicht, dass er Klavier spielen konnte, hatten aber noch nie eines seiner Stücke gehört. Alle sahen in ihm nur den dreifach talentierten Typen. Er war für alle immer nur das muskulöse Model mit dem verwuschelten bronzefarbenem Haar, der Schauspieler mit dem perfekten schiefen Lächeln, dass einen in jeder Situation in den Bann zog und der Musiker mit den wunderschönen smaragdgrünen Augen, die fast zu perfekt wirkten. Aber die, die ihn wirklich kannten, wussten, dass er so viel mehr war. Er war sehr warmherzig und lustig und er liebte es seinen gegenüber glücklich zu machen.
Sicher war Edward sehr attraktiv, da gibt es nichts zu leugnen. Mir war das seit der Grundschule bewusst, als jedes Mädchen in seiner Gegenwart sich magisch angezogen fühlte. Es wurde sogar noch schlimmer, seit er berühmt war.
Ich, auf der anderen Seite, war eher unscheinbar. Ich war nur die Tochter des Polizeioffiziers, die ihre ganze Zeit mir lernen verbrachte und mit Edward rumhing. Für alle Mädchen, die mit Edward ausgehen wollten war ich nicht mehr als sein leidiges Anhängsel; die Familienfreundin, für die er sich verantwortlich fühlte. Und das war für die der Grund, warum er sich mit mir abgab. Eines Tages belauschte ich einige Mädchen im Sportunterricht, die sich über all die Qualitäten unterhielten, an den es mir mangelte, um seiner Freundschaft überhaupt würdig zu sein. Größtenteils bezogen sie sich dabei auf mein Äußeres. Meine Haare waren in einem langweiligen Braun und reichten mir bis knapp über die Schultern. Meine Augen waren genauso wie meine Haare, leblos braun und versteckt hinter einer Brille. Meine Haut war blass, was noch mehr auffiel, wegen meiner dunklen Haarfarbe. Meine Klamotten waren unscheinbar und alles was ich tat, war lesen. Offensichtlich war es für sie ein Vergnügen, dass ich neben meinem langweiligen Anblick, überhaupt lesen konnte.
Edward fand mich später an diesem Tag, als ich nach Haus lief, anstelle mit ihm mit zufahren. Nachdem er herausfand, was passiert war, war er erschrocken.
„Bella, du weißt, dass diese Mädchen überhaupt keine Ahnung haben, von dem sie da reden. Du bist meine beste Freundin, weil ich ohne Dich nicht leben kann. Wer würde mir sonst jeden Sonntag Pfannkuchen machen, wenn es Dich nicht geben würde? Wer würde darauf achten, dass ich alles rechtzeitig schaffe und wer würde mich in meiner Musik inspirieren? Keine von denen ist nur halb so interessant, wie Du. Du schlägst sie um Längen. Du siehst Dich selbst nicht richtig. Das hast Du nie. Ignorier die einfach. Du bist wunderschön und lustig und so klug! Und nicht zu verachten, Du hast einen super besten Freund.“ Er wischte mir meine Tränen weg und ich musste lachen.
„Versprich mir Bella, versprich mir, dass Du nicht auf das hörst, was die sagen. Nur Du und ich wissen, was wir uns bedeuten, niemand anderes interessiert.“, flehte er, als er mir eine meiner Haarsträhnen aus dem Gesicht strich.
„Ich… ich verspreche es.“ Er legte seine Arme um meine Schultern und drückte mich sanft.
So war es. Wir waren immer nur die besten Freunde und er tauschte mich nie gegen jemand anderen… besseren.
Wir gingen durch alles gemeinsam in unserem Leben. War es der Tod unserer Großeltern, in der Schule oder gar der Tanzkurs. Wir teilten jedes Detail unseres Lebens mit dem anderen und wir waren die einzigen die sich in und auswendig kannten.
Er sah, wie ich zu vielen Dates ging, doch interessierte mich kein anderer. Er sagte zu mir:
„Mach Dir keine Sorgen Bella, Dein Traumprinz ist irgendwo da draußen. Warts ab.“
Schade, dass ich diesen Mann schon gefunden hatte.
Doch leider lag Edward falsch, denn dieser Mann erkannte nicht, dass es mich gab.
Obwohl, das stimmt nicht. Er weiß schon, dass es mich gibt. Er nahm mich nur wahr, als seine idiotische beste Freundin und seiner persönlichen Assistentin.
Jepp, der Mann meiner Träume und mein bester Freund waren ein und dieselbe Person. Ich war dumm genug mich in meinen besten Freund, den super attraktiven und talentierten Schauspieler zu verlieben.
Ich denke ein Teil von mir war schon immer in ihn verliebt. Aber nachdem ich einige Dates hatte, wurde mir klar, dass es nie über das erste Date hinauslief, weil ich die meiste Zeit damit verbrachte, mein Gegenüber mit Edward zu vergleichen. Manche sahen echt gut aus, aber keine war so wie er. Manche waren wirklich klug, aber nicht so wie Edward. Auch waren sie nie so lustig wie Edward.
Doch interessierte das alles nicht. Es war hoffnungslos. Er war ein berühmter Schauspieler und ich saß nur daneben und durfte mir seine Kolleginnen und die Models um ihn herum ansehen, die ihn anschmachteten. Ich war doch nur die gute alte beste Freundin, Bella. Ich war für ihn wie eine Schwester, mehr nicht.
Und so behielt ich meine Gefühle für mich. Es war nicht nötig ihm davon zu erzählen, wo ich bereits das Ergebnis wusste.
Wenn er die Wahl zwischen Jane, einem wunderschönen blonden Model aus Deutschland und mir, die immer gleich aussah und unscheinbar war, hatte. Für wen, würde er sich wohl entscheiden?
Ich war nicht dumm, ich wusste für wen er sich entscheiden würde.
Ein lästiges Piepsen riss mich aus meinen Gedanken. Ich schnappte mir mein Blackberry, das mich daran erinnerte Edward zu wecken, damit er pünktlich zu seinem Vorsprechen kam.
Ich schob meine Bettdecke beiseite und krabbelte langsam aus dem Bett. Ich schlurfte zu meinem Schrank, schnappte mir ein paar Klamotten und begab mich ins Bad, um mich für den Tag fertig zu machen.
Das warme Wasser half mir meine steifen Muskel zu entspannen. Der Versuch morgens mit Edward zu etwas zu bewegen, ist vergleichbar mit einen fünfjährigen Jungen, der Süßigkeiten haben möchte und ein nein nicht akzeptiert. Er war ein richtiger Morgenmuffel, doch es war mein Job ihn zu motivieren, dass er seinen faulen Hintern aus dem Bett bekam und ihm einen Kaffee zu organisieren. Es war hilfreich, dass wir zusammen wohnten. Es machte einiges leichter, aber für mich auch schwerer.
Schwerer war es, wegen meiner Gefühle für ihn. Es brach mir immer das Herz, wenn ich mitbekam, dass er irgendein Mädchen mit nach Haus brachte. Oder wenn ich morgens in der Küche von einem leichtbekleideten Mädchen begrüßt wurde. Doch der Favorit meiner Herzattacken ist immer noch, wenn ich feststellen muss, dass Edward nicht allein im Bett liegt. Zu sehen, wie er seinen Arm um den Körper eines anderen Mädchens legt, zerbricht mir das Herz.
Als ich mit dem Duschen fertig war, zog ich mich an, steckte meine Haare zusammen und ging in die Küche um Kaffee zu machen. Ich verfiel in meine tägliche Routine, als ich die Haustür öffnete und nach der Zeitung griff. Ich schmiss Sie auf den Küchentisch und warf zwei gefüllte Teigtaschen in den Toaster. Wir waren zwar inzwischen erwachsen, dennoch liebten wir beide diese Dinger – ein perfektes Frühstück.
Sobald der Kaffee fertig war, befüllte ich zwei Tassen, schnappte mir die Teigtaschen und machte mich auf den Weg zu seinem Zimmer.
Langsam öffnete ich die Tür und betete leise: „Bitte lass ihn allein sein, bitte bitte lass ihn allein sein.“ Meine Augen ließ ich geschlossen. Nur langsam öffnete ich sie und ein Seufzen entwich mir, als ich bemerkte, dass er es war.
Da lag er nun, nur mit einer schwarzen Boxershorts bekleidet. Er lag auf dem Bauch und hatte alle viere von sich gestreckt. Seine Bettdecke lag lieblos an seinem Fußende.
Ich konnte nicht anders. Mein Blick fiel auf seinen perfekten Körper. Es war die einzige Möglichkeit ihn komplett zu bestaunen, ohne das er es mitbekam. Er war so wunderschön. Sicher hatte ich seinen Körper schon oft gesehen, da wir als Kinder sogar zusammen badeten, doch jetzt war es anders. Jetzt stieg mir schon bei dem Gedanken an ein gemeinsames Bad mit Edward die Hitze in die Wangen und wilde Bilder schossen mir in meinen Kopf und alle waren nicht ganz jugendfrei.
Ich versuchte mich aus meiner Starre zu befreien und ging zu seinem Bett, wo ich das Tablett vorsichtig auf seinen Nachtschrank abstellte. Langsam setzte ich mich auf den Bettrand und bereitete mich mental auf sein Gejammer vor.
Ich legte meine Hand auf seine nackte Schulter und stupste ihn leicht an. „Hey, Zeit auszustehen, Cullen!“
Ich wartete kurz auf seine Reaktion, aber es kam keine. Ok, Zeit für härtere Geschütze.
„Cullen! Beweg Deinen Hintern aus dem Bett. Du hast heut einiges zu tun, los beweg Dich.“ Ich rüttelte energisch an seiner Schulter und entlockte ihm ein Knurren.
Er begann sich zu bewegen, vergrub aber sein Gesicht in seinem Kissen und fing an zu maulen. „Nein. Bella, lass mich noch ein bisschen Schlafen.“
„Edward, dafür haben wir keine Zeit. Los beweg Dich, ich hab Dir Deinen Kaffee und ne Teigtasche mitgebracht. Komm steh auf.“
Er drehte sein Gesicht zu mir und öffnete langsam die Augen.
„Warum machst Du das alles immer so verdammt früh?“, brummte er und warf seinen Kopf zurück in sein Kissen.
„Ich mag es früh. Ich mach das absichtlich so, denn ich liebe es jeden Morgen auf´s Neue Dich aus dem Bett zu schmeißen. Das ist mein einziges Highlight am Tag, Edward.“
Ich spürte, wie er seine Arme um meine Hüfte legte und mich zu sich runter zog, so dass ich direkt neben ihm lag, sein Gesicht war ganz nah. Mein Atem stockte. Es war zu nah.
„Ach dumme Bella, Du weißt ganz genau, dass Du es liebst hier jeden Morgen her zu kommen und einen Blick auf mich zu werfen, wenn ich nichts anderes als meine Boxer trage.“
Oh, wie recht er doch hatte, aber dass durfte er nicht wissen.
„Edward, Du läufst den ganzen Tag in nichts anderem hier im Haus herum. Es ist nicht so, als würde ich nie eine unerwünschte Peepshow bekommen.“, antwortete ich ihm sarkastisch und versuchte die aufsteigende Hitze in meinen Wangen zu verbergen.
„Wie auch immer, Bells. Was hab ich denn heut alles so vor?“, er streckte sich über mich und griff nach einer Teigtasche und drücke sie mir in die Hand.
„Du hast heute ein Vorsprechen, für ein Drama bei einem neuen vielversprechenden Produzenten. Ich hab alle Infos die Du brauchst in meinem Zimmer. Meinst Du, Du schaffst es in einer Stunde fertig zu sein?“, fragte ich, als ich mir den letzten Bissen meiner Teigtasche in den Mund schob und von Edwards Bett herunter krabbelte.
Edward packte mich wieder und zog mich dicht an sich. Mein Herz begann zu rasen und die Schmetterlinge in meinem Bauch flatterten wild umher. Dummer… attraktiver… bester Freund.
„Bella, nun kuschel mit mir. Man, warum bist so erpicht darauf, Deinen besten Freund allein zu lassen.“ schmollte Edward und zog mir sanft an den Haaren. Ich schlug ihm spielerisch auf seine Hand.
„Edward, wir haben heute einiges vor. Du musst Dich fertig machen und ich mich auch. Wir haben keine Zeit für Deine Blödeleien.“
„Du weißt, Du solltest Dich etwas entspannen. Ich werde Dich zum Urlaub zwingen müssen, wenn Du nicht aufpasst.“, drohte er mir und zwinkerte.
„Wie oft hast Du mir das schon gesagt und nichts ist passiert?“, schoss ich zurück.
„Gut, ich denke, ich werde mich darum kümmern.“
Er sprang auf seine Knie, beugte sich über mich und traf mich dabei völlig unvorbereitet. Er bemerkte das, legte langsam seine Hände an meine Seiten und fing an mich zu kitzeln.
„Ahhh, NEIN….Edward, bitte!! H-Hör auf!!“, stammelte ich und versuchte krampfhaft seine Hände von mir wegzudrücken.
„Wirst Du Dich entspannen, Bella?“ fragte er lachend, als er mich erneut attackierte.
„Ja!!“
„Versprichst Du es mir?“
„I-Ich verspreche es, bitte hör auf!“
„Okay, Super.“, er ließ von mir ab. „Ich habe keine Angst meine Kräfte noch einmal gegen Dich einzusetzen, also entspann Dich.“
„Du bist manchmal so ein Arsch, weißt Du das?“, spie ich ihm entgegen, bevor ich ihn zurück schob und auf ihn rauf kletterte, wobei ich ihn zurück auf das Bett drückte.
„Ja, richtig, aber deswegen liebst Du mich.“, antwortete er mit einem höhnischen Lächeln.
Oh, wenn er nur wüsste…
„Okay, wirst Du jetzt also aufstehen?“ Ich kletterte von ihm herunter und sprang aus dem Bett.
„Ja Bella, ich werde jetzt duschen gehen. Alles was Du willst, Hauptsache Du hörst endlich auf zu nörgeln.“
„Es ist mein Job zu nörgeln und nun geh. Ich werde im Wohnzimmer auf Dich warten.“, sagte ich und verließ den Raum.
Ich machte mich auf den Weg in mein Zimmer, griff nach meiner Tasche und fing an sie mit allen Unterlagen für den heutigen Tag zu befüllen. Meine Mappe war voll mit Edwards Unterlagen, seinen Portraits, diversen Notizblöcken und anderen Dingen, die Edward am Tag gebrauchen könnte. Ich warf noch meinen Laptop in die Tasche und griff nach meinem Blackberry und iPod, bevor ich mich auf den Weg ins Wohnzimmer machte. Ich ließ mich auf die Couch plumpsen und begann zu schauen, was für diesen Tag bereits geplant war und ob vielleicht noch etwas hinzukam.
Edward hatte das Vorsprechen, das ich an diesem Morgen erwähnt hatte und musste danach zu seinem Agenten, um über neue möglich Projekte zu sprechen. Der Rest des Tages war bisher noch frei. Ich wusste so gefragt wie er war, konnte ich mir sicher sein, dass irgendjemand nach ihm verlangte.
Mein Handy begann zu klingeln und ich war froh, dass ich meinen Kaffee heute schon getrunken hatte, als ich sah, wer mich anrief.
„Hallo Alice.“, sagte ich seufzend. Es kostete mich alle Kraft die ich aufbringen konnte, um durch mein morgendliches Gespräch mit der Elfe zu kommen.
Alice war meine andere beste Freundin und gleichzeitig Edwards Stylistin. Sie war verantwortlich für die Klamotten die Edward auf dem roten Teppich trug, oder in Clubs, in die er eingeladen wurde. Bei allem was er tat wurde er fotografiert und das war der Grund, warum Alice so hart arbeitete. Alice arbeitete vorher für die besten der besten in der New Yorker Fashion Szene, ehe Sie her kam, um als persönliche Stylistin und Designerin zu arbeiten. Sie war ein kleiner elfenhafter Energie Ball. Es war egal in welcher Stimmung man grad war, wenn man Alice sah, musste man einfach strahlen. Sie war immer fröhlich. Es war einfach unmöglich Alice nicht zu lieben.
„Hey Bella, wie lief das Wecken von Edward heute Morgen?“
„Wie läuft es jeden Morgen, wenn ich Edward wecke, Alice?“, antwortete ich gelangweilt, während ich durch einen Stapel Papiere sah, die achtlos auf dem Couch Tisch lagen.
„War er wenigstens allein heut?“, fragte sie lachend.
„Ja, ich war sehr glücklich darüber, dass ich seinen kleinen Eddie heute Morgen nicht zu sehen bekam.“
„Oh, Du willst mir doch nicht weismachen, dass Du es nicht mögen würdest, den kleinen Eddie zu sehen. Du würdest es doch bevorzugen, die Person neben ihm in seinem Bett zu sein.“, stichelte Alice. Ich rollte mit meinen Augen.
„Mensch Alice!“
„Naja, Du weißt, dass es die Wahrheit ist. Warum Du es ihm nicht sagen will, ist mir unverständlich, Bella.“
„Müssen wir jeden Morgen als erstes immer die gleiche Diskussion führen, Alice? Du weißt, warum ich es ihm nicht sagen will.“, verteidigte ich mich. Ich hörte ihr stöhnen am anderen Ende.
„Bella, Du bist wunderschön und klug. Diese Blonden Schnepfen, die er mit nach Haus schleppt sind nicht mal annähernd vergleichbar mit Dir. Wie kannst Du nur daneben sitzen und ihm dabei zusehen, wie er mit ihnen anbandelt. Das ist schrecklich. Eines Tages wird es Dir schon zu viel werden… und dann wirst Du es ihm sagen.“
„Vielleich, eines Tages Alice, aber heute wird dieser Tag nicht sein.“, witzelte ich zurück, in der Hoffnung, dass die Diskussion damit beendet war.
„Naja, es ist besser, wenn es bald passiert, denn früher oder später wird eine dieser Schnepfen ihre Krallen nach ihm ausfahren und er wird dann mit der falschen Person zusammen sein und wie wird es dann mit euch beiden enden?“
„Alice!“, warnte ich sie, in der Hoffnung sie konnte mein Unbehagen in meiner Stimme hören.
„Gut, Thema beendet, für jetzt.“, sagte sie knapp. „Eigentlich hatte ich angerufen, um zu fragen, ob Edward mich heute braucht.“
„Nicht, das ich wüsste, aber ich würde auf Dich zurückgreifen wollen, falls noch irgendwas kommen sollte.“
„Alles klar, ich ruf Dich dann später nochmal an.“
„Mach´s gut Alice.“, ich legte auf und schleuderte das Telefon auf den Couch Tisch. Vorsichtig rieb ich mir über die Schläfen.
Dieses Mädchen würde mir irgendwann noch mal den Tod bringen. Sicher, es war nichts, was ich nicht schon vorher mal von all unseren Freunden gehört hatte. Irgendeiner von ihnen sprach mich mindestens einmal am Tag an; doch wie sollte ich es ihm erklären und ihm klarmachen, dass er erkennt, dass er mich auch liebt? Ich konnte dieses Risiko nicht eingehen, falls es nicht so war.
Doch dann öffnete sich die Tür von Edwards Schlafzimmer und er kam bekleidet mit einer Jeans, die gefährlich tief auf seiner Hüfte saß und einem T-Shirt in der Hand, aus dem Zimmer. Seine Haare waren nass und lagen wild auf seinem Kopf. Er sah aus wie ein Gott. Ich stöhnte auf. Warum musste mein bester Freund nur so heiß sein? Und warum musste er hier so herumlaufen?
Ich lehnte meinen Kopf zurück an die Lehne, schloss meiner Augen und zählte langsam bis 10, in der Hoffnung, dass das T-Shirt seine Bauchmuskeln sicher bedeckte, die ich eben noch anstarrte.
„Ich hasse mein Leben.“, murmelte ich zu mir selbst und seufzte leise.
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