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von Life    erstellt: 29.03.2010    letztes Update: 08.05.2010    Geschichte, Romanze / P12    (fertiggestellt)
In trauter Zweisamkeit

Stephanie war mittlerweile 18 Jahre alt und hatte schon so einiges mit Skulduggery erlebt.
So wie sie dort auf dem Sofa in dem Haus ihres verstorbenen Onkels saß, dachte sie über ihre alten Erlebnisse nach.
Sie fand dass die damalige Beharrlichkeit darauf mit Skulduggery mitkommen zu dürfen, das Beste war wozu sie sich jemals entschieden hatte.
Ihre Erlebnisse waren zwar gefährlicher als alles andere was sie sich je hätte vorstellen können, doch das war genau was sie gebraucht hatte.
Sie saß mit geschlossenen Augen auf dem Sofa und seufzte leise.
„Warum konnte Skulduggery nun nicht hier sein?“, fragte sie sich in Gedanken.
In letzter Zeit erwischte sie sich immer und immer wieder bei solchen Aussagen.
„Ob ich mich vielleicht verliebt habe?“, überlegte sie zaghaft, „geht so was überhaupt? Ich meine, kann man sich in ein Skelett verlieben? Ist das nicht irreal? Oh Skulduggery, ich brauche so viele antworten von dir. Aber ich möchte doch nicht unsere wunderbare Freundschaft zerstören, nur weil ich so ein dummes Kind bin. Wenn du nicht dasselbe empfindest, was mache ich dann? Kann ich dann weiter deine Partnerin bleiben, oder wirst du sauer auf mich sein? Oder werde ich dein ’’Nein’’ nicht ertragen können?“
Frage über Fragen stellte Stephanie sich. Fragen auf die sie sich selbst keine Antwort geben konnte.
Sie zog ihre Beine an sich heran und schlang ihre Arme um sie.
Die Augen immer noch geschlossen, stützte sie ihr Kinn auf die Knie und hielt inne.
Draußen regnete es mal wieder wie aus Kübeln, der Wind fauchte um die Häuser, Katzen die nicht rechtzeitig untergekommen waren kreischten als sie nass wurden und Stephanie saß dort so ganz allein auf dem Sofa.
„Warum kommst du nicht zurück? Vor sechs Wochen habe ich dich das letzte Mal gesehen gehabt, da sagtest du, du würdest dich in den nächsten ein, zwei Wochen wieder melden. Das ist doch so gar nicht deine Art. Und was ist wenn dir was passiert ist … nein, das glaube ich nicht. Aber wo bist du dann?“, dachte sie verzweifelt in Gedanken.
Sie registrierte kaum dass ihr eine Träne über die Wange lief und schluckte schwer.
„Warum lässt du mich allein? Warum? Oder ist dir etwas Wichtiges dazwischen gekommen? Ich hasse es wenn du nicht da bist. Dann fehlen mir dein sarkastischer Humor und deine gespielt gleichgültige Art. Ich vermisse es wie du mich aus deinen leeren Augenhöhlen anblickst, dieser unberechenbare Blick. Aber warum trauere ich?“, ermahnte sie sich in Gedanken, „ ich kenne doch jetzt schon deine Antwort. Warum um alles in der Welt sollte sich so jemand wie du für mich entscheiden? Außerdem … kannst du in dieser Gestalt, so wie du jetzt bist, überhaupt noch so etwas wie Liebe empfinden? Geht das eigentlich? Skulduggery … komm zurück, zurück zu mir, ich brauche dich. Ohne dich ist es so leer in mir. Ich vermisse dich“.
Bitter und leise schluchzte sie auf und zog die Beine näher an sich.
Man hörte wie draußen mit einem mächtigen Groll der Blitz einschlug, doch Stephanie hörte ihn nicht wirklich.
Es war ziemlich finster im Raum, da es draußen auf einen Schlag dunkel geworden war und Stephanie es noch nicht bemerkt hatte.
„Warum? … Du wirst meine Liebe, wenn das überhaupt Liebe ist, sowieso nicht erwidern wollen oder können. Wenn ich es doch schon weiß, warum bin ich dann so traurig? Doch ich weiß schon warum, es schmerzt mich das du ohne ein Wort gegangen bist. Ohne ein auf Wiedersehen, ein Machs gut. Oder hast du geahnt was ich für dich fühle und bist abgehauen damit ich in Ruhe weiterleben kann? Bitte … Bitte komme endlich wieder …“, murmelte sie traurig vor sich hin.
Sie öffnete die Augen und blickte in die Finsternis.
Wie benebelt stand sie auf und ging zum Lichtschalter um ihn anzumachen.
Knips!
Nun war es hell im Zimmer und Stephanie sah sich hilflos um.
Ihr blick wanderte über das Sofa, zum Fenster, über das Bücherregal, einem Loch in der Wand, zur Küche.
Beim Anblick des Lochs musste sie leicht schmunzeln, obwohl sie eigentlich traurig war.
Vor einem knappen Jahr hatte Skulduggery es in die Wand geschlagen, als hier mal wieder ein Kampf stattgefunden hatte.
Sie hatten es Mal reparieren wollen, doch waren sie nie dazu gekommen.
Zögerlichen Schrittes ging sie zur Küche.
Als Skulduggery ihr das erste Mal richtig begegnet war, war das hier gewesen.
Seufzend blickte sie zu der Arbeitsfläche.
„Ich glaube ich trinke erst einmal was“, dachte sie, „ich brauche Ablenkung. Aber wie? Draußen regnet es, draußen ist es stockfinster, draußen ist es kalt. Na gut, draußen wäre schon mal gestrichen“.
Sie machte den Unterschrank des Waschbeckens auf und holte einen Topf hervor.
Auch das hatte sie mal umräumen wollen. Wer stellt seine Pfannen und Töpfe schon unters Waschbecken, hatte sie sich damals gedacht.
Doch dann hatte Stephanie es doch so gelassen, obwohl es mittlerweile eigentlich ihr Haus war, fand sie dass sie alles so lassen sollte wie ihr Onkel es für gut hielt.
Sie stellte den Topf auf den Herd und holte Milch aus dem Kühlschrank.
Dann nahm sie sich einen Stuhl vom Tisch weg, stellte ihn vor den Küchenschrank und stieg hinauf um sich ein Tasse zu holen.
Als sie wieder herabstieg, fiel Stephanie, durch ein Missgeschick wie es kommen musste, die Tasse aus der Hand, die laut klirrend am Boden zerbrach.
„Verdammte Scheiße!“, grummelte sie und sprang vom Stuhl.
Sie ging in die Hocke um die Scherben zusammen zu klauben.
Doch dann schnitt sie sich an einer der Scherben und blickte auf ihren Finger.
Er blutete kaum, und sie wusste selbst nicht warum, doch genau in diesem Moment kamen ihr die Gedanken über Skulduggery wieder hoch.
Ein leises Aufschluchzen entfuhr ihr und dann lief ihr schon wieder eine Träne übers Gesicht.
Langsam erhoben sich die Scherben, wie von Zauberhand vom Boden, als würde die Luft sie von selbst wegtragen.
Das tat sie auch, nur nicht von selbst.
Mitten in ihrem Schluchzen stocke sie und ihr Blick folgte den Scherben.
Die Scherben schwebten über der Kehrschaufel und mit einem Schlag fielen sie alle auf einem Haufen in ihr zusammen.
„Moment“, überlegte sie, „Scherben räumen sich nicht einfach so von alleine auf, das muss schon Jemand machen“.
Bei ’’Jemand’’ stockte sie.
Wer konnte schon Scherben fliegen lassen?
Ein Element-Zauberer.
Skulduggery.
So wie sie den Namen dachte, wandte sie den Kopf zur Küchentür.
Und da stand Skulduggery in seiner ganzen Skelett Statur, im Türrahmen vor ihr.
Sie starrte ihn fassungslos an.
Stand er da gerade wirklich vor ihr?
„Nicht weinen Stephanie, ich bin doch wieder zurück“, sprach Skulduggery und sie wusste dass er sein nicht zu verfehlendes Lächeln aufgesetzt hatte.

Sodalla :D
Es ist 23:52 und nun habe ich keine Lust mehr zum weiter schreiben.
Wenn es euch gefällt, dann kommt bald das nächste kappi ;)
Liebe Grüße <3
shrimps

ps: ich weiß ich bin ein böses kind, hab ihr alter letztendlich doch noch einmal geändert ;)
 
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