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von --Lissy--    erstellt: 22.03.2010    letztes Update: 22.03.2010    Geschichte, Drama / P18 Slash    (fertiggestellt)
Title: Intruder
Author: --Lissy--
Rating: P18-Slash
Genre: Drama/Romanze
Pairing: William/Gabe, William/Tom
POV: 3rd
Summary: William bekommt die Chance einen Schritt zurück in seine Vergangenheit zu gehen. Sollte er sie nutzen oder lieber nicht?
Disclaimer: Fake. Fake. Faky-Fake!
Author Notes: Aaaalso, mal wieder etwas neues von mir! Die grobe Idee kam mir, als ich 'Intruder' von Empires gehört habe, aber der Oneshot ist nicht nach dem Lied geschrieben. AUßERDEM ist dieser Oneshot eine Art Vorgeschichte (oder Prequel) zu der Gabilliam-Story, die santi und ich bald schreiben werden. Die Story wird unte runserem gemeinsamen Account 'the hobos' gepostet werden. Also schön die Augen aufhalten in den nächsten Monaten ;) Und jetzt viel Spaß!

PS: Ich hatte echt keine Ahnung wo genau ich da posten sollte. Habe mich jetzt mal für die "TAI-Abteilung" entschieden, weil es ja mehr auf William bezogen ist und Tom ja mal in der Band war. Hoffe das ist okay o.ô

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Intruder


William führte eine glückliche Beziehung mit Gabe. Er liebte ihn sehr und diese Liebe hielt nun schon einige Jahre an. Er hatte für Gabe sogar einen großen Teil seiner Vergangenheit und alle, die damit zu tun hatten, hinter sich gelassen. Doch als einer seiner besten Freunde ihm eine Gelegenheit gab nochmal zurück in diese Vergangenheit zu gehen, wenn auch nur für einen Abend, da konnte er nicht 'Nein' sagen.


Es war an einem kalten Herbsttag. William saß alleine zu Hause und laß ein Buch. Gabe war seit einer Woche wieder mit seiner Band auf Tour und William hatte nicht wirklich viel zu tun, da seine Band in der nächsten Zeit keine Auftritte geplant hatte. Also nutze er die Zeit für sich.
Er schreckte auf, als sein Telefon klingelte. Insgeheim hoffte er, dass Gabe am anderen Ende der Leitung war. Doch als er abnahm begrüßte ihn Mike's Stimme.

,,Hey Bill!"
,,Uhm. Hey, was gibt's?"
,,Tom ist mit seiner Band in der Stadt und ich wollte mir ihren Auftritt mal ansehen. Ich dachte, da Gabe nicht da ist und du sicher nichts vor hast, willst du vielleicht mitkommen?"

William stockte leicht. Tom? Meinte Mike das wirklich ernst? Er wusste doch, dass William diesen Teil seiner Vergangenheit, und somit seinen Ex-Freund, abgehakt hatte.

,,Also ich weiß nicht, Mike. Du weißt doch, wie ich zu dieser Sache stehe und Gabe würde es auch nicht gefallen..."
,,Ach komm schon, Bill. Das alles ist doch schon so lange her und ich weiß, dass du dir schon lange mal eine Show von 'Empires' ansehen wolltest. Gabe braucht davon auch nichts zu erfahren. Bitte, William."

William ließ sich die Sache nochmal durch den Kopf gehen. Es war wirklich ein verlockendes Angebot. Es stimmte, dass er sich eine Show von Tom's Band ansehen wollte. Das wollte er schon, als er das erste Mal deren Musik gehört hatte. Allerdings konnte er das noch nie in die Tat umsetzen, da er ständig mit Gabe zusammen war und Gabe mochte Tom nicht. Er wurde tierisch eifersüchtig, wenn man auch nur Tom's Namen erwähnte.

,,Du versprichst mir, dass Gabe nichts erfahren wird?"
,,Versprochen! Und auch wenn, wir gucken uns doch nur die Show an und du springst ja nicht gleich wieder mit Tom in die Kiste.", lachte Mike in den Hörer.
,,Lass ihn einfach nicht davon erfahren."
,,Mach dir mal keinen Kopf, das wird er nicht. Ich hole dich dann morgen Abend ab. Bis morgen." Mike legte auf und William tat es ihm gleich.

Morgen also...

****


Gegen sieben Uhr wurde er am nächsten Abend abgeholt. Er hatte Gabe gesagt, dass er mit Mike ausgehen würde und dass er es sicher nicht hören würde, wenn sein Telefon klingelte. Das war ja noch nichtmal ganz gelogen. Trotzdem fühlte er sich schlecht dabei es seinem Freund so zu sagen. Aber was blieb ihm anderes übrig, wenn die Wahrheit alles doch nur schlimmer machen würde.

Bevor die beiden die Bar betraten, in der das Konzert stattfinden sollte, atmete William noch einmal tief durch.
,,Bereit?", fragte Mike und er nickte.
Zusammen gingen sie rein.

Die Vorband spielte gerade, als William und Mike sich an die Bar setzten und sich zwei Bier bestellten.
William sah sich um. Die ca. 100 Zuschauer hatten sich vor der Bühne verammelt und bejubelten die Vorband. Neben ihnen befanden sich auch noch andere Leute an Tischen und unterhielten sich oder sahen zur Bühne.
Als der Sänger sich beim Publikum verabschiedete und sich für den Abend bedankte, merkte William, dass sich Aufregung in ihm breit machte. Gleich würde er Tom wiedersehen. Er hätte nicht gedacht, dass dieser Gedanke solche Gefühle freisetzte. Gefühle wie Freude und Sehnsucht, aber auch Angst und Abneigung.

Der Umbau war fertig und 'Empires' betraten die Bühne. Williams Augen hefteten sich sofort an den Gitarristen. Tom's Aussehen hatte sich nur wenig verändert. Aber er sah reifer aus, was nicht schwer war, da sie Teenager waren, als sie zusammen kamen.
William versuchte sich auf andere Dinge zu konzentrieren, doch Tom erregte ständig seine Aufmerksamkeit. Er spielte mit einem bestimmten Feingefühl Gitarre und sang im Refrain ruhig mit ins Mikrofon.
Sein ganzen Auftreten faszinierte William, genau wie früher...

****


,,Gehen wir jetzt?", fragte William sobald 'Empires' die Bühne verlassen hatten.
,,Also ich würde mich ja gerne noch mit den Jungs unterhalten."
,,Dann warte ich im Auto oder fahre mit einem Taxi nach Hause."

William wollte Tom auf keinen Fall gegenüber treten. Er hatte Angst, dass er etwas tat, was er später bereuen würde.

,,Das ist doch Unsinn, Bill. Warte eben hier. Ich gehen noch schnell auf die Toilette und dann können wir gehen.", gab Mike schließlich nach und William setzte sich, widerwillig nickend, zurück auf den Barhocker.

Er holte sein Handy aus der Hosentasche und sah, dass er eine neue SMS bekommen hatte. Sie war von Gabe.

'hey, mein liebling. ich hoffe du hast einen schönen abend. ich liebe und vermisse dich. xxx Gabe'

Lächelnd laß er sich die Nachricht nochmal durch. Gabe machte ihn selbst mit den kleinsten Dingen überglücklich.

,,Na wenn das nicht William Beckett ist. Was führt dich denn hierher, Becks?"
William erstarrte bei dieser Stimme und dem Spitznamen, den er seit Jahren nicht mehr gehört hatte. Nur einer hatte ihn ständig so genannt. Langsam drehte William sich um und sah in ein lächelndes Gesicht. Tom.
,,Tom? Hey! I-Ich bin zufällig vorbeigegangen und habe Musik gehört und dachte i-ich schaue mal kurz rein, a-aber es war wohl gerade zu Ende."
,,Du warst schon immer ein schlechter Lügner.", lachte Tom und William sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. ,,Ich habe dich von der Bühne aus gesehen, Bill. Du saßt die ganze Zeit hier. Außerdem habe ich gerade Mike getroffen. Ihr seid extra zu unserer Show gekommen. Das freut mich, wirklich."
Tom lächelte und William sah verlegen auf seine Schuhe.

Verdammt, was tat er bloß? Er sollte nach Hause fahren und bis in die Nacht mit Gabe telefonieren. So wie fast jeden Abend. Stattdessen stand er in dieser Bar und unterhielt sich mit seinem Ex-Freund.

,,Komm, ich bestelle uns was zu trinken und dann gehen wir zu den anderen. Du musst sie mal kennen lernen und ich bin mir sicher, dass wir einiges nachzuholen haben."

William war völlig verunsichert, doch er ließ sich ohne Widerworte von Tom mit zu der Sitzecke ziehen, in der der Rest der Band, einige Crew-Mitglieder und Mike saßen.
Das konnte was geben...

****


Erst in den frühen Morgenstunden entschlossen sie sich aufzubrechen. Der Abend war noch sehr gut geworden und sie hatten ordentlich gefeiert. Wo Mike war wusste William schon lange nicht mehr. Aber er bekam schnell zu spüren, wie viel er tatsächlich getrunken hatte.
Als er aufstand drehte sich alles und er fiel wieder zurück auf die Bank. Auf Tom.

Kichernd entschuldigte er sich bei ihm.
,,Du solltest nicht alleine nach Hause gehen.", sagte Tom und zog William mit sich hoch, indem er einen Arm um dessen Hüfte legte.
,,Das glaub' ich auch.", stimmte William ihm zu.
Und so kam es, dass die beiden sich ein Taxi bestellten und zu William's Haus fuhren.


Während William kichernd versuchte den Schlüssel in das Schloß zu bekommen, sah Tom sich das Haus an.
,,Hier wohnst du also. Wirklich schöne Gegend. Man könnte hier verdammt gute Fotos machen.", sagte er leise und mit rauer Stimme.
Nachdem er die Tür endlich aufgeschlossen hatte und eingetreten war, wand William sich an Tom.
,,Kommst du noch mit rein oder willst du das Haus weiter von draußen betrachten? Du wirst es nicht glauben, aber drinnen gibt es noch mehr zu sehen."
Grinsend trat Tom ein und sagte nur: ,,Da bin ich mir sicher."
William schloss die Tür hinter ihnen.

Die beiden gingen ins Wohnzimmer und die Party war noch längst nicht vorbei. William holte ihnen zwei Pinnchen und eine große Flasche Jack Daniels aus der Küche.

,,Wie in alten Zeiten."
,,Dafür fehlt aber noch was.", sagte Tom und fischte zwei Joints aus seiner Jackentasche. Überrascht sah William ihn an und fing an zu lachen. ,,Das ist nicht dein Ernst, oder?"
,,Na wenn wir schon auf die alten Zeiten zurückgreifen, dann auch richtig,"
William schüttelte grinsen den Kopf.

Wie lange hatte er schon keine Joints mehr geraucht? Es war zu lange her. Er hatte noch vor der Beziehung mit Gabe aufgehört...

Tom drückte ihm einen Joint in die Hand und zog an seinem eigenen.
,,Komm schon, Becks. Es ist genau wie früher. Du und ich, die Flasche JD und für jeden einen Joint. Auf die guten, alten Zeiten!" Er erhob die Flasche und trank einen großzügigen Schluck, während William an seinem Joint zog.
Verdammt, war das ein gutes Gefühl!
Mit einem zufriedenen Grinsen lehnte er sich zurück und betrachtete den Glimmstängel zwischen seinen Fingern.
,,Fuck, ist das gut.", sagte er und nahm direkt noch einen Zug, Augen dabei geschlossen.
,,So kenne ich dich." Tom lachte und übergab William den Alkohol.

****


Es dauerte nicht lange, bis die beiden total betrunken und high waren.
William tanzte durch das Wohnzimmer und Tom sah ihm von der Couch aus zu, die fast leere Flasche in der Hand und den Fuß zum Takt der Musik mitbewegend.
,,Hey, Bill! Komm mal her."
Lächelnd tanzte William zur Couch und als er vor Tom stand zog dieser ihn auf seinen Schoß.
,,Der letzte Schluck ist für dich.", sagte er und ließ William den Rest des Alkohols in den Mund laufen.
Als die Flasche leer war sah William runter zu Tom. Tom. Er war mal sein gewesen. Eine Zeit lang hieß es nur WilliamundTom. Wo waren diese Zeiten hin? Er hatte sie verdrängt und jetzt war er hier. Mit seinem Tom. Es war genau wie früher.

Aus einem Impuls heraus beugte sich William runter und attackierte Tom's Lippen mit seinen. Ihre Zungen trafen aufeinander und Tom schmeckte den Alkohol auf der des Jüngeren. Es törnte ihn irgendwie an.
Achtlos ließ Tom die leere Flasche fallen und fuhr mit seinen Händen über William's zierlichen Körper, während William seine Hände in Tom's Haaren vergrub. Ein Stöhnen entwich ihm und er begann seine Hüften über Tom's Schritt kreisen zu lassen.
Tom's Lippen wanderten zu William's Hals und er verteilte dort schnelle Küsse.
,,Du hast keine Ahnung wie sehr ich dich gerade will. Du bist so verdammt heiß, William.", raunte er gegen die weiche Haut und William schmunzelte.

Langsam und etwas schwankend stand er auf und griff nach Tom's Hand. Sie küssten sich wieder und begannen sich gegenseitig die Klamotten auszuziehen.
Mit freien Oberkörper stolperten sie ins Schlafzimmer. Sie trennten sich von einander, damit sie sich die Hosen ausziehen konnten. Sobald sie komplett nackt waren legten sie sich auf das große Bett und begannen wieder sich zu küssen.

William lag auf Tom und küsste seine Lippen, seinen Hals, runter zu seiner Brust und dem Bauch. Er sah nochmal hoch in Tom's Gesicht, das nur so von Lust geprägt war und schloss dann seine Lippen um Tom's bestes Stück.
Lautes Stöhnen erfüllte den Raum und William hielt Tom's Hüften, damit er sich nicht zu viel bewegte, während er seine Zunge wild um Tom's Erektion kreisen ließ.
,,Oh Gott...So gut." Tom stöhnte laut auf und warf den Kopf in den Nacken.
William grinste ihn an und bewegte seinen Kopf auf und ab. Er spürte wie Tom's Hände sich in seinen Haaren verfingen und ab und zu daran zogen, er stöhnte.

Mit einem letzten Kuss auf die Spitze löste William sich aus Tom's Griff und entfernte sich von seinem Schwanz.
Kurz sahen sie sich an und es überraschte William wie dunkel Tom's Augen nun waren. Ein diabolisches Grinsen schlich sich auf seine Lippen und er küsste Tom, seine Zunge wild und fordernd gegen die des anderen.
Beide grinsten als sie sich voneinander lösten und William sich zum Nachtschränkchen beugte um Gleitgel und Kondome herauszuholen.

Währenddessen fiel Tom's Blick auf das Bild, das auf dem kleinen Schrank stand.
Es zeigte William und Gabe, eng umschlungen und beide mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht.
Kurzerhand streckte er seinen Arm aus und klappte es um, William kicherte leise.

War ihm eigentlich klar was er gerade tat? Er betrog Gabe mit seinem Ex-Freund, obwohl er geschworen hatte nichts mehr mit seiner Vergangenheit zu tun zu haben. Zumindest nicht mit diesem Teil. Momentan waren ihm nur die Folgen, die diese Aktion hinterlassen würde, nicht so ganz bewusst...

,,Willst du mich hier ewig warten lassen?"
,,Sei nicht so ungeduldig, Conrad."
William warf ihm das Kondom auf die Brust, verteilte etwas von dem Gel auf seinen Fingern und griff hinter sich. Er hatte keine Lust noch mehr Zeit zu verschwenden duch das Vorbereiten, und so machte er es schnell selbst. Bloß nicht zu viel Zeit verlieren!

Tom hatte sich bereits das Kondom über seine Erektion gerollt und sah William nun dabei zu, wie dieser sich selbst fingerte und sich auf ihn vorbereitete.
,,Jetzt komm schon her, Becks!", befiel Tom ungeduldig und griff nach William's Hüften um ihn zu sich zu ziehen. Ihre Lippen fanden sich wieder und Tom änderte ihre Position.
Er drückte William runter auf die Matratze, spreizte seine Beine und drang mit einem Mal in ihn ein. William schrie aus und begann damit Tom's Namen zu stöhnen. Er zog Tom wieder zu sich runter und küsste ihn.

Bald darauf fand Tom einen angenehmen Rhythmus und verteilte Küsse an William's Hals.
,,K-keine Knutschflecke...oh Gott! Genau da!" William bäumte sich auf und lehnte sich Tom's Berührungen noch mehr entgegen während Tom versuchte William's Prostata wieder zu treffen.
Inzwischen wimmerte William nur noch und verlangte nach mehr, mehr, mehr.

Nach einigen weiteren Minuten, in denen Tom hart in ihn stieß, begann William sich selbst zu berühren und stöhnte nur noch mehr.
,,N-nicht mehr lange...", warnte Tom und William nickte hastig, denn auch er brauchte nicht mehr lange, bis er komme würde.
Der Raum wurde mit noch lauteren Gestöhne erfüllt und die beiden kamen. Es war ein sehr intensiver Orgasmus und William wurde kurzzeitig schwarz vor Augen. Tom brach auf ihm zusammen und versuchte sich wieder einigermaßen zu beruhigen.

,,Wow.", brachte Tom nach ungefähr zehn Minuten zustande und brach damit die Stille. Langsam zog er sich aus William zurück und entlockte ihm ein leises Wimmern. Er knotete das Kondom zu und warf es einfach auf den Boden.
Da William noch nicht wieder zu gebrauchen war zog Tom die Decke über ihre nackten, klebrigen Körper und legte einen Arm um William's dünne Gestalt. Wieder schwiegen sie.

William's Brust hebte sich in einem ruhigen Rhythmus und Tom hätte fast gedacht, dass er eingeschlafen sei, doch als er er ihm ins Gesicht sah stellte er fest, dass William an die Decke starrte.
Leicht strich Tom ihm über die Wange und brachte ihn so dazu seinen Kopf in Tom's Richtung zu drehen. William sah ihm nicht in die Augen.
,,Wir sollten jetzt schlafen.", sagte er und gab Tom einen kurzen Kuss, bevor er ihm den Rücken zu drehte.
William ließ zu, dass Tom sich an seinen Rücken kuschelte und einen Arm um ihn legte.

Sein Blick fiel nun wieder auf das umgeklappte Bild. Er nahm es in die Hand und sah in Gabe's fröhliches Gesicht. Lange konnte er sich das allerdings nicht ansehen. Er stellte es zurück auf das Schränkchen und klappte es wieder um.

Wenn er aufwachte war alles sicher wieder beim Alten.

****


Mit einem dicken Schädel erwachte William am nächsten Morgen. Er streckte sich und sah sich den Raum an. Das Bett war leer und er dachte schon, dass die Geschehnisse der vorherigen Nacht nur ein böser Traum gewesen waren, doch dann bemerkte er das umgeklappte Foto und das gebrauchte Kondom auf dem Boden.
Seufzend schloss er wieder die Augen und lehnte sich in die Kissen zurück.
Das konnte doch nicht wahr sein! Was hatte er bloß getan?
,,Verdammt!", zischte er und schlug mit der Faust auf die Matratze.

,,Hey, gut geschlafen?"
Tom kam mit einem Handtuch um den Hüften und nassen Haaren aus dem angrenzenden Badezimmer und lächelte William an. Dieser konnte ihn jedoch nur anstarren und sich innerlich über seine eigene Dummheit ärgern. Es war schon schlimm genug, dass er Gabe überhaupt betrogen hatte, doch das ganze wurde noch damit getoppt, dass es mit Tom war. Gabe würde ihm niemals verzeihen.

,,Uhm, es war doch okay, dass ich die Dusche benutzt habe, oder?"
,,J-ja, ja. K-kein Problem. Ich denke ich werde auch mal eben drunter steigen. Ich beeile mich.", murmelte William und verschwand schnell im Badezimmer.
Er stellte sich unter die Dusche und ließ das Wasser auf sich herablaufen. Er begann zu zittern, nicht von der Kälte sondern eher vor Verzweiflung. Wie sollte er das jetzt nur wieder gut machen?
Die ersten Tränen liefen ihm aus den Augen und er schlug kräftig mit der Handfläche vor die Fliesen an der Wand. Er war kurz davor zusammen zu brechen.

****


,,Möchtest du einen Kaffee oder so?", fragte William, als Tom und er am Küchentisch saßen und versuchten den Vorfall so gut wie es ging zu ignorieren.
,,Nein danke. Ich werde mich jetzt mal auf den Weg zu den anderen machen. Die fragen sich sicher schon wo ich bleibe." Tom sah William an, doch dieser vermied den Blickkontakt und nickte nur. ,,Ich kann dir ja meine Telefonnummer hierlassen. Vielleicht könnten wir uns ja nochmal treffen, sobald wir wieder in der Stadt sind. Du...also nächstes Mal kannst du ja Gabe zu unserem Auftritt mitbringen, wenn du willst."
,,Wir wissen beide, dass das eher unwahrscheinlich ist. Die Sache von gestern war etwas Einmaliges, Tom.", stelle William klar und Tom nickte hastig.
,,Das ist mir klar. Ich lasse dir die Nummer trotzdem mal hier. Vielleicht können wir uns dann wenigstens mal auf einen Kaffee treffen oder so. Ich würde mich freuen."
,,Mal sehen."

William begleitete Tom noch mit zur Tür, nachdem dieser seine Sachen zusammen gesucht und einen kleinen Zettel auf dem Wohnzimmertisch hinterlassen hatte.
,,Es war schön dich mal wiederzusehen, William."
William seufzte bevor er sagte: ,,Mach's gut, Tom."
Die beiden umarmten sich zum Abschied und nachdem Tom in sein Taxi gestiegen war, schloss William die Tür.

Er begann damit aufzuräumen und alle Erinnerungen an den vorherigen Tag zu entsorgen.
Alles bis auf den kleinen Zettel auf dem Wohnzimmertisch.

Noch zwei Wochen und Gabe war wieder bei ihm...

****


Ungefähr eine Woche nach dem 'Vorfall' klingelte das Telefon im Hause Beckett (und Teils Saporta, da Gabe praktisch dort lebte, aber noch sein Apartment in New York hatte). William hob ab und fürchtete ein Déjà-vu zu erleben.

,,Hey, Bill!", begrüßte ihn Mike's Stimme.
,,Hey. Was gibt's?"
,,Ich wollte nur mal hören, wie es dir geht. Ich habe in den letzten Tagen gar nichts mehr von dir gehört."
William seufzte.

Er hatte sich zurückgezogen und wollte mit niemanden sprechen. Er hatte selbst Gabe's Anrufe nicht beantwortet, sondern schrieb ihm nur Nachrichten.
Er hatte die ganze Zeit zu Hause gesessen und wieder angefangen zu schreiben. Lyrics, Gedichte, Kurzgeschichten, er schrieb einfach das auf, was ihm durch den Kopf ging. Nur für das nötigste war er vor die Tür gegangen.

,,Ich hatte viel zu tun in den letzten Tagen. Tut mir leid, dass ich mich nicht gemeldet habe."
,,Schon okay. Ich wollte nur sicher gehen, dass alles in Ordnung ist. Bist du später eigentlich noch mit Tom abgehauen? Ich habe dich gar nicht mehr gesehen."
,,Uhm...ja. Also du warst auch auf einmal weg und wir hatten so viel getrunken und dann...ach egal."
,,Ist alles okay, Bill?", fragte Mike nach und William atmete tief ein und aus. War denn alles okay?
,,Ganz ehrlich, Mike? Nichts ist okay! Absolut nichts!"
,,Ist irgendwas passiert?" William hörte Mikes besorgten Ton deutlich heraus.
,,Ich habe Mist gebaut.", begann er, Tränen stiegen ihm in die Augen und er schluchzte auf.
,,Hey, hey, Bill. Was ist denn los?"
,,Ich habe mit Tom geschlafen, das ist los!"
,,Oh.", war das EInzige, was vom anderen Ende der Leitung zu hören war. William ließ den Kopf hängen und schluchzte vor sich hin.
,,Ich hatte von Anfang an gewusst, dass es keine gute Idee war zur Show zu gehen. Gabe wird mir das doch niemals verzeihen, Mike. Ich werde ihn verlieren durch meine eigene Dummheit!"
,,Vielleicht versteht er es ja, wenn du es ihm erklärst." William musste über diese Naivität lachen.
,,Na sicher. Er wird sich sicher freuen jedes Detail zu hören.", gab er verbittert zurück.
,,Ich wollte ja nur helfen."
,,Ich weiß, Mike. Aber da gibt es nicht wirklich viel zu helfen. Ich muss selbst sehen, wie ich die Sache nun regel. Aber tu mir einen gefallen und sag keinem, und wirklich keinem, irgendetwas davon, ja?"
,,Mach ich nicht, versprochen."
,,Danke, Mike. Ich...ich muss jetzt noch etwas aufräumen. Wir sprechen uns die Tage wieder."
,,Alles klar. Bis dann."
,,Bye."

William legte auf und lehnte sich auf der Couch zurück. Zittern atmete er ein. In was für ein Drama war er da nur geraten...

****


Die Woche ging schnell um und ehe er sich versah saß William mit Adam in seinem Auto und fuhr zum Flughafen.
Gabe und die anderen würden endlich wiederkommen.

,,Also Gabe bleibt hier und die anderen haben einen kurzen Aufenthalt, bevor sie dann nach New York fliegen?", fragte Adam nochmal nach und William nickte.
,,Warten wir dann noch mit ihnen, bis ihr Flug geht?"
,,Von mir aus."

Im Parkhaus angekommen fanden sie auch recht schnell einen Parkplatz. Adam hüpfte aus dem Auto und WIlliam wünschte sich, auch so eine gute Laune zu haben, doch die hatte er nicht.
Natürlich freute er sich darauf seinen Freund endlich wiederzusehen, aber unter anderen Umständen wäre es noch besser gewesen.

Auf der Anzeige im Flughafen sahen sie, dass der Flieger sich um mehrer Minuten verspätete und so entschieden sie sich dazu etwas zu essen zu kaufen und es sich auf einer dieser vielen Bänke gemütlich zu machen. Na ja so gemütlich wie es halt auf diesen Dingern ging. William hatte sich außerdem noch eine Zeitschrift gekauft, in die er sich schnell vertieft hatte. Sogar Adam hielt die Klappe und spielte etwas auf seinem Telefon.
Um sie rum erschienen immer mehr Leute, die ihre Verwandten, Freunde, oder was auch immer, abholen wollten. William bekam gar nicht mit, dass die ersten Passagiere bereits herauskamen und sah erst auf, als er eine nur allzu bekannte Stimme vernahm.

Gabe kam mit dem Rest seiner Band und einigen Crew-Mitgliedern von der Gepäckausgabe. Sie unterhielten sich und lachten. Ein Lächeln schlich sich auf William's Lippen.
Er stand von der Bank auf und Adam tat es ihm gleich. Der einzige Unterschied war, dass William nicht wie ein Bekloppter mit den Armen rumwedelte.
Er beobachtete, wie Gabe und die anderen sich umschauten und Adam mit einem Grinsen erkannten.

Ohne seinen Blick von William zu lassen kam Gabe mit schnellen Schritten auf ihn zu. Vor ihm ließ er sein Gepäck fallen und zog seinen Freund in eine feste Umarmung. Seufzend legte William seinen Kopf auf Gabe's Schulter und atmete seinen Geruch ein.

,,Ich habe dich so sehr vermisst, Bilvy.", murmelte Gabe und löste sich von William.
Er umfasste da Gesicht des Jüngeren mit beiden Händen und presste ihre Lippen aufeinander. Ihre Zungen trafen sich und William gab sich Gabe's Berührungen voll hin.
Wie sehr er das doch vermisst hatte.

Durch ein Räuspern wurden sie gestört und lösten sich voneinander. William sah Alex, Nate, Ryland und Victoria hinter Gabe stehen und begrüßte sie lächelnd.
,,Schön euch wiederzusehen, Leute.", sagte er und umarmte jeden.
Er musste zugeben, dass Victoria von Mal zu Mal besser aussah, wogegen Nate, Ryland und Alex sich vom Aussehen her nicht großartig verändert hatten und natürlich rissen sie immer noch ihre Sprüche.
,,Mensch, bist du groß geworden, Bilvy!", sagte Alex und legte ihm eine Hand auf die Schulter, während Ryland kurz einen auf Guy Ripley machte.
William schüttelte lachend den Kopf und sah zu Gabe, der ihn liebevoll ansah. Er legte einen Arm um seine Hüfte und hauchte WIlliam einen Kuss gegen die Schläfe.

Nachdem die anderen ihr Gepäck zum Check-In gebracht hatten, gingen sie alle zum nächstbesten Starbucks. Dort wurden dann die Geschehnisse der Tour preisgegeben.

****


,,Endlich kann ich wieder in meinem Bett schlafen.", freute sich Gabe und ließ sich auf das große, weiche Bett im Schlafzimmer fallen.

William beobachtete ihn vom Türrahmen aus, wie er so ausgestreckt und mit geschlossenen Augen da lag.

,,Steht nicht nur da rum, sondern komm her und lass uns feiern, dass ich wieder da bin."
,,Das muss noch etwas warten. Ich werde uns jetzt erstmal was zu essen bestellen. Du bist doch sicher hungrig.", sagte William und verschwand dann ins Wohnzimmer.

Gabe kam wenig später hinterher und als William ihre Bestellung aufgegeben und das Telefon zur Seite gelegt hatte, überreichte Gabe ihm eine kleine Tüte.

,,Ich habe dir etwas mitgebracht."

Lächelnd nahm William die Tüte an und sah hinein. Es befanden sich mehrere Armbänder darin. Welche aus Lederbändern, aus bunten Plastikelementen oder bunten Bändern und welche mit Holzelementen.

,,Du trägst doch zwischendurch immer mal welche und da dachte ich, dass sie dir vielleicht gefallen könnten."
Mit leuchtenden Augen sah WIlliam seinen Freund an und umarmte ihn.
,,Die sind toll. Dankeschön. Ich liebe dich.", sagte er und küsste Gabe.
,,Ich dich auch, Bilvy. Und jetzt erzähl mal was du so getrieben hast während ich weg war."
,,Ach da gibt es eig-" William wurde durch das Klingeln von Gabe's Telefon unterbrochen. Zum Glück.
,,Es ist Pete. Sorry, wir reden gleich weiter.", sagte Gabe, nachdem er auf das Display gesehen hatte. Er nahm ab und stand auf um durch's Zimmer zu streifen, während er sprach.

William beobachtete ihn von der Couch aus. Er spürte bereits das schlechte Gewissen an ihm nagen.

****


Es war mitten in der Nacht, als William diesem schlechten Gefühl nicht mehr standhielt.

Er drehte seinen Kopf leicht zur Seite um zu sehen, ob Gabe, der sich an seinen Rücken geschmiegt hatte, schon schlief.

,,Gabe?"
,,Mhmm."
,,Bist du wach?"
,,Nee."

William drehte sich um, so dass er Gabe ins Gesicht sehen konnte. Er sah ihm in die Augen und nahm seinen ganzen Mut zusammen.

,,Ich muss dir etwas sagen. A-Also...Ich...i-ich...ich habe vor ungefähr zwei Wochen mit Tom geschlafen."

Gabe versuchte ein Anzeichen in William's Gesicht zu erkennen, irgendetwas das ihm zeigte, dass alles nur ein schlechter Scherz war. Er fand nichts.
Stattdessen stiegen seinem Freund Tränen in die Augen und die Erkenntnis setzte ein.

,,Wie bitte?"
,,E-Es tut mir so leid. Ich-"
,,Warum hast du das getan?", fragte Gabe. Er setzte sich auf und schaltete die kleine Lampe auf dem Nachttisch an.
,,Ich habe einfach nicht nachgedacht. Wir waren betrunken und...und hatten etwas geraucht und dann ist es einfach passiert. Es tut mir so unendlich leid, Gabe."
,,Wann genau ist es passiert?", wollte Gabe wissen, während er an die gegenüberliegende Wand starrte.
,,Gabe, ich-"
,,Wann ist es passiert?!"
,,D-Der Abend an dem ich mit Mike ausgegangen war. Also wir wollten uns eigentlich nur die Show von 'Empires' angucken und-"
,,Du hast mich belogen? Du hast mich belogen und betrogen, William." Gabe starrte nun seinen Freund mit leeren Augen an. ,,Du hast es ausgenutzt, dass ich nicht da war und mit Tom Conrad geschlafen."
,,Nein, so war das nicht! Es war nicht geplant, Gabe. Bitte, es tut mir leid. Wenn ich könnte würde ich alles wieder rückgängig machen." William wollte nach Gabe's Hand greifen, doch der Ältere entzog sie ihm und stand auf.
,,Du hättest dein Hirn einschalten und es verhindern müssen! Ich schlafe heute im Gästezimmer und du lässt mich in Ruhe! Ich brauche Zeit zum nachdenken."

Mit diesen Worten verließ Gabe das Schlafzimmer und William konnte wenig später hören, wie die Tür zum Gästezimmer zugeschlagen wurde. Schluchzend sank er wieder in die Kissen.
Er würde nun alles verlieren, was ihm wichtig war.

****


Fast eine Woche nach William's Geständnis, und Gabe zeigte ihm die kalte Schulter.  Er wurde mit leidenden Blicken und Schweigen gestraft. William wünschte sich, dass Gabe ihn wenigstens anschreien würde, das hätte er verdient. Aber der momentane Zustand war noch viel schlimmer.

Am Abend saß William auf dem großen Sessel im Wohnzimmer und laß wieder in seinem Buch, als er hörte wie die Tür des Gästezimmer geöffnet wurde. Wenig später stand Gabe im Wohnzimmer und sah seinen Freund an.

,,Ich-", begann Gabe und atmete noch einmal tief durch ,,-ich verzeihe dir."
Überrascht sah William auf. Hatte er sich gerade etwa verhört?
,,Wirklich?"
,,Ja. Ich meine, ich bin wirklich sauer und verletzt und ich würde Tom wirklich gerne vermöbeln, aber das wäre nicht cool, und ich würde dir gerne für ewig böse sein, aber das kann ich nicht. Ich kann und will dich nicht verlieren, William. Das was du getan hast war falsch, in jeder Hinsicht, aber ich habe eingesehen, dass es nicht passiert wäre, wenn ich hier gewesen wäre." Gabe sah in William's große, braune Augen ,,Wir haben in der nächsten Zeit keine Touren anstehen. Ich werde hier bleiben, oder du kommst zwischendurch mit nach New York, und wir werden uns um unsere Beziehung kümmern. Wir können das schaffen, Bilvy. Du musst mir aber versprechen, dass sowas nie wieder vorkommt. Ich möchte dich ja auch mal alleine lassen können. Ich liebe dich so sehr und ich hoffe, dass es bei dir auch noch so ist."

William nickte hastig und hielt seine Hand zu Gabe ausgestreckt. Der Ältere nahm sie an und ließ sich zu dem Sessel ziehen. Er setzte sich neben seinen Freund und zog ihn halb auf seinen Schoß.
,,Wir schaffen das.", wiederholte er und wurde von William in eine Umarmung gezogen.
,,Ich liebe dich, Gabe. Das war alles ein riesiger Fehler und wird auf keinen Fall mehr vorkommen. Ich verspreche es dir.", murmelte William gegen Gabe's Schulter.

Sie würden es schaffen, da war William sich sicher. Er würde nie wieder so etwas dummes tun und er würde von jetzt an jede Begegnung mit Tom vermeiden. Im Vordergrund stand seine Beziehung mit Gabe, die er retten würde. Dann würde ihnen nichts mehr im Weg stehen und sie könnten in Ruhe ihre Zukunft planen. Eine Zukunft in der es nur sie beide gab und keine Ex-Freunde, die alles durcheinander brachten.

Sie würden es schaffen.

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'i don't wanna find you, i don't wanna find you. i don't wanna find you, find you in my home.'
 
 
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