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von WoodStock    erstellt: 19.03.2010    letztes Update: 19.03.2010    Geschichte, Drama / P12    (abgebrochen)
Das Alleinsein ist nicht das Problem. Ich will nur nicht einsam sein. Und dann ist da noch der Stillstand. Zu viele Monate schon befinde ich mich im Stillstand. Das Leben zieht an mir vorbei, ohne dass ich richtig daran teilhabe. Mit 15, 16 war das schon so.
Zwischenzeitlich habe ich mich wohl mal gefangen, aber jetzt ist dieser Punkt wieder erreicht. Ich weiß nicht wie es weitergehen soll und empfinde Angst, wenn ich an die möglichen Konsequenzen denke, die ich mir mit meiner Langsamkeit selber eingebrockt habe. Bisher ging es immer irgendwie. Aber seit einiger Zeit bekomme ich die Sachen nicht mehr, die ich fertigstellen muss, aber nicht will. Ich kann mich nicht mehr motivieren und lasse mich zu schnell vom Wesentlichen ablenken. Manchmal weiß ich nicht, wer ich bin, was ich will. Heute treffe ich die und die Entscheidung, nur um es mir morgen wieder anders zu überlegen. Vielleicht benötige ich Hilfe, aber an wen soll ich mich wenden?
Die Anderen haben ihre eigenen Probleme, aber sie kommen zurecht. An irgendeiner Stelle bin ich nicht erwachsen genug, um es ihnen nach zu tun. Je weiter sie vorwärts kommen im Leben, desto mehr führt es mir mein Versagen, mein Stocken vor Augen. Und ich weiß, ich muss dagegen angehen, aber es gelingt mir nicht. Bestimmt müsste ich mal reden, aber gerade das fällt mir so schwer.
Damals mit 15, 16 habe ich es versucht. Aber ich wurde missverstanden, vielleicht, jedenfalls nicht so wie ich es meinte. Und ich fühlte mich schrecklich dabei. So als wäre das nicht ich. Einfach falsch. Seitdem habe ich das, was mich wirklich bewegt verschlossen und nun komme ich nicht mehr daran. Ich lese, schaue fern, um zu flüchten und zugleich einen Zugang zu meinem Innersten zu finden. Den Rest der Zeit bin ich zwar nicht emotionslos, aber nicht zu tieferen Emotionen fähig. Aber wenn ich dann in der Stimmung bin, fühle ich den Schmerz und den Verlust. Den Verlust, das Fehlen von Liebe, Zuneigung, Unterstützung, Anerkennung, einfach das Nichtvorhandensein von jemandem der hinter mir steht und mich auffängt, hält. Was soll ich tun?
Ich kann mich nicht konzentrieren und wenn doch bin ich nicht lange bei der Sache. Manche Dinge, die mir früher nur so zugeflogen sind, fallen mir nun schwer und ich kann Sachen nicht gut behalten. Warum? Was ist passiert? Ich bleibe hinter den Erwartungen zurück. Ich will nicht, dass es so ist. Ich verliere Zeit. Wo ist mein Fokus geblieben?

Jetzt wo das heraus ist, fühle ich mich etwas erleichtert.
 
 
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