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Geschichte: Freie Arbeiten
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von sas-chan
erstellt: 18.03.2010
letztes Update: 18.03.2010
Geschichte, Drama / P12
(fertiggestellt, keine anonymen Reviews)
Das tue ich viel zu selten, das sagst du auch immer, nicht wahr? Ich soll es sagen, wenn mir etwas auf der Seele liegt. Nur, ich tue es nie. Soll ich dir sagen, warum? Wenn ich schon dabei bin, dann wohl auch das. Es gehört so viel gesagt, da hast du Recht, und ich wünschte, ich wäre wie du, würde es aussprechen, wenn mich etwas bedrückt. Aber ich tue es trotzdem nicht. Selbst jetzt kann ich dich nicht ansehen. Ich will einfach nichts riskieren. Ich will keinen Streit riskieren, weil ich weiß, dass manche Dinge, die ich sagen will, einen provozieren würden. Ich will nicht riskieren, dich zu verletzen, weil ich weiß, dass du schon so oft verletzt wurdest. Auch von mir. Immer konnte ich mich nicht beherrschen. Und jedes Mal, wenn ich gesprochen habe, habe ich es danach bereut. Es hat alles nur schlimmer gemacht.
Nein, sag bitte nichts. Ich bin noch nicht fertig. Es ist so schwer für mich, weißt du? Ich soll sagen, was mir auf der Seele liegt – aber diese Dinge fallen mir immer dann ein, wenn es nicht passt. Wenn wir einen Streit haben, oder sich einer anbahnt. Gerade dann darf ich diese Dinge nicht aussprechen. Weil sie alles nur schlimmer machen. Gerade dann ist es besser, zu schweigen. Nicht, dass es etwas bringen würde.
Und danach…? Ja, danach will ich die Sache nicht wieder aufwärmen. Ich warte auf einen besseren Moment. Und weiß, dass er nicht kommen wird. Aber egal… Ich bin es gewohnt, zu schweigen. Das habe ich mein ganzes Leben lang getan, weil ich gemerkt habe, dass es am besten so ist. Um des Friedens Willen schweige ich gerne. Es macht mir nichts aus, wirklich.
Aber es bringt nichts, wie es scheint. Wenn etwas los ist, merkst du es trotzdem, du fragst nach. Selbst, wenn ich dir keine Vorwürfe machen will, wenn ich sie zurückhalte, merkst du es. Und es tut mir Leid, vielleicht sollte ich mich besser beherrschen. Weil ich ja eben deswegen schweige, weil ich keinen Streit will.
Aber jetzt rede ich… Warum? Ich will es eigentlich nicht. Ich bin ein Feigling, weißt du. Feig darin, Dinge auszusprechen. Irgendwie kann ich sie offenbar nie so verpacken, dass es nicht wie ein Vorwurf klingt, dass es nicht falsch aufgefasst wird. Also bitte verlang nicht von mir, alles auszusprechen.
Aber doch… Vielleicht ist es besser. Ich sollte zur Sache kommen. Was will ich dir denn sagen? Ich liebe dich. Ja, was daran so schlimm ist, denkst du jetzt wohl. Du weißt das ja schließlich. Aber ich meine es ernst. Ich liebe dich wirklich. Ich verstehe, dass ein Teil von dir es nicht recht glauben kann. Ich verstehe, dass du mir nicht ganz vertraust, weil du zu oft enttäuscht wurdest. Ich mache dir keine Vorwürfe. Aber ich sollte dir vielleicht sagen, dass es mir trotzdem weh tut. Ich hätte gerne, dass du mir vertrauen kannst… Aber das kannst du nicht, es ist nicht deine Schuld. Auch nicht meine. Aber die schuldige Person wird wohl nie erfahren, was sie angerichtet hat. Vielleicht lernst du es irgendwann. Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm… ich kann damit leben. Nur sei mir nicht böse, wenn es mir trotzdem weh tut. Das kann ich nicht abstellen.
Was sonst, was will ich dir noch sagen? Es tut mir Leid, dass ich eifersüchtig bin. Ja, ich bin eifersüchtig. Wenn ich höre, dass du mit anderen sprichst, wenn du mir nicht gleich antwortest. Nein, das ist kein Vorwurf. Ich verstehe es, ich war früher auch so. Du hast das an mir geändert – ich wollte nicht, dass du einen Grund hast eifersüchtig zu sein, ich wollte nicht, dass du verletzt bist, weil ich mit anderen rede. Also antworte ich kaum noch, wenn mich jemand zum Beispiel anschreibt, das weißt du. Solltest du zumindest, ich sage es dir. Wenn du mir nicht glaubst, verstehe ich das auch. Und glaub mir, ich hasse diese Person, die dir das angetan hat. Die Schuld daran ist, dass du mir jetzt nicht vertrauen kannst. Ich will nicht eifersüchtig sein, weißt du? Ich will dir nicht böse sein. Ich bin ja auch froh, wenn jemand mit mir reden will. Darum will ich dir keine Vorwürfe machen. Ich weiß nur, ich werde zickig, wenn ich mich ignoriert fühle. Auch das tut mir Leid. Ich fühle mich nur manchmal so hilflos, weißt du? Ich weiß nicht, wie ich dir sagen soll, dass mich etwas in der Hinsicht bedrückt – ich würde es ja auch als Vorwurf auffassen. Ich will doch keinen Streit. Also bitte, versteh, dass ich lieber schweige. Ich liebe dich zu sehr, als dass ich dich wegen meiner Eifersucht verlieren will.
Ich weine wieder, es tut mir Leid. Ich weiß, dass ich zu oft weine. Ich kann es nicht kontrollieren… Aber glaub mir bitte, es ist keine Absicht. So eine gute Schauspielerin bin ich nicht. Ich weine nicht, weil ich dir Schuldgefühle machen will, oder um etwas zu erreichen. Ich kann nur einfach meinen Tränenfluss nicht kontrollieren. Auch etwas, das ich lernen muss. Ich bemühe mich, wirklich. Vielleicht schaffe ich es irgendwann.
Tut mir Leid, ich bin immer noch nicht fertig. Interessant, nicht? Sonst schweige ich – jetzt kann ich nicht aufhören. Aber ich hab’s bald, keine Sorge. Weißt du… Du bedeutest mir unglaublich viel. Das mag jetzt vielleicht übertrieben klingen, ich weiß, ich zeige es auch nicht immer – ich bin eine launische Frau, das gebe ich offen zu. Ich versuche zwar, mich zu beherrschen, aber das läuft noch nicht so richtig. Es tut mir leid, wenn du das abkriegst, das sollte nicht so sein. Aber trotz allem, du bedeutest mir unglaublich viel. Ich weiß, du kannst es mir nicht glauben, aber ich würde alles für dich tun. Alles, was du willst, wenn es dich glücklich macht. Du bist so selten glücklich… Und es ist ein grauenhaftes Gefühl, zu wissen, dass ich dir nicht helfen kann. Oder nicht so sehr, wie du es brauchst. Du sagtest einmal, wenn ich dich wirklich glücklich machen will, dann soll ich dir dabei helfen, dich umzubringen. Ich weiß nicht, wie ernst du es meintest – das Thema hatten wir ein paar Mal. Wie ein Scherz klang es nie. Und jetzt, da gebe ich zu, bin ich egoistisch. Verzeih mir, aber ich kann nicht anders. Denn sterben kannst du immer, weißt du? Sterben kannst du dein ganzes Leben lang. Wenn es wirklich schief laufen sollte. Vorher… Vorher kann ich doch versuchen, dir zu helfen. Nicht beim Sterben. Beim Leben. Etwas Anderes kann ich nicht. Ich tue alles für dich, wirklich – nur das kann ich einfach nicht. Bitte sei mir nicht böse. Aber ich versuche lieber, dir beim leben zu helfen, als beim Sterben… auch, wenn das Leben vielleicht schwieriger zu meistern ist. Lass es mich versuchen. Danach kannst du immer noch sterben. Aber glaub mir, damit machst du niemanden glücklich…
Ich glaube, ich bin fertig. Alles, was ich sagen wollte, habe ich gesagt. Nun denk darüber nach, oder auch nicht, ganz, wie du es willst. Nur bitte, merk dir, dass ich dir keine Vorwürfe machen will. Ich will keinen Streit vom Zaun brechen, ich will nicht, dass du dich meinetwegen schlecht fühlst. Ich wollte das alles nur einmal aussprechen. Von mir aus können wir es auch vergessen, das alles. Es macht nichts. Wichtig ist nur, dass es draußen ist, egal ob gehört oder ungehört. Wobei es mich freuen würde, wenn es gehört wird.
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Das hier habe ich einer Person gewidmet, die mir wirklich, wirklich viel bedeutet. Ich weiß nicht recht, was ich dazu sagen soll. Es würde mich freuen, wenn das hier jemand liest, wenn nicht bin ich nicht böse ;)
Wie gesagt, mir fehlen ein wenig die abschließenden Worte. Darum lass ich es besser >.> Sonst kommt nur Blödsinn raus.
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