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von psychomarionette94
erstellt: 17.03.2010
letztes Update: 11.11.2010
Geschichte, Romanze / P16
(abgebrochen)
Resigniert ließ Nia sich auf den Erker sinken. Lange starrte sie das Buch neben sich an, als wäre es Schuld an ihrem Zustand. Letztendlich nahm sie es doch in die Hand, kuschelte sich tiefer in das Kissen und schlug es auf. Sekunden später war sie in der fremden Welt des Buches versunken.
Dementsprechend erschrocken war sie dann auch, als ihr das Buch weggezogen wurde und ein wütendes Gesicht in ihres starrte: Ihre Mutter.
Unsicher lächelte Nia zu ihr auf und versuchte unauffällig an ihr Buch zu kommen. Das brachte ihr jedoch nur ein weiteres, wütendes Augenfunkeln ein.
„ Morgen fängt die Schule an und du warst noch kein einziges Mal draußen! Wie willst du so Freunde finden?“ Bevor sie jedoch antworten konnte klingelte es unten und ihre Mutter drehte sich mit einem wütenden schnauben um, das Buch behielt sie in der Hand.
Das hieß für Nia, entweder ihr folgen oder ein neues Buch anfangen. Mit einem seufzen entschied sie sich für die erste Möglichkeit und tapste ihrer Mutter hinterher.
Schlechte Entscheidung, wie sich zehn Sekunden später herausstellte.
„ Nia!“, sie hatte ein überdrehtes, schreiendes Etwas an meiner Backe kleben. „ Du hast dich gar nicht gemeldet seit ihr Umgezogen seit! Ganze drei Tage! Schäm dich!“
Nia befand mich immer noch in der Schraubstockartigen Umarmung ihrer Freundin, als sich jemand hinter ihnen räusperte.
„ Darf ich dir Lain vorstellen? Wir werden heiraten!“ Sprachlos verschluckte Nia sich.
„ Entschuldige aber du bist … SECHZEHN!“ Das letzte Wort schrie sie beinahe und starrte Tally sprachlos an. Diese lächelte nur vergnügt drehte sich um und küsste diesen seltsamen Lain.
„ Ist das nicht nett, Tally ist extra gekommen um dir das zu sagen.“ Wie erwartet strahlte ihre Mutter mit Tally um die Wette. Heirat war das magische Wort.
„ Nur das ich das richtig verstehe du bist hierhergekommen um mir zu sagend das du, diesen Typ … äh Lain, heiraten willst?“ Heftiges nicken war die Antwort auf Nia’s Frage.
Tief durchatmend schlug sie sich die Hand vor die Stirn drehte sich um und tapste in ihr Zimmer zurück.
Das war doch wirklich nicht zu glauben, Tally hatte schon immer verdrehte Ansichten von guten Ideen gehabt, aber das toppte dann doch alles. Nicht ohne noch einmal den Kopf zu schütteln setzte Nia sich wieder auf ihren Neuen Lieblingsplatz, den Erker.
Gedanken verloren starrte sie auf die inzwischen leere Straße. Doch da fesselte etwas ihre Aufmerksamkeit.
Ein Junge nicht älter als sie, lief den Bürgersteig entlang. Doch etwas kam ihr komisch vor, an der Art wie er sich bewegte. Als ob er sich nicht ganz sicher wäre ob der Boden vor ihm sicher wäre. Irritiert verfolgte Nia ihn eine Weile mit ihren Augen bis ihr klar wurde warum er sich so komisch bewegte.
Sie hätte früher daraufkommen können, doch sie war zu abgelenkt gewesen. Auf seinem Arm konnte man das Blindenzeichen erkennen, doch warum hatte er keinen Stock? Keinen Hund? Sehr verwirrend und es wurde nicht besser, denn jetzt konnte Nia Schritte auf der Treppe ausmachen.
„ Das war nicht sehr nett eben. Du kannst froh sein das du in Tally so eine gute Freundin hast, sie hat dich zur Hochzeit eingeladen!“ Bei dem Wort Hochzeit fingen die Augen ihrer Mutter wieder an zu strahlen. Nia konnte diese Tatsache jedoch nicht im mindesten Beeindrucken. Ihr Blick hing immer noch an dem Jungen, der sich jetzt an einer Straßenlaterne festhielt.
Ohne noch einmal aufzusehen, stammelte Nia ein, bin gleich wieder da, und rannte nach unten.
Vergessen war die Schüchternheit und Unsicherheit. Alles was sie jetzt wissen wollte war was ein blinder Junge, allein auf einer Straße machte.
Tally, die mit Lain in der Küche saß, schreckte auf als Nia die Treppe runtergepoltert kam. Verwundert zog sie die Augen zusammen, was hatte den ihr beste Freundin sosehr erschreckt das sie das Haus freiwillig und ohne Buch verließ?
Nia indessen hatte sich schnell ein paar ausgelatschte alte Schuhe von sich übergezogen und war schon an der Haustür. Ihre beste Freundin hatte sie komplett vergessen. Sie riss die Haustür regelrecht auf und eilte in den Garten. Dort blieb sie dann wie festgewachsen stehen.
Der Junge der eben noch an der Gegenüberliegenden Straßenseite gestanden hatte, stand jetzt genau vor ihrem Haus.
„ Ist etwas?“, verwirrt hob der Junge den Blick. Nia indes hatte ihr Sprache verloren. Sie war davon ausgegangen das der Junge nicht mehr da sein würde. Das er sie jetzt sogar ansprach warf sie vollkommen aus der Bahn.
„ Hallo? Ist alles in Ordnung?“, vorsichtig tastete sich der Junge bis zur Gartenpforte vor und hielt sich daran fest. Noch immer bekam Nia nicht mehr als ein stummes starren zustande. Innerlich verfluchte sie sich dafür. Warum konnte sie nur so gar nicht mit Menschen umgehen? Das einzige was sie bewusst wahrnahm waren die schwarzen lockigen Haare und die eisblauen Augen, die so gar nicht aussahen als würden sie nichts sehen.
„ Jetzt sagen Sie doch etwas!“ In diesem Moment kam Tally hinter ihr zu stehen und erfasste die Situation ziemlich schnell. Nia konnte ihr ansehen das sie ein lachen nur mühsam unterdrückte.
„ Alles okay, meine Freundin ist nur etwas Menschenscheu.“ Jetzt konnte sie nicht mehr an sich halten und brach in Gelächter aus. Finster blitzte Nia sie an. Wenn es nach ihr gegangen wäre, dann wäre sie zurück ins Haus gegangen und hätte sich das erstbeste Buch geschnappt.
„ Hm, und was tut man dagegen?“ Mit einem fast frechen lächeln lehnte er sich gegen die Gartenpforte.
Tally hatte sich inzwischen auch wieder gefangen und antwortete immer noch kichernd: „Gar nichts. Man bekommt sie einfach nicht von ihren Büchern weg.“
„ Da ihr euch ja offensichtlich gut versteht geh ich jetzt spazieren, such mir einen schönen Platz und lese mein Buch fertig!“ Mit diesen Worten rannte Nia zurück ins Haus schnappte sich das Buch das inzwischen auf der Flurkommode lag und drängelte sich an einem erstaunten Jungen vorbei.
„ Nia! Hey bleib da! Du wirst dich verlaufen!“ Doch Nia hatte absolut keine Lust sich noch einmal umzudrehen. Wütend stapfte sie weiter, verfluchte sich selbst hundertmal das sie es nicht schaffte eine ordentliche Konversation mit fremden Leuten zu führen. Was heißt Konversation! Nia wäre glücklich wenn sie so etwas wie ein „Hallo“ herausbekommen würde.
Tally stand währenddessen ratlos neben dem fremden Jungen. „ Hab ich was falsches gesagt?“ Kopfschüttelnd fixierte sie weiter die Ecke um die Nia gebogen war. Als sie der fremde Junge erneut aus ihren Gedanken riss: „ Ich kann nicht sehen ob du genickt oder den Kopf geschüttelt hast.“
Überrascht blickte sie den Jungen neben sich erneut an und tatsächlich da war das Zeichen, eigentlich gar nicht zu übersehen. Peinlich berührt gab sie ihm eine Antwort: „ Nein hast du nicht. Sie ist nur ziemlich stur.“
„ Mein Name ist Jakob Feix. Und du?“ Erneut aufgeschreckt blickte sie dem Jungen wieder ins Gesicht. Wie unhöflich jetzt hatte sie sich noch nicht einmal vorgestellt! Dann bemerkte sie die Hand die er etwas unsicher ausgestreckt hatte. Nicht genau ihre Richtung doch erschreckend nah dran.
„ Mein Name ist Tally Nagy. Schön dich kennen zu lernen“, mit diesen Worten ergriff sie die dargebotene Hand, „ und das Mädchen das eben weggelaufen ist heißt Nia Karstens.“ Nia würde wohl vor dem Abend nicht mehr nach hause kommen. Falls sie es den überhaupt schaffen sollte die richtige Straße zu finden.
„ Sollten wir sie suchen?“ Mit hochgezogener Augenbraue stand Jakob da mit Tally’s Hand in seiner. Als sie das bemerkte, zog sie ihre behutsam aber bestimmt zurück.
„ Nein, wenn man sie finden würde, würde sie nur wieder Geschrei machen. Ich denke wir warten einfach ab ob sie wieder zurück findet. Sorgen müssen wir uns erst machen wenn sie morgen nicht in die Schule geht.“ In Gedanken hängte Tally noch ein, denke ich, an.
„ Hm, du kennst sie besser. Ich muss dann auch mal wieder. Aber wenn sie nicht wieder kommt dann sagt mir bescheid immerhin hab ich Mitschuld.“ Frech grinste er vor sich hin und drehte sich um. „ Ach ja, ich wohn dahinten in dem blauen Haus, Nummer 3.“ Damit drehte er sich vollkommen um und ging die Straße entlang zu seinem Haus.
„ Soll ich dir nicht helfen?“ Rief Tally ihm hinterher, es war immerhin gefährlich wenn man nichts sehen konnte.
Sie bekam jedoch nur ein ziemlich barsches: „ Nein!“ Als Antwort, verwirrt starrte sie ihm hinterher, bis Lain sie wieder in die Wirklichkeit holte.
„ Süße, kommst du rein? Draußen stehen bleiben nützt jetzt wohl nicht mehr viel.“ Ergeben nickte sie und nahm Lains Hand.
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so mal was neues von mir
als erstes ein herzliches dankeschön an meine betaleserin pinky-keks
die mir jedes falsche komma unter die nase reibt^^
und der ich letztendlich auch diese ff widmen möchte
also süße die hier gehört ganz allein dir!!!
ich hoffe das der rest auch spaß damit hat, kommis sind erwünscht^^
glg Psycholein
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