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Geschichte: Freie Arbeiten
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von linace
erstellt: 16.03.2010
letztes Update: 16.03.2010
Geschichte, Humor / P16
(abgebrochen)
Jonca spähte in den Rückspiegel seines reperaturbedürftigen Wagens. Dieses Auto war sein ganzer Stolz: ein 67er Mustang mit V8, zerschlissenen Ledersitzen und einer Farbe, die von Bug zu Heck zwischen stahlgrau, rotrostig und zerkratzt changierte. Das Besondere an dem Wagen: Es war sein Haus.
Mit einem Seufzten strich er sich durch die ungekämmten schwarzen Haare und betrachtete sein Gesicht im Spiegel, während er an seiner Zigarette zog.
Jonca war ein Mann Ende Zwanzig mit Dreitagebart, die als schwarze Stopplen auf seinen Wangen und Kinn zum Vorschein kamen. Er würde gar nicht mal so übel aussehen, doch der Schmutz, die blutunterlaufenen Augen und die offenkundige Ungepflegtheit ließen ihn eher wirken wie einen alkoholsüchtigen Penner auf Drogen. Sein Beruf: So ziemlich alles, was mit Ärger zu tun hatte. Und zwar nicht nur kleiner Ärger. Kopfgeldjäger, beispielsweise. Auftragsmörder für die unterschiedlichsten Banden und die Mafia. Informant für so ziemlich jeden, auch die Bullen. Im Grunde gerade das, wozu er Lust hatte und das genügend Geld abwarf. Ein Krimineller auf ganzer Bahn.
Er reckte sich und zupfte sein dunkelgraues T-Shirt zurecht. Ein weiterer Blick in den Rückspiegel ließ ihn sich aufsetzen. Aus der Lagerhalle, die er beobachtet hatte kamen zwei Männer in schwarzen Anzügen, in der Hand eine Aktentasche. Bingo.
Die beiden Bodybuilder stiegen in einen unauffälligen Mercedes und kamen aus ihrer Parklücke. Keinen Blick zur Seite werfend fuhren sie an Jonca vorbei und er startete nach ein paar Sekunden seinen Wagen. Als die Kerle am Ende der Gasse angelangt waren fuhr er an und blieb ihnen auf den Fersen. Die Aktentasche war ein heikles Thema und sollte an die Kubanischen Drogenschmuggler verkauft werden. Jonca jedoch war im Auftrag ukrainischer Mafioses unterwegs.
Los Angeles war so ziemlich das übelste Pflaster was das Zusammentreffen von ethischen Gruppen betraf. Die Hispanos zählten einen Großteil der Bevölkerung, doch es kamen noch viele mehr hinzu. Zudem die Banden und Gangs der Stadt. Einige kleiner, andere mit viel Macht über den Bundesstaat Kalifornien hinaus.
Nach Joncas Meinung waren die beiden Muskelprotze vor ihm keine Profis. Sie taten nur so als ob. Höchst wahrscheinlich nichts in der Birne, geschweige denn irgend ein Können im Nahkampf. Vor lauter Muskeln konnten sie sich kaum bewegen, selbst in einem breiten Mercedes mit hohem Fahrgastraum.
Nach einer Weile der unauffälligen Verfolgung beschloss Jonca der Sache ein Ende zu machen. Er zog noch einmal an seiner Kippe, schnippte sie aus dem offenen Fenster, das an Ermangelung einer Klimaanlage ständig offen stand und drückte nach der nächsten Kreuzung das Gaspedal durch. Der Motor wurde angekickt und der Wagen beschleunigte von einem aufs andere Mal mit seinen gewaltigen 600 Pferdestärken. Die staubige Straße raste unter ihm vorbei und er setzte zum Überholmanöver auf der sonst vollkommen verlassenen Straße an. Er zog seine Lieblingswaffe, eine Glock 21, eine leichte Pistole die fast vollständig aus Kunststoff bestand, aus seinem Schulterholster und feuerte mit seinem angeborenen Talent für Präzision eine Kugel aus dem Fenster direkt in den Reifen des Mercedes. Fast im selben Moment scherte der Wagen neben ihn in seiner Richtung und Jonca beeilte sich vom Gaspedal zu steigen und sich dafür mit aller Gewalt in die Eisen zu stemmen. Zusätzlich betätigte er die Handbremse und lenkte mit voller Kraft gegen das Schlittern des Fahrzeugs. Nach seinem kleinen Drift um hundertachtzig Grad fuhr er in gemächlichem Tempo zu seinem Ziel zurück. Den Mercedes hatte es vollkommen zerledert. Nachdem der Reifen geplatzt war kam der Wagen von der Straße und raste über den Straßengraben hinweg. Auf der anderen Seite aufgekommen überschlug sich die schwarze Karosserie ein paar Mal und blieb schließlich auf dem Dach liegen.
Jonca stieg aus seinem Mustang und streckte sich in der Abendsonne. Nach einem Schniefen grub er in seiner dunklen Jeans nach der Zigarettenpackung und fischte sie schließlich aus der Gesäßtasche, zündete sich eine an und schnippte das Streichholz hinter sich, bevor er gemessenen Schrittes auf den verunglückten Wagen zuging.
Er klopfte auf den Wagen. „Hallo? Noch jemand am Leben?“ Jonca bückte sich und spähte auf die beiden Vordersitze. „Also wirklich, die Herren befanden es nicht für nötig sich anzuschnallen?“ Der Mann, der ursprünglich am Steuer gesessen hatte lag eingequetscht und mit vielen offenen Brüchen im Vorderen Bereich. Der andere war wohl hinausgefallen und lag ein paar Meter weiter im Staub. Die Aktentasche lag auf dem Rücksitz, beziehungsweise auf dem Dach unter dem Sitz. Mit wenigen Handgriffen schleppte er die eine Leiche zum Wagen zurück, kippte noch ein bisschen Benzin über die Sitze und zündete ein Taschentuch an, dass er über die Schulter ins Innere des Wagens warf. Das leicht entzündliche Benzin fing sofort Feuer und brannte schon nach wenigen Sekunden lichterloh.
Als er mit der Tasche an seinem eigenen Auto angelangte, hatte sich das Feuer bereits seinen Weg zum Benzintank gefressen und entzündete den Inhalt. Die Explosion warf eine drei Meter hohe Feuerfontäne in die Luft und breitete sich weiter in einer Hitzwelle aus. Jonca spürte die angenehme Wärme im kälter werdenden Abendwind und lächelte in sich hinein.
Der Auftrag war erfolgreich und ohne Probleme ausgeführt worden. Jetzt konnte er sich auf sein Geld freuen.
Mit einem Seufzten strich er sich durch die ungekämmten schwarzen Haare und betrachtete sein Gesicht im Spiegel, während er an seiner Zigarette zog.
Jonca war ein Mann Ende Zwanzig mit Dreitagebart, die als schwarze Stopplen auf seinen Wangen und Kinn zum Vorschein kamen. Er würde gar nicht mal so übel aussehen, doch der Schmutz, die blutunterlaufenen Augen und die offenkundige Ungepflegtheit ließen ihn eher wirken wie einen alkoholsüchtigen Penner auf Drogen. Sein Beruf: So ziemlich alles, was mit Ärger zu tun hatte. Und zwar nicht nur kleiner Ärger. Kopfgeldjäger, beispielsweise. Auftragsmörder für die unterschiedlichsten Banden und die Mafia. Informant für so ziemlich jeden, auch die Bullen. Im Grunde gerade das, wozu er Lust hatte und das genügend Geld abwarf. Ein Krimineller auf ganzer Bahn.
Er reckte sich und zupfte sein dunkelgraues T-Shirt zurecht. Ein weiterer Blick in den Rückspiegel ließ ihn sich aufsetzen. Aus der Lagerhalle, die er beobachtet hatte kamen zwei Männer in schwarzen Anzügen, in der Hand eine Aktentasche. Bingo.
Die beiden Bodybuilder stiegen in einen unauffälligen Mercedes und kamen aus ihrer Parklücke. Keinen Blick zur Seite werfend fuhren sie an Jonca vorbei und er startete nach ein paar Sekunden seinen Wagen. Als die Kerle am Ende der Gasse angelangt waren fuhr er an und blieb ihnen auf den Fersen. Die Aktentasche war ein heikles Thema und sollte an die Kubanischen Drogenschmuggler verkauft werden. Jonca jedoch war im Auftrag ukrainischer Mafioses unterwegs.
Los Angeles war so ziemlich das übelste Pflaster was das Zusammentreffen von ethischen Gruppen betraf. Die Hispanos zählten einen Großteil der Bevölkerung, doch es kamen noch viele mehr hinzu. Zudem die Banden und Gangs der Stadt. Einige kleiner, andere mit viel Macht über den Bundesstaat Kalifornien hinaus.
Nach Joncas Meinung waren die beiden Muskelprotze vor ihm keine Profis. Sie taten nur so als ob. Höchst wahrscheinlich nichts in der Birne, geschweige denn irgend ein Können im Nahkampf. Vor lauter Muskeln konnten sie sich kaum bewegen, selbst in einem breiten Mercedes mit hohem Fahrgastraum.
Nach einer Weile der unauffälligen Verfolgung beschloss Jonca der Sache ein Ende zu machen. Er zog noch einmal an seiner Kippe, schnippte sie aus dem offenen Fenster, das an Ermangelung einer Klimaanlage ständig offen stand und drückte nach der nächsten Kreuzung das Gaspedal durch. Der Motor wurde angekickt und der Wagen beschleunigte von einem aufs andere Mal mit seinen gewaltigen 600 Pferdestärken. Die staubige Straße raste unter ihm vorbei und er setzte zum Überholmanöver auf der sonst vollkommen verlassenen Straße an. Er zog seine Lieblingswaffe, eine Glock 21, eine leichte Pistole die fast vollständig aus Kunststoff bestand, aus seinem Schulterholster und feuerte mit seinem angeborenen Talent für Präzision eine Kugel aus dem Fenster direkt in den Reifen des Mercedes. Fast im selben Moment scherte der Wagen neben ihn in seiner Richtung und Jonca beeilte sich vom Gaspedal zu steigen und sich dafür mit aller Gewalt in die Eisen zu stemmen. Zusätzlich betätigte er die Handbremse und lenkte mit voller Kraft gegen das Schlittern des Fahrzeugs. Nach seinem kleinen Drift um hundertachtzig Grad fuhr er in gemächlichem Tempo zu seinem Ziel zurück. Den Mercedes hatte es vollkommen zerledert. Nachdem der Reifen geplatzt war kam der Wagen von der Straße und raste über den Straßengraben hinweg. Auf der anderen Seite aufgekommen überschlug sich die schwarze Karosserie ein paar Mal und blieb schließlich auf dem Dach liegen.
Jonca stieg aus seinem Mustang und streckte sich in der Abendsonne. Nach einem Schniefen grub er in seiner dunklen Jeans nach der Zigarettenpackung und fischte sie schließlich aus der Gesäßtasche, zündete sich eine an und schnippte das Streichholz hinter sich, bevor er gemessenen Schrittes auf den verunglückten Wagen zuging.
Er klopfte auf den Wagen. „Hallo? Noch jemand am Leben?“ Jonca bückte sich und spähte auf die beiden Vordersitze. „Also wirklich, die Herren befanden es nicht für nötig sich anzuschnallen?“ Der Mann, der ursprünglich am Steuer gesessen hatte lag eingequetscht und mit vielen offenen Brüchen im Vorderen Bereich. Der andere war wohl hinausgefallen und lag ein paar Meter weiter im Staub. Die Aktentasche lag auf dem Rücksitz, beziehungsweise auf dem Dach unter dem Sitz. Mit wenigen Handgriffen schleppte er die eine Leiche zum Wagen zurück, kippte noch ein bisschen Benzin über die Sitze und zündete ein Taschentuch an, dass er über die Schulter ins Innere des Wagens warf. Das leicht entzündliche Benzin fing sofort Feuer und brannte schon nach wenigen Sekunden lichterloh.
Als er mit der Tasche an seinem eigenen Auto angelangte, hatte sich das Feuer bereits seinen Weg zum Benzintank gefressen und entzündete den Inhalt. Die Explosion warf eine drei Meter hohe Feuerfontäne in die Luft und breitete sich weiter in einer Hitzwelle aus. Jonca spürte die angenehme Wärme im kälter werdenden Abendwind und lächelte in sich hinein.
Der Auftrag war erfolgreich und ohne Probleme ausgeführt worden. Jetzt konnte er sich auf sein Geld freuen.
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