Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
 
 
von Eiskristall    erstellt: 15.03.2010    letztes Update: 15.03.2010    Geschichte, Drama / P12    (abgebrochen)
Tränen - Wegen Dir


Ich sehe wie wir zerbrechen
Es gibt keinen Ausweg mehr für uns zwei
Unser letztes Wort gesprochen.
Unser Ende eilt herbei.



7 Jahre. Eine Zeit voller Emotionen. Es wurde gelacht und geweint. Geliebt und manchmal auch gezickt.
Es war nicht immer eine einfache Zeit.
Aber es war eine schöne Zeit.
Denn es war unsere Zeit.

Ich kann es kaum glauben, dass es schon so lange her ist, als wir uns kennenlernten. Ich hab dich gesehen und mir war, als hätte ich dich schon lange zuvor gekannt. Schon vom ersten Moment an, wusste ich, dass ich dich kennenlernen musste.
Das tat ich auch.
Das Schönste war sogar, dass du den ersten Schritt auf mich zugemacht hast. Du hast mich angesprochen und hast mich damals zum glücklichsten Menschen überhaupt gemacht.
Von diesem Tag an, war unser Glück fast schon vorprogrammiert. In den ersten Jahren stritten wir kein einziges Mal, wir waren einfach ein Herz und eine Seele.
Du und ich
Wie Ying und Yang.
Denn mit dir ist selbst die Ewigkeit
Niemals zu lang.

Ich war noch nie mit einem Menschen so glücklich wie mit dir. Bis zu dem Punkt, an dem ich dich kennenlernte, wagte ich mir auch nicht zu erträumen, dass es mir je so gut gehen könnte.
Ich war zwar noch jung, aber zu diesem Zeitpunkt quälte ich mich schon mit Depressionen und Selbstmordgedanken herum. Ich war mir nichts wert, wurde von allen gemobbt und ausgegrenzt.
Und dann kamst du. Hast mich in einem Tag geheilt.
Du hast mir die Hoffnung gegeben, die mir fehlte.
Du hast mir die Kraft gegeben, die ich brauchte.
Du hast mir mein Leben wieder geschenkt.
Und noch heute bin ich dir dafür unendlich dankbar.
Auch wenn sich bis heute sehr viel geändert hat.
Es hat sich wohl zu viel geändert.

Vielleicht sind wir ein klassischer Fall des berühmten „Auseinanderlebens“, vielleicht waren wir aber auch einfach nur eine langsam tickende Zeitbombe, die sich nun quälend langsam entlädt.
Was auch immer für ein Schicksal uns eingeholt hat, jetzt stehen wir vor unserem eigenen Abgrund.
Der Traum ist ausgeträumt,
die Realität holt uns ein.
Bitte komm zurück.
Denn ohne dich bin ich wieder klein.

Wie es dazu kommen konnte?
Nun ja, ich werde einmal damit beginnen dir die Schuld zuzuschieben. Das ist doch immer einfacher als sie bei einem selbst zu suchen.
Du warst schon immer ein leicht beeinflussbarer Mensch. Als ich dich kennengelernt habe, waren wir beide noch nicht volljährig und um es jetzt einmal ganz deutlich zu sagen: Du warst schon immer ein totales Muttersöhnchen. Was deine Mutter gesagt hat war Gesetz, zu widersprechen hast du nie gewagt. Ja, es hat mich genervt. Aber ich habe dich geliebt, also hab ich es einfach ignoriert. Ja, schon damals hast du mich damit verletzt. Immer war deine Mutter wichtiger. Und ja, damals habe ich geweint… wegen dir.
Die Zeit verging, wir machten vieles gemeinsam durch. Ich hab dich aus einer schweren Zeit herausgeholt. Du warst kurz davor ernsthaft krank zu werden. Selbstverschuldet sogar. In letzter Minute konnte ich dich überreden, dir helfen zu lassen. Gemeinsam haben wir deine Krankheit verhindern können. Denn weißt du was? Gemeinsam waren wir immer stark.
Okay, diese Zeit haben wir überstanden, aber vielleicht haben wir damals schon den ersten Grundstein gelegt, auf den sich nun unser Ende aufbauen will. Es war das erste Mal, dass wir uns so uneinig waren und uns andauernd wegen Kleinigkeiten stritten.
Mit der Zeit danach kamen dann auch die Probleme. Ich würde sagen, darauf folgte eigentlich unsere schwerste Zeit, denn was kann einer Beziehung mehr schaden, als eine dritte Person, die sich immer und immer wieder einmischt?
Das Schlimmste an der Sache war, dass diese Person dein Herz gewann. Sie war dir plötzlich wichtiger als ich und in deinen Augen habe ich immer alles falsch gemacht. Alleine schon mit diesen Anschuldigungen hast du mich in den Wahnsinn getrieben. Kannst du dir eigentlich auch nur im geringsten vorstellen, wie eifersüchtig ich war? Jeden Tag sind meine Tränen geflossen…. Wegen dir.
Aber es kam noch besser. Eines Tages kamst du zu mir und meintest du müssest mir unbedingt etwas sagen. Dieser Satz war es, vor dem ich mich schon die ganze Zeit gefürchtet hatte und immer habe ich mir das darauffolgende als absolute Demütigung ausgemalt. Doch was danach kam, riss mir letztendlich den Boden unter den Füßen weg. Es war ein einfacher Satz, der mich jedoch komplett aus der Bahn geworfen hat.
„Süße, ich weiß nicht, wie ich’s dir sagen soll, aber… ich hab mich in sie verliebt.“

Andere wären weinend abgehauen, hätten dich angeschrien und dich in der Hölle zu sehen gewünscht. Doch ich war nicht wie alle anderen. In dem Moment, als ich deine Worte begriff, war ich so baff, dass ich gar nicht mehr reagieren konnte. Ich redete mit dir weiter, als hätte dieser Satz absolut keine Bedeutung.
Wir redeten über Liebe, so wie andere über das Wetter.

Spätestens jetzt hätte ich merken müssen, dass wir gescheitert sind. Doch ich wollte und konnte es nicht einsehen und trieb unser Leiden immer weiter. Mit Erfolg. Fast schon systematisch habe ich dich von ihr weggetrieben. So wie ich um dich gekämpft habe, hätte ich nicht einmal um mein Leben gekämpft. Alles war egal, hauptsache ich musste dich nicht verlieren.
Als sie dann endlich wegziehen musste, schien ich endlich an meinem Ziel angelangt. Die ersten Wochen, nachdem sie verschwunden war, waren einfach göttlich. Es war wie früher.
Und doch wurde es nicht perfekt. Und das wird es auch nie sein. Denn nun habe ich dich ganz verloren. Nicht an irgendeine Person. Ich hab dich einfach an die Zeit verloren. Wir haben uns vollkommen voneinander entfernt. Ich rede nicht mehr mit dir über mein inneres und du nicht mehr mit mir. Unsere Gespräche sind vollkommen automatisch, ohne jede Gefühle. Wir halten Small-Talk, als würden wir uns noch nicht lange kennen. Wir scheuen uns voreinander. Ich weiß, du liebst mich nicht mehr. Aber was mir erst jetzt klargeworden ist: Auch ich empfinde keine Liebe mehr für dich. Alles wofür wir gekämpft haben, gibt es einfach nicht mehr. Es scheint, als hätten wir uns einfach irgendwo unterwegs verloren. Im ganzen Stress der letzten Zeit.
Mit meiner Eifersucht. Mit deinen Gefühlen zu ihr. Mit allem was wir damals nicht zu sehen trauten.

Und setzt sitze ich hier. Einsam und zurückgelassen vor unserem Ende. Ja, auch ich bin an unserem Niedergang schuld. Wir beide haben fleißig immer wieder kleine Steine aufeinandergesetzt, aus der jetzt diese alles überragende Mauer geworden ist, die uns nun im Weg steht. Und diesmal werde ich nicht kämpfen und du auch nicht, den diesen Kampf haben wir schon längst verloren.
Und deshalb ist es das letzte Mal, dass ich hier sitze und dicke Tränen weine… wegen dir.


>>>ENDE



Kommis??? *gaaaaanz lieb guck*
 
 
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.3-6311