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Geschichte: Fanfiktion
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von Timjana
erstellt: 15.03.2010
letztes Update: 24.04.2012
Geschichte, Romanze, Familie / P18
(in Arbeit)
Astoria hatte nicht viele wirkliche Freunde. Das lag vor allem daran, dass sie eine sehr zurückhaltende Person war, die nicht unbedingt auf die Leute zuging. Sie war sehr verschlossen und selbst wenn sie Freunde hatte, benannte sie die meisten nicht als solche. Ein Grund dazu war ihre Abstammung und die Interessen ihrer Eltern an ihren Freunden. Da hatte sie lieber keine, als dieses Urteil über sich ergehen lassen zu müssen. Nun aber gab es die Schranke der Häuser zumindest für ein Jahr lang nicht mehr und solange würde sie sich frei bewegen. Das hieß freier Umgang mit Jonathan, einem Muggelstämmigen, und genauso mit Kasumi, die beide keine Slytherins waren. Sie war auch guter Hoffnung, dass sie frühestens in den Winterferien das erste Mal auf Malfoy treffen würde. Das war somit auch der erste Punkt an dem er die Verlobung öffentlich machen konnte und damit konnte die Hochzeit erst nächsten Sommer stattfinden. Wenn das kein Grund zum Glücklich sein war.
Sie hievte den Koffer auf die Ablage und setzte sich neben Lauren Riley als der Zug langsam ins Rollen kam.
Die Mühe nach draußen zu schauen, sparte sie sich. Ihre Eltern würden bestimmt schon fort sein. Ihr war das nur recht. Sie war noch immer wütend, selbst wenn sie es ihren Eltern niemals sagen würde.
„Hast du gehört, es soll einen neuen Zaubertranklehrer geben.“ Die Gespräche im Abteil waren mittlerweile angeregt am Laufen und Lauren, die sich wohl über Astorias ungewöhnlich gute Stimmung wunderte, hatte sich zu einem Gespräch verwickeln lassen. Verwundert schüttelte Astoria den Kopf. Da war ihr neu. Sie hatte Slughorn sehr gemocht. Endlich war sie in Zaubertränken mal etwas besser gewesen und das Fach war nicht mehr ganz so ätzend gewesen, wie unter Snapes Fuchtel.
„Nein. Weißt du wer es ist?“
Nun war es an Lauren den Kopf zu schütteln. Sie zuckte mit den Schultern. „Nein. Im Tagespropheten stand nur, dass Slughorn zurück in die Pension gekehrt sei und seinen Posten frei mache für einen jungen Kollegen.“
Astoria runzelte die Stirn. „Ein junger Kollege. Da bin ich ja mal gespannt.“
Lauren nickte nur und nach dem beide für eine Weile geschwiegen hatten ergriff Astoria wieder das Wort.
„Eigentlich ist es schade. Zaubertränke bei Slughorn war super.“
„Stimmt. Du hast es dank ihm auch in die UTZ-Klasse geschafft, oder?“ Lauren versuchte freundlich zu sein und Astoria nickte mit einem ebenso freundlichen Lächeln.
„Ja, stimmt. Ich hoffe ich flieg nicht gleich wieder raus.“
„Ach was, so schlimm kann der neue Lehrer nicht sein. Weißt du wer sonst noch ersetzt wird?“ Die Ravenclaw klang so als wüsste sie die Antwort bereits. Wahrscheinlich waren alle Stellen im Tagespropheten ausgeschrieben gewesen, die ersetzt worden waren. Es schien so, als würde das Ministerium nun stark seine Finger im Spiel haben, ganz sicher war sich Astoria aber nicht. Schließlich war auch McGonagall eine starke Frau.
„Sag‘s mir.“, meinte sie und machte eine fordernde Geste mit der Hand, was Lauren zum Lachen brachte.
„Naja, also Hagrid konnte sich anscheinend nicht mehr halten gegen den Schulrat. Dann ist noch McGonagalls Stelle in Verwandlung. Dunkle Künste – wer hätte das gedacht.“, sie zwinkerte Astoria schmunzelnd zu, „Muggelkunde, wieder, und Flugunterricht.“
„Hooch?“, die Verwunderung war Astoria nur allzu gut anzuhören, „Aber warum hört sie denn auf?“
Es war nicht so, dass Astoria Besenflug unbedingt mochte, dennoch hatte sie immer Sympathien für Hooch gehegt.
„Geschrieben haben sie, dass sie ein Angebot vom Internationalen Quidditchkomitee erhalten hat. Da konnte sie wohl nicht ablehnen.“
Nachdenklich nickte Astoria, das war verständlich. Dennoch fand sie es schade. Ihre Gedanken wandten sich zu den Posten. Hagrid würde wohl wieder durch Prof. Raue-Pritsche ersetzt werden, wie immer. Snape? Wohl wieder irgendein Vogel der nichts konnte. Slughorn? Sie konnte sich niemanden vorstellen. Jung, das konnten viele sein. Dafür freute sich auf Muggelkunde. Nach einem Jahr ohne das Fach war sie gespannt was es dieses Jahr geben würde. Sie hatte die alte Lehrerin gemocht, doch das hieß nicht, dass die Neue nicht auch etwas Gutes haben konnte.
„Meinst du sie nehmen Harry für den Posten im Quidditch?“
Astoria verzog das Gesicht bei der Erwähnung des Namens. Ihre Antwort kam daher harsch und bestimmt. „Nein.“
Laurens Blick sagte ihr, dass sie hier wohl an einen Sankt Potter Fan geraten war. Sie versuchte die bis anhin ganz nette Situation zu retten. „Der ist doch noch viel zu jung und ich hab gehört er will Auror werden.“
Lauren nickte, anscheinend etwas beruhigt. „Nur wer dann?“
Astoria zuckte mit den Schultern. Es gab viele potentielle Fluglehrer. Schließlich gab es viele Hogwartsspieler die später in den Nationalsport gewechselt hatten.
„Wer weiß. Flint oder Wood. Vielleicht auch Chang. Sie soll nicht so wirklich zufrieden sein mit ihrer jetzigen Stelle im Ministerium.“
„Und woher weißt du das? Ich hab seit letztem Jahr nichts mehr von ihr gehört.“
Wieder zuckte Astoria mit den Schultern über Laurens Verwunderung hinweg. „Mein Vater hat ab und an mit ihr zu tun. Sie muss oft nach St. Mungos. Daher.“
„Achso. Ja, ich glaube Cho käme gut mit der 1.Klasse klar.“
„Möglich. Aber ob sie auch mit dem Quidditchspielen klar käme?“ Astoria konnte sich die zierliche Asiatin wirklich nicht vorstellen, wenn es darum ging einen Berg von einem Treiber zu ermahnen keine Fouls mehr zu machen. Aber das war ja schlussendlich nicht ihr Problem.
Draußen begann es langsam dunkel zu werden. Bald würden sie Hogwarts erreicht haben und das Geheimnis um die Lehrer würde sich lüften. Astoria und die anderen Schüler im Abteil zogen sich um und kurz darauf erklang das Horn des Zuges. Hogsmeade und Hogwarts waren in Sicht. Sie waren da.
Zusammen mit den anderen Schülern verließ Astoria den Zug. Von der Lock her hörte sie die bärigen Rufe Hagrids, der nun wohl nur noch Wildhüter war. Ein Schaudern erfasste sie. Sie fürchtete sich vor diesem wahrhaft riesigen Mann. Wenn man bedacht, er könnte einen nur mit einer Hand zerquetschen. Zumindest stellte sie sich das immer so vor.
„Astoria? Kommst du?“
Erstaunlicher Weise hatten Lauren und die anderen auf sie gewartet. Mit einem Lächeln auf den Lippen nickte die Slytherinschülerin und lief zu der kleinen Gruppe. Gemeinsam stiegen sie in eine Kutsche. Astoria hatte sich noch kurz umgesehen, doch niemanden entdeckt, den sie kannte.
Der Weg hinauf wurden weiter Spekulationen und Erwartungen ausgetauscht, Astoria aber sagte nur wenig. Sie freute sich, dass ihr ein Platz angeboten worden war bei ihnen, doch sie mochte nicht viel zum Gespräch beitragen.
Nicht viel später waren sie in Hogwarts angekommen. Ihr Blick glitt kurz über die Schülermassen in Hogwarts. Ein Gesicht welches sie zuletzt kurz nach der Schlacht noch erblickt hatte, erreichte nun ihre Aufmerksamkeit.
Jon.
Ihr bester Freund Jonathan Keaton winkte ihr zu und kam in einem leichten Laufschritt auf sie zu. Er sah bescheuert aus in der Hogwartsuniform. Viel zu sportlich. Ganz im Gegensatz zu ihr. Sie war klein, feingliedrig und zierlich.
„Hey Tori. Ich hab dich schon vermisst.“ Er grinste sie breit an und Astoria grinste zurück. Jonathan war die Lebensfreude in Person. Er konnte sehr aufbrausend sein, doch für sie war er immer da.
„Hey Jon. Schon wieder etwas angestellt was du bereuen wirst?“
Fröhlich lachte der Junge auf. Er hatte ein freundliches Gesicht, dunkle Augen und eine breite Nase. Sein Haar war kurz und schwarz.
„Ich? Wie kommst du darauf?“
„War nett mit dir zu reden, Astoria.“
Astoria wandte sich zu Laurens etwas zu hoher Stimme um. Lächelnd nickte sie dem Mädchen zu.
„Danke, es hat mich auch gefreut.“
Eigentlich hielt die Slytherin nicht sehr viel von falscher Nettigkeit, doch sie hatte sich tatsächlich gefreut aufgenommen zu werden. Sie hatte sich auf eine einsame Zugfahrt eingestellt. Die Unterhaltung mit Lauren war sehr angenehm gewesen.
„Neue Freunde?“ Jon stupste sie in die Seite, während sie zusammen zur großen Halle hinauf gingen. Man sah gut die Stellen an denen das alte Mauerwerk nach der Schlacht renoviert worden war. So viel war zerstört worden. Es war kein Wunder, dass alle Schüler an einem Ort untergebracht werden mussten.
Sie schenkte Jon nur einen zweifelnden Blick. „Die erstbeste Sitzgelegenheit im Zug.“ War der eher matte Kommentar, den sie dazu abgab. Jon lacht in seiner fröhlichen Art und Weise auf und klopfte ihr leicht auf die Schulter.
„Schon klar. Ich bin nicht gut genug um nach mir zu suchen.“
Hörte sie da Neid aus seiner Stimme? Wohl kaum. Skeptisch blickte sie ihren besten Freund nochmals von der Seite her an und ging dann kommentarlos in die große Halle. Sie wusste genau, warum sie nicht allzu viele Freunde hatte. Sie konnte mit gespielter Freundlichkeit, wie auch durch die Blume gereichten Andeutungen nichts anfangen. Jon interessierte das nicht und das war auch der Grund warum sie Freunde geworden waren. Er hatte sich einfach nicht abwimmeln lassen.
Zusammen betraten sie die Halle. Sie war fast aufs Detail wieder aufgebaut worden in der kurzen Zeit. Der Himmel zeigte die dunklen Regenwolken von draußen und der Regen prasselte leise über ihren Köpfen. Eine Änderung hatte es allerdings gegeben. Über den Tischen prangten keine Banner mehr. Die Zeichen der Häuser waren fast ausschließlich entfernt worden und nur noch im Hogwartswappen enthalten. Freie Tischordnung. Ein Grinsen zog über Astorias Gesicht.
„Da vorne ist Sumi.“ Jon folgte ihrem Blick und nickte. Sumi und er waren durch Astoria Freunde geworden, ein tieferes Band verband sie allerdings nicht. Zusammen gingen sie zwischen den Tischen hindurch zu Kasumi und setzten sich zu ihr. Diese grinste die beiden an, vor allem aber Astoria. Einige Augenblicke später wurde ihr Blick skeptisch.
„Warum so fröhlich?“ Es war ja nicht so, dass sich Astoria niemals auf die Schule gefreut hätte, doch so gestrahlt hatte sie noch nie. Astorias Grinsen wurde schelmisch.
„Warum nicht?“ demonstrativ grinsend blickte sie nach vorne zum Lehrertisch. Alle Plätze waren noch nicht besetzt. Sie kam nicht dazu nach den neuen Gesichtern zu suchen die das Lehrerkollegium besetzten. Stattdessen zog Sumi ihre Aufmerksamkeit wieder zu sich.
„Also einfach so glücklich?“
„Einfach so.“ bestätigte Astoria. Und weil sie hier Malfoyfrei war und keine Häuser mehr bestanden, aber auf die Häuser-Sache würde Sumi auch selber kommen und das mit Malfoy wollte sie ihr nicht unter die Nase reiben. Sumi dankte es ihr mit einem belustigen Schmunzeln und einem glücklichen Ausdruck auf dem Gesicht. Im letzten Jahr hatten viele von ihnen nicht gerade häufig was zum Lachen gehabt. Es tat gut sich wieder zu entspannen.
In der Halle summte es regelrecht von all den Gesprächen die gehalten wurden. Auch Kasumi, Astoria und Jonathan unterhielten sich über ihre Ferien, wobei Astoria peinlichst darauf bedacht war das Detail Malfoy zu unterlassen. Es störte sie, dass sie die ganze Zeit daran dachte. Sie war wütend auf sich selbst, zeigte aber nichts davon. Wenn sie in diesem Jahr schon nichts mit ihm zu tun haben musste, so sollte sie einfach auch nicht an ihn denken. Doch das war einfacher gesagt als getan, was sie dazu brachte allgemein über ihre Ferien zu erzählen. Diese Ferien waren zu sehr mit dem Gedanken dieser verhassten Verlobung verbunden. Auf die Fragen ihrer Freunde antwortete sie nur oberflächlich, was beide akzeptierten. Wahrscheinlich dachten sie, dass sie wieder Probleme mit ihrer Familie gehabt hatte, was schlussendlich auch stimmte. Allerdings hatte Astoria das Gefühl, dass Jonathans Taktgefühl nur so lange reichen würde wie Sumi in der Nähe war.
Daher war sie ganz froh, als die Schulleiterin – noch immer war es seltsam, McGonagall als solche zu bezeichnen – die Aufmerksamkeit auf sich zog.
„Liebe Schülerinnen, liebe Schüler.“
Fast schlagartig verebbten die Stimmen in der Halle und Stille trat ein. Astoria stellte fest, dass mittlerweile jeder Stuhl am Lehrertisch besetzt war. Sie ging sie alle der Reihe nach durch, während McGonagall die 1.Klässler ankündigte.
Wider Erwarten saß auf Hagrids Platz nicht Professor Raue-Pritsche sondern ein Mann im mittleren Alter. Er hatte aschbraunes Haar und ein kantiges Gesicht und sah damit nicht gerade freundlich aus. An Burbages Platz saß ein etwas jüngerer Mann, mit länglichem braunem Haar und einem sehr weichen, freundlichen Gesicht. Dementsprechend lächelte er nun auch. Astoria wurde in ihrer Suche nach den neuen Lehrern von McGonagall unterbrochen.
„Liebe Erstklässler. In diesem Jahr werdet ihr nicht auf die Häuser aufgeteilt. Ganz immer Sinne des Zusammenhaltes wollen wir keine charakterliche Trennung vornehmen. Dennoch werdet ihr kurz einer nach dem anderen nach vorne gerufen werden. Septima.“
Die Erstklässler hatten sich vorne eingefunden und McGonagall nickte Professor Vektor zu, welche sie wohl herein geführt hatte. Astoria legte ihr Augenmerk wieder auf die Lehrer. Sie fand noch eine Frau mit strengen Zügen und langem schwarzen Haar, dass zu einem hohen Rossschwanz gebunden war, Oliver Wood und einen Mann mit dunklem Haar der alle ganze genau beobachtete. Alle waren nur mehr oder weniger interessant. Wer wohl der neue Zaubertranklehrer war? Ihr Blick blieb an einem blonden Haarschopf hängen. Astoria erstarrte. Das konnte nicht wahr sein. Draco Malfoy blickte ihr direkt entgegen. Sein Blick war undefiniert, irgendwie musternd doch sie konnte nicht sagen was er dachte. Sie selbst konnte sich nicht rühren. Das durfte einfach nicht wahr sein.
„Harris, Lane…“
Ihr Mund war trocken. „Nein…“ Das Wort erstickte fast im selben Moment wieder. Ihre Welt war für die Dauer einer Zugfahrt vielleicht nicht perfekt, aber so angenehm wie möglich gewesen und nun kam er und zerstörte alles wieder. Sie hätte am liebsten aufgeschrien und die Halle verlassen, aber sie konnte sich nicht einmal rühren.
„Tori?“ Sumi folgte besorgt dem Blick ihrer Freundin hinauf zum Lehrertisch und ihre Miene verdunkelte sich. Astoria aber hatte noch immer den Blick auf Malfoy gewandt, der sie seinerseits weiter ansah.
„Malfoy.“
Verachtung schwang wie ein drohender Unterton in Jons Stimme mit als auch er erkannte was los war.
Warum war er hier? Musste er denn alles in ihrem Leben kaputt machen? Erst als Malfoy den Blick den Erstklässlern zuwandte konnte Astoria ihre Augen von ihm wenden. Sie atmete tief ein und schloss die Augen. Das musste ein Traum sein. Malfoy war viel zu jung um Lehrer zu werden. Er war nur zwei Jahre älter als sie. Das musste ein Traum sein. Gleich würde sie aufwachen. Wahrscheinlich war sie bei der Zugfahrt eingenickt. Ja, so musste es sein. Warum hätte Lauren sonst auf sie warten sollen, geschweige denn mit ihr zu reden.
Sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter und zwang sich die Augen wieder zu öffnen.
„Toria? Was ist los?“ Das war Sumis Stimme, doch es war Jons Hand. Sie starrte den Tisch auf, unfähig etwas anderes zu tun. Sie war den Tränen nahe, aber das musste niemand sehen. All die Verzweiflung, die Wut und die Enttäuschung aus den Sommerferien kamen wieder in ihr hoch. „Nichts.“ Ihre Antwort war knapp und steif. Sie begann die Streifen im Holz zu zählen um sich abzulenken. Ihre Freunde sagten nichts mehr, aber Astoria wusste, dass sie beide nicht so einfach aufgeben würden. Entsprechend warfen diese sich bedeutende Blicke zu und wandten sich wieder zum Geschehen, immer wieder missmutig einen Blick auf Malfoy werfend.
„Liebe Schüler. Ich möchte euch nun ganz herzlich in diesem neuen Jahr auf Hogwarts begrüßen. Es freut mich besonders so viele Gesichter wieder zu sehen. Wie die meisten von euch bestimmt schon vermutet haben, gab es in unsere Kollegium einige Änderungen die ich euch nun vorstellen möchte.“
Professor McGonagall hatte sich erhoben und Astoria zwang sich dazu den Blick wieder zu heben um zu sehen wer die neuen Lehrer nun waren.
„Da Rubeus Hagrid sich in diesem Jahr voll und ganz den Renovierungsarbeiten im Schloss widmen wird, wird seine Stelle im Fach Pflege magischer Geschöpfe durch Professor Arctus Lime ersetzt.“
Die Schüler begannen zu klatschen. „Sehr elegant ausgedrückt.“, raunte Jon Astoria zu, was selbst sie nun zum Schmunzeln brachte. Ihnen allen war klar, dass Hagrid einfach kein Lehrer war. Nach dem der Lehrer mit dem aschbraunen Haar sich wieder gesetzt hatte fuhr McGonagall fort.
„Nach dem traurigen Verlust von Charity Burbage, wird es in diesem Jahr das Fach Muggelkunde wieder geben. Ich danke Professor Benjamin Lofyr, dass er diesen Posten übernimmt.“
Wieder wurde geklatscht. Der Mann mit dem freundlichen Gesicht stand auf, lächelte den Schülern zu und setzte sich wieder.
„In meiner Nachfolge im Fach Verwandlung begrüßen wir Professor Simone Grey.“ Nun stand die Frau mit dem strengen Gesicht auf. Sie lächelte, doch es wirkte falsch und eingeübt. Dennoch wirkte sie nicht unsympathisch auf Astoria. Als nächstes rief McGonagall den neuen Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste auf. Sein Name war Soran Thyes.
„Ich freue mich auch verkünden zu dürfen, dass Professor Draco Malfoy sich bereit erklärt hat die Stellung des Zaubertranklehrers zu übernehmen, nachdem unser geschätzter Lehrer Horace Slughorn zurück in den Ruhestand gekehrt ist.“
Automatisch wanderten Astorias Augen zu Malfoy. Ruhig und überlegen, wie das arrogante Arschloch, das er in Astorias Augen war, erhob er sich. Er verzog keine Miene. Kurz wanderte sein unbewegter Blick über die Schüler und blieb bei ihr stehen. Sie hielt seinem Blick stand. Diese Blöße würde sie ihm nicht geben. Nicht ihm. Niemals. Er setzte sich wieder ohne sie aus den Augen zu lassen. McGonagall rief als letztes Wood auf, leierte die Schulregeln nieder und fügte dann die Bestimmungen für dieses Jahr an.
„Auf Grund der baulichen Lage in der sich Hogwarts zurzeit befindet ist es keinem Schüler erlaubt die oberen Stockwerke zu benutzen. Der Unterricht wird ausschließlich im Erdgeschoss und den Kerkern stattfinden. Allein für den Unterricht in Astronomie ist es gestattet auf den Astronomieturm zu gehen, allerdings nur in Begleitung vor Professor Sinistra. Ich bitte sie sich daran zu halten. Während des ganzen Jahres werden Aufbauarbeiten an laufen sein, welche nicht ungefährlicher Natur sind.“
McGonagall betrachtete die Schüler eingehend. Einen Moment später eröffnete sie das Festmahl. Astoria hatte keinen Hunger. Erst auf Jons Drängen hin schöpfte sie sich etwas auf den Teller und stocherte dann unmotiviert darin herum. Ihr war der Appetit redlich vergangen. Der Tag hatte so gut angefangen und nun das. Malfoy in Zaubertränke. Vielleicht hatte sie ja Glück und er befand nach einer Woche, dass sie zu schlecht war für den UTZ Kurs. Das Essen zog sich in ewige Längen, während sich Astoria konsequent weigerte irgendwie auf ihre Reaktionen und Fragen ihrer Freunde einzugehen. Sie wollte endlich von hier weg. Doch sie hatte keine Ahnung wo der neue Gemeinschaftsraum war. Hinaus konnte sie auch nicht, ganz davon abgesehen, dass wohl niemand die Halle verlassen konnte bevor sie nicht von McGonagall entlassen worden waren. So blieb ihr nichts anderes als in ihren trüben Gedanken versunken, weiter ihr Essen von einer Seite des Tellers auf die andere zu schieben.
Als die Schulleiterin schließlich, nach einer Ewigkeit wie es Astoria schien, die Stimme erhob, horchte sie auf. Sie wurden entlassen und die beiden Schulsprecher würde sie in den Gemeinschaftsraum führen. Schweigend, aber etwas aufgestellter durch den Umstand endlich der Situation entfliehen zu können, schloss sie sich ihren beiden Freunden an und weigerte sich Malfoy noch einmal einen Blick zu schenken. Sie wollte einfach nur noch weg. Während sie die Halle verließen meinte sie seinen stechenden Blick förmlich wie einen Dolch im Rücken zu spüren. Sie widerstand dem Drang sich umzudrehen.
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