Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
«
»
von DCLady    erstellt: 14.03.2010    letztes Update: 09.05.2010    Geschichte, Drama / P12    (abgebrochen)
Chuck quälte sich durch den Tag. Erst kam er viel zu spät zur Schule – nicht das ihn das interessiert hätte- und dann verhaute er die anstehende Klausur, die keineswegs unwichtig war. In der nächsten Pause war er völlig aggressiv und launisch kiffen gegangen und er lächelte bei dem Gedanken, dass weitere Gehirnzellen sich verabschiedet hatten.
Seit fast drei Wochen nun ließ er sich hängen. Zuerst dachte er, er würde darüber hinwegkommen. Nein, er würde darüberstehen. Schließlich war er Chuck Bass.
Aber es war nicht so. Blair war alles für ihn und ohne sie war er nicht mehr derselbe. Durchtriebene Spielchen zu spielen machte ihm weniger Spaß und selbst auf Sex hatte er keine Lust. Andere Väter hatten auch schöne Töchter, aber keine von ihnen wollte er.
„Chuck, Alter mach auf.“
Nate stand seit geschlagenen zehn Minuten vor der Tür und wurde allmählich ungeduldig. Noch immer saß Chuck auf seiner edlen Couch und rührte sich nicht. Momentan wollte er niemanden sehen, auch nicht seinen besten Freund Nate. Die beiden hatten viel zusammen durchgemacht, gute und schlechte Zeiten überstanden, aber Chuck wollte Nate nicht sehen.
„Öffne die Tür!“
Mit einem Fausthieb schlug Nate gegen die weiße Tür. Die Tür vibrierte leicht.
„Aua. Bitte Chuck, jetzt komm schon.“
Widerstrebend stand Chuck auf, ging zur Tür und öffnete sie. Ein Lächeln lag auf seinem Gesicht, dass alle anderen Gefühle verbarg.  
„Nate, schön dich zu sehen. Tut mir leid, ich war im Bad.“
Mit hochgezogenen Augenbrauen betrat Nate das Loft und ging auf die Couchecke zu.
„Du brauchst dich nicht zu verstellen, Chuck.“
Seine Stimme war einfühlsam, aber in ihr schwang auch ein mitleidiger Unterton mit.
„Auch einen?“, fragte Chuck goss sich einen Whisky ein und schaute auf den kopfschüttelnden Nate.
„Wie lange willst du noch um sie trauern?“
Ohne Umwege sprach Nate genau das Problem an und Chuck riss sich zusammen vollkommen locker zu klingen. Grinsend setzte er sich auf den braunen Sessel gegenüber von Nate und musterte ihn stillschweigend.
„Ich bin Chuck Bass, ich kann jede haben.“
„Du willst aber nicht Jede.“, sagte Nate und fügte, „Gut, zur Zeit willst du nicht Jede“, hinzu. Er lehnte sich vor und beobachte Chuck argwöhnisch. Nate merkte wie sehr Chuck seit der Trennung von Blair litt. Mit jedem Tag wurde seine Laune schlechter und er selbst kam immer weniger zum Vorschein. Wo war der arrogante, durchtriebene Chuck geblieben?
„Alter, es ist alles in bester Ordnung. Ich war in letzter Zeit einfach etwas neben der Spur, dass kommt bestimmt von dem neuen Zeug. Willst du auch welches?“
„Nein, ich will nichts und du solltest auch die Finger davon lassen. Das Zeug vernebelt dir nur die Birne und es ist an der Zeit erwachsen zu werden.“
Chuck reichte es was er hörte. Alle machten sich plötzlich Sorgen um ihn, Eric, Serena und Nate. Bei allen war es ihm egal, aber Eric war immer noch wie ein kleiner Bruder für ihn und er mochte ihn. Bei Erics letztem Besuch vor zwei Tagen plagten Chuck Vorwürfe, denn er durfte sich vor ihm nicht so Verhalten.
„Archibald, woher kommen die Moralpredigten?“
Nate stand auf, es war zwecklos und hören würde Chuck sowieso auf niemanden. Langsam ging er zur Tür, um Zeit zu gewinnen seine nächsten Worte sorgsam zu wählen.
„Morgen ist Serenas Geburtstagsparty und halb New York wird da sein. Das ist ein gesellschaftliches Ereignis auf dem auch du anwesend sein solltest. Übrigens Blair wird selbstverständlich auch da sein und wie ich gehört habe mit ihrem neuen Freund.“
Natürlich würde genau das Chuck unendlich schmerzen, aber was außer Eifersucht oder Rache würde ihn dazu bewegen morgen dort aufzutauchen?

Chuck trug einen schwarzen Nadelstreifenanzug und ein klassisches weißes Hemd, dazu eine dunkelrote Krawatte und eine im selben Farbton passende Rosenanstecknadel.
Irgendwie konnte er es selbst nicht fassen, dass er auf dem Weg zu Serenas Superparty war. Vor wenigen Wochen war noch genau das, nämlich zu jeder Party zu gehen, alltäglich, aber seit er Blairs Anblick nicht mehr ertragen konnte, vermied er jede Gelegenheit sie zu Gesicht zu bekommen. Heute würde er sie definitiv sehen, schließlich war sie die beste Freundin von Serena. Seit dem Ende ihrer Beziehung hatte er sie erst einmal wieder gesehen und damals musste er sich zusammenreißen nicht vor ihr auf die Knie zu fallen. So Erniedrigen würde er sich niemals und ganz bestimmt nicht für eine Frau. Verdammt, wer war er denn? Richtig, Chuck Bass.
Er stieg aus seiner Limo aus, sah desinteressiert die vielen anderen edlen Karosserien und marschierte Richtung Eingang.
„Chuck. Schön dich zu sehen“, begrüßte ihn Serena als er durch die Tür des Fahrstuhls schritt. Serena umarmte ihn kurz. Sie trug ein kurzes paprikagrünes Kleid und stach aus der Menge heraus. Eine strahlende Schönheit.
„Alles Gute, Schwesterherz.“
Das entlockte ein Lächeln von Serena und Chuck tat es ihr gleich.
„Hab Spaß, ja?“, sagte sie und drückte Chucks Hand kurz.
„Immer.“
Die ganze Wohnung war gerammelt voll. Überall drängten sich tanzende, Alkohol trinkende Menschen aneinander und es war genau das was Chuck liebte. Geliebt hatte bis vor kurzem, um genau zu sein.
Auf einer der Treppenstufen in der rechten Ecke saß Vanessa und spielte mit ihrer Videokamera herum. Noch immer die Gleiche stellte Chuck unter großer Erleichterung fest. Dan kam gerade auf sie zu, mit zwei rosafarbenden Getränken in den Händen. Beide lächelten sich an. Nur Freunde oder war da etwa mehr?
Auf einem der weißen Sofas saß Jenny in einem cremefarbenden Kleid, das hinreißend an ihr aussah. In jeder anderen Verfassung hätte Chuck sie schamlos an gegraben und sich einfach genommen was er wollte.
„Alter, du bist ja hier.“
Nate stand mit einer blonden, viel älteren Frau hinter ihm und klopfte auf seine Schulter.
„Selbstverständlich. So ein Ereignis könnte ich mir nie entgehen lassen.“
Chuck zwinkerte ihm zu und dann sah er sie. Blair.
Blair stolzierte die helle Treppe hinunter, in einem langen roten Etuikleid aus feinster Seide. Ihre lockigen Haare umspielten ihr Gesicht und ihre Augen leuchteten in freudiger Erwartung. Beinahe konnte man denken, es wäre Blairs Feier.
Es war aber Serenas Feier und Blairs großer Auftritt. Sie sah die Treppe hinunter und bemerkte wie viele der zahlreichen Gäste zu ihr bewundernd hochschauten. Natürlich war sie wunderschön und das Schlimme war, sie wusste es. Ihre Augen glitten durch die Menge, der Champagner floss in Strömen und die Stimmung war herrlich ausgelassen. Doch Blair suchte nach jemandem Bestimmten, nach dieser einen Person.
Erschrocken entdeckte sie Chuck und merkte wie er sie ebenfalls musterte. Mit seiner Anwesenheit hatte Blair nach den letzten Wochen nicht gerechnet, aber vielleicht war es besser so um endlich einen Schlussstrich ziehen zu können. Wehmütig gestand sie sich ein, dass sie Chuck trösten wollte, obwohl sie doch der Auslöser seiner Trauer war.
„Schönheit, darf ich sie zu einem Drink einladen?“
Carter Baizen stand hinter ihr und legte einen Arm um ihre Taille. Blair lächelte.
Gemeinsam gingen sie die Treppe hinunter und gesellten sich zu Serena, die an der Bar stand und sich einen Cocktail genehmigte.
„Oh Serena, du siehst super aus.“
„Blair, schau dich an. Du bist der Hingucker des Abends!“
„Und ob du das bist Blair!“, sagte Carter, strich ihr sanft über den nackten Arm und küsste ihren Hals. All diese Berührungen erinnerten sie an Chuck, an die vielen schönen Momente mit ihm. Doch dann kamen die dunklen Schatten hervor, ihre Tränen und das Blut das ihren Arm hinunter rann.
Serena lächelte, aber man erkannte an ihrem Gesichtsausdruck, dass etwas nicht in Ordnung war. Blair beugte sich vor: „Alles okay?“
„Nein, können wir kurz unter vier Augen reden?!“
Serena nahm Blairs Hand, schenkte Carter einen entschuldigen Blick und lief in die Küche. Zwei Küchenhilfen waren eifrig dabei Snacks vorzubereiten und Getränke aus den letzten Ecken zu zaubern, als sie Serena erblickten verschwanden sie in der Vorratskammer.
Blair schaute auf den glänzenden Kühlschrank, indem sich ihr Spiegelbild zeigte und zupfte an ihren Locken herum. Eine Strähne saß einfach nicht richtig.
„Blair, Chuck ist auch da“, sagte Serena zaghaft und nahm eine Weintraube von einem der hübsch dekorierten Delikatessenplatten.
„Ich weiß. Ich habe ihn vorhin von Weitem gesehen.“
„Meinst du es ist richtig jetzt deinen neuen Freund zu präsentieren?“
Blair wand sich Serena zu und sah entschlossen aus, zu entschlossen.
„Warum sollte jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sein? Warum verdammt sollte ich warten? Früher oder später wird Chuck es sowieso erfahren und damit leben muss er auch so oder so“, schrie Blair energisch und rannte mit diesen Worten aus der Küche.
Carter stand im Flur an der Wand gelehnt, musterte sie fragend und zog sie dann in seine Arme. „Es fühlte sich gut an“, dachte Blair, „aber auch falsch.“
„Lass uns etwas trinken gehen.“
Carter hakte nicht nach, was Serena wollte oder warum Blair rumschrie. Hatte er es gehört oder etwa kein Interesse dafür?
Arm in Arm sah Serena den beiden hinterher. Sie stand in der Tür und wollte an ihrem eignen Geburtstag sich nicht um die Probleme anderer kümmern. Aber Chuck würde dieser Anblick das Herz herausreißen und Blair litt stillschweigend. Serena war sich sicher, dass beide noch mehr füreinander empfanden als sie sich je eingestehen würden.

Chuck lehnte an einer der runden Säule und genoss das Treiben um sich ein Wenig. Doch als er Blair in den Armen von Carter Baizen sah versteifte er sich sofort. Wie konnte sie nur? Carter Baizen war das größte Arschloch überhaupt und Blair müsste das eigentlich selbst wissen, doch nun machte sie freudig mit diesem Bastard rum. Tief durchatmend verdrängte er jegliche Gewalttaten gegenüber Carter und ballte seine rechte Hand zur Faust.
Blair nahm einen Schluck nach dem Nächsten. Immer wieder kamen Freunde auf sie zu und einige die dachten sie wären welche und beglückwünschten sie zu ihrem neuen Freund. Carter suhlte sich in der gesteigerten Aufmerksamkeit wie ein Schwein in einer Matschgrube. Es missfiel Blair das Carter so viel Zuwendung von allen Leuten und besonders den Mädchen bekam. Klar, nach Chuck hatte sich auch jedes Mädchen die Finge r geleckt, aber bei ihm war sie es gewohnt. Chuck. Immer wieder Chuck.
Alle ihrer Gedanken führten am Ende zu ihm und ließen sie nicht mehr los.
„Blair, Kleine lächel.“
Blair schrak zusammen. Eine kalte Hand lag auf ihrer Schulter und die Worte bissen sich in ihr Bewusstsein. Kleine glich einer Beleidung, dachte Blair wütend. Carter führte sie in die Mitte des viel zu vollen Apartments und übernahm die Führung eines langsamen Walzers. Seine Hand lag eindeutig zu weit unten und er roch nach Alkohol. Der Blick von Blair war abwesend und schon wieder hatte sie das Gefühl ihre Mission war falsch. Sie schloss ihre Augen und wieder sah sie das gleiche Bild, ihre Tränen und das Blut das ihren Arm hinunter rann.
„Nein, es soll verschwinden. Für immer.“, betete Blair leise.
„Hast du etwas gesagt, Süße?“, fragte Carter, wartete aber nicht bis auf die Antwort, sondern küsste Blair leidenschaftlich.
Chuck sah rot, knallrot. Seine gute Wachposition verlassend lief er auf die beiden zu. Jetzt oder nie er würde Carter ein blaues Auge verpassen. Seine Wut und seinen Ärger über Blair hatte er längst nicht mehr im Griff. Während er direkt auf die beiden zuging stieß er diverse Gäste an, Gläser fielen zu Boden und zerbrachen auf dem hellen Teppich. Besonders gut machte sie der Rotwein.
„Chuck“, rief Nate vergeblich und machte sich auf den Weg zu seinem Freund, der direkt vor dem knutschenden Paar stand. Außer Kontrolle geraten riss Chuck die beiden auseinander und funkelte Carter mit einem mörderischen Blick an.
„Hast du ein Problem?“, fragte Carter mit zuckersüßer Stimme und grinste breit. Er triumphierte. Doch gegenüber Chuck Bass sollte man nie zu früh an seinen Sieg glauben.
Chuck wand sich an Blair: „Wie kannst du nur mit diesem Bastard rummachen?“
„Mit dir habe ich ja auch rumgemacht. Schlimmer konnte es also nicht mehr werden.“
Das saß. Und zwar doppelt. Der Schock und der Schmerz lagen lesbar auf Chucks Gesichtszügen und seine Faust ballte sich unnachgiebig. Carter lachte laut los.
Ein Fehler. Chuck holte mit aller Kraft aus und schlug Carter mitten in die lachende Visage, er ging schreiend zu Boden. Inzwischen war es still geworden, außer Carter war kaum mehr jemand zu hören. Alle beobachteten das Szenario und freuten sich über jeden neuen Skandal. Bevor Chuck nochmal ausholen konnte packte Nate ihn und zerrte ihn ein Stück zurück.
„Spinnst du Chuck?“, sagte er und wirkte wirklich ärgerlich.
Doch Chuck starrte nur auf Blair, die neben Carter kniete und mit einem Taschentuch liebevoll seine Platzwunde am Kopf abtupfte. Wie konnte sie ihn so beleidigen?
Blair sah hoch, als wenn sie seinen Blick auf ihrem Rücken spürte.
„Du bist das Letzte Chuck!“


Hallo ihr Lieben
Gesichtet: C der seine Ex-Freundin und seinen Stolz endgültig verliert. Wer hätte das gedacht.  S die ertragen muss, dass nicht ihre wunderschöne Geburtstagsfeier sondern C & C erwähnt werden. Übrigens musste C.B. sogar ins Krankenhaus, der Arme, aber was soll`s mich freut es. Ich bin mir sicher er verheimlicht allen etwas und besonders seiner neuen Eroberung B, die ihn angeblich erst einmal besucht hat.
Ich decke alle Geheimnisse auf, versprochen.

Xoxo
You know you love me.
Gossip Girl
«
»
Anzeigeoptionen|Review schreiben|Regelverstoß melden|★SocialBookmark
◄   Schriftgröße|Schriftart|Zeilenbreite|Ausrichtung|Zeilenabstand
◄   10px|12px|15px|17px|19px
◄   Times|Arial|Helvetica
◄   25%|50%|75%|100%
◄   Linksbündig|Blocksatz
◄   gering|normal|groß|sehr groß
> Nutzungsbedingungen <   > Datenschutz <   > Impressum <          v3.9-7097