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von Yeti-Moony    erstellt: 12.03.2010    letztes Update: 18.11.2010    Geschichte, Drama / P18    (abgebrochen)
 
Inhalt:

Bella wurde vor mehr als 17 Jahren von Edward verlassen. Was beide nicht wussten, sie war Schwanger. Was aus den beiden geworden ist, erfahrt ihr in unserer Geschichte

Disclaimer:

Die Charaktere gehören Stephenie Meyer und wir verdienen kein Geld mit der Story.


Wir hoffen euch gefällt unsere Geschichte. Wir freuen uns auf Reviews.

Liebe Grüße Yeti & Moony  



_____________________________________________________________

Isabella Swan

Bella - POV

Wie so oft saß ich mit meinen Freundinnen Rosalie und Kiki in unserem Lieblingsrestaurant, dem Tadsch Mahal, in der Nähe der Innenstadt und aß zu Abend. Das Tadsch Mahal war ein Restaurant mit gehobener und vielschichtiger Küche. Hier bekam man fast alles, solange der Preis stimmte. Kein anderes Restaurant in L.A. war diesem hier eine große Konkurrenz.

Seit mehr als zwölf Jahren lebte ich nun schon in Los Angeles. Ich beendete hier erfolgreich das College und eröffnete meine erste Boutique. Inzwischen gehörte mir eine ganze Kette von Edelboutiquen. Bereits auf dem College wurde ich oft als Naturtalent betitelt und jeder hatte mir vorhergesagt, dass ich eines Tages mal sehr erfolgreich sein würde.

Und sie hatten Recht.

„Ihr Thunfisch Steak, Miss Swan“, sagte ein Kellner neben mir und stellte einen leckeren Salatteller mit einem saftigem Stück Thunfisch auf meinen Platz.

„Vielen Dank, James“, sagte ich kurz und lächelte ihn süß an.

Ich ging bereits seit Jahren gern in dieses Restaurant. Es war sehr edel, lecker, aber dennoch gemütlich. Ich fühlte mich hier einfach nur wohl.

„Heute war wieder ein sehr guter Tag. Ich habe enormen Umsatz gemacht. Und das wo wir uns doch alle eigentlich in Rezession befinden.“, sagte ich und schüttelte ungläubig meinen Kopf.

„Für Klamotten wird halt immer Geld ausgegeben“, bemerkte Kiki und lächelte in die kleine Runde. War klar, dass das von ihr kam.

„Das hättest du wohl gerne. Für normale Klamotten geben die Leute vielleicht ihr Geld aus, aber nicht für Designerkleidung“, erwiderte Rosalie daraufhin, „Es hat uns sicher auch bald erwischt.“

„Ja, das glaub ich auch“, seufzte ich und widmete mich meinem Thunfisch Steak.

„Wie schmeckt Dir denn dein Salat Bells?“, fragte mich Rose plötzlich neugierig. Wir hatten zu Beginn dieser Runde eine hitzige Diskussion über meine Essgewohnheiten. Ich liebte Meerestiere aller Art. Von Fisch bis Muscheln. Nur Wale und gefährdete Arten aß ich nicht, denn auch ich hatte meinen Stolz. Rose und Kiki verabscheuten Fisch und Muscheln. Sie wissen einfach nicht, was Ihnen entgeht.

„Wundervoll“, gab ich daraufhin genießerisch zurück.

Rosalie und Kiki, die auch meine Assistentin arbeitete, verzogen daraufhin nur ihre Gesichter. Doch ich schob mir einfach grinsend einen weiteren Bissen in den Mund.

„Wie könnt ihr etwas nicht mögen, wenn ihr es nicht einmal probiert habt?“, gab ich schlau zurück.

„Schlauberger“, sagte Kiki daraufhin.

Rose lächelte nur und aß ihre Nudeln weiter.

„Hm, vielleicht sollte ich umsatteln und eine Billigmarke auf den Markt bringen oder diese vielleicht einfach nur nebenbei laufen lassen“, warf ich ein und beide schauten auf. Kiki sah mich entgeistert an und verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse - verwöhnte Göre.

„Du meinst Discountbekleidung?“, fragte sie mich neugierig.

„Naja nicht gleich für Discounter, eher für Kaufhäuser oder so“, spann ich meine Idee weiter aus. „Natürlich unter einem anderen Namen.“

„Hm, das könnte sogar klappen und ich spende dazu noch Schuhe“, lächelte sie interessiert.

„Apropos neue Schuhe. Wir müssen uns eh zusammen setzen und mal über die neue Kollektion sprechen“, schlug ich vor und hoffte, sie würde bald zu sagen. Wir mussten die Schuhe auf die Kleider für die Modenschau abstimmen.

„Wie wäre es mit Morgen, zum Kaffee?“ fragte sie und ich musste unwillkürlich anfangen zu lächeln. „Was ist?“, fragte mich Rose und musterte mich neugierig.

„Nichts, nichts wichtiges“, warf ich ein „Morgen also, wunderbar“.

Wir saßen noch eine Weile am Tisch und tranken noch ein Glas Wein, nachdem wir mit dem Essen fertig waren. Als es allerdings immer später wurde, wurde ich ein wenig nervös. Denn irgendwann nach diesem anstrengenden Tag wollte ich auch mal schlafen, aber ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen.

„So Mädels, lasst uns aufbrechen“, sagte ich und hielt meine Hand in Richtung des Kellners, um ihm deutlich zu machen, zahlen zu wollen.

Ich beglich unsere Rechnung wie immer mit einem großzügigen Trinkgeld.
„Vielen Dank Miss“, sagte der Kellner und verneigte sich.

„Rufen Sie bitte meinen Chauffeur?“, bat ich ihn liebreizend und zog meinen Mantel an. Ein exklusives Einzelstück von Isabella Swan.

Von mir.

~*~

Vor dem Restaurant waren die Straßen überfüllt. Doch mein Chauffeur stand mit dem Wagen bereits am Eingang und hielt uns bereits die Autotür auf.

„Vielen Dank“, sagte ich freundlich und stieg ein.

„Zum Olympic Bloulevard bitte, Frank”, wies ich an und machte es mir bequem. Er wusste sofort, dass ich eine meiner Boutiquen meinte. Zum Glück dauerte die Fahrt vom Restaurant bis zur Boutique nur wenige Minuten. Als wir dann endlich da waren, stiegen wir Mädels aus und Rose und Kiki liefen zum Eingang. Ich folgte Ihnen, nachdem ich ein Sandwich im Supermarkt neben an gekauft hatte. Mit dem Sandwich in der Hand machte ich mich auf den Weg in die Boutique.

Es war eine Renovierung in dieser Boutique vorgesehen. Es war als kleines Experiment gedacht, denn ich wollte sehen wie die Kundschaft auf Veränderungen reagiert.
„Miss Swan“, begrüßte mich meine Verkäuferin Kathrin aufgeregt.

„Hallo Kat, wir läuft es?“, fragte ich sie und sie fing umgehend an mir zu berichten.

Normalerweise hatte ich Personalmitarbeiter, die für meine Angestellten und deren Koordinierung zuständig waren. Ich überwachte alles nur an oberster Stelle. Denn letztendlich musste man an mir vorbei. Wollte jemand Urlaub oder mehr Geld, entschied ich am Ende. Jedoch kam es selten vor, dass ich persönlich in meinen Boutiquen anzutreffen war. Doch manchmal ließ es sich nicht vermeiden. Wenn es wichtige Angelegenheiten persönlich zu klären gab oder wenn es um das Geschäft selbst ging, machte ich eine Ausnahme.

Nach fast zwei kräftezehrenden Stunden verabschiedeten wir uns von Kat. Inzwischen war ich wirklich kaputt und wollte nur noch in mein Bett.

„Bis irgendwann Miss Swan und vielen Dank für ihren Besuch“, verabschiedete sich Kathrin und winkte mir hinterher.

Zufrieden schloss ich die Tür meiner Boutique und steuerte meine Limousine an. Niemand hätte zu meiner High-School Zeit gedacht, ich würde jemals eine eigene Boutique leiten, bzw. eine ganze Kette. Nein, nicht Isabella Swan. Denn ich interessierte mich damals eigentlich nie für Mode, doch nun? Nun war ich eine der erfolgreichsten Designerinnen in den USA.

„Miss Swan“, grüßte mich Frank während er die Autotür öffnete. Er nickte mir kurz zu und hielt mir seine Hand entgegen um mir beim einsteigen zu helfen.

„Frank“, nickte ich ihm ebenfalls zu und begrüßte ihn somit. Allerdings musste ich bei so viel gespielter Ernsthaftigkeit dann doch kichern.

Im Auto machte ich es mir erst einmal bequem. Ein Glas Champagner zum Feierabend musste ich mir jetzt einfach gönnen. Rose und Kiki, die nach mir eingestiegen waren, gönnten sich ebenfalls ein Gläschen.

„Boah, endlich bin ich diese Scheißdinger los“, seufzte meine beste Freundin Rose und streifte sich ihre High Heels ab. „Ich hätte nicht gleich die Neuen anziehen sollen. Meine Füße bringen mich um“, sagte sie theatralisch. Kiki verdrehte überdeutlich ihre Augen und fing an mich über meinen morgigen Terminplan zu informieren.

„Also du hast morgen noch eine Besprechung mit der Vogue. Tanya will unbedingt deine neue Kollektion als Erste sehen und da ihr Beiden euch so gut versteht, dachte ich mir, stimme ich einfach mal zu. Du hast doch nichts dagegen?“, fragte sie mich und musterte mich neugierig.

„Absolut nicht Kiki, die Vogue ist sehr wichtig und Tanya ist wirklich eine gute Freundin, sie verdient es.“, antwortete ich zufrieden und drückte währenddessen einen Knopf. Es dauerte nur wenige Sekunden und es öffnete sich das kleine Fenster zwischen meinem Fahrer Frank und uns Mädels.

„Ich habe dir noch ein Sandwich mitgebracht Frank, damit du mir nicht vom Fleisch fällst“, sagte ich und drückte ihm das leckere Hühnchensandwich in die Hand.

„Danke sehr, Miss. Ich glaube allerdings, dass es bei mir so seine Zeit dauert bis ich vom Fleisch falle“, scherzte er grinsend und ich lächelte zurück. Er war schon sehr lange mein Fahrer und ich vertraute ihm blind. Mich grauste es, wenn ich mich zurück erinnerte und mir klar wurde, dass es inzwischen zehn Jahre waren.


Flashback Anfang

Ich saß mal wieder auf einer Holzbank im nahe gelegenen Park und bemitleidete mich selbst. Dicke Tränen quollen wie schon so oft aus meinen Augen und kullerten mir meine Wange runter. Ich verfluchte mal wieder mein Leben, meine Fehler und weinte meinem größten Fehler hinterher. Ja ich war nicht immer eine erfolgreiche Modedesignerin. Es gab Zeiten da war ich einfach ein schwaches, dummes, junges Mädchen, dass sich in den falschen Kerl verliebte, aber damals überzeugt war von der großen Liebe.

Scheiße, wer konnte nur jemals so scheiß naiv sein? Die Antwort war klar und einfach: Isabella Swan.

Als ich noch ein Kind war, war ich schüchtern, naiv und hatte absolut kein Selbstvertrauen, außerdem stolperte ich ständig. Ich stolperte über Äste und über Fettnäpfchen. Von einem Chaos ins Nächste. Ich musste mich ja unbedingt auf den Schulschönling einlassen. Man wie beknackt war ich eigentlich.

„Miss?“, hörte ich plötzlich jemanden neben mir sprechen und drehte mich erschrocken um. Ich war zweiundzwanzig und heulte wie ein kleines Kind. Ein großer, bulliger, schwarzer Mann setzte sich zu mir und sah mich an. Es war keinesfalls unangenehm.

Komischerweise fand ich ihn generell nicht unangenehm. Er sah aus wie mein Grandpa Bob und den hatte ich über alles geliebt. Er war der Dad meiner Mum und brachte mir immer kleine Geschenke mit. Für mich brach eine Welt zusammen, als er starb. Nach seiner Beerdigung, hatte ich Tagelang mein Zimmer nicht mehr verlassen…

„Frank“, sagte er nur und hielt mir seine Hand hin. Überrascht musterte ich ihn und sah von seiner Hand in sein Gesicht und wieder zurück. Nur zögerlich zog ich meine Hand hervor und gab sie ihm.

„Bella“, murmelte ich ihm zu.

„Einen sehr schönen Namen haben Sie“, sagte er lächelnd.

„Danke“, murmelte ich ihm wieder zu.

„Na na, nun weinen Sie doch nicht mehr. Was ist denn passiert, dass sie so traurig sind? Nur wenn ich fragen darf“, fragte er mich und sah mich väterlich, neugierig an.

„Ich möchte lieber nicht darüber reden“, sagte ich und schaute auf den Boden.

„Wissen Sie was? Mit jemandem zu reden, den man nicht kennt ist meistens befreiender als mit jemanden zu reden, den man jeden Tag sieht. Vor allem, wenn es peinliche Sachen sind. Deswegen gehen so viele Leute zu einen Psychologen.“, erklärte er und grinste mich an.

Unwillkürlich musste ich zurück grinsen und spürte zum ersten Mal mein Herz wieder schlagen. Er munterte mich auf. Zwar war ich bereits dabei jede Menge Geld an zu häufen, obwohl ich noch auf das College ging, aber Geld allein machte ja bekanntlich niemanden glücklich. Mich auch nicht.

Das Einzige was mich immer am zusammenbrechen hinderte war meine Arbeit auf dem College. Je mehr ich arbeitete, desto weniger dachte ich nach. Das Geld, durch den Verkauf meiner designten Klamotten, war ein angenehmer Nebeneffekt.

Nachdem wir uns ein wenig kennen gelernt hatten und er mir von seiner Familie erzählte, die bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, erzählte ich ihm alles. Irgendwie vertraute ich ihm und da er mir auch von sich erzählte und von dem was ihm passiert war, dachte ich mir er müsse wissen, wie man den Schmerz wieder los werden würde. Und tatsächlich, nach wenigen Minuten fühlte ich mich erleichtert. Er riss jede Menge Witze und ich glaube, ich hatte in den letzten Jahren nicht mehr so viel unbeschwert gelacht wie an diesem Tag.

Er erzählte mir, dass er Chauffeur war und bot mir an mich nach Hause zu fahren. Ich stimmte ihm zu, da ich ihm vertraute und es schon ziemlich dunkel geworden war. Wenige Jahre später waren wir immer noch in Kontakt. Ich besuchte ihn immer mal wieder und leistete ihm Gesellschaft. Als ich dann wirklich den Durchbruch erlangte, wurde er mein Fahrer, naja eigentlich war er immer viel mehr.

Er war seither mein Fahrer, Vater, Mutter, Babysitter und Psychologe in einer Person.

Flashback Ende



„Ach ja in wenigen Tagen ist noch die Modenschau von dieser A.C., wer auch immer“, seufzte Kiki und verdrehte schon wieder ihre Augen.

„Ich glaube die bleiben irgendwann mal in dieser Position stehen“, sagte ich ihr. Sie musste ein paar Sekunden überlegen, schnallte dann aber, dass ich ihre Augen meinte.

„Nur wenn du mir auf meinen Rücken haust“, sagte sie und kicherte.

„Klischee“, sagte ich und diesmal musste ich selber mit meinen Augen rollen. Sie war so verdammt abergläubisch und ängstlich was solche Dinge anging. Zum Beispiel aß sie nie nach Mitternacht, da ihre Mum ihr mal gesagt hatte, es sei ungesund. Und wenn ihr eine schwarze Katze über den Weg lief, musste sie erst einmal zum nächsten Medium, um sich den Fluch wieder abnehmen zu lassen.

Des Öfteren überlegte ich sie einfach mal in einen Raum ein zu schließen und dann einen Lastwagen zu ordern, der voller schwarzen Katzen war. Allerdings wollte ich es den Katzen nicht so gern antun. Sie taten mir schon beim darüber nachdenken leid.

„Ihr seid Beide echt beschränkt.“, kicherte Rose und musterte uns.

„Wen nimmst du eigentlich mit zu dieser Modenschau?“, fragte sie neugierig.

„Na dich, wen sonst“, sagte ich so ernst wie möglich. Ich musste mich ziemlich anstrengen um keinen Lachkrampf zu bekommen. Kiki war eh als meine Assistentin dabei.

„Fein“, war ihre schlichte Antwort und ich grinste etwas.

„Miss?“, fragte Frank mich nach einer Weile.

„Ja Frank?“, fragte ich und blickte mich zu ihm um.

„Wir sind an Miss Hale´s Haus angekommen“, antwortete er und lächelte leicht.

„Oh super danke, Frank“, bedankte Rose sich und stand hektisch auf. Sie wühlte auf dem Boden der Limousine und suchte ihre High Heels zusammen.

„Da drüben Rose“, mischte ich mich ein und zeigte mit einen meiner Füße auf den schwarzen Schuh.

„Ah danke Bells.“, sagte sie lächelnd und drückte mir einen Kuss auf meine Wange.

„Ich sehe dich dann morgen, zum Kaffee, nicht vergessen Schnecke“, kicherte sie und drehte sich zu Kiki. „Ciao Süße, man sieht sich“, sagte sie schlicht und stieg aus. Ich lächelte ihr noch einmal hinter her, bis Frank um die nächste Ecke gebogen war.

Rosalie Hale. Ich kannte sie bereits seit dem College. Sie studierte ebenfalls Modedesign, hatte aber eine große Leidenschaft für Schuhe, daher spezialisierte sie sich nach dem College darauf. Sie machte wundervolle Schuhe. Meist exklusive Sonderanfertigungen für irgendwelche VIP´s. Allerdings verkaufte sie mir für meine Boutique ebenfalls immer mal ein paar Einzelstücke.

„Kaffee?“, fragte mich Kiki verwirrt.

Perplex schaute ich sie an: „Ja, Kaffee“,

„Ach ja, die Schuhkollektion“, sagte sie und haute sich mit der flachen Hand gegen ihre Stirn.

„Man, wie konnte ich das vergessen, steht ja hier“, sagte sie und wurde rot. Ich kicherte nur vor mich hin. „Vielleicht solltest du nicht immer so viel rum malen, dann könntest du deine Schrift auch lesen. Mal abgesehen davon, dass wir es erst vor wenigen Stunden besprochen haben“, lachte ich.

„Haha, sehr witzig“, erwiderte sie nur und sah mich beleidigt an.

Kiki war durch und durch kindisch und naiv, allerdings konnte ich es ihr nicht vorhalten. Sie war gerade mal Süße einundzwanzig. Sie war oft beleidigt und eingeschnappt, irgendwie süß. Sie und ihre Eltern hatten kein Geld für ein College und leider klappte es nicht mit einem Stipendium.

Sie bewarb sich gerade bei der Cosmopolitan als Fotografin, da sie keinen anderen Job bekam. Sie erzählte mir im Wartezimmer, dass sie eigentlich Mode designte, doch keine Möglichkeiten hatte auf ein College zu gehen. Sie wollte mit dem Job ins Modegeschäft einsteigen. Sie gefiel mir auf Anhieb und so sagte ich ihr, sie solle mal bei mir vorbei schauen.

Als sie mir dann ein paar Muster ihrer Ideen vorbei brachte, sah ich wie viel Talent eigentlich in ihr steckte. Also bat ich ihr einen Job bei mir an. Vorerst nur als Assistentin, aber somit hatte sie direkten Zugang in die Modewelt. Besser noch als Fotografin. Als Fotografin war man nicht immer gerne gesehen. Doch als Assistentin von Isabella Swan schon.

„Miss Swan? Wir sind angekommen“, warf Frank ein und stoppte den Wagen.

„Na gut, dann bis Morgen Bells“, sagte Kiki, gab mir einen Abschiedskuss auf die Wange und stieg aus. Kaum war sie auch ausgestiegen gähnte ich einmal kräftig.

„Wo soll es nun hingehen Miss Swan?“, fragte  Frank mich und ich gähnte noch einmal. Wir hatten gleich elf Uhr Abends und er wusste, dass mein Tag noch längst nicht vorbei war.

„In die Firma noch einmal“, sagte ich und schaute zum Fenster hinaus. „und danach fahren wir dann nach Hause oder was meinst du Frank?“.

„Sehr gerne Miss“, sagte er und wendete den Wagen.

Mal wieder in Gedanken blickte ich durch das Seitenfenster nach draußen. Es war bereits stockdunkel, doch wie jeden Abend waren die Laternen eingeschaltet. Ganz Los Angeles glänzte Nachts in einem Lichtermeer. Vor allem erleuchteten die Straßen aber die Reklametafeln und Diskothekenbeleuchtung.

Los Angeles war eine wirklich schöne Stadt, laut und hell, aber wunderschön und dabei lebte ich nicht einmal in der Nähe des Strandes, sondern mitten in der Stadt. Ich wollte auf keinen Fall zwischen den ganzen Touristen wohnen, doch leider hatte das allerdings einen Nachteil. Ich musste mir dicke Vorhänge kaufen, da ich sonst nicht schlafen konnte.

Mittlerweile war ich jedoch an alles gewöhnt. Wenigstens wohnte ich in meiner Penthouse Suite so hoch, dass ich keinerlei Lärm vernahm.

Los Angeles war meine Rettung. Es war völlig anders als meine Heimatstadt Forks. Wenn ich heute meine Familie besuchte, was ich Recht selten tat, bekomme ich noch immer Heulkrämpfe, Verlustängste und Panik.

Ein Besuch in ihrem Haus war jedoch Pflicht.

Und selbst heute noch nach über siebzehn Jahren, quält es mich.

Nie habe ich jemanden so sehr geliebt wie ihn.

Edward Cullen.
 
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