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von Fiiay    erstellt: 12.03.2010    letztes Update: 25.03.2010    Geschichte, Drama / P12 Slash    (fertiggestellt)
Kommen wir zum nächsten Kapitel und jetzt kommt auch dieses Gespräch :)

Danke an joejoe4321,aylala 25 und FreakOut für die Reviews! ;)

Würde mich über weitere Reviews freuen... egal ob Kritik oder Lob, ich nehme alle an! :D

Okay, auf gehts!

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Sofort drehte ich mich im Bett in der Hoffnung, dass Lukas dann vielleicht wieder weg wär.

Aber die Stimmen im Flur verrieten mir, dass er immer noch da war. Widerwillig stand ich aus dem Bett auf und zog mich an. Schlich förmlich aus dem Schlafzimmer.

“Hallo Kleine!”, begrüßte er mich stürmisch. Dass er mich auch immer hochnehmen muss? Ich verdrehte die Augen und Bene lachte, als er dies sah.

Es dauerte Ewigkeiten bis er mich wieder runterließ. Dieses anhängliche Etwas. Eigentlich mochte ich Lukas, aber irgendwie war er mir viel zu oft bei Benni.  “Schatz, ich geh duschen!”, gab ich Bescheid und verschwand hinter der weißen Tür.

Mein Gefühl sagte mir, dass die beiden dort draußen jetzt über mich reden würden. Doch als ich nach einigen Minuten laute Stimmen vernahm, war ich mir da dann doch nicht mehr so sicher.

Warum schrie Lukas Benedikt an? Es hörte sich an wie “Hör auf damit!” und “So kann das nicht weitergehen!” Verdammt, worüber sprachen sie?

Benedikts Stimme vernahm ich nur ganz leise. “Schrei nicht so. So dick sind meine Wände nicht.” Was meinte er damit?

Ich wartete darauf, dass sich die Gemüter wieder etwas beruhigt hatten, dann verließ ich das Badezimmer. Lukas und Benedikt waren nicht mehr zu sehen. Verwirrt ging ich ins Schlafzimmer und machte das Bett.

“Janika, wir sehen uns!”, rief auf einmal Lukas. Ich rannte aus dem Zimmer, um mich wenigstens richtig zu verabschieden. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, überlegte ich kurz, ob ich Benni auf diese Auseinandersetzung mit Lukas ansprechen sollte.

Aber anscheinend sollte ich davon nichts wissen, also ließ ich die Sache auf sich beruhen. “Hast du Hunger?” Irgendwas war anders an ihm. Seine fröhliche Art war wie weggeblasen.

Schweigend betraten wir die Küche. Benni wirkte unruhig und hetzte von einem Schrank zum nächsten. So hatte ich ihn noch nie erlebt. Es musste was mit Lukas zu tun haben.

Für irgendwas machte er ihm Vorwürfe. Aber für was? Langsam ging ich auf meinen Freund zu und legte eine Hand auf seine Schultern. “Lass mich das machen. Setz du dich hin!” Mit großen Augen sah er mich an, folgte aber meinem Befehl.

Er kaute nervös auf seinen Fingernägeln, während ich kochte. Na gut, ob man das kochen nennen kann, war eine andere Frage. Hauptsache es schmeckte und Benedikt hatte sich noch nie beschwert.

Mit den fertigen Tellern wandte ich mich ihm zu. Er starrte ans andere Ende der Küche. “Schatz, iss was”, murmelte ich. Es machte mir Sorgen, ihn so zu sehen.

“Schmeckt es dir nicht?”, fragte ich, als er nur in dem Essen rumstocherte. Er schüttelte mit dem Kopf. Energisch legte ich meine Gabel zur Seite und sah ihn ernst an. “Entweder du sagst mir jetzt, was mit dir los ist oder ich gehe! Ich habe mich so auf dieses Wochenende gefreut und jetzt sitzt mein Freund da und schweigt mich an!”

Erschrocken fuhr er zusammen. Immerhin hatte er mich noch nie so erlebt. “Es… es tut mir leid, dass ich so bin. Ich bin… ich bin nur etwas erschöpft vom Spiel gestern!” Natürlich wusste ich, dass es eine Lüge war.

“Dann versprich mir, dass du ab jetzt wieder lachst!” Sanft strich ich über seine Hand und er nickte. Er stellte die leeren Teller in die Spüle und zog mich in seine Arme. “Ich liebe dich!”, nuschelte er gegen meine Haare.

Lächelnd sah ich ihn an und küsste ihn. Sacht drängte er mich nach hinten, gegen die Wand. Okay, ich wusste was er jetzt vor hatte, aber doch nicht in der Küche. Irgendwie schaffte ich es ihn bis zum Wohnzimmer zu führen.

Auf dem Weg dorthin fielen unsere Klamotten. Er war schön, aber dies wusste ich vorher auch schon. Ich drückte ihn auf das Sofa und er sah mich voller Lust an. Dieser kam ich nur zu gern nach.

Verschwitzt und glücklich lagen wir danach noch auf der Couch. Mein Kopf lag auf seiner sich hebenden und senkenden Brust und ich malte unsichtbare Kreise auf seinem Bauch.

“Bene, lass meine Haare in Ruhe!”, meckerte ich. “Schatz, die sind eh durcheinander!” Er lachte aus vollem Herzen und dafür bekam er einen Schlag gegen die Hand.

Mein klingelndes Handy zerstörte die Atmosphäre. Benni prustete laut, ich schnappte mir die Decke und stolperte zu meiner Tasche. Nellie, meine beste Freundin. Auf telefonieren hatte ich ehrlich gesagt keine Lust.

Ich drückte sie weg und stellte mein Handy auf lautlos. “Lass uns rausgehen!”, sagte ich, als ich zurück ins Wohnzimmer kam. Bene sah mich wenig begeistert an. Als ich ihm mit auskitzeln gedroht hatte, stand er blitzschnell auf und verschwand im Bad.

Wenig später stand er perfekt gestylt vor mir, nahm meine Hand und wir gingen aus der Wohnung.  Das Wetter war einfach wunderschön. Wir schlenderten durch die Straßen.

Vor einem kleinen Geschäft sah sich Benedikt immer wieder nervös um. Warum er dies tat, verstand ich nicht, ging aber auch nicht weiter drauf ein. Er würde es mir schon sagen, wenn er wollte.

“Benedikt!”, hörte ich eine Stimme hinter uns rufen. Sofort wurde sein Griff um meine Hand stärker. “Aua”, flüsterte ich und befreite meine Hand irgendwie. Benni drehte sich wie in Zeitlupe um.

Vor uns stand eine junge Frau. Vielleicht so alt, wie ich oder etwas älter. Vielleicht 22, wie Benedikt. Hübsch war sie, das konnte ich nicht leugnen.

Aber wer war sie und warum starrte er sie so an?
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