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von Vlondril    erstellt: 10.03.2010    letztes Update: 12.12.2010    Geschichte, Drama / P18    (abgebrochen)
Wir schreiben das Jahr 2090, vier Jahre nach dem Anschlag auf Wien, der die Welt in eine Wüste verwandelt hatte.
Wissenschaftler entwickelten eine Bombe, deren Strahlung die DNA eines Menschen komplett verändern konnte. Am 13. Januar 2086 wurde sie schließlich im Herzen Wiens gezündet, zerstörte Österreich und verstrahlte die ganze Welt. All jene die von der Strahlung getroffen wurden, mutierten zu seltsamen Kreaturen weiter oder..."
"Fae, halt die Klappe! Es wird so oder so keiner lesen oder zuhören."
Ein breites Grinsen huschte über ihr Gesicht "Fae du hast es immer noch drauf!" murmelte sie zu sich selber und wandte sich zu ihrem Gefährten um "du hörst mir jedes Mal zu...“ erwiderte sie und musterte ihn kurz.
Für einen ESPer hatte er noch immer erstaunlich gut gebräunte Haut und auch seine lockigen braunen Haare hatten sich nicht verändert. Einzig seine Augen, hatten nach dem Atomangriff, die Farbe gewechselt. Von einem sehr dunklen braun, wechselten sie in ein klares blau.
Er wusste nichts zu erwidern, sondern wechselte rasch das Thema. "Uns geht das Wasser aus, wir sollten uns wieder Arbeit suchen." Ohne zu warten stand er von seinem Sitzplatz, ein zerschlissenes Sofa, auf und ging zur Treppe.
"Rokko! Warte auf mich."
Zügig huschte sie in das kleine Nebenzimmer, um sich der bequemen Hose zu entledigen und die dreckigere anzuziehen. Als sie das Zimmer wieder verlassen wollte, streifte ihr Blick den staubigen Spiegel und sie hielt im Schritt inne. Nachdenklich musterte sie das undeutliche Spiegelbild.
Ihre Augen hatten sich in den vier Jahren nach dem Anschlag wie bei allen ESPer in ein leuchtendes Blau gefärbt und im Gegensatz zu Rokko, war ihre Haut blasser geworden. Sie strich sich eine Strähne der langen schwarzen Haare zurück, welche ihr bis zum Schulterblatt reichten. Faszinierend und schockierend zugleich, was eine DNA Bombe anrichten konnte.
Trotzdem gehörte sie zu jenen, welche noch Glück hatten, was die Mutation betraf. ESPer glichen den Menschen noch immer und die meisten von ihnen entwickelten Psifähigkeiten, Telepathie oder konnten Leben aufspüren, obwohl sie weit weg von diesen waren.
Weder Mensch noch wirklich Mutant, allerdings auch von keiner Seite wirklich akzeptiert.

Neben ESPer gab es noch die Erleuchteten, wie sie sich nannten. Diese glaubten, dass diese ganze Katastrophe die Rache Gottes war und sie nun prüfe. Sie hatten sich anders entwickelt. Die Haut von ihnen war von gelben Blasen übersät. Von allen Arten der Mutanten, waren sie allerdings die, welche sich am schnellsten mit ihrem Schicksal abgefunden hatten, aber sie waren auch die lästigsten.
Am deutlich schlimmsten getroffen hatte es die in Österreich und nahe liegenden Ländern lebenden Menschen. Die meisten von Ihnen starben, oder mutierten zu den schrecklichsten Kreaturen. Nocturnos nannten sie sich selbst.
Die Haut wurde faltig und braun, eine sehr schmerzhafte Entwicklung des Körpers und sie glichen den Bäumen mehr als einem Menschen. Sie hatten rote, furchterregende Augen und hatten die unangenehme Angewohnheit Leichen und noch lebende Menschen und Mutanten zu Nocturnofutter zu verarbeiten.
Nur wenige waren diesem grausamen Los der DNA Entwicklung entkommen, dazu gehörten die meisten der ESPer und noch weniger konnten aus diesem Gebiet vor den Nocturnos selbst fliehen.
In den Jahren hatte sich auch in den Kreisen der Nocturnos Gruppen gebildet und die meisten von ihnen beließen es dabei, nur Leichen zu fressen.
Die letzte bekannte Rasse waren die kräftigsten Mutanten, ihre Muskeln hatten sich weiter entwickelt und wurden stärker. Grunge wurden sie genannt. Jeder Schwergewichtheber der Menschen hätte Probleme gehabt, sich mit ihnen zu messen. Vor ein paar Tagen begannen die Veranstalter die Boxwettkämpfe Rassenspezifisch zu organisieren. Die Grunge hatten die Kämpfe einfach zu schnell beendet und die Organisatoren konnten die toten Menschen nicht mehr verantworten. Fae schmunzelte kurz.
"Komm jetzt endlich!" rief Rokko ungeduldig und riss sie aus den Gedanken.
Nur mühsam wandte sie sich vom Spiegelbild los und verließ den Raum um zu ihrem Gefährten zu gehen.
Als sie zu ihm aufschloss, lief er schon die maroden Treppen hoch und der Oberfläche entgegen.

Die Aufträge die sie annahmen, waren inzwischen reine Routine. Die meisten Auftraggeber wollten nur verschollene Gegenstände zurück haben und suchten erfahrene Leute, welche sich auch an die Oberfläche getrauten. Diese Art Aufträge liefen immer nach dem gleichen Schema ab. Die Beiden schlichen sich so weit wie möglich in das Gebiet, holten den zu bergenden Gegenstand und dann flohen wieder. Nichts weiter und genau nach so einem Auftrag klang auch jener, der ihnen von einem Wissenschaftler gegeben wurde. "Besorgt mir die Phiole!" Aber dieser Auftrag veränderte alles…
 
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