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von Coralyn    erstellt: 10.03.2010    letztes Update: 13.08.2010    Geschichte, Humor / P18    (fertiggestellt)
@ Black Eyes: Hier kommt das zweite Kapitel ja schon! :D
@ NickTessFan: Oh Sev ist wirklich SEHR erfreut über den Fund, glaub mir :D Arme Hermine, sie weiß von ihrem Unheil noch nichts
@ Snapegirl: Hoffentlich bist du vor Spannung nicht geplatzt^^
@ Letta1988: Oh, ich liebe es auch wenn er fies grinst, dann ist er er selbst!
@ Luna42: Ich bin auch eher gegen den Softie und mehr für den fiesen und gemeinen Snape, er kommt dann einfach authentische rüber oder? :D
@GerritundAlexlove: Hermine wird ganz und gar nicht erfreut sein über seinen Plan, so viel kann ich verraten, aber mehr auch nicht. Nein, die Story ist noch nicht vollendet, ich schreibe sie, wie meine Muse es gerade für richtig hält :D regelmäßigkeit kann ich nicht versprechen aber ich gebe mein bestes, um euch nicht lange warten zu lassen!
@ FunnyMoments: Hmm... es wäre einfach nicht seine Art über Dingen einfach nur froh zu sein und sich zu freuen! :D Das würde ihm doch den ganzen Spaß nehmen;)

So, nun aber zum neuen Kapitel,
viel Spaß!
Eure Cora
(vergesst nicht ein Review dar zu lassen ;), schon mal danke :*)

Nach den Sommerferien...

Mit verschlagenem Blick starrte er in die züngelnden Flammen des magischen Feuers in seinem Kamin. In der rechten Hand hielt er ein bauchiges Glas, zur Hälfte mit goldbrauner Flüssigkeit gefüllt, langsam schwenkte er es, so dass sich kleine Wirbel darin bildeten. Langsam glitten seine Augen über das kleine braune Buch vor ihm auf dem Tisch und er spürte wie sich in ihm ein ungewolltes Grinsen aufbaute. Hätte jetzt jemand den Mann in offenem schwarzen Hemd und in schwarzer Hose auf dem großen alten Sessel sehen können, es wäre ihm kalt den Rücken runter gelaufen und er hätte sich sehr beeilt um sich unbemerkt zu verdrücken. Selbst zufrieden führte er das Glas mit geschmeidiger Bewegung an seine Lippen und ließ die feurige Nässe seinen Rachen hinunter laufen, Feuerwhisky war nur eines seiner Laster, doch es war ihm bis jetzt sein liebstes, wenn man vom Schikanieren der Schüler mal absah und, erneut schweifte sein Blick über das Buch, von seinem Plan.

Fast euphorisch durchschritt Severus Snape mit wehendem Umhang, doch versteinerter Maske auf dem Gesicht den großen Saal. Er brauchte nicht hin zu sehen, auch so wusste er, dass sich alle Schülerköpfe zu ihm drehten und unzählige Augen mit verschrecktem Ausdruck auf ihm lagen. Da begegnete er Minervas Blick, sie sah ihn über ihre Brille hinweg misstrauisch an, boshaft grinsend nickte er ihr zu und ließ sich dann zu ihrer Rechten nieder. „Wo warst du denn? Die Zeremonie musste nur deinetwegen warten!“ Auch wenn ein freundlicher Ausdruck auf ihrem Gesicht lag, der sicherlich den Schülern und nicht ihm galt, ihre Stimme war gepresst und sie schien sich ernsthaft um ihre Fassung Sorgen zu machen. „Aber Minerva, wieso diese Umstände?“ Er grinste spöttisch. „Ihr hättet auch ohne mich beginnen können!“ Minerva schnaubte ungläubig und er sah wie ihre Fingerknöchel weiß hervor traten. „Du liebst deine großen Auftritte nicht wahr, Severus?“ Dann erhob sie sich, nicht ohne ihn noch einmal tadelnd an zu schauen und wandte sich an den gefüllten Saal. In der Zwischenzeit suchten seine schwarzen Augen den rot gedeckten Tisch ab, bis sie an großen braunen Augen hingen blieben. Miss Granger sah ihn mit diesen durchdringend an, doch als sie seinen Blick bemerkte senkten sich ihre Lieder und auf ihren Wangen brannte ein dunkles Rot. Zufrieden lehnte er sich zurück und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, es versprach ein interessantes Schuljahr zu werden.

Seufzend lehnte sie sich in ihren Sitz zurück, massierte sich die schmerzende rechte Hand und überflog dann noch einmal die Zeilen, die sie eben verfasst hatte. Draußen rauschte die Landschaft an ihr vorbei, der Hogwartsexpress hatte sich kein Stück verändert.

Lieber Harry, Liebe Ginny,
ich hoffe es geht euch gut, leider habe ich es nicht geschafft euch vor Beginn des Schuljahres noch einmal zu besuchen! Verzeiht mir, aber ich hatte so viel zu tun, allein die Dinge, die ich für dieses Jahr brauche haben utopische Ausmaße.
Wie geht es dem kleinen, oder der kleinen, noch dürfen wir ja abwarten und rätseln, ich hoffe es tritt dir nicht den Bauch grün und blau, Ginny? Auf die Frage ob ich als Patin fungiere antworte ich selbstverständlich mit Ja, natürlich wäre ich gerne Patin!
Ich habe in der Winkelgasse vor einer Woche Neville und Luna getroffen, die beiden werden ihren Abschluss anscheinend auch nach holen, vielleicht kommen wir euch mal in den Ferien besuchen und bringen Neuigkeiten aus dem guten alten Hogwarts!
Passt gut auf euch und das Baby auf!
In Liebe,
Hermine.

Sie verschloss den Brief sorgfältig mit einem Siegel und legte ihn zu Seite um nach dem anderen Pergament zu greifen.

Lieber Ron,
ich weiß nicht ob du diese Zeilen erhalten wirst, ich habe keine Ahnung wo du dich im Moment befindest, aber ich hoffe, dass du dir die Haare noch nicht von einem der Drachen hast verbrennen lassen!
Ich sitze im Hogwartsexpress und bin auf dem Weg in die Schule, Neville und Luna sind auch hier irgendwo, ich habe sie noch nicht gesehen, aber ich weiß, dass auch sie ihren Abschluss nachholen.
Nicht jeder gibt sich eben mit einem geschenkten „Ehrenabschluss“ zufrieden!
Nach dem Jahr werde ich sicherlich ein paar Einstiegsschwierigkeiten haben, habe ich denke ich werde es hin kriegen.
Hoffentlich sehen wir uns in den Ferien bei Harry und Ginny, spätestens bei der Geburt des Babys, sonst muss ich wohl mal im Fuchsbau vor bei schauen und Molly nach deinem Aufenthaltsort ausfragen!
Pass auf dich auf!
In Liebe,
Hermine

Auch diesen Brief verschloss sie mit einem Siegel und holte dann Gryff aus seinem Käfig, sie band der kleinen Eule den ersten Brief um den Fuß, dann öffnete sie den zweiten Käfig und ein großer schwarzer Kauz schnappte nach ihrem Finger. „Na, na Erus! Sonst kannst du deinen Keks vergessen!“ Nur widerwillig ließ er sich das zweite Schriftstück um den kleinen Fuß mit den scharfen Krallen, die er zu gerne in das weiße Fleisch seiner Herrin gerammt hätte, binden.
Sofort nach der Ankunft würde sie die beiden los schicken, nun kamen sie erst einmal zurück in ihre Reisekäfige und Hermine machte sich über das letzte Schulbuch her, dass sie noch nicht komplett durch gelesen hatte; Zaubereigeschichte. Doch so sehr sie es auch wollte, ihre Konzentration ließ zu Wünschen übrig, irgendwie konnte sie sich nicht ganz auf die übrigen zwanzig Seiten konzentrieren. Entnervt warf sie den Schmöker in die Ecke ihres Abteils und starrte gedankenverloren aus dem Fenster, am Himmel zogen große schwarze Wolken aus, aus unerfindlichen Gründen kamen sie ihr vor wie die wallenden Umhänge eines ihr nur zu bekannten Mannes. Unbewusst leckte sie mit der Zunge über die trockenen Lippen, während sie beim Gedanken an anthrazitfarbende Augen ihr Körper von einer Gänsehaut überzogen wurde. Sie strich mit dem Finger ihren Hals hinab, über ihr Schlüsselbein, sie spürte deutlich durch den rauen Stoff ihres Umhanges, dass sich ihre Nippel verhärtet hatten. Ein leichtes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, während sie sich lang verschollenen Träumen hingab.
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