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Geschichte: Fanfiktion
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von Coralyn
erstellt: 10.03.2010
letztes Update: 13.08.2010
Geschichte, Humor / P18
(fertiggestellt)
Zur Handlung: Es spielt nach der Finalenschlacht, Snape ist nicht tot, Hermine war nie mit Ron zusammen
Cora :)
Severus Snape ließ die schwere Eisentür krachend hinter sich ins Schloss fallen und wandte sich dann nach rechts. Mit langen Schritten gelangte er an den Fuß der Treppe hinauf ins Erdgeschoss und erklomm sie mit wehendem Umhang. Abgesehen von seinem Atem und seinen gedämpften Tritten war das Schloss in gespenstische Stille gehüllt und er genoss es völlig ungestört seinen Gedanken nach zu gehen. Während er sich gerade dazu entschieden hatte nach links zu gehen, um die Gänge dort auf unerwünschte Nachtschwärmer zu überprüfen stieg ihm ein heißer Schmerz in den Körper, er griff in seine Tasche und fischte ein kleines grünlich glänzendes Fläschchen mit unerkennbarem Inhalt heraus. Gierig schluckte er die Flüssigkeit herunter und entspannte sich kurz darauf wieder. Diese Schmerzen würden ihn sicherlich noch eine ganze Weile verfolgen, schließlich war Nagini keine einfache Waldnatter gewesen... Bei dem Gedanken an die große Schlange zog sich sein Magen unwillkürlich zusammen und er stützte sich mit der rechten Hand an der kalten Steinmauer ab. „Alles in Ordnung Professor Snape?“ Der Fast Kopflose Nick schwebte vor ihm aus der Wand heraus. „Ja.“ Seine Stimme war nur ein heiseres Knurren, er versuchte verzweifelt den Schrecken zu überspielen. Diese Blöße würde er sich sicherlich nicht ausgerechnet vor dem Hausgeist der Gryffindors geben. „Wie Sie meinen!“ Etwas beleidigt über den unwirschen Ton Snapes schwebte Nick um die nächste Ecke und verschwand durch das Gemälde einer Sommerlandschaft. Snape verdrehte genervt die Augen, in diesem Schloss konnte man anscheinend doch noch nicht mal nachts seine Ruhe haben.
Gerade wollte er dem Gang weiter folgen, als ihn ein leises Geräusch herum fahren ließ. Misstrauisch zog er seinen Zauberstab und schlich, jedoch nicht ohne seine Würde vor zufälligen Beobachtern zu verlieren, um die Biegung. Eine Bewegung am anderen Ende des Ganges ließ ihn seine Schritte beschleunigen, er war sich ziemlich sicher, dass das einer der Schüler gewesen war!
Sein Umhang umwehte ihn, während er die kleine Person einige Meter vor ihm verfolgte. „Bleiben Sie stehen!“ Seine Stimme war kalt und schneidend, sie fuhr wie ein Messer durch die angespannte Stille. Nach einem kurzen zögern beschleunigte jedoch die Gestalt ihre Schritte und rannte fast. Er wollte gerade seinen Stab auf eben diese richten, als er erstaunt stehen blieb. Sie war verschwunden. Irritiert näherte er sich der Stelle an der sie bis vor kurzem noch gestanden hatte. Doch er konnte niemanden in der Umgebung ausmachen. Wütend hob er mit der Faust gegen die kalten Mauern. „Bei Merlins haarigen Eiern! Severus was ist denn mit dir los?“ Erneut erschrocken fuhr Snape herum und starrte in das freundliche Gesicht von Professor McGongagall. „Minerva. Könntest du es vielleicht unterlassen, dich von hinten an mich heran zu schleichen? Irgendwann werde ich dich sicherlich noch einmal mit einem Fluch belegen!“ Die Direktorin schmunzelte. „Ich wusste gar nicht, dass du so schreckhaft bist mein Lieber! Noch eine schöne Patrouille!“ Damit schlenderte sie gut gelaunt an ihm vorbei, während er sie am liebsten auf der Stelle erwürgt hätte.
Wenig später ließ er sich mit heftig pochenden Kopfschmerzen auf einem Fenstersims nieder, er hatte heute einfach keinen Nerv dazu, den Schülern hinterher zu jagen! Drei Rawenclaws hatten eben 80 Punkte für ihr Haus verloren, zwei Hufflepuffs ansehnliche 60 und eine Bande Gryffindors hatte ihn fast bis zur Bibliothek gelotst, doch er hatte sie mit einem kurzen „Stupor“ gestoppt und ihnen 130 Punkte abgezogen. Oh, seine Laune war heute wieder miserabel! Doch war es ein Wunder? Erst seid zwei Wochen war er aus dem St. Mungos entlassen und schon musste er sich wieder mit Dilettanten herum ärgern. Er presste die Hände an die Schläfen um sich ein wenig zu entspannen. Ja, natürlich war er länger dort geblieben als es nötig war, aber er hatte einfach keine Lust gehabt sich der Presse zu stellen. Einmal hatte es Rita Kommkorn geschafft durch ihre illegalen Animagusfähigkeiten in sein Krankenzimmer, dass er sich dank seines besonderen „Charmes“ mit niemandem teilte, eingedrungen und hatte ihn penetrant befragt. „Sind Sie stolz auf Mr. Potter? Was war ihre Rolle bei dem Ganzen? Gab es verzweifelte Liebeserklärungen zwischen ihnen und Professor McGongagall?“ Bei der letzten Frage hatte er sie via eines kleinen Schwenks mit dem Stab einfach vor die Tür gesetzt und sich wieder seinen Büchern gewidmet. Nach einiger Zeit hatte der Ansturm nach gelassen und so hatte er um eine Entlassung gebeten. Wieder in Hogwarts hatte er sich vorerst auf den Unterricht gerade zu gefreut, doch schon nach wenigen Tagen, war seine Laune wieder die alte und er machte seinem Namen alle Ehre.
Auf den Fluren wurde hinter vorgehaltener Hand getuschelt. „...Dumbledore getötet!“ „Voldemort ausspioniert!“ „...er ist ein Held!“ Zuerst hatte er sich ein wenig geschmeichelt gefühlt doch mit der Zeit ging ihm dieses ganze Gehabe einfach auf die Nerven, und so strafte er jeden Tuschelnden mit einem wütenden Blick, was diesen sehr schnell verstummen ließ.
Er lehnte sich mit dem Nacken an die kühle Fensterscheibe und starrte an die Wand vor sich. Nur zu gerne hätte er jetzt einen Raum, wo er völlig für sich wäre! Doch nicht einmal in seinen Räumen war er vor Professor McGongagall sicher, immer wieder versuchte sie mit ihm über das Flohnetzwerk zu reden oder überraschte ihn mit Besuchen. Sie hatte wohl den Anschein, dass es ihm nach Gesellschaft durstete, doch zu ihrem Leid war das gegenteilige der Fall. Zuerst bemerkte er gar nicht wie sich die Wand vor ihm veränderte, erst nach und nach nahm er die Konturen der alten Tür wahr, die sich aus der Mauer schoben. Überrascht beobachtete wie sich die Tür nun vollends aus der Wand hob und ihn gerade zu erwarten. Er erhob sich und drückte die Klinke gespannt herunter. Knarrend sprang die Tür auf und er trat ein.
Der Raum war groß und in schummriges Licht getaucht, in der Mitte stand ein Sessel, gegenüber stand ein großer knisternder Kamin, doch er konnte keine Anzeichen für eine Verbindung an das FNW erkennen und so atmete er erleichtert aus. Mit einem leisen Seufzer ließ er sich auf den Sessel fallen, gleich darauf erschien vor seinen Füßen ein Schemel, er schob ihn zur Seite. Er war ja schließlich kein alter Mann, wozu ein Schemel? Doch dann fiel ihm ein braunes etwas auf dem Schemel auf. Er beugte sich vor und griff neugierig danach, es fühlte sich an wie ein... Buch? Erfreut über die Aussicht auf ein entspannendes Buch schlug er die erste Seite auf und begann zu lesen.
Liebes Tagebuch,
der Tag begann grauenhaft, Ron und Harry haben mich den gesamten Morgen wegen meiner Verwandlungshausaufgaben genervt, am liebsten würde ich ihnen einen Fluch aufhalsen, nur könnte ich dann mein Dasein als Schülersprecherin vergessen.
Gegen Mittag hatte ich die beiden dann so weit, dass sie ihre Sachen selbst erledigt haben, ich war noch in der Bibliothek und habe ein interessantes Buch über Ruthenwurz und ihrer Verwendung gefunden (Ruthenwurz – Fakten und Mythen, von Muriel Mahagon; unbedingt kaufen!).
Wie dir vielleicht aufgefallen ist, ist heute Mittwoch also im Grunde mein Lieblingstag. Du weißt wieso! Ich konnte einfach nicht anders und war schon füher da, nur um ihn zu beobachten! Er sieht so gut aus, ich weiß auch nicht. Ron und Harry würden mich nie verstehen, selbst Ginny würde es wahrscheinlich nicht fassen. Ausgerechnet ein Slytherin!
Mal sehen was die nächsten Tage bringen!
H.G.
Langsam ließ er das alte braune Buch in seinen Händen sinken, auf seinem Gesicht lag ein fieses dunkles Lächeln. Ach nein, hatte er doch tatsächlich Miss Grangers altes Rückzugszimmer heraufbeschworen? Der Raum der Wünsche war immer wieder für neue Überraschungen gut! Er lehnte sich weiter zurück und zog nun doch den Schemel heran um die Füße ab zu legen. Mit leicht hochgezogenen Augenbrauen begann er erneut zu lesen.
Nach einer geschlagenen Stunde legte er das Buch amüsiert zur Seite. Anscheinenden war es Miss Grangers Tagebuch aus der Zeit kurz vor Voldemorts Niedergang, und anscheinenden hatte die kleine Miss-Know-It-All einen Schwarm angehimmelt. Gerade zu penibel beschrieb sie ihre Gefühle wenn sie ihn sah. Sehr penibel und genau.
...seine Augen haben sich gerade zu in meine gebohrt während ich meine Baumstachelkoralle in den Trank gegeben habe, ich bin furchtbar feucht geworden und habe gespürt wie sich meine Nippel erhärtet haben, so habe ich mich noch nie in der Gegenwart eines Jungen gefühlt... Hoffentlich findet niemals jemand dieses Buch, sonst werde ich sicherlich nie wieder einen Fuß in die Zaubererwelt setzen können!
Er grinste hämisch. Interessant, er würde mit diesem Buch also noch einiges bewirken können!
Mal sehen, er legte den Kopf unbewusst schräg und starrte in die Flammen. Slytherin, im Tränkeunterricht für gewöhnlich angetroffen, demnach in ihrer Stufe, sie hatte öfter Adjektive wie fies, mysteriös und unfair benutzt, doch leider traf das auf fast jeden Slytherin zu. Er blätterte interessiert weiter und seine Augen suchten verzweifelt nach Namen.
Liebes Tagebuch,
es ist Mittwoch und eben war meine letzte Stunde Zaubertränke für dieses Jahr. Davon bin ich überzeugt, auf Grund der Ereignisse werden Harry, Ron und ich nicht nach Hogwarts zurückkehren, vorerst nicht! Was bedeutet, dass ich ihn auch nicht mehr sehen werde. Vielleicht nie wieder, wer weiß wer den Kampf überlebt und wer nicht? Aber was wäre das für eine Welt, für ein Hogwarts ohne ihn? Ohne seine schnarrende Stimme? Sein dunkler Schatten? Sein Unterricht? Seine schwarzen Augen, die Glühen wenn sie wütend oder überrascht sind, Seine Lippen, wenn er sich ärgert...
Ich darf nicht mehr an so etwas denken, unsere Aufgabe geht vor alle anderen Wünsche.
Vielleicht das letzte Mal,
H.G.
Kurz darauf sahen ein paar jüngere Ravenclwas die etwas früher zum Frühstück aufgebrochen waren einen Snape durch die Gänge rauschen, der es ziemlich eilig zu haben schien. Auf seinem Gesicht lag ein großes gemeines Grinsen.
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