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von kevin22    erstellt: 09.03.2010    letztes Update: 11.04.2010    Geschichte, Abenteuer / P12    (abgebrochen)
Erstmal Gruß an alle Stamm-, Neu- und natürlich auch Schwarzleser (*winkt*). Also bevor ich loslege erstmal 'ne kurze Erklärung: die Story dient nur als "kurzer" Spinoff meiner eigentlichen TR-FanFic (damit die nicht zu auto-lastig wird, tob ich mich damit halt in dieser Story aus). Aber ich kann euch beruhigen, es werden noch sehr viele andere Elemente einfließen... Wichtig ist vielleicht noch das ihr wisst, dass die Story im ersten Kapitel "live" anfängt und dann in eine Rückblende übergeht, wo die vorhergehenden Vorkommnisse (die zu dem Wettkampf geführt haben) geklärt werden. Im zweiten/dritten Kapitel geht es dann wieder "live" weiter...
Also dann viel Spaß und Reviews aller Art sind natürlich sehr willkommen...
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-Heute-
Alles um ihn herum war schwarz. Er fühlte nichts mehr, sah nichts mehr – hörte nur noch seine tiefen, keuchenden Atemzüge. Für wenige Sekunden öffnete Rick seine Augen und erkannte die verschwommene Landschaft um sich rum. Grüne Wiesen lagen links und rechts neben ihm verteilt, rot-weiße Streckenbegrenzungen an den Seiten und mattschwarzer Asphalt direkt vor ihm. Auch seine Ohren öffneten sich wieder und nahmen jetzt das helle Kreischen des Motors war. Reflexartig trat er die Kupplung durch, entlastete kurz das Gas, riss den Schalthebel zum vierten Gang, ließ die Kupplung wieder los und gab wieder Vollgas. Dieser Moment dauerte keine zwei Sekunden an, dann schloss er wieder kurz seine Augen und wieder rückte der Augenblick in die Ewigkeit. Einmal mehr konnte er nur noch die Schwärze, die ihn umgab, wahrnehmen und seinem eigenen, keuchendem Atem lauschen, bevor er die Augen wieder aufriss und sich wieder nur kurzzeitig von seinem Halbschlaf befreite.
Kurveneingang... es wurde Zeit den Wagen ordentlich abzubremsen. Wie von alleine schaltete seine linke Hand zwei Gänge runter, während seine rechte Hand „gefühlvoll“ den Sportwagen um die Kurve warf. Irgendetwas stimmte nicht, das konnte Rick spüren. Es war nicht nur dieses flaue Gefühl in seinem Magen, oder seine völlige geistige Abwesenheit, es war die zickige Art, mit der sein Wagen auf seine Aktionen reagierte. Der Crash vorhin musste einige schwerwiegende Schäden angerichtet haben – an seinem Wagen und an IHM. Seit dem Zusammenprall mit der Seitenbegrenzung vorhin geriet sein Geist immer öfter auf Abwege und er konnte nicht mehr klar denken, nur noch handeln. Und genau das tat er auch: auf der langen Geraden fuhr er routiniert den dritten, vierten und auch noch den fünften Gang aus, bevor die nadelöhrartige 180°-Kurve kam. Auch hier spürte er, dass sein Rennwagen eindeutig lädiert war. Er konnte auf der Geraden kaum noch die Spur halten und wäre trotz Vollbremsung vor der Haarnadelkurve fast aus ihr rausgeflogen, als er versuchte, sie mit etwas höherer Schrittgeschwindigkeit zu nehmen. Nein, irgendetwas war ganz und gar nicht in Ordnung.
Die Leuchtdiode vom Bordfunk flackerte auf, irgendjemand redete mit ihm über Funk, aber er hörte nichts. Er sah die Lampe blinken und hörte seinen Atem, mehr nicht. Abermals vielen seine Augen einfach zu. Als er sie das nächste mal öffnete nahm er alle Kraft zusammen und konzentrierte sich auf den Funk. Erst mit gezielter Anstrengung verstand er den Funkspruch:
„Rick verdammt, was ist los? Alles ok bei dir?“
„Häh...“, stöhnte Rick nur geistesabwesend, um seinen geschundenen und starkbelasteten Körper wenigstens etwas Sauerstoff zuzuführen. Reden konnte er jetzt nicht, er war zu erschöpft. Es war ein Wunder, wenn er noch diese Runde zu Ende bringen konnte, ohne dabei das Bewusstsein zu verlieren.
„Rick melde dich! Scheiße noch eins, dass war geradeben ein richtig mieser Rempler mit der Seitenwand! Komm schon!“, bettelte sein Vorgesetzter weiter.
„Ja, alles in Ordnung.“, murmelte der Fahrer.
„Erzähl keinen Scheiß. Ich kenn dich und ich habe noch nie erlebt, dass du so erledigt geklungen hast, nicht mal bei deinen etwas schwereren Unfällen. Und die Telemetriedaten deines Wagens spielen auch verrückt.“, erklärte der leicht untersetzte Mann an der Box.

Immer noch stark verwirrt ließ der Mitte Vierzigjährige seinen Blick über die digitalen Anzeigen wandern, die sich seitenweise mit Fehler- und Warnmeldungen füllten.
„Oh Scheiße.“, hallte es im Kopf des Ex-Rennfahrers wieder. Stattdessen sagte er dann aber laut über Funk:
„Wir sind so gut wie erledigt. Sämtliche Fahrwerkskomponenten auf der linken Seite sind beschädigt oder mindestens ordentlich angeranzt. Das Motormanagement macht auch Zicken. Der Antriebsstrang muss auch ’nen Ding weggekriegt haben, das Lenkrad lässt sich kaum noch bedienen. Coach, ich habe keine Ahnung, aber irgendwie stimmt hier überhaupt nichts mehr. Alles fühlt sich so falsch an. Es tut mir Leid…“
„Reiß dich zusammen, Junge und mach dir keine Sorgen! Nichts davon ist deine Schuld, wir kriegen das schon hin. Sag mir lieber, ob bei dir alles in Ordnung ist, du klingst gar nicht gut.“, erkundigte sich der Mentor des abgehalfterten Ex-Rennfahrers.
Normalerweise hätte Rick so was wie „Na vielen Dank auch.“ auf das nicht gut klingen hin erwidert, aber jetzt fühlte er sich ganz und gar nicht zum Spaßen aufgelegt:
„Keine Ahnung Coach. Ich krieg kaum noch was mit, wäre ich die Strecke nicht schon tausend mal gefahren, wäre ich jetzt glaube ich schon im Kiesbett... wieder mal. Es fährt nur noch mein Körper, ich mach schon kaum noch was.“
„Junge halt an und lass es. Es bringt nichts. Niemanden ist geholfen, wenn du dich jetzt noch unnötig quälst und dir dann vielleicht noch größere Schäden zufügst. Lass gut sein, du hast dein Bestes gegeben und kannst stolz af dich sein.“, redete der Coach väterlich auf seinen Schützling und Mitarbeiter ein. Er wollte nicht, dass Rick am Ende vielleicht noch etwas Schlimmes zustieß.
„Nein, das kann ich nicht machen. Wenn ich es nicht wenigstens übers Ziel schaffe, geben die uns nie wieder ’ne Chance. Dann sind wir unseren Job los... alle.“, erklärte der Fahrer aufrichtig und nahm sich noch mal zusammen.
„Na gut, aber pass auf dich auf.“, meinte der sonst so strenge Direktor der Londoner Polizei daraufhin.
„Mach ich!“

Damit war Rick jetzt wieder voll bei der Sache. Er hatte seinen Schockzustand halbwegs überwunden und konnte sich nun wieder voll und ganz aufs Fahren und auf die Strecke konzentrieren. Und da gingen die Probleme schon los.
„Äh, Coach... ich hab hier richtig miese Probleme.“, funkte Rick in die Box, als er sich noch mal die Meldungen im Fahrerdisplay durchlas.
„Sag an.“, forderte der Coach knapp auf und bereitete sich seelisch und moralisch schon auf alles nur Erdenklich vor.
„Laut Infodisplay ist das Fahrwerk nur der Anfang gewesen. Das gesamte Torque Vectoring ist komplett ausgefallen. Wie es aussieht hat das Differential auf der Hinterachse einen Knacks wegbekommen. Nur noch 25% meiner eigentlichen Motorleistung kann auf die Vorderräder übertragen werden. Der Rest geht in das kaputte Hinterachsdifferential und sorgt dafür, dass der Wagen fast unkontrollierbar hin- und herschleudert.“, begann Rick seine Aufzählung, als ihn der bestürzte Coach unterbrach:
„Ach du meine Güte...“
„Es kommt noch schlechter. Ich will es zwar nicht beschreien, aber ich glaube der Motor wurde durch die Kollision auch ziemlich arg zugerichtet.“, meinte Rick Daniels.
„Wie schlimm ist es?“, hinterfragte der Coach nur schwach und hatte den Kopf in die Hände gelegt.
„Verdammt schlimm. Die Steuerseite hat schätzungsweise was abbekommen.“, erklärte Rick vorsichtig und hörte nur ein tiefes Durchatmen von der anderen Seite.
Sowohl der Coach, als auch Daniels wussten, dass die Steuerseite des Motors essenziell für das gesamte Fahrzeug war. In der Steuerseite verbarg sich ein hochkomplexes Uhrwerk an Technik, welches durch die sogenannte Steuerkette bedient wurde. Von hier aus wurden die verstellbaren Nockenwellen des Motors kontrolliert. Auch nur der kleinste Fehler in diesem hochkomplexen System konnte das endgültige Aus für das gesamte Aggregat bedeuten. Wenn die Nockenwellen falsch angesteuert werden würden, so würden sich auch die Ventile zu völlig falschen Zeiten öffnen und schließen. Folge wäre, dass irgendwann schließlich mal ein Kolben auf ein geöffnetes Ventil treffen würde und es im wahrsten Sinne des Wortes durch den Motor prügeln würde. Das wiederum würde eine Kettenreaktion auslösen. Keine Sekunde nach dem ersten „Durchschuss“ würden dann auch die anderen Ventile auf die Zylinderköpfe treffen und der Motor würde sich sprichwörtlich selbst zerlegen.
„Die Steuerseite... bist du dir sicher?“, fragte der Coach noch mal in der Hoffnung, sich verhört zu haben, nach.
„Ja. Das komplette Motormanagement spielt verrückt, die Zündzeitpunkte stimmen nicht mehr und ich kriege völlig abgefahrene Werte angezeigt.“, erklärte Rick.
„Scheiße, du kannst so nicht weiterfahren. Mit jeder Sekunde und jeder Motorumdrehung die du so weiter fährst erhöht sich das Risiko, dass dir der Motor unter der Haube hochgeht und du vielleicht noch ein Ventil durch den Kopf geschossen bekommst.“, fluchte der Chef des Fahrers panisch.
„Na ja, hochgehen könnte der Motor, aber da liegt ’ne Stahlplatte dazwischen, also mich wird’s dann wohl trotzdem nicht so schwer erwischen. Außerdem habe ich keine Wahl, wie ich vorhin bereits sagte.“, beharrte der eigentlich für Hochgeschwindigkeitsjagden ausgebildete Cop auf seinem Standpunkt.
„Hm.“, meinte der Chef nur noch stirnrunzelnd.

Es kam nur noch eine einzige Kurve, dann hätte Rick es schon fast geschafft. Die Gerade danach würde er schon noch irgendwie schaffen. Aber Mitten in der letzten Kurve kam es schließlich wie es kommen musste – ein entsetzlich lauter Knall entsprang dem Motor, gefolgt von mechanischem Schottern und Klappern.
„Gosh! Ich hatte gerade eine satte Kollision in Zylinder 3. Seitdem hat er null, ich wiederhole, null Kompression mehr. Irgendwas hat es da ganz schön entschärft. In Brennkammer 4 steigt der Druck auch schon ständig an, ich glaub aus dem vierten Kolben ballert’s als nächstes. Die andern beiden Kolben machen was sie wollen.“, berichtete Rick entsetzt und der Polizeidirektor konnte nur schweigend, und entsetzt zugleich, dem Katastrophenbericht zuhören, ohne etwas dagegen tun zu können.
„Nein, nein, nein! Das kann doch nicht sein! Das Motorsteuergerät hat’s gerade durchgebrutzelt. Ich bekomme keinerlei Anzeige mehr, die Instrumente sind komplett ausgefallen. Verdammt, hätte nicht schon seit der ersten Fehlzündung der Notlauf einsetzen müssen?“, konnte man Ricks sich überschlagende Stimme über Funk hören.
„Ja, theoretisch schon. Pass auf, es sind nur noch anderthalb Kilometer, die packst du!“, feuerte sein Boss ihn an.
„Ach ja? Ich weiß ja nicht mal, ob die Karre noch Zündung hat, oder ob sie nur noch vor sich hin dieselt und nur noch durch Selbstzündung weiterfährt.“, bestritt Rick.
Und dann war es soweit, 500Meter vor der Ziellinie geschah das, worauf schon jeder gewartet hatte: die durchgeglühte Motorelektronik verstellte den Zündzeitpunkt so schlecht, dass es in Zylinder 2 noch zur Zündung kam, bevor der Kolben den oberen Totpunkt erreicht hatte – eine Fehlzündung, die den gesamten Motor in Stücke riss, war das Ergebnis.
Ein herzzerreißender Knall rollte über die Rennstrecke und Rick hatte nur noch ein Klingeln in den Ohren und sah doppelt. Geistesgegenwärtig trat er noch die Kupplung durch, sodass er und sein Lotus-Wrack noch gerade so im Schritttempo über die Zielgerade rollten.

Kurz nachdem Daniels das Bewusstsein wiedererlangt hatte, registrierten seine Ohren ein hochtouriges Aufheulen, das sich schnell aus dem Hinterhalt nährte. Und dann war er da, Ricks Kontrahent im weißen BMW M3 GT2. Mit völlig ausgebrochenem Heck driftete er an Rick vorbei, um seinen „Fans“ noch eine Show-Einlage zu seinem Sieg zu spendieren, und hielt dann vor seiner „Fan-Meile“ an. Es waren Techniker und einige wenige Fans der Marke gewesen, die zu diesem Event eingeladen wurden und sie alle klatschten in die Hände und jubelten... keiner kümmerte sich um den Polizeibeamten, der jetzt ebenso gut tot hätte sein können. Das Witzige war eigentlich, dass keiner dieser Leute freiwillig hier war. Sie alle mussten hier antreten, um den irrsinnigen Wettstreit zwischen BMW und der Londoner Polizei auszufechten. Doch jetzt genossen sie es, in den tiefblauen Rauchschwaden des 3er BMWs zu stehen, der mit einem langen Burnout seinem Sieg die Krone aufsetzte.
Völlig erledigt ließ sich der Ex-Rennfahrer zurücksinken, schloss die Augen und wollte einen Moment lang einfach nur noch alles vergessen und wo ganz anders sein.

Zwanzig Minuten später standen der Coach und Daniels in der Werkstatt.
„Hier, siehst du?“, fragte der Coach und zeigte mit seinem Finger auf ein stark verbogenes Ventil, das das Stahlblech durchschlagen hatte und nun keine fünf Zentimeter neben der Kopfposition des Fahrers steckte.
„Ja, Sie hatten recht – ich hätte drauf gehen können.“, gab Rick übermüdet zu.
„Statistisch gesehen bist du drauf gegangen! Es ist ein verdammtes Wunder, dass du hier noch lebend vor mir stehst! Es hätte schon gereicht, wenn es kein Rechtslenker gewesen wäre, dann hättest du jetzt einen 8Millimeter starken Stahlbolzen im Gehirn stecken!“, korrigierte der Polizeidirektor Ricks stark untertriebene Aussagen, mäßigte sich aber, als er Ricks angeschlagenen Zustand bemerkte:
„Ich fang ja nur ungern wieder damit an, aber sicher das du keine ärztliche Hilfe brauchst?“
„Alles bestens Coach. Das Einzigste, was ich gebraucht hätte, wäre ein Sieg gewesen.“, knurrte Daniels mehr zu sich selbst, als zu seinem Vorgesetzten.
„Ach ja... da ist noch was...“, begann der Coach leicht verlegen.
„Und?“, wollte Daniels einfach nur wissen und der Coach wusste nur zu genau, was gemeint war:
„Wir kriegen eine letzte Chance, aus Mitleid. In genau einem Monat sollen wir hier gegen einen BMW Sauber F1 antreten.“
„Du machst Scherze? Das Teil beschleunigt in unter 5Sekunden von null auf 180km/h und kommt in knapp 3Sekunden wieder zum Stehen, mit einem Bremsweg von unter 100Metern! Wie sollen wir das den bitte gewinnen?!“, echauffierte sich Rick.
„Ich weiß, du bist ziemlich fertig und total erledigt. Also ruh dich heute erst mal aus. Kümmer’ dich nicht mehr wegen der Sache hier. Weißt du was, wie wär’s, wenn du heute zur Polizei Party kommst. Wir haben ’ne komplette Disco für uns angemietet und der Dancefloor gehört uns allein... und einigen speziellen Gästen natürlich. Das wär doch genau das Richtige, um die ganze Sache hier hinter sich zulassen, was? Und wegen der Sache mit Jenna wär’s bestimmt auch nicht verkehrt.“, meinte der dickliche Vorgesetzte.
„Ich weiß noch nicht, Manson.“, wimmelte Rick nur schläfrig ab.
„Ok, überlegs dir. Keiner zwingt dich zu was... ich meine, jetzt nicht mehr.“, damit verzog sich Polizeidirektor Manson.

Völlig allein stand Officer Rick Daniels nun in der Garage und schlich langsam um die Überreste des ehemaligen Sportwagens. Ein Lotus Exige, der für den Einsatzbereich East Sussex bestimmt war. Äußerlich war Daniels völlig ruhig, aber in seinem Kopf tobte ein Gewitter. Tausend Gedanken, Erinnerungen und Bilder überströmten seinen eh schon müden Verstand.
„Wie ist es zu all dem eigentlich gekommen? Ich und Manson verstanden uns doch noch nie so gut und jetzt ist er mein „Coach“. Vor drei Tagen war ich eigentlich immer noch auf dem Standpunkt, nie wieder auf eine Rennstrecke zu wollen.“, fantasierte Rick in seinem Geist vor sich hin.
Er stützte sich mit seinen Händen auf dem hüfthohen Fahrzeugdach ab, ließ sich auf die Knie sinken und ließ seinen Kopf symbolisch gegen das Dach fallen. Es war zwar ein leicht schmerzhafter Aufprall, aber dafür konnte er jetzt endlich mal in Ruhe über alles nachdenken, den Kopf immer noch auf der Lufthutze des Exige liegend. Die Kälte des Lacks übertrug sich auf Daniels’ Schädel und tat ihm gut – seine Gedanken wurden klarer. Nach und nach erinnerte er sich mit Leid und Schmerz daran, wie es zu all dem gekommen war...


-86Stunden zuvor-
Mit verschleiertem Blick durchquerte Rick die verqualmte Eckkneipe. Die Luft war schwer und wirkte abgestanden. Vereinzeltes Gelächter hallte von irgendwo her. Rick ging weiter und sah an einem entfernten Wandtisch Manson sitzen, seinen Boss. Zu dem fetten Kerl hatte er nie einen guten Draht gehabt und hoffte, dass Mason ihn heute mal in Ruhe lassen würde, denn Daniels war jetzt nicht in der Lage, dämliches Gelaber zu ignorieren und er war in genau der richtigen Hau-drauf-Stimmung. Auch ansonsten waren viele Kollegen der örtlichen Polizei hier erschienen, um den Arbeitstag „ausklingen“ zu lassen. Das meiste waren leicht gestörte Existenzen ohne Familie oder sonstigem Halt. Andere suchten hier wiederum nur die Gesellschaft einiger junger, aufreizender Damen für einen Flirt, eine Nacht, oder mit ordentlich viel Glück fürs ganze Leben. Die jüngeren Beamten wollten hier einfach nur einen Drink nehmen, sich etwas besser kennen lernen und sehen, was sich so ergab.
Rick ließ das alles völlig kalt. Er wollte keine Gesellschaft... von niemanden. Er wollte einfach nur allein sein, sich an die Bar setzen und alles vergessen, was geschehen war. Also kämpfte er sich bis zum Tresen vor und orderte einen Scotch, mit der Bemerkung, der Barkeeper könnte die halbleere Whiskyflasche gleich bei ihm stehen lassen und aus dem Keller schon mal eine volle Flasche raufhohlen. Der Barkeeper kam dem ersten Teil der Aufforderung nach und musterte Rick beim Einschenken knapp.
Er hatte ihn schon mal gesehen. Es war zwar lange her, aber er konnte sich noch etwas an die Hochzeit vor 12Jahren erinnern. Der Beamte feierte hier zusammen mit seinen Kollegen und es wirkte eigentlich alles ganz normal. Seitdem hatte er den leicht hager wirkenden Mann nicht mehr in der Kneipe gesehen und jetzt saß er hier vor ihm: total fertig und mit einem ordentlichen Durst... er wollte irgendetwas verdrängen und sich dazu besaufen.
„Polizist, richtig?“, hinterfragte der ältere Mann vorsichtig.
„Aha.“, stimmte Rick vielsagend zu und schüttete den Schluck Whisky auf Ex weg, worauf er sich das Glas alleine dreiviertel-voll schenkte.

Einen kurzen Moment musste der Barkeeper wieder jemand anderen bedienen, bevor er zu Rick zurückkehrte. Der stämmige Mann konnte spüren, dass der Beamte Beistand brauchte und irgendwas bei ihm ganz und gar nicht stimmte.
„Schwerer Tag?“, vermutete der Wirt.
„Scheiß Tag.“, gab Rick nur zurück und kippte das gerade erst eingeschenkte Glas in sich rein.
„Hm. Anhand dessen, dass Sie sich noch in Ihren Kollegenkreis trauen, vermute ich mal, dass es was familiäres ist?“, deutete der Kneiper an.
„Vielleicht kannte ich ja auch nur keine andere Kneipe.“, gab Rick kalt zurück.
„Natürlich.“, stimmte der Barkeeper zu und goss das Glas wieder halbvoll.
„Ich will Sie ja nicht am Trinken hindern, aber haben Sie genug Schillinge dabei, um Ihren ordentlich großen Durst stillen zu können?“, erkundigte sich der Wirt vorsichtig nach Ricks Portemonnaie. Zur Antwort zog Rick einfach nur seine dicke Brieftasche und warf sie achtlos auf den Tresen, dem Wirt direkt vor die Nase.
„Darf ich?“, fragte er sicherheitshalber und bekam nur ein angedeutetes Kopfnicken. Die Geldbörse war offenbar frisch gefüllt worden, um das Besäufnis zu finanzieren. Der Wirt wollte das Portemonnaie schon fast wieder zurückgeben, als er ein Foto in einem Seitenfach sah – das Bild einer Frau.
Auf der Stelle erkannte der Wirt sie: helle rotblonde Haare, azurblaue Augen und eine Top-Figur... es war die Ehefrau des Beamten vor ihm... oder Ex-Ehefrau etwa? Jetzt verstand der Kneiper immerhin, woher Ricks Kummer herrührte…

„Beileid, Mann.“, sagte er aufrichtig und man konnte an seiner Stimme hören, dass er aus Erfahrung sprach. Wirte gelten als die aufrichtigsten und besten Seelsorger, vor allem für Problemfälle, die zum Alkohol greifen, aber Rick nahm sich ganz fest vor, hart zu bleiben. Natürlich war Daniels der Blick des älteren Mannes nicht entgangen, als er das Foto sah.
„Willst du reden?“, bot der stämmige Barmann an.
„Nein. Und das sage ich nur einmal.“, ließ Daniels ihn abblitzen.
In dem Moment erhob sich ein sehr viel jüngerer Beamter von einem Tisch, in der Mitte des Lokals, und kam zielstrebig auf den Tresen und Ricks Platz zu.
„Entschuldigen Sie bitte vielmals, aber sind Sie nicht Rick Daniels?“, wollte der junge Polizist schüchtern wissen. Einen Moment lang überlegte Rick, was er am besten tun sollte. Sollte er einfach nur „Ja.“ sagen? Sollte er ihn einfach ignorieren, oder ihm gar gleich eine reinhauen? Noch während Rick versuchte sich eine Entscheidung abzuringen, griff der Wirt ein, der ja immerhin nicht wusste, wie aggressiv Daniels werden konnte.
„Junge, das ist jetzt ganz schlecht, ja? Geh doch zu deinen Freunden zurück und macht euch einen schönen Abend.“, empfahl der Barkeeper dem Jungen und drehte ihn bereits an den Schultern wieder um.
„Schade, ich dachte nur, ich würde endlich vor der Nummer eins stehen.“, sagte der blutjunge Polizist enttäuscht mehr zu sich selbst, als zu Daniels oder dem Barkeeper.

Das drang irgendwie zu dem angetrunkenen Rick durch und er sagte monoton:
„Ich bin Rick Daniels.“
„Oh Gott, ich wusste es! Mister Daniels, es ist mir eine Ehre Sie kennen zu lernen. Ich und meine Kumpels da drüben sind absolute Fans von Ihnen. Sie sind der Größte! Echt, Sie sind uns allen ein monumentales Vorbild!“, laberte der fast Jugendliche in Ekstase und schüttelte eifrig Ricks Hand.
„Schon ok. Aber ich bin auch nur ein stinknormaler Streifenbulle, halt bloß mit dem Unterschied, dass ich sehr viel schneller unterwegs sein darf und an größere Schlitten rankomme.“, wehrte Rick leicht geschmeichelt ab. Er mochte keinen Personenkult, erst recht nicht um sich selbst.
„Jetzt hören Sie aber auf! Ich war schon lange vor Ihrer Polizeikarriere ein Fan von Ihnen. Sie sind der begnadetste Rennfahrer den ich je gesehen habe! Ich meine Sie haben fast immer gewonnen und die paar Rennen, die Sie mal verloren haben, haben Sie immer zu Ende gebracht, egal was Phase war! Sie halten noch heute Rundenrekorde auf der ganzen Welt und in fast allen Klassen. Niemand sonst war jemals so erfolgreich im klassenübergreifenden Motorsport wie Sie! Nein echt, Sie sind der Beste! Egal ob NASCAR, DTM, 24Stunden LeMans, oder was auch immer Sie noch alles gefahren sind, Sie haben es denen alle gezeigt! Und jetzt zeigen Sie’s den Verbrechern und den Polizeikollegen! Echt ich verehre Sie abgöttisch.“, schwärmte der jüngere Polizist weiter und meinte es auch so.
„Nun ja. Ich habe schon lange aufgehört und viele meiner Rekorde sind heute Geschichte. Es gibt garantiert eine ganze handvoll Leute, die besser sind als ich. Ich bin nur noch ein ganz normaler Bulle, nicht mehr, nicht weniger.“, erklärte Daniels und war fasziniert, dass es tatsächlich noch jemanden gab, der ihn als den All-Star „Rick `the Machine´ Daniels“ kannte.
„Egal, für mich werden Sie immer das absolute Idol sein. Ähm, dass wirkt vielleicht total beknackt, aber könnten Sie mir vielleicht ein Autogramm geben?“, fragte der Jugendliche zögernd und hielt bereits in einer zitternden Hand ein Foto und einen Edding.

Nach einem Moment des Zögerns nahm Rick das Foto und den Stift entgegen und betrachtete sich erst mal das Motiv.  Er erkannte es auf der Stelle, es wurde erst vor wenigen Tagen aufgenommen: er hockte noch während der einsetzenden Dämmerung vor einem Mitsubishi Lancer Evolution X mit Polizei-Sonderlackierung, der wiederum vor der Themse stand, in der sich die untergehende Sonne spiegelte, und hielt die Hand mit ausgestrecktem Daumen seitlich vor seinem Bauch. Das Foto wurde eigentlich nur aufgenommen, um sich für die gute Zusammenarbeit bei Mitsubishi zu bedanken und zu zeigen: grünes Licht für die Inbetriebnahme der fünf neuen „Verfolgereinheiten“ und volle Zufriedenheit.
„Ausgesprochen aktuelles Material hast du ja da.“, sagte Rick nur leise, während er auf einer unteren Bildecke unterschrieb.
„Na ja, ich habe Freunde in jeder Abteilung und die dachten, ich würde mich sicherlich über so ein Bild freuen.“, erklärte der Bursche über beide Backen strahlend und fügte dann noch hinzu:
„Das war das Einzigste, was mir noch fehlte, eine Autogrammkarte während Ihrer Polizeizeit... alle anderen Autogramme Ihrer Rennfahrerkarriere habe ich.“
„Sicher? Das müsste ein ganzer Schuh-Karton voll sein. Es gab zu jedem Sieg eine Autogrammstunde.“, meinte Rick und verschnörkelte den Schriftzug noch etwas.
„Es sind sogar zwei Kartons! Von den signierten A1-Plakaten, die es zu Ihren Weltmeisterschaftstiteln gab und die jetzt an meinen Zimmerwänden hängen, mal ganz zu schweigen!“, korrigierte der jüngere Cop.
„Die hast du auch gesammelt?!“, stieß Rick völlig überrascht hervor und händigte das unterzeichnete Bild wieder aus.
„Aber ja, wie ich bereits sagte ich bin ihr größter Fan.“, versicherte der Kurze abermals und nahm freudestrahlend sein „Autogramm“ entgegen:
„Das kommt an meinen Arbeitsplatz! Wow, das ist einfach genial! Vielen, vielen Dank.“

„Kein Problem. Wie ist dein Name?“, wollte Rick dann noch schnell wissen.
„Ich heiße Thomas, Thomas Moss. Habe aber leider nichts mit dem Rennfahrer Stirling Moss zu tun.“, antwortete der Beamte mit Igelhaarschnitt.
„Ja, dann hättest du ja auch ein anderes Vorbild.“, scherzte Rick leicht.
„Oh, ich denke nicht... ach ja, da ist noch was. Wenn ich Sie hier schon mal treffe, könnten Sie mir dann vielleicht gleich noch sagen, ob wir bei uns auf dem 68ten Revier auch irgendwelche Supercars haben?“, wollte Thomas dann noch wissen.
„Auf dem 68ten Revier... mal überlegen.“, einen Moment lang massierte Rick sich den Nasenrücken und wühlte zwischen den Alkoholschwaden in seinem Kopf nach der Fahrzeugliste der Reviere, die er eigentlich auswendig kannte... oder zumindest den Aufenthaltsort seiner „Schätzchen“ kannte er.
„Hm, nein. Nicht das ich wüsste. Die fünf neuen Lancer sind schon alle verteilt, davon habt ihr bis zum nächsten Jahr keinen. Den Ferrari Scaglietti hat das Revier in der 89ten Straße, der Jaguar XF ist in Reserve und der Lotus Exige cruist ausschließlich in East Sussex rum.“, erklärte Daniels.
„Oh, na dann... trotzdem danke.“, erklärte Thomas leicht betrübt.
„Wieso danke? Du musst fragen: „Und was ist mit dem Lambo?“!“, sagte Rick grinsend.
„Oh Gott, ich meine... echt?“, konnte Thomas es nicht ganz fassen.
„Na ja, er steht nicht direkt in eurem Revier, aber ich werde ihn dort mal ’ne Woche abstellen. Die Ausbilder machen den Spaß bestimmt mal mit und lassen euch mal ’ne Runde drehen. Aber dafür müsstest du in der richtigen Einheit sein.“
„Oh, das bin ich. Ich habe meinen Berufswunsch ja praktisch nach Ihnen gerichtet und habe den gleichen Weg eingeschlagen. Ich mache gerade den Kurs zur Hochgeschwindigkeitsverfolgung.“, erklärte Moss.
„Dann bist du der Erste, den sie da ran lassen.“, meinte Rick aufmunternd.
„Ich weiß gar nicht was ich sagen soll.“, meinte Thomas gerührt.
„Nicht nötig.“, wiegelte Rick ab und schüttelte dem Jungen bereits zum Abschied die Hand.
„Wenn Sie wüssten, was mir das bedeutet.“, sagte Thomas abschließend und ging zurück zu seinem Tisch, wo er von seinen Freunden wie ein Held gefeiert wurde und stolz das signierte Foto präsentierte.
Gleichzeitig kam ein Mann in Schlips und Kragen ins Lokal und setzte sich zu Manson.

Anhand von Ricks Reaktion auf den viel jüngeren Beamten konnte der Wirt darauf schließen, dass er garantiert kein notorischer Starksäufer war, der zur Aggressivität neigte. Deswegen sagte er auch:
„Was es auch ist, was Sie vergessen möchten, aber Sie sind garantiert nicht der böse Kerl, den Sie mir vorspielen wollen.“
„Woher wollen Sie das wissen?“, fragte Rick aus einer Art Schutzmechanismus heraus.
„Na die Art und Weise mit der Sie mit dem Kleinen gerade geredet und ihm zugehört haben.“, erklärte der Wirt knapp.
„Ja, schon merkwürdig, häh?“, meinte Daniels und wollte gerade den letzten Schluck Whisky in sich kippen, als der Barkeeper seine Hand übers Glas legte.
„Hey, was soll’n das? Wollen Sie mir jetzt etwa sagen, dass ich ein Vorbild für den Kleinen sein muss und mir hier nicht die Rübe zuschütten darf?“, fragte Rick leicht verärgert.
„Nein, das sage ich nicht. Vorbilder sind auch nur Menschen. Mich würde es nicht mal stören, wenn Sie sich hier ’ne Ladung Opium spritzen würden. Aber vorher will ich den Grund wissen.“
„Ich bitte Sie, das geht Sie doch nun echt nichts an.“, wehrte Rick ab.
„Klar ist es mein Problem, wenn Sie mir meine letzten Whisky-Reserven wegsaufen und ich Sie dann auch noch besoffen rausschmeißen muss. Also, was ist los... mir können Sie’s ruhig erzählen, was ich schon alles gehört habe...“, kopfschüttelnd unterbrach sich der Barmann selbst.
„Meine Frau...“, setzt Rick nach einer langen Überlegpause schließlich an, wurde dann aber von seinen Gefühlen überwältigt und musste kurz innehalten. Dem Wirt reichten die zwei Worte und die Art und Weise wie sie Rick sagte aber schon, um den Rest zu schlussfolgern. Solche Geschichten hatten immer die selbe Struktur und er wusste bereits was wahrscheinlich passiert war:
„Versteh schon. Sie kamen Heim und Ihre Frau lag mit einem guten Freund im Bett, oder sie hat die gesamt Kohle rausgeschmissen, dass Konto überzogen und ist geflüchtet, obwohl Sie ihr immer völlig treu waren. Ich habe schon viele solcher Geschichten gehört und kenn das auch persönlich. Bricht einem irgendwie auch selbst immer wieder das Herz, wenn man so was hört.“
„Ja, fast richtig. Mit dem Unterschied, dass es ZWEI meiner ehemaligen Widersacher waren, mit denen sie sich im Pool vergnügt hat. Aber der Teil mit dem Geld stimmt dafür komplett. Ich weiß gar nicht, wieso ich so lange nichts davon gemerkt habe, vielleicht wollte ich es ja nicht sehen und war „blind“.“, philosophierte Daniels und trank sein Glas aus, diesmal ließ der Wirt ihn gewähren und goss einen kleinen Schluck nach.
„Lebt einer von denen noch?“, fragte der Kneiper.
„Glaube schon. Einer ist 18Etagen tiefer in den Hotel-Pool „gefallen“, der andere hat sich beide Beine gebrochen, als er in der Türschwelle lag und die Tür „zugefallen“ ist.“, sagte Daniels kalt.
„Nicht schlecht. Und sie...“, spielte der Wirt an.
„Keine Ahnung, ich konnte ihr nicht mehr in die Augen sehen und bin abgehauen... mit meiner Kreditkarte... und mit meinen Autoschlüsseln.“, sprach Rick stockend weiter.
Der Barkeeper verstaute die Flasche und beugte sich zu Rick rüber:
„Das wird schon wieder. Es dauert zwar sehr, sehr lange, aber Sie packen es.“, meinte er und drückte ihm leicht die Schulter

In dem Moment eskalierte an Mansons Tisch die Situation und sowohl Manson als auch sein „Gast“ sprangen auf und schrieen sich lautstark an. Am Ende zerrte Manson dem Typen noch am Kragen, woraufhin der Wirt unter den Tresen griff und eine Schrotflinte zu Tage förderte, die er sogleich lautstark durchlud.
„Es ist mir scheißegal, ob hier alles voll Bullen sitzt. Wenn hier irgendjemand meine Einrichtung demoliert oder sich versucht zu prügeln, knalle ich ihn ab wie einen räudigen Köter, klar?!“
Tatsächlich entspannte sich die Situation merklich und Manson, sowie auch sein Gast, setzten sich vorerst schnell wieder friedlich hin.
„Ich geh das regeln.“, sagte Rick pflichtbewusst zu dem Wirt und ging zielstrebig auf die beiden Streithähne, die sich wieder halbwegs beruhigt hatten, zu. Er wusste ja noch nicht, was er damit auslösen würde.

to be continued…
 
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