■
Geschichte: Fanfiktion
/ Prominente
/ Sport
/ Fußball
/ Deutschlands Chaosduo
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von Nadean
erstellt: 09.03.2010
letztes Update: 07.04.2010
Geschichte, Drama / P12
(abgebrochen)
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Lukas schlief. Plötzlich wachte er auf. Was hatte ihn denn jetzt schon wieder geweckt? Dann hörte er den Wecker erneut klingeln. Lukas haute auf den Wecker, bis er endlich verstummte, dann ging er die Treppe hinab.
In der Küche sah er schon das Chaos, das er und Bastian am vorigen Tag veranstaltet hatten. Auch der Gedanke, dass er es zumindest geschafft hatte, Bastian aufzumuntern, half nichts. Er musste aufräumen.
Nun hatte Lukas einen Geistesblitz. Aufräumen ist doch nicht mein Job, dachte er. Sogleich ging er zum Telefon und rief seine Pflegekraft herbei.
Als diese ankam, musste Lukas sie an der Tür erst mal auf den Schock vorbereiten. Trotzdem bekam sie beinahe einen Herzinfarkt, als sie das Chaos sah. Lukas merkte dies und brachte sie so schnell wie möglich zum Krankenhaus, da die Krankenwagen seiner Meinung nach viel zu langsam waren.
Im nächstgelegenen Krankenhaus angekommen, wurde ihm die Frau abgenommen und in einen Untersuchungsraum gebracht. Der Arzt hatte allerdings mehr zu tun, als sie zu untersuchen. Nebenbei musste er auch noch Lukas beruhigen, der nicht wusste, wo er denn jetzt eine Pflegekraft her bekommen sollte, denn selbst aufräumen war ja viel zu anstrengend für einen Fußballer im Urlaub. Als der Arzt ihm gesagt hatte, dass dessen Frau bereit wäre, für ihn zu arbeiten, freute Lukas sich und bedankte sich bei dem Arzt und im Voraus auch bei seiner Frau.
Zwei Stunden später war seine Wohnung wieder im Normalzustand, was hieß: Ein paar Zeitschriften hie und da, in der Küche standen mehrere Gläser im Spülbecken, ansonsten war die Wohnung ganz ordentlich.
Lukas‘ Pflegekraft, dessen Job nun die Gattin des Arztes übernommen hatte, war schon eine Stunde zuvor wieder gegangen.
Allmählich könnte Bastian aber nun wirklich kommen, wunderte Lukas sich. Er rief bei ihm an, doch dort meldete sich niemand. Bei seinem Handy der gleiche Misserfolg.
Schließlich rief er bei Bastians Eltern an. Dort bekam er nur die Mitteilung, dass er eigentlich bei ihnen einige Filme holen wollte, aber nie dort aufgetaucht war.
Lukas begann, sich große Sorgen zu machen. Wo zur Hölle steckt Basti, dachte Lukas, während er in seiner Wohnung immer wieder zwischen Eingangstür und Balkontür auf-und abmarschierte.
Vor Sorge rief er alle Krankenhäuser in der Umgebung an, ohne Erfolg. Letztlich fiel ihm keine andere Möglichkeit ein, außer die Polizei zu alarmieren.
Da klingelte plötzlich das Telefon. Er ging zur Anrichte hinüber und hob ab. „Ja?“ meldete er sich. Seinen Namen sagte er nie, man wusste ja nicht, wer sich da melden könnte. „Hey, Lukas. Wie geht’s dir?“ Der Angesprochene überlegte. Dann fragte er: „Miro?“ „Czy wiesz, mój głos zniknął? (Kennst du meine Stimme nicht mehr?)“
Nun begann ein flotter Wortwechsel auf Polnisch. Schließlich fragte Lukas, ob er denn nicht zufällig Bastian begegnet sei oder zumindest was von ihm gehört hätte. Miroslav aber verneinte.
Nun konnte Lukas sich nicht mehr zurückhalten. Er brach plötzlich in Tränen aus und ließ sich auf die Knie fallen. Miroslav war überrascht, sagte nur schnell: „Ich komme!“ und legte sofort auf.
Lukas registrierte nur noch am Rande, wie ihm der Hörer aus der schweißnassen Faust glitt und mit einem Klappern auf dem Boden aufschlug.
Endlich traf Miroslav ein. Als er begann, Sturm zu klingeln, kniete Lukas noch immer auf dem Boden, der Hörer neben ihm gab ein Tuten von sich. Erst als Miroslav mit der Faust gegen die Tür hämmerte, stand Lukas auf und öffnete die Tür. „Mann, du bist ja total weggetreten!“ erschrak Miroslav. Lukas‘ Kraft reichte nicht mehr und er fiel auf Miroslav zu. Dieser hielt ihn fest.
Nach einer Weile hatte er es geschafft, Lukas unter großen Anstrengungen auf die Couch zu hieven und deckte diesen zu.
Nun ging er zu der Anrichte und legte den Hörer auf. Er lächelte, als er Lukas‘ leises Schnarchen hören konnte, das signalisierte, dass Lukas eingeschlafen war.
Miroslav ging in die Küche und machte Pfefferminztee, denn er wusste, dass Lukas den Tee liebte. Er versuchte, so leise wie möglich zu sein, um ihn nicht aufzuwecken, aber er hatte nicht mit seiner Nase gerechnet, denn sobald Lukas den Tee roch, setzte er sich auf und rief heiser: „Miro?“ Der Angesprochene seufzte nur, eilte dann aber zu seinem Freund hinüber.
„Hey, Lukas. Bist du wieder im Diesseits?“ Lukas grummelte: „Lass die Witze. Ich mach‘ mir wirklich Sorgen um Basti. Keiner weiß, wo er steckt.“ Miroslav lächelte, obwohl ihm nicht danach zumute war. „Weiß ich doch. Dein Schatz wird schon wieder auftauchen, das verspreche ich dir.“ In Gedanken fügte er noch hinzu: Aber ich kann nicht versprechen, in welchem Zustand. Jetzt war Lukas ganz aufgebracht: „Mein Schatz? Du spinnst wohl. Er ist halt mein bester Freund.“ Das brachte Miroslav erst recht zum Schmunzeln. „Ruhig Lukas, ganz ruhig. Hier, trink lieber was.“ Mit diesen Worten hielt er Lukas den Pfefferminztee hin.
Dieser trank gierig, musste dann aber husten und letztlich brüllte er vor Schmerz. „Mein Gott, Lukas. Der Tee ist doch noch glühend heiß“, lachte Miroslav und holte schnell eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank. „Hier, trink‘ das.“ Lukas schaute ihn verdutzt an und sagte mit geschwollener Zunge: „Ich hab‘ keinen Durst mehr. Was soll ich damit?“ Miroslav verdrehte die Augen und erwiderte: „Ich hab‘ die Flasche geholt, um deine Verbrennung zu löschen.“ „Sag’s doch gleich, Miro“, meckerte Lukas und schnappte sich die Flasche, aus dieser er wieder gierig trank, nur um danach fragen zu können, ob Miroslav ihn nicht umbringen wolle. „Erst verbrennst du mich mit dem Tee, dann drehst du mir das saukalte Wasser an. Was kommt als Nächstes? Hä?“ Miroslav dachte nur noch: Herr, schmeiß‘ Hirn vom Himmel, dann fragte er Lukas, ob dieser unter Fieber leide. Aber dieser verneinte.
Letztendlich beruhigte Lukas sich wieder, während Miroslav den Tee und das Wasser wegräumte. Als dieser nach Hause fahren wollte, hatte Lukas Angst, aber nachdem Miroslav versicherte, dass er aufpassen würde, ließ Lukas ihn gehen.
Es war schon spät, so ging Lukas die Treppen hinauf und direkt ins Bett. Mit angsterfüllten Gedanken an Bastian schlief er ein.
Man hörte ein leises Atmen.
Lukas schnarchte nicht. Stattdessen wisperte er leise im Schlaf: „Basti. Wo bist du?“ Immer und immer wieder, bis der Wecker klingelte.
Lukas schreckte auf. Als ihm bewusst wurde, dass er zu Hause in seinem Bett lag, murmelte er: „Mein Gott, was für ein Albtraum.“ Dann erst aber wurde ihm klar, dass es kein Albtraum gewesen war. „Oh Gott, Basti ist wirklich verschwunden“. So rannte er, so schnell er konnte, die Treppen hinunter und zum Telefon.
Der Anrufbeantworter blinkte. Lukas hörte ihn ab und war danach verwundert: „Hey Lukas. Falls du Basti suchst, er ist bei mir. Tschau.“ Mehr war nicht auf dem Band. Nach langem Überlegen, woher er denn die Stimme kannte, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. „Klar, Tobi. Wieso hab‘ ich denn nicht gleich an ihn gedacht?“ rief Lukas und schnappte sich den Autoschlüssel vom Bord, um damit schnurstracks zur Garage zu rennen.
Sobald er aber draußen war, entfuhr ihm nur noch ein: „Sch****, ist das kalt.“ So rannte er wieder hinein, holte seine Jacke und war auch schon wieder draußen.
Endlich saß er in seinem Auto und fuhr, mit einer beträchtlichen Geschwindigkeitsübergrenzung, Richtung Tobias Schweinsteiger, Bastians Bruder.
Mit quietschenden Reifen hielt er vor dem Haus, um wie von der Tarantel gestochen aus dem Auto zu springen. Lukas rannte zur Tür und klingelte Sturm.
Ihm kam es wie eine halbe Ewigkeit vor, bis die Tür geöffnet wurde. Dahinter stand ein breit grinsender Tobias.
Mit einer nicht ganz netten Begrüßung ließ dieser Lukas herein.
So betrat er das Haus und schritt sogleich ins Wohnzimmer. Dort lag Bastian, einen Fuß auf dem Tisch, den anderen angezogen und lächelte Lukas mit seinen blitzenden, strahlendweißen Zähnen an.
Lukas‘ Blick wanderte an Bastians ausgestrecktem Bein bis zu seinem Fuß, der in einem nicht unbeträchtlichen Gips steckte. Seine Stirn runzelte sich, bis er endlich fragte: „Was in Teufels Namen hast du angestellt?“ Der Angesprochene hob eine Augenbraue und antwortete nur: „Lern‘ doch endlich mal, einfach jemanden nett zu begrüßen, anstatt immer mit der Tür ins Haus zu fallen. Hm?“ Lukas brummelte. Dann meldete Tobias sich zu Wort: „Ich glaub‘, ich lass euch mal alleine. Ich habt euch sicher viel zu erzählen.“ Aber Bastian wehrte ab: „Nee du, lass mal. Bleib‘ hier, dann kannst du mitlachen, wenn Lukas seine Geschichte erzählt.“ Nun schob Lukas seine Unterlippe hervor und machte seinen geliebten Schmollmund. „Das ist nicht witzig“, schmollte er.
Schließlich begann er, von seinen Erlebnissen und Sorgen zu berichten. Als er endete, war Bastian leicht gerührt, dass Lukas sich Sorgen um ihn gemacht hatte.
Nun sollte Bastian erzählen, aber Tobias übernahm den Part. Er erzählte von dem Unfall, wobei seines und Bastians Wagen zusammen gekracht waren. Danach hatte er ihn mit zu sich nach Hause geschleppt und sich um ihn gekümmert. „Das war alles. Wie du siehst, bin ich noch heile, nur Basti ist mit gebrochenem Fuß davongekommen“, schloss Tobias. „Ja“, seufzte Bastian, „das war alles nur Pech! Aber wieso hast du nicht gleich hier angerufen?“
Lukas antwortete: „Ich habe gar nicht daran gedacht, dass du hier sein könntest. Ich habe überall angerufen, nur nicht hier.“ Bastian und Tobias lachten. „Oh Mann, dir sollte man echt mal ein Gehirn einpflanzen. Aber zum Glück hat Tobi dich angerufen“, lachte Bastian, woraufhin er eine gehörige Kopfnuss von Lukas einstecken musste.
Nach ein paar Frotzeleien fragte Lukas schließlich, ob Bastian mit ihm nach Hause kommen wollte oder doch lieber bei Tobias bleiben wollte. Dieser wollte nur zu gern wieder hinaus und so zog er es vor, vorerst bei Lukas zu wohnen. Während er antwortete, hatte er allerdings einen fiesen Gedanken im Hinterkopf: Vor allem kann ich Lukas schneller überreden als Tobias, wenn ich was haben will. Mir kann eben keiner widerstehen.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Sollte es unter euch jemanden geben, die Einwände hinsichtlich des polnischen Satzes haben: ich bin des Polnischen leider nicht mächtig und wäre dankbar für Verbesserungsvorschläge. Natürlich gilt das auch für alle anderen ;-)
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
