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von Nadean
erstellt: 09.03.2010
letztes Update: 07.04.2010
Geschichte, Drama / P12
(abgebrochen)
Autor: Ich ;-) (Nadean)
Betagelesen: Nein, wer Fehler findet, kann sie behalten.
Dislaimer: Weiß jemand, wie ich die Leute besitzen könnte? Nein? Dann gehören sie nur sich selbst! Verdienen tu' ich auch nix!
Jetzt geht's aber los!
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Eine Tür knallte. Dann ein lautes Krachen.
Was war das? Lukas drehte sich um. Die Kabine war leer, bis auf ein paar Spinde und... Bastian. Dieser schlug auf die Spinde ein. Lukas ging zu ihm hin und versuchte, ihn abzuhalten, aber vergebens.
Die Delle im Spind wurde immer größer, bis die Hand Bastians zu bluten begann. Lukas eilte zum Erste-Hilfe-Kasten, holte eine Rolle Verbandsmull heraus und verband damit die Hand von Bastian.
Nun gingen die beiden hinaus und marschierten zum Parkplatz, der etwas abseits vom Gebäude lag. Bastian murmelte etwas, das Lukas nicht verstanden hatte. Als er es bemerkte, sagte er noch einmal etwas deutlicher: "Ich habe keine Lust, nach Hause zu fahren." Lukas aber setzte sein typisches Grinsen auf und erwiderte nur: "Wer sagt denn, dass wir zu dir fahren?" Bastian lächelte. "Also gut. Aber dass du mir ja nicht meinen Titel streitig machst!" "Titel?" Lukas runzelte die Stirn. Dann hellte sich sein Gesicht auf. "Ach, du meinst dein Glück, das du letztes Mal hattest. Nein, das wirst du nicht haben, denn schließlich steht vor dir der Weltmeister im ,Pro Evolution Soccer‘ spielen." Bastian antwortete: "Erst mal Europameister werden. Wie wär's damit?"
Nach dieser Frotzelei fingen sie an, herzhaft zu lachen und konnten gar nicht mehr aufhören, bis sie das Auto erreicht hatten.
Sie fuhren zu Lukas' Wohnung. Bastian machte sich sofort auf der Couch breit, während Lukas die PlayStation holte und sie anschloss. Er bat Bastian, doch mal bitte, bitte die CD zu holen. Dieser stieß einen Seufzer aus, stand dann aber auf und machte sich auf die Suche nach der CD.
Schließlich fand er sie in der Küche, wobei er sich wunderte, was die CD in der Küche zu suchen hatte. Als er im Wohnzimmer ankam, wollte er Lukas fragen, aber dieser war verschwunden. "Mann, Lukas, wo bist du schon wieder?!" Da sprang ihn plötzlich jemand von hinten an. Bastian erschrak, fasste sich aber schnell wieder. Er drehte sich um und sah in Lukas' grinsendes Gesicht.
Nun lächelte er selbst, was schnell in ein hemmungsloses Lachen überging. Er bekam heftige Bauchschmerzen vor Lachen. Lukas stand nur da und blickte auf Bastian herunter, der auf dem Boden lag und sich den Bauch hielt. Unwillkürlich musste er schmunzeln.
Mehrere "Aua"-Rufe von Bastian's Seite später gelang es Lukas, seinen besten Freund vom Boden hoch zu helfen und ihn auf die Couch zu verfrachten. Bastian konnte sich schließlich beruhigen und sah immer noch lächelnd zu, wie Lukas die CD, die Bastian fallen gelassen hatte, vom Boden hob und sie in die PlayStation einlegte. Nun konnte das Spiel beginnen.
Während der ihnen bekannte Startbildschirm im Fernseher flimmerte und den Titel des Spiels angab: "Pro Evolution Soccer 2008", erzählte Bastian einen Witz, den er vor kurzem gehört hatte: "Was macht ein Holländer, nachdem er die EM gewonnen hat?" Lukas sah ihn geschockt und verständnislos an: "Wie kann ein Holländer eine EM gewinnen?" Bastian lachte. "Die Antwort lautet: Er schaltet die Konsole ab und trinkt ein Bier." Lukas überlegte, derweil war die Startmelodie des Spiels aus den Boxen zu hören. Dann fing auch er an zu lachen. "Ach so", japste er.
"Na, du schaltest ja sehr schnell", witzelte Bastian mit einer Portion Ironie in seiner Stimme.
Plötzlich gab es ein lautes Rumsen, das wahrscheinlich noch die Nachbarn am Ende der Straße gehört hatten. Bastian hatte wieder eine Bekanntschaft mit dem Boden gemacht. Lukas hatte ihn von der Couch geschubst und spielte den Empörten. Nun begann Bastian zu motzen: "Also, allmählich wird mir der Boden hier zu hart. Hast du keinen Teppich oder so? Nein, Herr Podolski muss ja unbedingt Laminat-Boden haben und Teppiche sind natürlich viel zu teuer. Das Geld von Bayern reicht ja vorn und hinten nicht." So ging es immer weiter, bis Lukas ihm den Mund zu hielt und sagte: "Dann kauf du mir doch 'nen Teppich und jetzt lass' uns endlich spielen!"
Gesagt, getan. Jetzt fingen die beiden wirklich an zu spielen. Nachdem sie gelost hatten, wer welche Mannschaft spielt, hauten sie auf die Tasten, als würden sie dafür bezahlt. Hier und da hörte man immer wieder ein paar Frotzeleien, die natürlich nicht ausblieben: "Argh, miese Holländer!" hörte man zum Beispiel von Bastian, der die französische Nationalmannschaft übernommen hatte, und die, so wie es schien, gegen Lukas' Holländer verlieren würde. So ging das erste Spiel 2:1 für Lukas und ‚seine' Holländer aus.
Nach mehreren vergeblichen Versuchen von Bastian, seinen Freund zu schlagen, gab er auf und hielt es sinnvoller, sich ins Bett zu begeben. Lukas aber war noch lange nicht müde und wollte Bastian weiterhin fertig machen. Wie schon so oft, artete diese Diskussion in einen Streit aus, der wie immer damit endete, dass Bastian auf dem harten Boden lag und Lukas grinsend auf ihn herab schaute. "Nee, jetzt reicht's mir aber!" rief Bastian. Mit diesen Worten sprang er auf und stürzte sich auf Lukas, der schon bald keine Luft mehr bekam. Er versuchte japsend, unter Bastian hervorzukriechen, der quer über ihm lag. Dieser aber war nicht nur 1 Zentimeter größer, sondern mindestens 20 Kilogramm schwerer, so kam es Lukas jedenfalls vor. Tatsächlich war er sogar leichter als Lukas.
Bastian wusste dies und lachte über Lukas Schwäche.
Nun hatte er diesen schon wieder unterschätzt. Lukas stemmte sich mit aller Kraft von der Couch, so dass Bastian von ihm herunter purzelte und... auf dem Boden landete.
"Argh! Der Boden ist verdammt hart und vor allem unbequem. Weißt du was? Wir haben jetzt fünf Uhr, also noch eine Stunde, bis die Geschäfte schließen.“
Er stand schnell auf und bevor Lukas es sich versah, war Bastian auch schon weg.
Nach gefühlten zehn Stunden kam Bastian wieder. „Puh, Glück gehabt. Beinahe wäre ich zu spät gekommen.“ Lukas aber hörte gar nicht erst zu, sondern starrte auf das Riesending, das an der Haustür lehnte. „Jetzt hilf mir mal, das Ding da rein zubringen, das ist verflucht schwer“, ächzte Bastian auch schon, als er versuchte, das ‚Ding‘ hinein zutragen. Lukas war allerdings scheinbar erstarrt, denn der blickte Bastian an wie das achte Weltwunder.
Plötzlich hörte er ein lautes Brüllen. Endlich wachte er aus seiner Trance auf und sah nach, woher das Brüllen kam. Als er die Ursache sah, brüllte er ebenfalls, aber vor Lachen.
Bastian hatte es aus unerklärlichen Gründen geschafft, den riesigen Teppich, den er gekauft hatte, unter den Tisch zu legen. Nur...
„Ich glaube nicht, dass du selbst eine schöne Dekoration abgeben wirst. Der Teppich allein reicht da schon vollkommen aus“, quetschte Lukas unter Lachen hervor. Bastian lag nämlich ebenfalls unter dem Tisch, wobei seine Nase von der Ablage des Tisches verbogen wurde, was sehr schmerzhaft aussah.
Nachdem Lukas es gelang, Bastian von dem „bösen“ Tisch zu befreien, wie dieser den Tisch nannte, erhielt er jetzt die Gelegenheit, einen Blick auf den Teppich zu werfen. Dieser war sehr schön und passte hervorragend in die Wohnung. Der Teppich war dunkelblau mit schönen, geschwungenen türkisfarbenen Linien.
Nun ging Bastian zur Küche und genehmigte sich einen Drink, den er seiner Meinung nach verdient hatte. Lukas setzte sich neben ihn auf die Küchentheke und fragte ihn endlich: „Warum bist du heute Mittag eigentlich so ausgerastet?“ Bastian blickte zunächst auf den Boden, bis er antwortete: „Weil ich es so unfair finde. Fips sitzt im Rollstuhl bis weiß-der-Himmel-wann und wir können nichts dagegen tun! Ich will ihm helfen, aber... ich weiß nicht, wie. Er ist mein Freund, verstehst du? Ich kenne ihn schon seit unserer Jugend. Er tut mir so Leid!“
Lukas blickte Bastian traurig und mitleidig an. Er legte einen Arm um Bastians Schulter und versuchte, ihn wieder aufzumuntern: „Hey. Ich verstehe dich. Philipp ist ja auch mein Freund. Okay, zugegeben, ich kenne ihn natürlich nicht so gut und so lange wie du, das ist klar, aber... ich hänge sehr an ihm. Ich würde ihm auch gerne helfen, nur weiß ich selbst nicht, wie. Aber ich habe eine Idee, eine ziemlich verrückte Idee. Dabei musst du mir helfen.“
Bastian blickte in seine Augen. Dann lächelte er: „Okay. Aber nur unter einer Bedingung. Du erzählst mir, was da schon wieder für ein Schwachsinn in deinem Kopf vorgeht.“
Lukas‘ Grinsen erschien sofort wieder. „Also gut. Meine Idee ist folgendermaßen: wir suchen den Typen, der Fips auf dem Gewissen hat, okay?“
Zunächst blickte Bastian seinen Freund entgeistert an, dann aber umarmte er ihn, wobei die Beiden beinahe von der Theke herunter fielen. „Das würdest du wirklich tun? Natürlich möchte ich dir dabei helfen. Danke, Lukas.“
Lukas löste die Umarmung und sah in Bastians Augen. Er lächelte ihn an und sagte nur: „Keine Ursache.“
Nach einer Weile ging es Bastian schon besser. Schließlich war es schon sehr spät geworden und er verabschiedete sich von Lukas.
Auf der Heimfahrt nach Hause dachte er über alles nach. Er blickte in den Rückspiegel und lächelte. Was er wohl ohne Lukas tun würde?
Plötzlich wurde er von einem ihm entgegenkommenden Scheinwerfer geblendet. Er versuchte zu bremsen, aber zu spät.
Bastian hörte nur noch ein lautes Krachen von Metall auf Metall. Er spürte etwas Warmes, Flüssiges von seiner Stirn fließen, dann wurde es um ihn still, kurz bevor er in eine dunkle, schmerzhafte Welt versank.
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Bevor ich's vergesse: Konstruktive Kritik ist erwünscht. *Leuchtpfeil auf Review-Button*
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