■
Geschichte: Fanfiktion
/ Anime & Manga
/ Sailor Moon
/ Rettet mich!!!
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
von lonely-soul
erstellt: 08.03.2010
letztes Update: 10.04.2012
Geschichte, Drama / P16
(in Arbeit)
Der Kampf war zu Ende, die schwarzen Wolken lösten sich auf, die ersten Sonnenstrahlen drängten sich durch die Wolken, um wärmend auf die Erdoberfläche zu gelangen. Die Vögel begannen zu zwitschern, die Leute traten aus ihren Häusern heraus, wo sie sich die ganze Zeit, während Sailormoon gegen die Feinde gekämpft hatte, versteckt hatten.
Die Sailorkrieger standen noch unschlüssig an dem Platz, wo ihnen Usagi zuvor noch erschienen war. Keiner traute sich zu rühren. Vielleicht gab es Hoffnung und Usagi würde in einigen Minuten wieder zu ihnen zurückkehren. Nur Seiya hatte aufgegeben, er würde sie niemals mehr sehen. Außer …
“Servatis a periculum! Servatis a maleficum…”, flüsterte er mehr zu sich selbst als zu den anderen. Er drehte sich um und verließ den Ort des Geschehens, ohne sich noch einmal umzudrehen. Zielstrebig ging er nach Hause.
„Seiya!“, schrien ihm die anderen noch hinterher. Doch es zwar zwecklos, er wollte sie nicht hören. Er brauchte jetzt Zeit für sich, um über alles nachdenken zu können. Vielleicht gab es einen Weg sie zurückzuholen. Er musste unbedingt eine Möglichkeit finden, wieder bei ihr zu sein.
„Seht nur, da…. All die Sternenkristalle!“ Makoto konnte es nicht fassen. Ihre Anführerin…nein, ihre Freundin hatte es geschafft nicht nur die Erde zu retten, sondern auch alle Sternenkristalle wieder freizusetzen, die nun gen Himmel schwebten, um ihren Besitzer zu suchen. Die Krieger waren sich einig, dass die Kristalle ihren Weg zurückfinden werden. Nach und nach verließen die Krieger den Platz, um nicht mehr an die traurige Tatsache erinnert zu werden, dass ihre Freundin für die Rettung der Welt gestorben war. Doch sie wussten, dass sie immer an Usagi denken werden, denn niemand erfüllte ihr Leben so mit Frohsinn, Heiterkeit, Naivität und Liebe wie Usagi.
Seiya hatte es sich, nachdem er Stunden alleine in seinem Zimmer gesessen hatte, zur Aufgabe gemacht, Usagis Familie über den Tod ihrer geliebten Tochter zu informieren. Für ihn war es wichtig sich mit ihrem Tod auseinanderzusetzen, um über sie hinwegzukommen. Ob er sie jemals vergessen konnte, war fraglich.
Ikuko Tsukino bereitete gerade das Abendessen vor, als die Tür klingelte. Den Kochlöffel zur Seite legend und sich die Hände am Geschirrtuch abwischend, ging sie zur Tür. Sie brauchte nicht durch den Türspion zu blicken, sie wusste auch so, dass ein junger dunkelhaariger Mann vor ihrer Türe stand. Sie wunderte sich kurz, was er wollte. Shingo und ihr Ehemann waren noch nicht zuhause und außer einer Katze lebte sonst niemand in diesem Haus.
„Guten Tag, Frau Tsukino. Dürfte ich kurz mit Ihnen sprechen?“, begrüßte Seiya Usagis Mutter, die ihn verwirrt anschaute. Sollte sie diesen jungen Mann etwa kennen? Eine gewisse Vertrautheit lag in seinen Augen, doch seine Stimme war von unendlicher Traurigkeit untermalt.
„Natürlich. Kommen Sie bitte herein…“, unweigerlich öffnete sie ihm die Tür. Bedrückt kam Seiya herein. Wie sollte er bloß anfangen? „Frau Tsukino, ich bin gekommen, um Ihnen eine traurige Nachricht zu übermitteln. Ihre Tochter…Bunny…“, seine Stimme versagte. Tränen traten in seine Augen und kullerten über seine Wangen. Der Sänger räusperte sich und sprach mutig weiter. „…Usagi Tsukino ist leider heute in den Morgenstunden gestorben. Mein aufrichtiges Beileid!“ Erst jetzt traute er sich zu ihr aufzublicken. Überraschend und gleichzeitig überrumpelt blickte Ikuko ihn an. Sie verstand gar nichts mehr.
„Sind Sie sicher, dass Sie sich nicht in der Tür geirrt haben? Ich habe keine Tochter, nur meinen Sohn Shingo, der ein Einzelkind ist.“ Erschrocken schnappte Seiya nach Luft. „Das konnte doch nicht wahr sein!“, dachte er sich. „Hatte Usagi ihren Eltern die Erinnerung an sie genommen? Aber warum? Damit sie nicht leiden?“ Seiya war mit dieser Entdeckung nun mehr als überfordert. Er konnte doch nicht ihrer Mutter erzählen, dass Bunny, ihre Tochter, die legendäre Sailormoon ist, die schon so viele Male die Erde beschützt hat. „Entschuldigen Sie bitte, ich habe mich wohl wirklich in der Tür geirrt…Verzeihen Sie!“ Mit diesen Worten stürmte er bei der Tür hinaus und rannte so schnell es ging davon. Verdutzt starrte Ikuko ihm hinterher. „Komischer Kerl? … Bunny…dieser Name kommt mir irgendwie bekannt vor…. Bunny…“. Der Name hallte in ihren Gedanken immer und immer wieder.
Rei saß vor ihrem heiligen Feuer im Tempel und meditierte. Seit Stunden hatte sie sich, ähnlich wie Seiya, hier eingeschlossen und wollte von keinem gestört werden. Sie brauchte Zeit für sich. Das heilige Feuer würde ihr Antworten auf ihre dringenden Fragen geben. Wie sie ohne Bunny jetzt leben sollten? Ob alle Kämpfe nun sinnlos waren, da Bunny jetzt nicht mehr unter ihnen weilt? Ob sie wirklich all Böses besiegt haben? Wenn nicht, würden sie es überhaupt besiegen können ohne ihre Anführerin?
„Du solltest aufhören, so etwas zu denken. Wir haben das Böse besiegt. Gemeinsam haben wir es geschafft. Der Frieden ist der Erde gesichert. Warum schwelgst du also in Traurigkeit, wenn du glücklich sein kannst, Sailor Mars?“ Rei kam die Stimme bekannt vor, sehr bekannt um genau zu sein. Doch das konnte doch nicht wahr sein, oder? Träumte sie? Ja, es musste es ein Traum sein! „Du träumst nicht…“ Rei weitete die Augen, diese Person konnte offensichtlich die Gedanken lesen. Langsam, beinahe in Zeitlupe drehte sie sich zu dieser Person und sog hörbar die Luft ein. „Hallo, Rei. Schön dich zu sehen!“
„Was machst du hier? Du bist doch tot? ... Vielleicht bist du ein böser Geist!“ Vor ihr stand wahrhaftig Usagi. Sie hatte ihre blaue Schuluniform an und natürlich ihre Haare zu zwei Zöpfe zusammengebunden. Doch ihr Körper war durchsichtig und ihre Stimme hatte eindeutig einen höheren Klang angenommen. „Nein, ich bin kein böser Geist. Ich wollte nur sehen, wie es dir geht…“ Ein Lächeln umspielte Usagis Mund. „Wie es mir geht? Bunny, du bist für uns gestorben. Wie sollte es mir da auch gehen?“ Usagis Lächeln versiegte. Sie wusste, dass nun eine schwere Zeit für die Krieger anbrechen wird. Doch sie mussten ihre Loyalität zur Mondprinzessin beweisen, auch wenn diese körperlich nicht mehr existierte. „Sailor Mars, ich bin nicht tot. Die menschliche Hülle von Usagi Tsukino existiert nicht mehr, das bedeutet nicht, dass ich nicht mehr lebe. Wenn die Zeit reif ist, werde ich wiederkommen. Sei ein wenig fröhlicher Rei! Tränen stehen dir nicht! Lebe wohl.“ Usagi löste sich auf ohne noch auf Reis Rufe einzugehen. Sie hatte noch ein wenig Arbeit vor sich.
Ami studierte wieder einmal ihre Bücher, um sich ein wenig abzulenken. Den ganzen Tag schon drehten sich ihre Gedanken um Bunny und ihre Augen füllten sich mit Tränen. Für heute hatte sie schon genug geweint, zwang sich Ami zur Selbstdisziplin. Außerdem, als klügste von allen Kriegern, musste sie einen Plan entwickeln, Bunny zurückzuholen. „Wenn wir vielleicht in das Raum-Zeit-Gefüge eindringen können und auf die entsprechende Parallele gelangen könnten…“, fügte Ami die Einzelteile ihres Wissens zusammen….
„Ami, hab keine Angst. Ich werde wiederkommen. Du musst keine schlaflosen Nächte auf dich nehmen, um einen Plan zu meiner Rettung zu entwickeln!“ Usagi flüsterte ihr die Worte ins Ohr. Ami schreckte hoch und drehte sich um, bereit sich in Sailor Merkur zu verwandeln, wenn es nötig wäre. „Usagi? Was…wie ist das möglich?“ Usagi hatte es noch nie in ihrem kurzen Leben erlebt, dass Ami verblüfft war. Gerade sie hatte doch für alles einen Notplan und eine Notfallstrategie parat. Der klugen Freundin kamen erneut die Tränen, die sie mit dem Finger wegwischte.
„Usagi, heißt das, du bist nicht tot? Ich bin so froh…“ Die frühere Sailormoon konnte die Aufrichtigkeit dieser Aussage in den Augen ihrer Freundin ablesen. „Nein Ami, ich bin tot. Also Usagis Körper ist tot, mein Geist ist aber noch immer aufrecht… Ich bin gekommen, um dir zu sagen, dass du stark sein musst. Ihr alle. Doch nun, lebe wohl.“ Wie auch vorher bei Rei löste sich ihr Körper auf und hinterließ eine total verwirrte Ami.
Makoto war gerade dabei Plätzchen zu backen…in Form eines Halbmondes. Kochen und Backen war für sie der perfekte Weg, um über das heute Geschehene hinwegzukommen. Oder zumindest nicht in Tränen auszubrechen. „Wir werden Bunny retten…ich werde Bunny retten. Ach, wenn sie jetzt hier wäre, könnte sie diese Plätzchen essen…“
„Wie lieb von dir Makoto. Sie schmecken sicher köstlich! Wie gerne ich jetzt ein Plätzchen essen würde….“ Usagis Augen wurden traurig. „Aber… Usagi?? Wie kommst du hierher?“
Makoto ging einige Schritte auf ihre Freundin zu, bis sie direkt vor ihr stand. „Makoto, ich freu mich dich zu sehen. Du bist immer so unabhängig und stark gewesen, ich weiß, dass du eine starke Kriegerin bist. Bitte hilf den anderen ihren Weg zu finden und finde somit deinen eigenen Weg. Lebe wohl!“ So plötzlich die Mondprinzessin aufgetaucht war, so schnell war sie auch wieder verschwunden.
Luna sprach gerade mit Minako und Artemis über die Ereignisse, die alle betroffen machten. Minako musste sich konzentrieren, um Lunas Worten folgen zu können. Am liebsten würde sie sich für eine Weile in ihrem Zimmer einschließen oder noch besser, fortlaufen…ganz weit weg.
„Minako…schau dort…“ Luna starrte wie gebannt zum Fenster. „Usagi?“ Minako seufzte. Jetzt halluzinierte diese Katze auch noch. Wie sollte sie mit all dem fertig werden? Um Luna einen Gefallen zu machen, drehte sie sich um und erstarrte in ihrer Bewegung. Ein weißer Rauch floss von außen in ihr Zimmer und fing an zu leuchten. Geblendet schlossen alle drei Anwesenden ihre Augen bis sie eine sanfte Stimme vernahmen.
„Ihr könnt die Augen jetzt wieder aufmachen. Hallo ihr drei! Schön euch zu sehen“ Minako traute sich einfach nicht ihre Augen wieder zu öffnen. Je länger sie die Augen geschlossen hielt, desto länger konnte sie sich vorstellen, dass dies Usagis Stimme war, die zu ihr sprach. „Minako, würdest du bitte deine Augen aufmachen!“, befahl ihr die Mondprinzessin sachte. Widerwillig öffnete diese auch ihre Augen und war verblüfft wer vor ihr stand. Mit einem Freudenschrei sprang sie vom Bett und stürmte zu Usagi um diese in eine Umarmung zu verwickeln. Doch ihre Arme griffen ins Leere. Wie konnte das sein?
„Usagi, was ist hier los?“, stellte sie ihre Freundin zur Rede. „Ich bin tot Minako, vergessen? Nur mein Geist kann noch auf der Erde verweilen. Minako, du warst mir immer eine gute Freundin, die beste, die ich jemals hatte. Sei nicht traurig, nur weil ich nicht mehr da bin…“ „Das sagt sich so leicht, Bunny. Du bist meine beste Freundin. Ich kann ohne dich nicht leben!!!“ Tränen flossen über Minakos Wangen. „Minako…ich werde bald wieder wiedergeboren werden. Bald bin ich wieder bei euch! Sei nicht traurig! Du bist die Herrin über die Liebe, schenk mir dein Vertrauen und ich werde dich nicht enttäuschen!“
„Liebe Luna…“ Usagi wandte sich an ihre Katze und auch Freundin. „Ich konnte mein Versprechen einhalten, ich habe die Erde vom Bösen befreit. Ich hoffe du bist mir nicht böse, dass ich oft tollpatschig und faul war.“ Lunas Augen begannen zu Leuchten, als sie ihre Bunny ansah. „Prinzessin, wie könnte ich jemals enttäuscht von Euch sein? Ich bin sehr stolz auf dich Bunny!“ Auch Artemis gab seinen Senf dazu. „Wir sind so froh, dass es dir gut zu gehen scheint.“ Bunny lächelte gütig. „Artemis, mein Freund. Du wirst doch auf Luna und Minako Acht geben?“ Eine Frage, die Artemis nur allzugerne beantwortete. „Natürlich Prinzessin. Ihr könnt Euch auf mich verlassen!“ „Gut. Lasst wieder Freude in eure Herzen und seid nicht traurig. Ich komme wieder! Lebt wohl!“ Usagis Körper verblasste langsam bis sie nicht mehr zu sehen war.
Mamoru saß niedergeschmettert und weinend in seiner Wohnung. Galaxia hatte auch seinen Sternenkristall in die Hände bekommen und mit Usagis Opferbereitschaft konnte auch er wieder befreit werden. Doch zu welchem Preis? Usagi war tot, nichts würde sie ihm wieder zurückbringen. Gedankenversunken schenkte er sich noch ein weiteres Glas puren Scotch ein und trank es in einem Zug aus. Früher hatte er nie zum Alkohol gegriffen, doch was brachte ihm das Leben noch? Er hatte alles verloren, was ihm etwas bedeutete. Den Verlust über seinen größten Schatz auf Erden wird er niemals verkraften können.
„Mamoru, endlich! Ich hatte solche Angst um dich!“ Mamoru wendete seinen Kopf zur Seite. Hatte er ihre Stimme gehört? Doch niemand war in seiner Wohnung, außer er und seine Umzugskartons, die nach Amerika geschickt werden hätten sollen. Doch dann wurde er im Flugzeug von Galaxia angegriffen und die Kartons wurden, als sie später am Flughafen vom Personal entdeckt wurden, von der Fluggesellschaft wieder zu ihrer Versandadresse zurückgeschickt. „Mamoru…sieh mir bitte in die Augen!“ Der zukünftige König über Kristall Tokio blickte, wie es von ihm verlangt wurde, auf. Doch was er sah, ließ ihn vor Erstaunen weinen. Dort stand sie, seine Usagi, in Fleisch und Blut.
Schnell erhob er sich von einem Umzugskarton, auf dem er gesessen hatte, und bewegte sich auf sie zu, um sie schlussendlich in die Arme zu nehmen. Er konnte die Wärme ihrer Haut spüren und ihren unwiderstehlichen Duft. „Usagi, ich bin so froh…“ Er drückte sie immer fester an sich, Angst davor, sie wieder zu verlieren. „Mamoru…“, keuchte diese, „du erdrückst mich!“ Mamoru ließ von ihr ab und starrte betreten zu Boden. „Mamoru, ich kann nicht lange bleiben…“ Erstmals sah er direkt in ihre Augen, die so wunderschön und tief waren wie der Ozean. „Usagi, die Krieger haben mir erzählt, dass du tot bist!!! Das war ein schlechter Scherz!“ Der Student zog seine Mundwinkel nach unten und verfinsterte seinen Blick. Das würden sie bereuen!
„Mamoru, ich bin tot. Mein Körper ist im Kampf gestorben, Galaxia hat ihr Schwert in mein Herz gerammt. Mein Geist verweilt noch auf dieser Erde und für einige Minuten kann ich dir in Fleisch und Blut gegenüberstehen, weil ich als Mondprinzessin noch immer diese Macht in mir trage.“ „Usagi…“, flüsterte er, sanft ihre Wange streichelnd.
„Mamoru, ich muss wieder gehen. Aber ich bin für immer hier drinnen…!“ Dabei legte sie ihre Hand auf Mamorus Brust und markierte mit ihrem Finger den Bereich seines Herzens. „Keine Angst. Ich werde wiedergeboren. Wir sehen uns bald wieder. Lebe wohl!“ Ohne ein weiteres Wort von Mamoru abzuwarten, verschwand sie in einem Hauch von glitzernden Partikeln, die aussahen, wie die Einzelteile des Silberkristalls. Jetzt hatte sie nur mehr eine Person vor sich.
„Lasst mich doch in Ruhe! RAUS!!!“ Taiki konnte nicht fassen, wie wütend Seiya war. Er wollte ihn gerade fragen, ob er etwas von dem Essen wollte, dass sie sich per Lieferdienst zuschicken haben lassen. Dem Bandmitglied war heute nicht nach Kochen zumute. Die beiden Brüder machten sich ernsthaft Sorgen um ihn. Klar waren auch sie geschockt und traurig über die Tatsache, dass die heitere und lebenslustige Bunny nicht mehr unter ihnen weilte. Doch aus irgendeinem Grund waren sie sich sicher bald wieder auf Bunny zu stoßen. Das Schicksal konnte so einen hellen Stern doch nicht einfach verblassen lassen.
„Schwachköpfe!! Wieso lassen sie mich nicht einfach in Ruhe!“ Seiya schmiss sich wutentbrannt auf sein Bett und vergrub sein Gesicht in seinem Kissen. Niemand musste es hören, dass er schon die ganze Zeit weinte. Seine Tränen galten ihr, seiner liebgewonnen Freundin, seiner Seelenpartnerin, seinem Schätzchen. Leise hörte sie auch jetzt noch ihr Lachen, ihre Stimme in seinen Ohren, die leise seinen Namen flüsterten…. „Seiya…Seiya….“ Er hielt sich seine Ohren zu, um sie nicht mehr zu hören, wollte sie einfach nicht mehr hören.
Das funktionierte auch einige Zeit lang gut, bis er sanft bei der Schulter gepackt wurde. „Was wollen diese Idioten jetzt schon wieder von mir??“ Er erhob ein wenig seinen Kopf und schrie „RAUS MIT EUCH!“ und trocknete dabei schnell seine Tränen. „Soll ich wirklich raus gehen?“, ertönte eine Stimme neben ihn, die gefühlsvoll und eindringlich zugleich auf ihn einwirkte.
Der Sänger stützte sich mit den Armen ab und setzte sich am Bettrand auf. „Schätzchen…“, entfuhr es ihm, als er die liebliche Person ansah, die vor ihm stand.
Er führte seine Hand zu ihrem Arm, um zu überprüfen, ob er nun endgültig halluzinierte. Noch bevor er an ihrem Körper angekommen war, nahm sie seine Hand und drückte sie sanft. „Nein, Seiya, ich bin keine Halluzination. Ich bin es, Bunny!“, fügte sie hinzu. Völlig überwältigt stand Seiya auf und ging auf sein Schätzchen zu. Sanft begann er durch ihr goldenes Haar zu streicheln. „Du bist es wirklich!“, lächelte er. Ohne auf ihre Antwort abzuwarten, legte er seine Arme um ihre Taille, zog sie zu sich und drückte seine Lippen auf ihre. Ein wenig überrumpelt erwiderte Usagi den Kuss und genoss ihn dabei in vollen Zügen. Als sie sich lösten, verharrte sie noch in seiner Umarmung und bettete ihren Kopf auf seiner Brust.
„Seiya, ich bin gekommen, um dir zu zeigen, dass es noch Hoffnung gibt. Für uns beide. Ich stehe nicht als die echte Usagi vor dir. Meinem Körper entweichte der letzte Atemzug. Nur mein Geist verweilt in dieser Parallele. Wenn du wirklich an unsere Liebe glaubst, wirst du einen Weg finden. Nicht um mich zu befreien, sondern damit wir zusammen sein können.“ Seiya verstand nur Bahnhof.
„Schätzchen, ich verstehe nicht ganz!“, gab er seinen Missmut kund. „Ich bin nicht endgültig tot. Ich werde wiedergeboren werden. Doch meine Wiedergeburt hängt von euch ab, meinen Kriegern. Veranlasse ein Treffen aller Krieger beim Hikawa-Tempel und zwar morgen. Ich muss nun gehen. Lebe wohl!“ Usagi drehte sich um und wollte verschwinden, wurde jedoch von Seiya am Oberarm zurückgehalten und noch einmal geküsst. „Schätzchen, wir werden dich retten. Ich verspreche es!“
Mit einem Lächeln im Gesicht löste sich Bunny auf und kehrte zu der Ebene zurück, die parallel zu der Ebene der Lebenden lag. Von dort aus konnte sie am besten über ihre Krieger wachen.
Seiya riss motiviert die Türe seines Zimmers auf uns schrie nach Taiki und Yaten. „YATEN! TAIKI! Es gibt Arbeit!!!“ Mit diesen Worten schnappte er sich das Telefon und rief die übrigen Krieger an. Durch sein Schätzchen hatte er neuen Mut gefasst. Er musste sie wieder ins Reich der Lebenden holen. Koste es was es wollte.
||||
10px|12px|15px|17px|19px
Times|Arial|Helvetica
25%|50%|75%|100%
Linksbündig|Blocksatz
gering|normal|groß|sehr groß
