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von xBrokenHearted    erstellt: 07.03.2010    letztes Update: 29.10.2010    Geschichte, Romanze / P16    (fertiggestellt)
-6 Wochen später-

Es ist Juli, Hochsommer. Viele meiner Freunde sonnen sich gerade irgendwo im Urlaub, ich jedoch sitze alleine zuhause mit meiner Mutter rum, in der Hoffnung, dass es endlich ein wenig kühler werden würde. Schon Mitte Mai hatte uns eine enorme Hitzewelle erreicht und langsam hatte ich es ehrlich gesagt satt, die ganze Zeit so zu schwitzen.
„Warum bist du denn eigentlich nicht mit deinen Freunden in Urlaub gefahren? Ich hab dir doch gesagt, für uns reicht es dieses Jahr nicht. Aber du hättest ruhig mit ihnen was unternehmen können.“, meinte meine Mutter gerade, als wir es uns zusammen im Garten, mit einem kalten Drink bequem gemacht hatten. „Karen. Ich hab doch gesagt, dass passt schon so. Ich warte sowieso auf etwas.“, murmelte ich vor mich hin. „Das sagst du schon seit 6 Wochen. Auf was um Himmels willen wartest du den Sara?“, fragte sie mich und zog eine Augenbraue hoch. „Einen Brief.“, sagte ich schlicht. Wahrscheinlich würde ich den Rest meines Lebens auf diesen Brief warten. Ich hatte ja nicht wirklich um eine Antwort oder so gebeten. Heute könnte ich mich dafür Ohrfeigen.
„Was für einen Brief denn?“ Leider war Karen so schrecklich neugierig. Doch dies war eine Sache, die sie nichts anging. Normalerweise erzählte ich ihr wirklich alles, doch dies war ganz und gar meine Angelegenheit. „Ein Brief eben.“ Sie seufzte, setze sich ihre Sonnenbrille auf und streckte sich dann in ihrem Liegestuhl aus.
Es war zwar erst neun Uhr morgens, aber die Sonne prallte nur so auf die Erde hinunter. Eigentlich ist es bald Zeit für den Postboten. Der kommt täglich immer pünktlich um zehn nach neun mit der Post zu unserem Haus und jeden Tag stehe ich davor und frage ihn, ob er etwas für mich hätte. Und täglich wurde ich aufs Neue enttäuscht.
„Sara? Es ist gleich zehn nach.“, murmelte Karen, ohne sich auch nur ein Stückchen zu bewegen. Auch sie kannte meinen Tagesablauf inzwischen auswendig. Aufstehen, Sonnen und auf Postboten warten, dann enttäuscht wieder ins Haus schlurfen.
Ich rappelte mich langsam aus meinem Liegestuhl auf, stellte meinen Drink auf das kleine Tischchen im Garten und lief ins Haus hinein.
Unser Haus war relativ gross. Viel grösser als, dass wir es eigentlich gebraucht hatten. Zwei Personen in einem Haus mit fünf Schlafzimmern, zwei Bädern, Wohn- und Esszimmer, Küche. Natürlich haben wir auch einen Dachboden und einen Keller. Doch meine Mutter bestand darauf, dass wir hier wohnen. Wir konnten es uns auch leisten. Karen war Anwältin und verdiente echt gut. Aber ich will mich nicht beschweren, mir gefiel es hier nämlich auch echt gut.
Jetzt stand ich wie jeden Morgen vor unserem Haus und wartete.
„Hallo Sara. Wie geht’s dir heute?“ Herr Domenico, unser Postbote, kam gerade um die Ecke gebogen. Ich hatte in der Zwischenzeit seinen Namen herausgefunden und ebenfalls wusste ich, dass er eigentlich aus Puerto Rico kam, aber etwa vor 2 Jahren hier in die Schweiz gezogen war. Was echt erstaunlich war, er sprach perfekt Deutsch. Vielleicht lag das auch einfach an seinen Kindern, die schon älter waren und schon viel früher hier her gezogen sind. Wegen ihnen waren er und seine Frau auch überhaupt her gezogen.
„Sehr gut, danke. Von mir aus könnte es wieder einmal regnen, aber da kann man nichts machen was?“, lächelte ich. „Und wie geht’s Ihnen Herr Domenico?“, fragte auch ich. „Auch gut. Und heute hab ich sogar etwas für dich. Hier.“, sagte er und reichte mir einen kleinen Umschlag. „Hast du dich irgendwo in Deutschland beworben?“ Häh, wieso? Ich nahm im den Umschlag ab und sah auf den Absender. Universal Music, Deutschland. „Sara? Geht es dir gut?“, fragte er etwas besorgt. Anscheinend sah ich so aus, wie ich mich gerade fühlte. In mir war alles hibbelig, meine Knie zitterten und ich fing trotz des warmen Wetters an zu frieren.
„ Doch, doch. Alles bestens. Das ist nur der Brief auf den ich schon so lange warte.“, versicherte ich ihm. „Na dann. Ich wünsch dir noch einen schönen Tag.“ Ich nickte ihm zu. „Danke schön. Wünsch ich ihnen auch. Und richten sie ihrer Frau und ihren Kindern einen schönen Gruss aus ja?“ Ohne auch nur auf eine Antwort zu warten, drehte ich mich um und rannte zurück ins Haus.
Wenn es wirklich das war, wonach es aussah, dann….dann. Oh mein Gott, sag ich da nur.
„Na? Wieder einmal leer ausgegangen? Sag mir doch einfach auf was für einen Brief du wartest Mäuschen.“ Sie nannte mich nur Mäuschen, wenn sie mich ärgern wollte. Aber jetzt und heute, liess ich mich auf gar keinen Fall darauf ein. Dafür hatte ich keine Nerven ehrlich gesagt.
„Mensch Karen. Dafür hab ich jetzt echt keinen Bock. Und nein, heute bin ich nicht leer ausgegangen. Mein Brief ist endlich da.“ Ich grinste von einem Ohr zum anderen und an Karens Gesicht sah ich, dass sie mich für verrückt hielt. „Ich bin oben.“, rief ich ihr zu und rannte so schnell wie möglich in mein Zimmer.
Oben angekommen, schloss ich die Tür hinter mir und drehte den Schlüssel um. Ich setzte mich auf mein Bett, mit zittrigen Fingern versuchte ich den Brief zu öffnen. Als ich es endlich geschafft hatte fing ich an zu lesen.

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gemeiner Schluss ich weiss =P
aber bekomm ich trotzdem Kommis?
*lieb guck*
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